21.09.2018, 08:38 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am Nachmittag ins Minus gedreht und sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro schöne Gewinne einfahren, sodass die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen in den Tag starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Nachmittag ins Minus gedreht und sind mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne einfahren, sodass die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den letzten Tag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 78,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,32 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich auf Werte um 1,1780 US-Dollar hinzugewinnen und steht derzeit auf dem höchsten Stand seit Mitte Juni.

Gestern am Morgen sah es noch so aus, als würde es am Öl- und somit auch am Heizöl-Markt weiter nach oben gehen. Die Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" nahmen die 80-Dollar-Marke in Angriff, scheiterten dann ab zweimal an einem technischen Widerstand.
Als dann US-Präsident Donald Trump die OPEC zudem per Twitter ein weiteres Mal aufforderte, für niedrigere Rohölpreise zu sorgen, drehten die Futures und es ging rasant bergab.
Zwischenzeitlich gab es eine kurze Erholung, als die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden, die ebenso überzeugen konnten wie der Philadelphia Fed Herstellungsindex, der von 11,9 Punkte im Vormonat, per September auf 22,9 Zähler zulegen konnte. Doch schon wenig später setzte der Ölkomplex seine Talfahrt fort und ging auf Tagestiefstand aus dem Handel.
Im bisherigen Wochenverlauf blieben größere Überraschungen weitgehend aus und auch die US-Ölbestandsdaten lieferten keine klaren Impulse. So fehlte aus fundamentaler Sicht die Unterstützung, um die technischen Widerstände zu überwinden, die derzeit den Weg für weitere Kurssteigerungen nicht freigeben. 
Ob dies in der nächsten Woche gelingen wird, dürfte maßgeblich auch vom Ergebnis des Treffens des Joint Monitoring Committee (JMMC), also dem Kontrollgremium der am OPEC-Förderabkommen beteiligten Länder, abhängen, das am Wochenende in Algerien stattfinden wird. Auch wenn hier keine offiziellen Entscheidungen getroffen werden, könnte es doch erste Signale bzw. Tendenzen geben, wie die Förderpolitik von OPEC und Co. aussehen soll bzw. welche Optionen möglich sind. Das nächste reguläre Treffen findet am 3. Dezember statt.

Auch am Devisenmarkt gab es gestern eine überraschende Entwicklung, die positiv für den Euro ausfiel, der gegenüber der Ölwährung US-Dollar deutlich an Wert gewinnen konnte. Aber auch im Vergleich zu anderen Währungen musste der "Greenback" kräftige Verluste hinnehmen, obwohl die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA überwiegend positiv ausgefallen sind. Die Gewinnmitnahmen beim US-Dollar hievten unsere Gemeinschaftswährung auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten, bis knapp an die 1,18-Dollar-Marke nach oben.

Beste Vorgaben also für den österreichischen Heizöl-Markt, wo es heute zu deutlichen Preisabschlägen kommen sollte. Aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. Vor dem prognostizierten Temperatursturz bietet sich derzeit also eine gute Kaufgelegenheit, vor allem für Ölheizer mit geringem Vorrat. Diese sollten unbedingt die aktuellen Lieferzeiten von teilweise vier bis sechs Wochen einkalkulieren. Eillieferungen sind zwar vielerorts möglich, aber mit unnötig hohen Kosten verbunden.
20.09.2018, 08:38 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am Nachmittag wieder deutliche Gewinne verbuchen können und die Brent-Futures steuern heute morgen auf die 80-Dollar-Marke zu. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Nachmittag wieder deutliche Gewinne verbuchen können und die Brent-Futures steuern nun wieder auf die 80-Dollar-Marke zu. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 71,70 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird derzeit zu Kursen um 1,1690 US-Dollar gehandelt.

Obwohl das Statement des russischen Präsidenten Wladimir Putin, zum Abschuss eines russischen Militärflugzeuges in Syrien, die Spannungen zwischen Russland und Israel deutlich reduziert hat, wollten die Marktteilnehmer die tags zuvor augrund des Ereignisses aufgeschlagene Risikoprämie gestern nicht wieder aus den Markt nehmen. 
Nachdem in OPEC-Kreisen künftig wohl auch Rohölpreise jenseits der 80-Dollar-Marke kein Tabu mehr sind und sich ein technischer Widerstand bei den Brentöl-Futures als stabil erwies, zogen die Notierungen am Nachmittag dann sogar weiter an. 
Gestützt wurden diese dabei von den US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die im Vergleich zur Vorwoche einen unerwartet deutlichen Rückgang von in Summe drei Millionen Barrel auswiesen, während das American Petroleum Institute (API) am Vorabend noch ein leichtes Plus veröffentlicht hatte.
Preisdrückende Meldungen werden weiterhin nur am Rande zur Kenntnis genommen. So plant Venezuela die Ölförderung künftig um eine Million Barrel pro Tag zu steigern und hat dazu von China einen neuen Kredit in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar erhalten. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China wird zwar immer wieder diskutiert, wirkt sich aber kaum auf die Preisentwicklung aus. 
Dies ist auch nicht verwunderlich, denn beide Themen haben eher eine mittelfristige Wirkung, während das knappe Angebot, verursacht durch die mittlerweile voll in der Umsetzung befindlichen Iran-Sanktionen, in diesen Tagen und Wochen Realität ist und aufgrund der geringen Reservekapazitäten eine entsprechende Risikoprämie eingefordert wird.
So schlossen die Öl-Futures gestern in unmittelbarer Nähe der Tageshöchststände und auch heute morgen geht es im asiatisch geprägten Handel bislang weiter nach oben. Das Überschreiten der 80-Dollar-Marke bei den Brentöl-Kontrakten scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Einen sehr ruhigen Handel gab es gestern wieder am Devisenmarkt, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar den ganzen Tag über in einer engen Handelsspanne seitwärts tendierte. Derzeit warten die Marktteilnehmer auf neue Ergebnisse zum Thema Brexit, das heute bei einem informellen EU-Gipfel in Salzburg das große Thema sein wird.

Aufgrund der wieder anziehenden internationalen Ölpreise werden sich heute leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach wieder etwas verteuern. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von rund einen halben Cent pro Liter erwarten. Am Wochenende werden wohl die meisten Heizungen nach längerer Zeit wieder in Betrieb genommen werden müssen und dann ist mit einem weiteren Nachfrageschub zu rechnen. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte unbedingt die aktuellen Lieferzeiten berücksichtigen, die in manchen Regionen bei fünf bis sechs Wochen liegen!
19.09.2018, 08:35 Uhr
Die Ölpreise haben am Vormittag kräftige Aufschläge verbucht, nachdem über Syrien ein russisches Militärflugzeug abgeschossen wurde. Da der Euro gleichzeit leicht an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls im Plus starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Vormittag kräftige Aufschläge verbucht, nachdem über Syrien ein russisches Militärflugzeug abgeschossen wurde. Da der Euro seinen Aufwärtstrend gleichzeitig nicht fortsetzen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute wohl ebenfalls mit Pluszeichen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 79 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 70 Dollar. Der Euro kann die gestern tagsüber erzielten Gewinne nicht halten und wird derzeit zu Kursen um 1,1680 US-Dollar gehandelt.

Fast sah es gestern am Morgen so aus, als könnten die Rohölpreise im ruhigen Fahrwasser den leichten Abwärtstrend der letzten Tage fortsetzen. Doch dann kam plötzlich die Meldung in den Markt, dass ein mit fünfzehn Mann besetztes russisches Aufklärungsflugzeug durch die syrische Luftabwehr abgeschossen wurde. Russland machte dafür sofort Israel verantwortlich, das Angriffe auf Syrien flog und Russland zu spät über diese informiert hatte. Daher konnte sich das Flugzeug nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone zurückziehen.
In erster Reaktion gab es einen deutlichen Anstieg am Ölmarkt, da Israel ja ein enger Verbündeter der USA ist und die Börsianer eine Konfrontation der beiden Supermächte USA und Russland befürchteten. Später relativierte der russische Präsident Putin die Angelegenheit und sprach von einer "Kette tragischer Fehler". Trotzdem hielten die Futures das hohe Niveau bis zum Handelsschluss.
Dabei hat es durchaus Meldungen gegeben, die Druck auf die Öl-Futures hätten bringen können. So hat die chinesische Regierung auf die nächste Woche in Kraft tretenden US-Strafzölle reagiert und ihrerseits nun insgesamt 5.207 US-Produkte mit neuen Zöllen belegt. Der Handelsstreit nimmt also vorerst kein Ende!
Nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Mit einem leichten Aufbau von in Summe 1,2 Millionen Barrel wurde die Erwartung der Analysten übertroffen, die mit einem Rückgang von knapp zwei Millionen Fass gerechnet hatten. Da aber die Bestände im Zentrallager Cushing gleichzeitig gefallen sind, wurde der Bericht unterm Strich eher neutral interpretiert.
Nun warten die Marktteilnehmer auf die Vergleichszahlen des Department of Energy (DOE), die heute gegen 16.30 Uhr über die Ticker rollen werden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern am Morgen die 1,17-Dollar-Marke überschreiten, diese aber nicht lange halten. Als China dann die neuen Zölle auf US-Produkte ankündigte, ging es zwischenzeitlich mit der Gemeinschaftswährung nochmals bergauf, bevor am Abend Gewinnmitnahmen einsetzten. Im Vergleich zu gestern Morgen gibt es unterm Strich keine große Veränderung.

Die Heizölpreise in Österreich werden aufgrund der gestiegenen Rohölpreise heute leider wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. In den nächsten Tagen soll ein Wetterumschwung kommen, der die Nachfrage sicherlich deutlich beleben dürfte, da wohl viele Heizungen erstmals seit Monaten wieder in Betrieb genommen werden müssen. Entsprechend werden die Lieferzeiten weiter ansteigen!


18.09.2018, 09:11 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel weiter nachgegeben, nachdem US-Präsident Trump weitere Strafzölle für Importe aus China angekündigt hat. Der Euro konnte gleichzeitig zulegen und so werden die Heizöl-Notierungen heute etwas schwächer starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel weiter nachgegeben, nachdem US-Präsident Trump weitere Strafzölle für Importe aus China angekündigt hat. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig zulegen und so werden die Heizöl-Notierungen heute erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 77,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,55 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne verbuchen und wird derzeit zu Kursen um 1,1690 US-Dollar gehandelt.

Zum Start in die neue Handelswoche tendierten die Rohölpreise im europäisch geprägten Handel zunächst etwas nach oben, obwohl es dazu keine Meldungen gegeben hat. Die zuletzt veröffentlichten Nachrichten waren eher preisdrückend zu werten, wie die weiter angestiegene Zahl der US-Bohranlagen oder das Ergebnis eines Treffens zwischen den Energieministern der USA, Saudi-Arabien und Russland. Hier ging es um die Versorgungslage am Ölmarkt nach Inkrafttreten der Iran-Sanktionen. Der US-Minister Rick Perry erklärte, dass die drei wichtigsten Ölproduzenten der Welt die Förderung in den nächsten 18 Monaten steigern können und er deshalb nicht mit einem starken Anstieg der Ölpreise rechne.
Keine Entspannung zeichnet sich im Handelsstreit zwischen den USA und China ab. Bereits zum 24. September treten für weitere chinesische Importe mit einem Jahresvolumen von ca. 200 Mrd. US-Dollar 10 Prozent Strafzölle in Kraft, die zum Jahresende nochmals auf 25 Prozent ansteigen sollen. Dies dürfte sicherlich das globale Wirtschaftswachstum weiter schwächen und birgt für die USA gleichzeitig das Risiko, dass sich China nicht der Iran-Sanktionspolitik von US-Präsident Trump unterwerfen könnte. Das Thema hat für den Ölmarkt als in den nächsten Wochen eine sehr hohe Wichtigkeit.
Wichtig ist aber sicherlich auch das Treffen zwischen Vertretern der OPEC und der am Förderabkommen beteiligten Nicht-OPEC-Länder gegen Ende dieser Woche in Algerien. Hier könnte eine Weichenstellung erfolgen, wie die Förderpolitik in den nächsten Wochen und Monaten aussehen soll. 
Am späten Abend wurde im Rahmen des monatlichen Produktionsberichtes der EIA (Energie Informationen Administration) bekanntgegeben, dass die Anzahl der angebohrten, aber noch nicht fertig erschlossen Ölquellen per August ein neues Rekordniveau von 8.269 erreicht hat. Per Januar 2017 lag die Zahl noch bei 5.352 Reservequellen. Auch das dürfte heute morgen weiter leicht auf die Rohölpreise drücken. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern vom Start weg zulegen und mit zu Handelsschluss in New York im Vergleich zum US-Dollar bis knapp an die 1,17-Dollar-Marke anziehen. Heute Morgen geht es mit der Gemeinschaftswährung weiter nach oben, was sicherlich auch ein Stück weit mit dem Handelsstreit zwischen China und den USA zusammenhängt. Europa könnte der Nutznießer sein.

Die Heizölpreise hierzulande befinden sich erfreulicherweise weiter in einem leichten Abwärtstrend. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen für heute aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von 0,7 bis 0,9 Cent pro Liter erwarten. 
Wer noch zum Start in die bald beginnende Heizperiode nachtanken will, sollte dies nicht auf die lange Bank schieben, denn die Lieferzeiten werden wohl auch in nächster Zeit eher länger werden.
17.09.2018, 08:23 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag im Großen und Ganzen stabil gezeigt und sind schlussendlich nur mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Da der Euro etwas an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute kaum verändert starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag im Großen und Ganzen stabil gezeigt und sind schlussendlich nur mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute kaum verändert in die neue Woche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 78 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,90 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird derzeit zu Kursen um 1,1630 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die letzte Woche ein wahres Feuerwerk an neuen Markteinflüssen gebracht hatte, schwenken die Märkte nun wohl wieder in ruhigeres Fahrwasser über. Große Kursveränderungen brachten die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, sowie die neuen US-Ölbestandsdaten zwar nicht, aber sie hätten zweifelsohne das Potenzial dazu gehabt. Ebenso Hurrikan "Florence", der sich über dem Festland nun immer weiter abschwächt und daher keine Bedrohung für die Ölversorgung mehr darstellen sollte.
Am Freitag gab es dann zum Abschluss dieser doch recht turbulenten Woche einen eher ruhigen Handel mit nur geringen Kursausschlägen. Kurzzeitig reagieren die Rohölpreise auf den sehr gut ausgefallenen Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan, doch bereits wenig später wurde schon wieder in den leicht abwärts gerichteten Kursverlauf eingeschwenkt.
Derzeit warten die Marktteilnehmer auf neue Impulse, nachdem die in den nächsten Wochen wohl recht knappe Versorgungslage ausreichend thematisiert und auch eingepreist ist.
Am Freitag wurde nach Börsenschluss der wöchentliche Baker-Hughes-Report veröffentlicht, der Aufschluss über die Zahl der aktiven US-Bohranlagen gibt. Hier ist die Zahl im Vergleich zur Vorwoche um 7, auf nunmehr 867 Anlagen gestiegen. Ingesamt zeigt sich hier seit Mai eine recht stabile Entwicklung auf hohem Niveau. 
Dass die US-Schieferölindustrie daher ihren Ausstoß in den nächsten Wochen und Monaten weiter erhöhen kann, ist aber in den Kursen bereits ausreichend berücksichtigt.
Derzeit scheint es eher mehr Fragezeichen auf der Nachfrageseite zu geben. Der Währungsverfall in einigen Wachstumsländern bereitet ebenso Sorge, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, bei dem sich bislang keine Lösung abzeichnet.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar von insgesamt recht gut ausgefallen amerikanischen Konjunkturdaten profitieren und im Vergleich zum Euro etwas zulegen. Zudem korrigierten die Händler die wohl etwas überzogenen Reaktion auf das Sitzungsergebnis der Europäischen Zentralbank am Donnerstag, das eigentlich keine große Überraschung brachte, der Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich aber trotzdem einen Schub nach oben brachte.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach diesen Vorgaben stabil bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht maximale Abschläge in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen etwas beruhigt und so kann von einem für diese Jahreszeit normalen Bestellaufkommen berichtet werden.
14.09.2018, 08:04 Uhr
Die Ölpreise haben gestern Nachmittag plötzlich kräftig nachgegeben. Da zugleich auch der Euro zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise ebenfalls mit deutlichen Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern Nachmittag plötzlich kräftig nachgegeben. Da zugleich auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise ebenfalls mit deutlichen Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 78,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der US-Ölsorte "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar sehr schöne Gewinne einfahren und wird derzeit zu Kursen knapp unterhalb der 1,17-Dollar-Marke gehandelt.

Nach den eher preisdrückend zu wertenden Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) und den darauffolgenden Gewinnmitnahmen, nahmen den Bullen am Ölmarkt gestern am Morgen erstmal die Luft aus den Segeln und die Rohölpreise starteten seitwärts gerichtet in den europäisch geprägten Handel.
Am späten Vormittag wurde dann der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht, der ebenfalls bearish gewertet wurde. Die Prognose zur globalen Ölnachfrage wurde für dieses und nächstes Jahr unverändert belassen, während die höhere Ölproduktion der OPEC die zurückgehenden Exporte des Iran bislang mehr als ausgleichen konnte. Zudem sieht man in Paris nicht nur Risiken, was die Angebotsseite betrifft, sondern aufgrund der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China auch auf der Nachfrageseite.
Passend dazu hat US-Präsident Trump in einem Tweet gestern nochmals klargestellt, dass er bei diesem Thema nicht von seinem harten Kurs abweichen wird.
Hurrikan "Florence" wurde zwischenzeitlich herabgestuft und wird wohl zu keiner Bedrohung für die Ölanlagen an der US-Ostküste werden. 
Am Nachmittag wurden einige technische Widerstände durchbrochen und die Futures gingen in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel.

Am Devisenmarkt gab es gestern das Ergebnis der EZB-Sitzung zu verarbeiten, das zwar keine große Überraschung brachte, aber doch Klarheit, was die künftige Geldpolitik der Zentralbänker betrifft. Es wurde beschlossen, die Anleihekäufe bis Ende Dezember abzuschließen, so wie dies bereits angekündigt wurde. Da der US-Verbraucherpreisindex per August gleichzeitig unter den Erwartungen ausfiel, ging es mit dem Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich nach oben.

Endlich geben die Heizölpreise hierzulande nach Wochen des Preisanstieges aller Voraussicht nach heute wieder einmal deutlich nach. Die gefallenen Rohölpreise und der gestiegene Eurokurs liefern hierzu optimale Vorgaben. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu knapp einem Cent pro Liter erwarten, wobei berücksichtigt werden sollte, dass ein Teil des Preisrückganges vielerorts bereits gestern vollzogen wurde. 
13.09.2018, 08:21 Uhr
Die Ölpreise sind gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, nachdem zwischenzeitlich wieder ein starker Anstieg zu beobachten war. Da der Euro etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute mit leichten Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, nachdem zwischenzeitlich wieder ein deutlicher Anstieg zu beobachten war. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" nach wie vor bei 79,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 70 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne verbuchen und wird derzeit zu Kursen um 1,1620 US-Dollar gehandelt.

Nach dem preistreibenden Monatsreport der Statistikabteilung des US-Energieministerims (EIA) und dem vom American Petroleum Institute (API) vermeldeten leichten Rückgang der US-Ölbestände, starteten die Rohölpreise gestern relativ stabil in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. 
Im Vorfeld des OPEC-Monatsberichtes setzten dann am späten Vormittag leichte Gewinnmitnahmen ein, nachdem es ja tags zuvor technisch bedingt kräftig an oben gegangen war.
Der Monats-Report aus Wien brachte dann keine neuen Impulse. Zwar wurde die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert, gleichzeitig sieht man aber auch das Angebot seitens der Nicht-OPEC-Länder etwas geringer als noch vor vier Wochen. In Summe wurde der Bericht als neutral eingestuft.
Trotzdem ging es mit den Öl-Futures am Nachmittag wieder deutlich spürbar nach oben, was wohl auch von einem etwas schwächeren Dollar unterstützt wurde. 
Die mit Spannung erwarteten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) brachten in Summe einen leichten Aufbau von gut zwei Millionen Barrel. Die Rohöl-Vorräte gingen zwar um gut fünf Millionen Fass zurück, die Produktbestände stiegen aber kräftig an. Da auch die Nachfragemengen zurückgingen, konnte der Bericht insgesamt leicht preisdrückend gewertet werden. 
Die Marktteilnehmer reagierten aber erst heute früh im asiatich geprägten Handel mit stärkeren Verkäufen, sodass die Aufschläge von gestern mittlerweile wieder vollständig egalisiert sind.

Am Devisenmarkt konnte der Euro, trotz einer per Juli um 0,1 Prozent gefallenen EU-Industrieproduktion, im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wieder über die 1,16-Dollar-Marke klettern. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von einem Prozent gerechnet, nachdem Im Vormonat ein Plus von 2,3 Prozent zu verzeichnen war. Heute warten die Händler auf die Ergebnisse der um 14 Uhr beginnenden Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). 

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Österreich heute mit leichten Abschlägen in den Tag starten. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Aufgrund der in den letzten Tagen etwas zurückgegangenen Nachfrage entspannt sich die Mengenverfügbarkeit allmählich wieder. Preislich gesehen bleibt die Luft nach unten aber wohl auch in den nächsten Tagen und Wochen dünn.
12.09.2018, 08:27 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am Nachmittag bzw. zum Abend hin wieder an Fahrt aufgenommen und sind mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Bei relativ stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen weiter zulegen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Nachmittag bzw. zum Abend hin wieder an Fahrt aufgenommen und sind mit kräftigen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Bei insgesamt relativ stabilen Wechselkursen, werden in Folge leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Pluszeichen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,85 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird derzeit zu Kursen um 1,1590 US-Dollar gehandelt.

Lange Zeit sah es gestern danach aus, als würden die Rohölpreise, im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API), ohne große Veränderung aus dem Handel gehen. Als dann um ca. 16 Uhr sehr zügig zwei technische Widerstände durchbrochen wurden, war der Weg nach oben frei und die Futures schossen am Abend um knapp zwei US-Dollar pro Fass nach oben. 
Auch von fundamentaler Seite her spricht derzeit wieder einiges für weiter steigende Kurse. Neben der Problematik rund um die Iran-Sanktionen und der immer weiter sinkenden Ölproduktion in Venezuela, bringt der Überfall auf das staatliche libyische Ölunternehmen NOC und der Anschlag auf eine irakische Pipeline zusätzliche Verunsicherung in den Markt.
Die gestern Abend nach Börsenschluss veröffentlichten API-Ölbestandsdaten wurden unterm Strich ebenfalls bullish, also preistreibend interpretiert, da die Rohölvorräte im Vergleich zur Vorwoche um 8,6 Millionen zurückgegangen sind. Zwar gab es gleichzeitig auch deutliche Aufbauten bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin von insgesamt 7,9 Millionen Fass, jedoch bleibt in Summe ein Minus von 0,7 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit weitgehend unverminderten Beständen gerechnet hatten.
Auch der Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) kann keine Entspannung bringen. Im Gegenteil, denn in diesem wurde die Prognose zur US-Ölförderung für dieses und nächstes Jahr nach unten korrigiert und somit die Marktlage noch enger als zuletzt eingeschätzt. Entsprechend startet der Ölkomplex auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch und europäisch geprägten Handel.
Sorge bereitet zudem der Hurrikan "Florence", der eine ernsthafte Bedrohung für die Ostküste der USA werden könnte. Zwar werden wohl bedeutende Ölanlagen nicht betroffen sein, eine Beeinträchtigung der Versorgungswege wird es aber auf jeden Fall geben.

Am Devisenmarkt konnte der Euro nicht vom ZEW Konjunkturerwartungsindex profitieren, der eu-weit per September mit minus 7,2 bei weitem nicht so schlecht ausgefallen ist, wie dies von den Analyten erwartet wurde. Unsere Gemeinschaftswährung verlor im Vergleich zum US-Dollar am Vormittag trotzdem deutlich an Wert, machte einen Teil des Rückganges im weiteren Verlauf aber wieder wett.

Die Heizölpreise in Österreich werden aller Voraussicht nach auch heute ihren Weg nach oben fortsetzten und mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einen halbem bis einem Cent pro Liter erwarten. Seit gut drei Wochen kennen die Notierungen nur noch den Weg nach oben und es steht leider zu befürchten, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.
11.09.2018, 08:35 Uhr
Die Ölpreise sind gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, nachdem zum Start noch dicke Pluszeichen an den Kurstafeln standen. Bei einem etwas stärkeren Eurokurs werden die Heizöl-Notierungen heute regional etwas nachgeben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, nachdem zum Start noch dicke Pluszeichen an den Kurstafeln standen. Bei einem etwas stärkeren Eurokurs werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach regional etwas nachgeben.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 77,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67,60 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1610 US-Dollar gehandelt.

In den nächsten Tagen werden die mit Spannung erwarteten Monatsreports des US-Energieministeriums, der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht und im Vorfeld treten die Rohölpreise mehr oder weniger auf der Stelle.
Gestern gaben die Notierungen am Nachmittag nach, wobei der Rückgang bei den amerikanischen WTI-Futures deutlich höher ausfiel, als bei der Nordseeöl-Sorte "Brent". Mittlerweile ist der Preisunterschied der beiden Sorten auf rund zehn US-Dollar pro Barrel angewachsen, was damit zu erklären ist, dass die Sanktionen gegen den Iran Europa deutlich stärker treffen, als beispielsweise Amerika. Im Juli betrug die Preisdifferenz gerade mal gut drei Dollar je Fass!
Noch stärker als Europa wäre sicherlich Indien betroffen, das nach China der zweitgrößte Ölabnehmer des Iran ist. Bislang gibt es aber noch keine Anzeichen, dass hier die Importe reduziert oder gar gestoppt werden würden. Derzeit verhandelt die indische Regierung mit den USA über eine Ausnahmeregelung, während Südkorea die iranischen Öllieferungen wohl bereits vollständig gestoppt hat. Beide Meldungen neutralisierten sich und hatten somit keine Einfluss auf die Preisfindung.
Eher schon die Nachricht, dass die Zentrale der libyschen National Oil Corporation (NOC) angegriffen wurde. Jedoch konnte man die Lage schnell wieder unter Kontrolle bringen, sodass es keine negativen Auswirkungen auf die Ölförderung Libyens gab. Im Norden des Irak gab es einen Anschlag auf eine Pipeline, dessen Auswirkungen noch nicht ganz klar ist. 
Auch wenn beide Ereignisse mehr oder weniger glimpflich verliefen, zeigen sie doch deutlich, auf welch wackeligen Beinen die globale Ölversorgung derzeit steht. Kein Wunder, dass die Luft nach unten weiterhin sehr dünn ist und der Markt eine deutliche Risikioprämie einfordert.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder Boden gutmachen und über die 1,16-Dollar-Marke klettern. Bezüglich der Austrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien gibt es erste Hinweise auf ein Einigung, was die Gemeinschaftswährung entsprechend gestützt hat. Heute Vormittag werden wichtige Konjunkturdaten aus Europa den weiteren Weg vorgeben.

Die Heizölpreise in Österreich könnten eventuell etwas von den Währungsgewinnen profitieren und leicht nachgeben. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein rechnerisches Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. In der Praxis ist wohl aber eher mit einer weiteren Stabilisierung, als mit einem spürbaren Rückgang zu rechnen, was angesichts der Preisentwicklung der letzten drei Wochen schon als Erfolg gewertet werden kann.
10.09.2018, 08:53 Uhr
Die Ölpreise konnten sich am Freitag stabilisieren, zogen bis Handelsschluss dann etwas an und starten heute Morgen mit fester Tendenz. Zudem hat der Euro an Wert verloren, sodass die Heizöl-Notierungen wieder mit Aufschlägen starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich am Freitag zunächst stabilisieren, zogen bis Handelsschluss dann sogar etwas an und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch geprägten Handel. Zudem hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert verloren, sodass die Heizöl-Notierungen leider  wieder mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 77,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,20 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1550 US-Dollar gehandelt.

Die in Summe bearish, also preisdrückend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten konnten den Ölmarkt leider nur kurzzeitig entlasten. Nach den Rückgängen vom Mittwochabend und Donnerstag, zogen die Rohölpreise am Freitag leider schon wieder an.
Dies ist auch nicht verwunderlich, denn an der insgesamt sehr knappen Versorgungslage hat sich dadurch kaum etwas geändert. Die Marktteilnehmer reagieren mit großer Sensibilität auf Meldungen, die eine weitere Verringerung des Angebots hervorrufen könnten. So gibt es im Irak, dem zweitgrößten Ölproduzenten der OPEC, seit einigen Tagen Unruhen und es verschafften sich Demonstranten auch Zugang zu einem großen Ölfeld. Weitere "Pulverfässer" befinden sich in Libyen und Nigeria, die ebenfalls sehr wichtig für die globale Ölversorgung sind. Ein stärkerer Rückgang der Ölexporte aus einem dieser Länder wäre am Markt derzeit kaum zu verkraften und so bleibt die dafür eingeforderte Risikoprämie hoch.
Auch der Chef der Internationalen Energie Agentur (IEA), Fatih Birol, sieht die Versorgungslage vor allem zum Jahresende hin knapp und erwartet für dieses und nächstes Jahr weiterhin eine robuste Nachfrageentwicklung. Aufgrund der stetig steigenden US-Schieferölförderung und der Krise in einigen Schwellenländern rechnet man in Paris aber damit, dass sich die Lage in 2019 etwas entspannen wird.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen bleibt indes weiter hoch. Zwar gingen die "Rigs" in der letzten Woche um zwei, auf nunmehr 860 Anlagen zurück, insgesamt ist aber in letzter Zeit eine Stabilisierung auf hohem Niveau festzustellen.
Preistreibend wirkte sicherlich die Meldung aus China, wo die Rohölimporte im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,4 Prozent zugelegt haben. Auf Jahressicht beträgt das Plus immerhin noch 6,5 Prozent.  

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar am Nachmittag von guten US-Arbeitsmarktdaten profitieren und im Vergleich zum Euro deutlich zulegen. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze ist per August außerhalb der Landwirtschaft auf 201.000 gestiegen. Erwartet wurden lediglich 191.000 neue Jobs. Gleichzeitig bereitet die deutsche Konjunkturentwicklung weiterhin Sorgen, denn die Industrieproduktion ging hier im Juli um 1,1 Prozent zurück und auch die Exporte nahmen um 0,9 Prozent ab.

Aufgrund der Währungsverluste und der etwas gestiegenen Rohölpreise, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit deutlich spürbaren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten. Die sehr angespannte Versorgungslage im Inland, hervorgerufen durch die niedrigen Pegelstände und den Raffinerie-Ausfall in Bayern, läßt zudem wenig Spielraum nach unten und sorgt gleichzeitig auch dafür, dass die Heizölpreise regional stark abweichen.
07.09.2018, 08:15 Uhr
Die Ölpreise sind gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten vorübergehend deutlich zurückgefallen und mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Bislang wirkt sich das aber nicht auf Heizöl-Notierungen aus. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern nach Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) vorübergehend deutlich zurückgefallen und erneut mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Bislang ewirkt sich das aber nicht auf die Heizöl-Notierungen aus, auch wenn die Preise rein rechnerisch zurückgehen müssten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67,85 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird derzeit weiterhin zu Kursen um 1,1620 US-Dollar gehandelt.

Nach den überraschend bearish, also preisdrückend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und den bereits zuvor eingeschlagenen leichte Abwärtstrend, orientierten sich die Rohölpreise gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel zunächst wieder nach oben. Der per Juli unerwartete Rückgang der Arbeitsaufträge der deutschen Industrie von 0,9 Prozent, wurde dabei kaum zur Kenntnis genommen.
Am Nachmittag gab es dann zunächst gemischt ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Hier ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche erneut von 213.000 auf 203.000 zurück, während die Zahl der neu geschaffenen Stellen im August mit 163.000 unter den Erwartungen zurückblieb. Die Werksaufträge per Juli fielen mit 0,8 Prozent stärker als erwartet, der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor konnte hingegen etwas zulegen.
Bewegung kam aber erst in der Markt, als das Department of Energy (DOE) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten bekanntgab. Zwar gingen die Rohölbestände überraschend deutlich um 4,3 Millionen Barrel zurück, dafür gab es aber einen Aufbau bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin von in Summe 4,9 Millionen Fass. Ein weiterer preisdrückender Aspekt dabei war, dass die Produktnachfrage in dieser Woche etwas zurück gegangen ist. 
Somit wurde das Zahlenwerk in Summe bearish gewertet und die Ölpreise knickten regelrecht ein. Innerhalb von nur zwei Stunden verloren die Kontrakte rund zwei Dollar pro Barrel an Wert. Zwar wurde ein großer Teil der Verluste am Abend wieder wettgemacht, im Tagesvergleich bleibt heute Morgen aber immer noch ein schönes Minus als Vorgabe für die heimischen Heizöl-Notierungen. 

Einen recht ruhigen Handel gab es am Devisenmarkt, wo der Euro am Vormittag kaum auf die schwachen Zahlen aus der deutschen Industrie reagierte und sich im Vergleich zum US-Dollar weiter recht wacker schlagen konnte. Auch am Nachmittag blieben die Kursausschläge gering und die Gemeinschaftswährung ging in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel.

Ob die gefallenen Rohölpreise endlich heute auf den österreichischen Heizöl-Markt durchlagen können, bleibt abzuwarten und hängt natürlich stark von der allgemeinen Warenverfügbarkeit ab. Diese ist ja aufgrund von Niedrigwasser und dem Raffinerie-Ausfall in Bayern nach wie vor sehr angespannt, was die Preise für den Handel und somit auch für die Verbraucher auf hohem Niveau hält. Rein rechnerisch sollte es heute Abschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter geben. Da die Nachfrage jetzt doch deutlich abgeebt ist, stehen die Chancen für einen Rückgang gar nicht so schlecht. Ob es aber erstmals seit rund drei Wochen wieder einmal deutlichere Nachlässe geben wird, dürfte sich erst in den Mittagsstunden zeigen, wenn die Raffinerie- und Tanklagerbetreiber ihre Großhandelspreise herausgeben.