Heizöl-News vom 30.07.2009


Ölpreise brechen ein - Heizöl deutlich günstiger

 
Nach den deutlich gestiegenen Kursen in den vergangenen beiden Wochen, beginnt nun am Ölmarkt die bereits seit Tagen erwartete Korrektur. Gestern brachen die Ölpreise nach Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten deutlich ein und lassen heute auch die Heizöl-Notierungen deutlich schwächer eröffnen.

Aktuell werden die WTI-Rohöl-Futures für nur noch gut 63 US-Dollar pro Barrel gehandelt, Nordseeöl "Brent" kostet knapp 67 Dollar. Auch der Euro fällt weiter zurück und steht zur Stunde bei 1,4067 US-Dollar.

Die Öllagerbestände in den USA sind erneut unerwartet stark angestiegen. Gestern bestätigte das Departement of Energy (DOE) die bearishen API-Zahlen vom Vortag.
Bei Rohöl gab es einen Zuwachs von 5,1 Millionen Barrel, die Destillat-Vorräte stiegen im Vergleich zur Vorwoche um 2,1 Millionen Barrel. Lediglich bei Benzin gab es einen Rückgang von 2,3 Millionen Barrel.
Am Ölmarkt lösten diese Zahlen massive Verkäufe aus, sodass die WTI-Öl-Futures binnen kurzer Zeit von 66 auf fast 63 US-Dollar zurückfielen.
Die stark überkauften Märkte warteten förmlich seit Tagen auf ein Verkaufssignal, das nun mit den stark bearish zu wertenden Bestandsdaten mehr als deutlich gesetzt wurde.
Da auch an den Aktienmärkten tendenziell mit einer Korrektur zu rechnen ist, könnte es auch in den nächsten Tagen durchaus noch etwas weiter nach unten gehen.

Am Devisenmarkt haben starke Kurseinbrüche am chinesischen Aktienmarkt dem US-Dollar weiter Auftrieb gegeben. Der Euro fiel im gestrigen Handelsverlauf von 1,42 US-Dollar bis knapp an die 1,40-Dollar-Marke zurück, konnte diese bislang aber gut verteidigen.

Nach den gestrigen moderaten Rückgängen kann heute am heimischen Heizöl-Markt mit deutlich fallenden Notierungen gerechnet werden. Zwar bremst der gefallene Euro den Kursrückgang etwas aus, bei einem weiterhin schwachen Rohölmarkt dürfte es aber auch hier durchaus noch etwas Luft nach unten geben.

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vom Juli 2009