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Marktbericht vom 11.01.2004
Trotz insgesamt wieder etwas gestiegener US-Lagerbestände kletterten die Rohölpreise gegen Ende der vergangenen Woche auf neue Rekordhöhen seit der Irak-Krise im Frühjahr vergangenen Jahres.
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Die Futures auf OPEC-Öl stiegen in NewYork auf 34,60 US-Dollar pro Barrel, Nordseeöl Brent wird in London für knapp 31,70 Dollar gehandelt. Der Euro stieg nach einer kurzen Korrektur wieder auf Werte um 1,28 US-Dollar - ein Dollar kostet demnach knapp 78 Euro-Cent.
Die Ölbestandsdaten von API (American Petroleum Institute) und DOE (Department of Energy) vom vergangenen Mittwoch zeigten einen überraschend starken Aufbau bei Heizöl und Benzin auf, während die Versorgungslage bei Rohöl weiterhin sehr angespannt ist. Trotzdem stiegen die Rohölpreise sehr deutlich an und haben mittlerweile ein Niveau erreicht, dass nur noch mit Spekulationskäufe durch Öl-Fonds erklärt werden kann.
Nicht unschuldig ist sicherlich auch die OPEC, die ihren eigenen Beschluss zum Preisbandmechanismus ignoriert und die offizielle Fördermenge nicht erhöht, obwohl sich der Abrechnungspreis bereits den 25. Handelstag in Folge über der 28-Dollar-Marke befindet. Erst beim nächsten OPEC-Meeting am 04. Februar ist nach heutigem Stand der Dinge mit einer OPEC-Reaktion zu rechnen, was sicherlich internationale Kritik auslösen wird. Vor allem die US-Regierung ist im Wahljahr an Ölpreisen interessiert, die die wirtschaftliche Erholung nicht gefährden, sondern unterstützen sollen.
Für Ende dieser Woche sind in Nordamerika extrem tiefe Temperaturen vorhergesagt, was den Märkten - neben charttechnischen Faktoren - kurzfristig weiteren Auftrieb gab. Ob es allerdings zu einer Versorgungskrise kommen kann, ist eben aufgrund der wieder etwas komfortableren Bestandssituation bei Heizöl eher unwahrscheinlich.
Der mittlerweile im Vergleich zum US-Dollar sehr hohe Euro-Kurs schürt in Deutschland mittlerweile Befürchtungen, der Exportmotor könnte ins Stottern geraten und den wirtschaftlichen Aufschwung gefährden. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert allerdings letzte Woche nicht und ließ den Basiszinssatz unverändert. Ein Absenken des Zinsniveaus im Euro-Raum würde Investitionen in den Dollar wieder attraktiver machen und den Eurokurs fallen lassen.
Für die Heizöl- und Benzinpreise sorgt der starke Euro angesichts der hohen Rohölpreise für etwas Milderung, wogleich er den Anstieg nicht vollkommen wettmachen konnte. Trotzdem befindet sich das Preisniveau im langfristigen Vergleich nach wie vor auf einem moderaten Niveau, das die kurzfristige Bevorratung nicht zu einem Schmerzakt werden lassen sollte.
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Nachdem zu Wochenschluss die Rohölpreise an den internationalen Ölmärkten nochmals kräftig anzogen und auch der Euro in die längst fällige Korrektur überzuschwenken scheint
Die Heizölpreise in Deutschland bleiben auch zu Beginn des Jahres 2004 dank eines weiter anziehenden Euros weiterhin auf relativ günstigem Niveau