Heizöl-News vom 09.10.2006


Förderkürzungen der OPEC lassen Preise wieder anziehen

 
Die angekündigte Kürzung der Fördermengen durch die OPEC-Mitglieder haben ihre Wirkung an den internationalen Ölmärkten nicht verfehlt und lassen die Preise wieder ansteigen.

Aktuell notieren die Kontrakte auf WTI-Rohöl wieder über der 60-Dollar-Marke, während Nordseeöl "Brent" für rund 59,50 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Zulegen konnte der US-Dollar, für den derzeit rund 79,4 Euro-Cent zu bezahlen sind.

Anscheinend traut der Markt der OPEC, von der bereits heute im Laufe des Tages eine offizielle Bekanntgabe zur Drosselung der aktuellen Förderung erwartet wird, ein geschlossenes Handeln zu.
Oder sind es erneut die dunklen Wolken am politischen Himmel, die für steigende Preise sorgen?
Denn sowohl die Bekanntgabe Nordkoreas, einen erfolgreichen Atomtest durchgeführt zu haben, als auch die erneute Verschärfung der Tonlage im Atomkonflikt mit der Iran, wo derzeit innerhalb der UN massiv auf Sanktionen gedrängt wird, rufen den Börsianern die schwelenden Konflikte wieder ins Gedächtnis.
Auch psychologisch scheint die 60-Dollar-Marke derzeit eine große Hürde zu sein.

Am Devisenmarkt haben die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA den Dollar gestützt. Der Euro geriet unter Druck, da trotz der konjunkturellen Abkühlung der US-Wirtschaft, die Arbeitslosenquote geringer als erwartet ausfiel. Dies schürt Spekulationen um eine Fortführung der Zinsanhebungspolitik der US-Notenbank.

Am Heizölmarkt ziehen die Preise ebenfalls leicht an. Der gestiegene Rohölpreis und die weiterhin sehr hohe Nachfrage lassen derzeit keinen Spielraum für einen weiteren Rückgang der Heizölpreise. Nach wie vor ist mit langen Lieferzeiten zu rechnen, so dass rechtzeitig bestellt werden sollte. Das Preisniveau hierzu ist durchaus attraktiv.

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vom Oktober 2006