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Marktbericht vom 10.10.2004
Kaum ist die 50-Dollar-Marke bei Rohöl gefallen, spekulieren viele Marktteilnehmer angesichts der weiter steigenden Preise über das baldige Erreichen der 60 Dollar bei den Rohöl-Futures in NewYork.
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Diese stehen aktuell wieder einmal auf einem neuen Rekordhoch von 53,30 US-Dollar pro Barrel, während sich nun auch die Kontrakte auf Nordseeöl "Brent" mit derzeit 49,71 Dollar der 50-Dollar-Marke annähern. Der Wechselkurs des Dollars blieb relativ stabil bei rund 80,50 Euro-Cent für einen "Greenback".
Der weitere Anstieg der Rohölpreise ist nicht nur spekulativ, sondern auch fundamental begründet. Die letzten US-Ölbestandsdaten erfüllten die Erwartungen des Marktes nicht und lassen eine Heizölverknappung für den vor der Tür stehenden Winter befürchten.
Die Krise um den drohenden Streik der Ölarbeiter in Nigeria droht zu eskalieren und fand mit der Festnahme des Gewerkschaftsführers seinen vorläufigen Höhepunkt. Gerade jetzt sehen viele Ölarbeiter-Gewerkschaften angesichts der angespannten Versorgungslage den idealen Zeitpunkt, ihre Interessen durchzusetzen und so bahnt sich auch in Norwegen ein Arbeitskampf an.
Die Irak-Krise und die latente Terrorangst gehören längst zum Alltag des Ölmarktes, der durch die extreme Nachfrage - vorwiegend aus China - aus dem Gleichgewicht zu geraten droht.
Natürlich nutzen Spekulanten diese Tatsachen aus und treiben unterstützt durch die Charttechnik die Notierungen weiter in die Höhe.
Die hohen Ölpreise schlagen in den USA durch die Dollarschwäche noch stärker durch als in Europa und sorgen auch dafür, dass sich die US-Währung wegen der Schwächung der heimischen Wirtschaft gegenüber dem Euro nicht mehr so richtig behaupten kann.
Dies hilft unseren Heizölpreisen nur bedingt, da sich auch diese den immer weiter steigenden Beschaffungskosten für Rohöl nicht entziehen können. Und so eilen die Kurse von einem Rekordhoch zum nächsten, ohne dass eine begründbare Hoffnung auf eine wesentliche Entspannung besteht. Der Appell an Verbraucher, die noch vor dem Winter Ware benötigen, rechtzeitig Heizöl zu bestellen, kann deshalb nur erneut wiederholt werden.
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Nur eine Richtung scheinen heuer die Heizölpreise zu kennen, die auch vergangene Woche aufgrund der stetigen Verteuerung der Rohölpreise stark anstiegen.
Beinahe erwartungsgemäß und von vielen Marktexperten prognostiziert schloss der Rohölpreis Anfang der vergangenen Woche erstmals über der 50 US-Dollar-Marke pro Barrel und hielt sich unter Schwankungen auch bis zum Wochenende darüber.