Heizöl-News vom 29.05.2005


Rohöl- und Heizölpreise steigen stark

 
Wie bereits letzte Woche prognostiziert, kam mit dem Ende des Abwärtstrends die Umkehr am Ölmarkt und sowohl die Rohöl- als auch die Heizölpreise stiegen nach einem wochenlangen Preisrückgang teils kräftig an.

So notieren die Rohöl-Futures in NewYork aktuell wieder weit über der 50-Dollar-Marke bei 51,85 US-Dollar, während die Kontrakte auf Nordseeöl "Brent" in London mit 50,70 Dollar notieren. Die US-Währung zeigte sich mit rund 79,5 Euro-Cent sehr stabil.

Gleich zwei negative Meldungen zeigen sich für die schlechte Stimmung am Ölmarkt verantwortlich. Da wären zum einen die seit Wochen erstmals wieder gefallenen US-Lagerbestände, die zwar immer noch historisch auf einem sehr hohen Stand sind, aber in der jüngsten Vergangenheit trotzdem nicht zu einem starken Preisrückgtang geführt haben. Gleichzeitig deuten die neuesten Konjunkturzahlen auf ein weiter robustes Wachstum in den USA hin.
Die zweite schlechte Meldung kommt aus Saudi-Arabien, dem wichtigsten Verbündeten der USA in der Golf-Region. Der saudische König Fahd wurde mit einer wohl sehr ernstzunehmenden Krankheit in eine Spezialklinik eingeliefert, der gesundheitliche Zustand ist unklar. Marktbeobachter sehen in der Erkrankung des Königs einen großen Unsicherheitsfaktor im Königreich, das der mit Abstand größte Ölproduzent der Welt und somit natürlich für die Märkte von grösster Bedeutung ist.

Am Devisenmarkt gibt es derzeit anscheinend keinen Grund, den Dollar nach unten zu handeln. In den USA scheint die Inflation im Griff zu sein und die Wirtschaft wächst robust weiter.

Hierzulande geht es mit den Heizölpreisen bei einer eher mäßigen Nachfrage deutlich nach oben. Es ist zu befürchten, dass der Heizölpreis auch heuer wieder eine ähnliche Entwicklung wie im letzten Jahr nehmen wird. Noch sind die Preise auf einem durchaus interessanten Niveau!

Newsmeldungen
vom Mai 2005