Heizöl-News vom 27.02.2006


Terroranschlag in Saudi-Arabien lässt Preise steigen

 
Die Meldung über einen Terroranschlag auf eine wichtige saudi-arabische Ölanlage hat gegen Ende der vergangenen Woche die Rohölpreise an den internationalen Ölmärkten wieder deutlich ansteigen lassen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt und die Preise sind wieder etwas zurückgekommen.

So stehen die Futures auf die Sorte "WTI" derzeit bei gut 62 US-Dollar pro Barrel, während die aktuellen April-Kontrakte auf Nordseeöl der Marke "Brent" bei knapp 61 Dollar notieren. Der Dollar steigt wieder auf Werte um 84,5 Euro-Cent.

Das Selbstmordattentat der Terrororganisation "Al Kaida" auf das wichtigste Ölzentrum Saudi Arabiens schlug zwar fehl, sorgte aber sofort für Nervosität und steigende Kurse an den Märkten.
Saudi Arabien ist bekanntlich der größte Öl-Exporteur der Welt und ein erfolgreicher Anschlag auf die Öl-Infrastruktur hätte fatale Folgen und würde den Rohölpreis wohl explodieren lassen.
Doch es gibt auch gute Meldungen. Im Iran-Atomkonflikt scheint es einen Ausweg durch kontrollierte Urananreicherung in Russland zu geben. Jedenfalls ist man sich hier grundsätzlich einig, was aber noch nicht das Ende der Spannungen zwischen dem Iran und der westlichen Welt und insbesondere Israel bedeutet.
Könnte man die politischen Unsicherheiten ausklammern, gäbe es wohl berechtigte Hoffnung auf fallende Preise, wobei nicht vergessen werden sollte, dass das nach wie vor existente, weltweite Nachfragewachstum - auch ohne politische Störfeuer - für die Ölförderländer eine große Herausforderung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte darstellt.

Am Devisenmarkt fehlt es derzeit an marktbeeinflussenden Meldungen, so dass der Dollar technisch bedingt wieder zulegen konnte. Für diese Woche erwartet der Markt neue Impulse aus den USA und Europa bezüglich der künftigen Zinsentwicklung.

Am heimischen Heizölmarkt steigen die Heizölpreise leicht an. Nach wie vor sind fallende Notierungen nicht in Sicht.

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vom Februar 2006