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Marktbericht vom 11.07.2004
Die vergangene Woche hat wieder eindrucksvoll gezeigt, dass der Markt derzeit gute Nachrichten ignoriert und negative Meldungen sofort in Preissteigerungen umsetzt. Somit gibt es momentan keinerlei Anzeichen und wenig Hoffnung, dass der Rohöl- und somit auch der Heizölpreis wieder merklich fallen könnte.
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Aktuell notieren die Öl-Futures in New York bei 40 US-Dollar, London meldet für Nordseeöl "Brent" derzeit 37 Dollar. Die US-Währung selbst verlor gegenüber dem Euro wieder an Boden und kostet nur noch 80,5 Euro-Cent.
Die Versorgung der Weltwirtschaft mit Energie und hier speziell Öl wird eines der spannendsten Themen der nächsten Jahre bleiben. So ist es nicht verwunderlich, dass dieser Sektor auch an den Börsen immer stärker an Bedeutung gewinnt. Und eben diese Börsianer sehen derzeit anscheinend nicht den geringsten Grund, Rohölkontrakte nach unten zu handeln - ganz im Gegenteil. Die positive Meldung über einen doch überraschenden Bestandsaufbau von Rohöl und Endprodukten in den USA wurde gänzlich ignoriert und dafür die Turbulenzen um den zahlungsunfähigen russischen Ölkonzern Yukos zum Anlass genommen, die Notierungen wieder über die 40-Dollar-Marke zu treiben.
Es wird befürchtet, dass ein durch staatliche Steuernachforderungen in Milliardenhöhe drohendes "Aus" des Ölriesen, sich negativ auf die Ölversorgung auswirken könnte. Der Yukos-Konzern zeigt sich derzeit für rund zehn Prozent der russischen Ölproduktion verantwortlich.
Die leider mittlerweile zum Tagesgeschäft gehörenden Terrorwarnungen, sowie der Nachfrageboom aus Asien unterstützen den bullishen Grundton an den Ölmärkten.
Da kann nur noch ein starker Euro helfen, der gegenüber dem Dollar im Wochenvergleich deutlich gewann und die Preissteigerungen am Rohölmarkt für die europäischen Verbraucher halbwegs abfedern konnte.
Auch für die Dollarschwäche werden die Terrorängste angeführt, außerdem gab es enttäuschende US-Wirtschaftdaten.
Die Absatzzahlen für Heizöl im zweiten Quartal fielen historisch niedrig aus, so dass von einer verstärkten Nachfrage im dritten und vierten Quartal ausgegangen werden muss. Doch gerade dies lässt eine allein schon durch kapazitätsbedingte Engpässe hervorgerufene Preissteigerung erwarten. Wer also den Wintervorrat noch nicht im Tank hat, sollte bald handeln, um Lieferprobleme und höhere Preise im Spätsommer/Herbst zu vermeiden
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Obwohl die OPEC planmäßig zum 01. August die Förderung um weitere 500.000 Barrel pro Tag anheben will führte dies an den Märkten leider zu keiner Entspannung der schwierigen Situation.
Die letzte Woche zeigte wieder deutlich, wie nervös und unberechenbar die Ölmärkte derzeit sind.