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Marktbericht vom 07.12.2003
Wie erwartet ließen die Ölminister der OPEC-Staaten auf ihrem Treffen am 04. Dezember die Förderquote unverändert, fassten aber gleichzeitig eine Förderkürzung beim nächsten Meeting am 10. Februar ins Auge.
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Die Märkte hatten dies im Großen und Ganzen so erwartet und dementsprechend notiert der Januar-Kontrakt für OPEC-Rohöl in NewYork in Vergleich zur Vorwoche nahezu unverändert bei 30,80 US-Dollar je Barrel, während Nordseeöl der Marke "Brent" in London um 28,80 Dollar gehandelt wird. Weiter auf Allzeithoch befindet sich der Euro, für den derzeit rund 1,21 Dollar zu zahlen sind, was umgerechnet 82,2 Euro-Cent für die US-Währung bedeutet.
Trotz der permanenten Sorge der OPEC, die Preise für Rohöl könnten im Frühjahr stark fallen, konnte es sich das Kartell angesichts des aktuellen Preisniveaus nicht leisten, eine Förderkürzung zu beschließen. Vorsorglich baute man in Erwartung einer höheren Förderung des Iraks und eines schwächeren Verbrauches im Frühjahr bereits vor, indem man in einer weiteren außerplanmäßigen Sitzung im Februar eine Reduzierung der Fördermenge auf den Tagesplan setzte.
Zur Einschätzung der Märkte darf aber nicht nur die offizielle Förderung der OPEC betrachtet werden, sondern auch die tatsächliche, die Schätzungen zufolge derzeit rund eine Million Barrel über der vereinbarten Menge liegen dürfte. Weiter müssen auch die Lieferungen der Nicht-OPEC-Staaten berücksichtigt werden, die diese in den letzten Monaten stetig ausgeweitet haben. Umsomehr verwundert der - trotz warmer Witterung und schwacher Nachfrage - permanent hohe Ölpreis, der sich nach Meinung nicht weniger Marktteilnehmer durch die Handlungsbereitschaft der OPEC auch im Winter und Frühjahr halten dürfte.
Fundamentale Unterstützung erhielt letzte Woche der Aufschwung des Euros durch eine deutlich erhöhte Industrieproduktion in Deutschland, während die jüngsten Arbeitsmarktzahlen aus den USA enttäuschten. Die immense Staatsverschuldung in den USA lässt auch politisch kaum einen starken Dollar zu.
Alles in allem haben sich die Rahmenbedingungen für die Heizöl- und Benzinpreise kaum verändert, was für diese Woche auf kaum veränderte Heizölpreise schliessen lässt. Im Jahresverlauf befinden sich die Abgabepreise vor allem bei Heizöl auf einem sehr interessanten Niveau, das zur Bedarfsdeckung für den bevorstehenden Winter durchaus genutzt werden sollte. Spekulativ orientierte Verbraucher hoffen auf einen Preisverfall im Frühjahr, der allerdings derzeit - wie erwähnt - nicht absehbar ist.
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Ein relativ starker Rückgang der Rohölbestände in den USA sorgte vor allem zu Wochenschluß wieder für deutlich anziehende Notierungen an den internationalen Ölmärkten.
Das verlängerte Wochenende (Thanksgiving) in den USA, sowie die abwartende Haltung vieler Marktteilnehmer im Vorfeld des OPEC-Meetings am 04. Dezember, führte vergangene Woche zu einem lustlosen Handel an den internationalen Ölmärkten.