Marktbericht vom 15.02.2004
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 15.02.2004, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 15.02.2004

Rohölpreise steigen trotz schlechter Nachrichten nur leicht

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 15.02.2004, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Trotz der OPEC-Entscheidung vom vergangenen Dienstag, die eine drastische Förderkürzung zum Inhalt hatte und stärker als erwartet gefallener Bestandsdaten aus den USA, zeigten sich die Rohölpreise relativ stabil und stiegen nur verhältnismäßig moderat an.


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In NewYork werden die Futures auf OPEC-Öl derzeit bei Kursen um 34,50 US-Dollar gehandelt, während Nordseeöl "Brent" in London bei 30,55 Dollar steht. Der Euro zeigt sich nach wie vor sehr stabil und so kostet ein Dollar aktuell nur rund 78,5 Euro-Cent.

Der relativ moderate Anstieg auf die eigentlich mehr als schlechten Nachrichten der vergangenen Woche spiegelt den Glauben in die tatsächliche Umsetzung der Beschlüsse wider. Es ist bei einer derzeitigen Überproduktion von über 1,5 Mio. bpd (Barrel per day) auch nicht unbedingt verwunderlich, dass sehr viele Marktteilnehmer eine konsequente Umsetzung bezweifeln. Dazu kommt natürlich auch die Bereitschaft der Nicht-OPEC-Länder, die geplanten Kürzungen des Kartells mit eigenen Produktionssteigerungen bei Bedarf auszugleichen, was bei relativ hohen Rohölpreisen wesentlich leichter fällt, als in einer Niedrigpreisphase. Die durch die OPEC ständig angeführten Ängste eines nachfragebedingten Preisverfalles im Frühjahr scheinen angesichts der konstant hohen Rohölpreise immer fadenscheiniger. Vielmehr ist zu vermuten, dass der Zielkorridor der Preise stillschweigend von derzeit 22 bis 28 US-Dollar weiter angehoben werden soll.
Aber egal welche Hintergründe sich für die sehr drastische Förderkürzung von insgesamt ca. zehn Prozent verantwortlich zeigen, die Wahrheit liegt in der tatsächlichen Umsetzung, die natürlich mit Argusaugen beobachtet werden wird. Die Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit des Kartells steht wieder einmal auf dem Prüfstand.

Die Reifeprüfung des Euros ist mittlerweile längst vollzogen und die europäische Gemeinschaftswährung behauptet sich weiterhin gegen den derzeit eher schwachen Dollar, der durch schlechte Arbeitsmarktdaten und eine weitere Ausweitung des US-Handelsbilanzdefizits noch stärker ins Hintertreffen kam. Vor den Präsidentschaftswahlen in den USA ist wohl auch nicht mit einer Umkehr des Trends hin zum Euro und weg vom Dollar zu rechnen.

So bewegen sich die Heizöl- und Benzinpreise - eben dank des starken Euros - weiterhin auf sehr attraktivem Niveau. Die Preise befinden sich nach wie vor nah an den Tiefständen der vergangen Wochesind zwar nach den Tiefständen der vergangenen Woche und im Zweijahresvergleich weiterhin am unteren Ende der Range.

Heizöl-Marktdaten

13.02.04, 00:00 Uhr
15.02.: 38,50 €
14.02.: 38,47 €
13.02.04, 00:00 Uhr
13.02.: 259,50 $
12.02.: 254,00 $
13.02.04, 00:00 Uhr
13.02.: 30,57 $
12.02.: 29,97 $
13.02.04, 00:00 Uhr
13.02.: 0,7854 €
12.02.: 0,7808 €

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