05.06.2020, 09:02 Uhr
Die Ölpreise können ihre „neues“ Niveau bei rund 40 Dollar pro Fass gut halten und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen. Die Heizölpreise hierzulande zeigen sich davon aber bislang noch kaum beeindruckt, geben regional sogar weiter etwas nach. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten können ihre "neues" erhöhtes Niveau bei rund 40 Dollar pro Fass derzeit gut halten und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Die Heizölpreise hierzulande zeigen sich davon aber bislang noch kaum beeindruckt und geben regional sogar weiter leicht nach.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 40,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 37,60 Dollar. Der Euro setzt seinen Höhenflug im Vergleich zum US-Dollar weiter fort und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1370 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die US-Ölbestandsdaten in dieser Woche keine neuen Impuls gebracht haben und es auch in Sachen OPEC-Meeting keine gravierenden Neuigkeiten gegeben hat, starteten die Rohölpreise gestern leicht schwächer in den europäisch geprägten Handel, ohne dass es hier aber größeren Abgabedruck gegeben hätte. 
Die Händler warteten auf neue Konjunkturdaten, aber sicherlich auch auf die Ergebnisse des Treffens der Europäischen Zentralbank (EZB). Hier wurde beschlossen, das Kaufprogramm für Staatsanleihen um weitere 600 Milliarden Euro auszuweiten, was etwas mehr war, als die Marktteilnehmer erwartet hatten. Der Euro zog daraufhin kräftig an.
Die wenig später veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen schlechter aus als erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gingen im Vergleich zur Vorwoche von 2,1 auf knapp 1,9 Millionen zurück, die weitergeführten Jobgesuche legten deutlich von 20,8 auf 21,5 Millioen zu. Auch die heute Morgen bekanntgegebenen Arbeitsaufträge der deutschen Industrie brachen per April mit einem Minus von 25,8 Prozent deutlich stärker ein als prognostiziert. 
Am Abend gab es dann neue Spekulationen zum Konferenztermin der am OPEC-Förderabkommen beteiligten Länder. Nachdem ein vorzeitiges Video-Meeting am gestrigen Donnerstag ja noch nicht zustande gekommen war, scheint man sich nun auf den morgigen Samstag verständigt zu haben. Dies wurde am Markt als Hinweis gewertet, dass man sich wohl über eine vorzeitige Verlängerung der aktuell geltenden Produktionsreduzierung von 9,7 Millionen Barrel einig ist.
Entsprechend ging es in den letzten Handelsstunden mit den Öl-Futures wieder nach oben und Brent-Öl steht aktuell sogar wieder deutlich über 40 Dollar pro Barrel.

Am Devisenmarkt gibt es für den Euro in diesen Tagen kein Halten mehr. Im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar konnte unsere Gemeinschaftswährung gestern deutlich zulegen und es scheint so, als könnte heute sogar die 1,14-Dollar-Marke erreicht werden. Rückenwind gaben gestern natürlich die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA und in diesen Tagen allgemein die derzeit sehr schlechte Verfassung der US-Wirtschaft. Die Anleger haben offenbar mehr Vertrauen in die Konjunkturentwicklung der EU.
 
Dank der deutlichen Währungsgewinne gab es gestern kräftig Abschläge bei den Inlandspreisen und auch heute geben die Heizöl-Notierungen zum Start in den letzten Handelstag der Woche weiter etwas nach. Geht es nach aktuellen Berechnungen sollten die Preisänderungen aber in einem recht engen Rahmen bleiben. Der seit Jahresbeginn existente Abwärtstrend bleibt vorerst, dank der deutlich zurückgegangenen Nachfrage und des starken Euros, noch intakt. Das Potenzial im Verhältnis zu den Rohölpreisen ist aber nun weitgehend ausgeschöpft.
04.06.2020, 08:38 Uhr
Die Ölpreise sind gestern mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen und starten auch heute Morgen eher mit schwacher Tendenz. IIn Folge tendieren auch die Heizöl-Notierungen bereits im frühen Handel nach unten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen und starten auch heute Morgen eher mit schwacher Tendenz. In Folge tendieren auch die Heizöl-Notierungen bereits im frühen Handel nach unten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 39,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 36,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1215 Dollar gehandelt. 

Nachdem sich die Rohölpreise in den letzten Tagen stark verteuert und binnen fünf Wochen sogar in etwa verdoppelt haben, war der Markt natürlich anfällig für eine technische Gegenbewegung geworden. 
Ausgelöst wurde diese gestern durch Meldungen, wonach die vorzeitige Verlängerung des OPEC-Förderabkommens wohl doch noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist. Russland ist zwar wohl nach wie vor bereit, die Produktionskürzung von ingesamt 9,7 Millionen Barrel über Juni hinaus mitzutragen, dies aber nur unter der Voraussetzung, dass alle Länder ihre Quoten auch einhalten. Vor allem der Irak und Nigeria nahmen es bisher wohl eher nicht so genau.
Außerdem scheint es langsam wieder einen Zielkonflikt zwischen Moskau und Riad zu geben. Während die Saudis den Ölpreis möglichst weit nach oben schrauben wollen, bereitet Russland die jüngste Entwicklung in der US-Schieferölindustrie neue Sorgen. Bei Notierungen jenseits von 40 oder 50 US-Dollar pro Barrel könnte es aus Nordamerika wieder zu großem Mengendruck auf den Ölmarkt und in Folge zu eigenen Marktanteilsverlusten kommen. Es bleibt also spannend, was die künftige Förderpolitik von OPEC und Co. anbetrifft.
Nach eine kurzen und heftigen Rücksetzer konnten sich die Futures vor Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wieder stabilisieren. 
Die Zahlen selbst hatten dann keinen großen Einfluss auf den weiteren Handelsverlauf. Zwar gingen die Rohöl-Vorräte um 2,1 Millionen Barrel überraschend deutlich zurück, dafür gab es aber einen enormen Aufbau bei Heizöl bzw. Diesel und auch bei Benzin. Die US-Ölproduktion reduzierte sich um weitere 0,2 auf nun 11,2 Millionen Barrel pro Tag, aber auch die Gesamtnachfrage verringerte sich um beachtliche 0,9 Millionen Barrel. Insgesamt wurden die Zahlen ehr neutral gewertet.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern nochmals Gewinne verbuchen, heute Morgen werden vor der heutigen EZB-Sitzung aber erst einmal ein paar Gewinne mitgenommen. Insgesamt hat sich unsere Gemeinschaftswährung in den letzten Tagen sehr gut entwickelt und so dazu beigetragen, dass sich die Schere zwischen den Ölpreisen am Weltmarkt und den Inlandspreisen wieder nahezu geschlossen hat.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den heimischen Markt, wo die Heizölpreise heute mit schönen Abschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen befinden sich nach wie vor auf einem äußerst attraktiven Niveau und es ist durchaus nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen noch etwas weiter nach unten gehen könnte.
03.06.2020, 09:16 Uhr
Die Ölpreise (Brent) haben gestern die 40-Dollar-Marke überschritten und sich somit innerhalb von rund fünf Wochen mehr als verdoppelt. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise (Brent) an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern, wie gestern an dieser Stelle schon prognostiziert, die 40-Dollar-Marke überschritten und sich somit innerhalb von rund fünf Wochen mehr als verdoppelt. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 40,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 37,90 Dollar. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder deutliche Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Es sieht so aus, als gäbe es einen breiten Konsens unter den am OPEC-Förderabkommen beteiligten Ländern, die zu Ostern vereinbarte Produtionskürzung von 9,7 Millionen Barrel pro Tag, die ja zunächst nur für die Monate Mai und Juni vereinbart worden war, noch mindestens ein Monat lang fortzusetzen. Es könnte aber auch durchaus sein, dass man sich morgen Donnerstag in einer Videokonferenz auf zwei oder sogar drei Monate einigt.
Die Börsianer nahmen dies zum Anlass, die Rohölpreise auch gestern wieder nach oben zu handeln, gestützt von einer insgesamt weiterhin recht positiven Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Der Deutsche Aktienindex (DAX) konnte gestern die 12.000-Punkte-Marke überschreiten und steht derzeit nur noch rund 1.700 Punkte unter seinem Allzeithoch vom Februar diesen Jahres! Es scheint so, als würde es die wirtschaftlichen Problem, die durch die Corona-Pandemie verursacht worden ist, nicht mehr geben.
Während es auf der Angebotsseite also zunehmend Klarheit über die zur Verfügung stehenden Mengen gibt, bleiben große Fragezeichen, was die globale Ölnachfrage anbelangt. Wie schnell kann sich die weltweite Konjunktur wieder erholen? Kommt es zu einer zweiten Infektionswelle? Werden Verbraucher und Wirtschaft ihr Reiseverhalten dauerhaft ändern?
Am Ölmarkt rechnet man auf jeden Fall mit einem deutlichen Nachfrageanstieg im dritten und vierten Quartal, sodass es in dieser Zeit sogar eine Unterversorgung geben könnte.
Gestern nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die ebenfalls bullish, also preistreibend ausgefallen sind. In Summe gab es hier zwar einen Zuwachs von gut sieben Millionen Barrel was etwas über den Erwartungen lag, der weitere Rückgang der Vorräte im Zentrallager Cushing und das leichte Minus bei Rohöl werden von den Händlern aber höher gewichtet. Heute warten die Börsianer mit Spannung auf die DOE-Zahlen, die gegen 17 Uhr veröffentlicht werden.
  
Am Devisenmarkt gibt es in diesen Tagen kein Halten für den Euro. Im Vergleich zum US-Dollar hat unsere Gemeinschaftswährung auch gestern wieder deutliche Gewinne erzielt und konnte über die 1,12-Dollar-Marke klettern. Die Unruhen in den USA, sowie gute Konjunkturzahlen aus China wo der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per Mai auf 55 Punkten gestiegen ist, stützen dabei.
 
Am heimischen Heizöl-Markt geht es nach diesen Vorgaben leider weiter nach oben und der seit Anfang des Jahres existente Seitwärtstrend droht zu Ende zu gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus für heute weitere Aufschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die zwischenzeitlich weit auseinander gegangene Schere zwischen Weltmarktpreisen und Inlandsnotierungen ist nun wieder fast vollständig geschlossen und auch die regionalen Preisunterschiede werden immer geringer. Die Nachfrage liegt wieder auf Normalniveau, sodass auch die derzeit immer noch sehr langen Lieferzeiten langsam zurückgehen sollten.


02.06.2020, 09:30 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im späten US-Handel weitere deutliche Gewinne erzielen können und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit knapp drei Monaten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in die neue Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten US-Handel weitere deutliche Gewinne erzielen können und die Futures der Ölsorte Brent stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit knapp drei Monaten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in die neue, verkürzte Handelswoche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 38,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 35,75 Dollar. Der Euro setzt seinen jüngsten Aufwärtstrend im Vergleich zum US-Dollar weiter fort und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1130 US-Dollar gehandelt.

Am Freitag starteten die Rohölpreise mit schwacher Tendenz in den asiatisch und europäisch geprägten Handel, konnten sich im weiteren Verlauf aber wieder erholen und schlossen dann sogar auf Tageshöchststand. Dies obwohl es eher schwache Konjunkturdaten aus den USA gab, die nicht unbedingt darauf schließen lassen, dass sich die Ölnachfrage dort so schnell wieder erholen wird. Bereits am Vortag berichtete das Department of Energy (DOE) über eine im Vergleich zur Vorwoche wieder zurückgegangene Gesamtnachfrage. 
Was die Ölpreise derzeit eher nach oben treibt ist die Story auf der Angebotsseite. Hier gibt es nämlich Hinweise, dass die ursprünglich für nächste Wochen geplante virtuelle OPEC-Konferenz schon am kommenden Donnerstag abgehalten werden könnte. Dies wird als Zeichen gewertet, dass sich die am Förderabkommen beteiligten Länder bereits im Vorfeld einig geworden sind, die aktuelle Kürzung von 9,7 Millionen Barrel pro Tag über den Juni hinaus beizubehalten. Ursprünglich hatte man  ja vereinbart, diese ab Juli auf 7,7 Millionen Barrel zu reduzieren. Ob es tatsächlich dazu kommen wird und wie lange die aktuelle Fördergrenze dann beibehalten werden soll, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Ein weiterer Grund für den Ölpreisanstieg ist ein Sturm im südlichen Golf von Mexiko, der wohl heute zu einem Tropensturm hochgestuft werden wird und eventuell in ein paar Tagen die Südostküste der USA und die dortigen Ölanlagen treffen könnte.
Preisdrückend wirkt hingegen der Streit zwischen den USA und China, in dem nun auch Hongkong eine immer größere Rolle spielt. US-Präsident Trump will den Sonderstatus der bislang autonomen Provinz aberkennen, was massive wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Die chinesische Regierung reagierte mit einem Stopp von Soja und Schweinefleisch aus den USA.
  
Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar ein Zwei-Monatshoch erreicht. Die Aussicht auf die Verabschiedung des Hilfsprogramms der EU, sowie die politischen Unruhen in den USA haben unsere Gemeinschaftswährung gestützt. Heute beginnen die Verhandlungen über den endgültigen Austritt Großbritanniens aus der EU, welche am Markt sicherlich auf großes Interesse stossen.
 
Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Trotzdem ist der seit Jahresbeginn existente Abwärtstrend immer noch intakt und die Notierungen befinden sich nach wie vor auf dem tiefsten Niveau seit knapp vier Jahren. 
29.05.2020, 09:05 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Gewinne verbuchen können und befinden sich insgesamt weiter auf Stabilisierungskurs. Trotzdem geht es mit den Heizöl-Notierungen immer weiter nach unten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Gewinne verbuchen können und befinden sich insgesamt weiter auf Stabilisierungskurs. Trotzdem geht es mit den Heizöl-Notierungen immer weiter nach unten und ein Preistief jagt das nächste.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 35 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 33,20 Dollar. Der Euro ist in diesen Tagen gefragt, kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1095 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) bearish, also preisdrückend ausgefallen sind, konnten sich die Rohölpreise gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel überraschend gut behaupten. Ab den Mittagsstunden zogen die Notierungen sogar wieder an, obwohl die Geschäfts- und Verbraucherstimmung in der EU per Mai mit einem Wert von 67,5 Punkten unter den Erwartungen veröffentlicht wurde. Stützend wirkten Gerüchte, wonach innerhalb der OPEC+ Gruppe offenbar diskutiert wird, die vor Ostern beschlossenen Förderkürzungen über den Juni hinaus fortzusetzen.
Am Nachmittag gab es dann relativ gut ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA, wo die weitergeführten Anträge auf Arbeitslosenhilfe mit gut 21 Millionen deutlich unter der Erwartung von 25,7 Mio. lag. Auch die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter gingen im April "nur" um 17,2 Prozent, statt wie prognostiziert um 19 Prozent zurück.
So kletterten die Futures vor Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten DOE-Ölbestandsdaten weiter nach oben. Die Zahlen fielen dann unterm Strich, wie schon die API-Daten vom Vortag, bearish aus. In Summe gab es einen Bestandsaufbau von 12,7 Millionen Barrel, wobei die Benzinvorräte doch etwas stärker zurückgegangen sind, als dies erwartet wurde. Auch die Ölbestände im Zentrallager Cushing reduzierten sich um 3,4 Mio. Fass. Allerdings ging die Gesamtnachfrage weiter auf nun 16 Mio. Barrel zurück, während die US-Ölproduktion ebenfalls weiter um 0,1 auf nun 11,4 Millionen Barrel gesunken ist.
Nachdem die Händler die Zahlen analysiert hatten, zogen die Futures weiter an, sodass zu Handelsschluss ein deutlicher Gewinn von gut einem Dollar pro Barrel zu Buche stand.
  
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder schöne Gewinne erzielen und heute Morgen geht es weiter nach oben, auf den höchsten Stand seit genau zwei Monaten. Auch wenn es in den USA auch erste Lichtblicke gibt, so scheint die Coronakrise in Europa doch schneller und besser überwunden werden zu können, was sich entsprechend positiv auf die Entwicklung unserer Gemeinschaftswährung auswirkt.
 
Auch dank dieser Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute aller Voraussicht nach weiter den Weg nach unten suchen, obwohl sich die Rohöl-Notierungen wie oben beschrieben eher fest zeigen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Somit schließt sich die seit dem Ölpreis-Crash weit auseinandergegangen Schere zwischen Weltmarkt- und Inlandspreisen immer weiter. Die Luft nach unten wird zweifelsohne immer dünner, aber es gibt durchaus noch etwas Potenzial.
28.05.2020, 08:58 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte der Euro Gewinne verbuchen, sodass die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen starten werden und eventuell auf ein neues Langzeittief zusteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte der Euro wieder Gewinne verbuchen, sodass die Heizöl-Notierungen heute mit weiteren Abschlägen starten werden und eventuell sogar bald ein neues Langzeittief in Angriff nehmen können.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 31,85 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1025 US-Dollar gehandelt.

Der in den letzten Tagen verbreitete Optimismus an den Ölmärkten, vor allem bezüglich der Entwicklung der Nachfrage, ist gestern der Ernüchterung gewichen. Neue Sorgen, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder verschärfen könnte und es somit einen weiteren Dämpfer für die Entwicklung der globalen Konjunktur und somit auch der Ölnachfrage geben könnte, drückte auf die Stimmung. 
Die Rohölpreise gerieten vom Start in den europäischen Handel sofort unter Druck und verloren bis Handelsschluss rund zwei US-Dollar pro Barrel.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es in Summe einen starken Aufbau von über 16 Millionen Barrel, was neue Bedenken schürt, dass sich die Nachfrage in den Staaten doch nicht so schnell erholen könnte, wie dies noch vor wenigen Tagen erwartet wurde. Die Analysten hatten im Vorfeld mit kaum veränderten Öl-Vorräten gerechnet. Entsprechend schwach starten die Futures auch heute Morgen in den asiatisch und europäisch geprägten Handel.
Die Marktteilnehmer warten nun auf die wesentlich einflussreicheren und auch aufschlussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag gegen 17 Uhr über die Ticker rollen werden.
Preistreibend wirkte gestern sicherlich auch die Meldung, wonach sich der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohamed bin Salman in einem Telefon auf die Fortführung der engen Zusammenarbeit bezüglich der Förderregulierung verständigt haben sollen. Dies wäre wohl der Grundstein für eine weitere erfolgreiche Kooperation der führenden Ölförderländer und ließe erwarten, dass es in nächster Zeit keine stärkere Überversorgung mehr geben wird.
  
Am Devisenmarkt befindet sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter im Aufwind und konnte gestern erstmals seit Ende März wieder über die 1,10-Dollar-Marke klettern. Unsere Gemeinschaftswährung profitiert davon, dass das von der EU-Kommission vorgeschlagene Finanzpaket, das für die durch die Corona-Krise am stärksten betroffene Mitgliedsländer geschnürt werden soll, insgesamt auf breite Zustimmung gestoßen ist. Bis zur Verabschiedung ist es sicherlich aber trotzdem noch ein langer Weg, denn es gibt nach wie vor einige Staaten, die strikt gegen eine gemeinschaftliche Aufnahme von Schulden sind.
 
Die Heizölpreise hierzulande befinden sich in diesen Tagen wieder auf den Weg nach unten und auch heute sind schöne Abschläge zu erwarten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt entspannt sich die Lage am Heizöl-Markt immer mehr, da sich die Nachfrage in den letzten Tagen deutlich abgeschwächt hat. Gute Voraussetzungen für weitere Abschläge, falls dies die internationalen Ölpreise auch zulassen.
27.05.2020, 08:10 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt und liefern erneut stabile Vorgaben für den heimischen Inlandsmarkt. Hier werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht mit leicht schwächerer Tendenz starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern, bei einem insgesamt recht ruhigen Handelsverlauf, im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt und liefern somit erneut stabile Vorgaben für den heimischen Inlandsmarkt. Hier werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht mit leicht schwächerer Tendenz in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 34 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0955 US-Dollar gehandelt.

Nachdem sich immer mehr herauskristallisiert, dass die globale Ölnachfrage doch überraschend schnell wieder anzieht und es voraussichtlich schon im Juli oder August zu einem Gleichgewicht am Ölmarkt kommen könnte, können sich die Rohölpreise auf dem aktuellen, im Vergleich zu Ende April doch deutlich erhöhtem Niveau, gut behaupten. 
Die Kürzungsvereinbarungen im Rahmen des OPEC-Förderabkommens werden offenbar schnell und konsequent umgesetzt und der in den letzten Wochen sehr niedrige Ölpreis hat vor allem in der Fracking-Industrie Nordamerikas Wirkung gezeigt. Auch hier gehen die Produktionsmengen deutlich zurück, da viele kleinere Unternehmen auf diesem Niveau einfach nicht mehr wirtschaftlich fördern können.
Am 9. und 10. Juni wollen sich die am OPEC-Abkommen beteiligten Ländern nun wieder beraten, wie es mit den Fördermengen ab Juli weitergehen soll, denn die offizielle Kürzung von 9,7 Millionen Barrel gilt bislang ja nur für die Monate Mai und Juni. Erste Sondierungsgespräche beginnen nun im Vorfeld bereits zu laufen.
Ansonsten gibt es derzeit nur wenig neue Markt bewegende Meldungen. Die Händler warten auf die neuen US-Ölbestandsdaten, die in dieser Woche feiertagsbedingt erst heute Abend bzw. morgen am Nachmittag bekanntgegeben werden. Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt, größtenteils aber im Rahmen der Erwartungen aus.
  
Weiterhin sehr ruhig verläuft in diesen Tagen auch der Handel am Devisenmarkt, wo sich der Euro in den letzten Tagen im Vergleich zum US-Dollar aber recht gut entwickeln und schöne Gewinne erzielen konnte. Unsere Gemeinschaftswährung profitiert dabei wohl von der wachsenden Zuversicht an den Finanzmärkten. Ob diese allerdings begründet ist, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen müssen.
 
Die Heizölpreise in Österreich stabilisieren sich weiter, starten heute aber erfreulicherweise mit leichten Abschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Obwohl sich die Nachfrage in den letzten Tagen doch deutlich abgeschwächt hat, sind die Auftragsbücher des Handels immer noch gut gefüllt und somit bleiben auch die Lieferzeiten bis auf Weiteres sehr hoch. 
25.05.2020, 08:50 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag relativ schnell wieder erholen können und im Laufe des Tages sogar wieder leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es weiter leicht bergauf, sodass die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag relativ schnell wieder erholen können und im Laufe des Tages sogar wieder leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es weiter leicht bergauf, sodass die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 33,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0890 US-Dollar gehandelt.

Die Tatsache, dass die chinesische Regierung sich über die künftige Wirtschaftsentwicklung bedeckt hält und keine Prognose bzw. kein Ziel zum Bruttoinlandsprodukt abgibt, hatte die Märkten am Freitagmorgen kurzzeitig verunsichert und die Rohölpreise deutlich nach unten gedrückt. Nach der kräftigen Erholung der Öl-Futures in den Vortagen, wäre es eigentlich naheliegend gewesen, dass die Börsianer dies zum Anlass nehmen, um Gewinne mitzunehmen, zumal in den USA heute der Memorial Day gefeiert wird und somit ein verlängertes Wochenende anstand.
Doch weit gefehlt. Die Notierungen erholten sich im Laufe des Tages immer weiter, ohne dass es neue Markt bewegende Meldungen gegeben hätte. An den Finanzmärkten scheint der Optimismus in diesen Tagen weiterhin fast grenzenlos zu sein, obwohl die Konjunktur rund um den Globus eingebrochen ist und sich die Nachfrage in einigen wichtigen Wirtschaftsbereichen nur sehr langsam wieder erholt. 
Gleiches gilt für den Ölbedarf. Dieser dürfte nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur auch im Juni um rund 13 Millionen Barrel unter dem Vorjahresniveau liegen und somit wird es wohl auch in den nächsten Wochen, trotz der bislang der schnellen und konsequenten Umsetzung der beschlossenen Förderkürzungsmaßnahmen, zu einer Überversorgung am Ölmarkt kommen.
Doch ist eine Wende hier wohl nur noch eine Frage der Zeit und spätestens in der zweiten Jahreshälfte dürften die globalen Ölbestände wieder zurückgehen. 
Darauf deutet auch die Zahlen zu den aktiven US-Bohranlagen hin, die in der letzten Woche weiter deutlich von 258 auf nun nur noch 237 Einheiten zurückgegangen ist. Somit dürfte auch die Fördermenge in den USA mit einer zeitlichen Verzögerung von ca. sechs Monaten weiter deutlich nach unten gehen.
 
Am Devisenmarkt verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag weiter an Wert, was aber überwiegend mit Gewinnmitnahmen begründet wurde. Generell stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne nicht unbedingt schlecht, vor allem wenn sich die EU-Länder bald auf einen gemeinsamen Rettungsfonds einigen könnten.
 
Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben leider mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Dies tut dem aktuell immer noch äußerst attraktiven Preisniveau aber kaum Abbruch, zumal die Chancen auf weitere Abschläge, bei vorausgesetzt relativ stabilen Rohölpreisen, immer noch recht gut sind. Hauptgrund hierfür ist das deutlich zurückgehende Bestellaufkommen.
22.05.2020, 08:40 Uhr
Die Ölpreise sind heute mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt in China im ersten Quartal stark eingebrochen ist. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in den Tag gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind heute mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt in China im ersten Quartal stark eingebrochen ist. In Folge werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den heutigen "Brückentag" gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 31,85 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0925 US-Dollar gehandelt.

Vom American Petroleum Institute (API) vermeldete Bestandsabbauten in den USA, eine starke Nachfrage aus China und eine sich generell weiter verbessernde Stimmung unter Verbrauchern und Investoren haben die Rohölpreise auch am Mittwoch zunächst weiter nach oben getrieben. 
Etwas Ernüchterung kehrte allerdings ein, als am späten Nachmittag das Department of Energy (DOE) ihren wöchentlichen Bestandsbericht veröffentlichte und dieser überwiegend bearish, also preisdrückend ausfiel. 
In Summe gab es hier eine Aufbau von 1,6 Millionen Barrel, was in etwa im Vorfeld von den Analysten auch so erwartet worden war. Das Problem lag aber in der Entwicklung der Gesamtnachfrage, denn diese ist überraschend um 0,23 Mio. auf 16,6 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen. Angesichts der weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen hatte die Marktteilnehmer hier aber eher mit einer weiteren Zunahme gerechnet. Dies könnte natürlich ein Hinweis sein, dass sich die Wirtschaft in den USA und somit auch die Ölnachfrage doch nicht ganz so schnell erholen wird, wie dies von den Optimisten zuletzt erwartet worden war.
Nach einem deutlichen Rücksetzer ging es am späten Abend mit den Futures aber schon wieder leicht nach oben, sodass es am Mittwoch schlussendlich weitere Gewinne gab. Gestern tat sich sich im US-Handel nicht viel und die Notierungen gingen in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel.
Heute Morgen gerieten die Futures im asiatischen Handel aber deutlich unter Druck, nachdem die chinesische Regierung für das erste Quartal einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 6,8 Prozent vermelden musste und aufgrund der extermen Unsicherheiten keine neuen Prognosen bzw. Ziele bekannt gab. Dies wird an den Börsen als negatives Zeichen gewertet und entsprechend überwiegen heute die rote Zahlen an den Kurstafeln in Asien.

Am Devisenmarkt konnte der Euro am Mittwoch weitere deutliche Gewinne erzielen und in der Spitze fast die 1,10-Dollar-Marke erreichen. Stützend wirkte dabei sicherlich, dass das EU-Verbrauchervertrauen per Mai mit minus 18,8 Punkten besser als erwartet ausgefallen ist. Gestern musste unsere Gemeinschaftswährung die Gewinne aber wieder abgeben und auch heute Morgen ist eher wieder der US-Dollar als "sicherer Hafen" gefragt.
 
Hierzulande geben die Heizölpreise heute zum Start in den letzten Handelstag der Woche, trotz der Währungsverluste, erfreulicherweise deutlich nach. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit nehmen die Notierungen allmählich wieder Kurs in Richtung Langzeittief und es ist nicht auszuschließen, dass dieses im Laufe der nächsten Wochen wieder erreicht oder sogar unterschritten werden können. 
20.05.2020, 08:39 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern größtenteils seitwärts entwickeln und konnten so ihr relativ hohes Niveau halten. Wieder etwas nach unten geht es heute aller Wahrscheinlichkeit mit den Heizöl-Notierungen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern größtenteils seitwärts entwickeln und konnten so ihr relativ hohes Niveau halten. Wieder etwas nach unten geht es heute aller Wahrscheinlichkeit mit den Heizöl-Notierungen, die sich somit weiter vom Weltmacht abkoppeln können.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 32 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar nochmals leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0945 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise in den letzten Tagen kräftig angezogen haben, war gestern eine Konsolidierung der Notierungen zu beobachten. 
Viele Analysten und Marktbeobachter sind der Meinung, dass der Ölmarkt nun das Schlimmste hinter sich hat, auch wenn in den letzten Tagen sicherlich viel Optimismus in die Kurse gepackt worden ist. Ausgelöst wurde die zuletzt sehr positive Stimmung bereits vor gut einer Woche, als die Bestände im US-Zentrallager Cushing erstmals seit Wochen wieder zurückgingen. Hinzu kam, dass die Ölnachfrage in China mittlerweile fast schon wieder Normalniveau erreicht hat und die Kürzungsbemühungen der OPEC+-Gruppe offenbar gut vorankommen.
Auch in der EU hellt sich die Stimmung in der Wirtschaft langsam wieder auf. Der gestern veröffentlichte ZEW Konjunkturerwartungsindex per Mai überraschte mit einem Wert von 46 Punkten, während dieser im April noch bei 25,2 Zählern lag. Eher düster ist die wirtschaftliche Lage in den USA. Notenbankchef Jerome Powell befürchtet eine nur sehr langsame Erholung, die sich bis zum Ende nächsten Jahres hinziehen könnte. Sollte es zu einer zweiten Infektionswelle kommen, könnte es noch erheblich länger dauern, bis sich die Wirtschaft auf das Niveau vor der Krise erholen könne.
Gestern Abend nach US-Börsenschluss veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) die wöchentlichen US-Ölbestandszahlen und diese fielen bullish, also preistreibend aus. In Summe gab es nämlich einen leichten und unerwarteten Rückgang der Ölvorräte und auch in Cushing gingen die Bestände weiter deutlich zurück.
Bislang gab es noch keine deutliche Reaktion der Ölpreise. Die Marktteilnehmer warten auf die etwas aussagekräftigeren und gewichtigeren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute am späten Nachmittag veröffentlicht werden. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro die Gewinne vom Vortag gestern gut verteidigen und im Vergleich zum US-Dollar sogar weiter leicht zulegen. Der gute ZEW-Index, die warnenden Worte von US-Notenbankchef Powell bezüglich der Entwicklung der US-Wirtschaft und nicht zuletzt der nun zur Diskussion stehende Wiederaufbauplan für die Wirtschaft in der Europäischen Union stützten unsere Gemeinschaftswährung.
 
Insgesamt also ganz gute Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten Abschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Das Bestellaufkommen ist in den letzten Tagen weiter zurückgegangen, sodass das noch vorhandene geringe Abwärtspotenzial in nächster Zeit durchaus noch gehoben werden könnte.
19.05.2020, 09:03 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder deutlich angezogen. Auch wenn es heute morgen zu leichten Gewinnmitnahmen kommt, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen ihren Aufwärtstrend der letzten Tage heute wohl weiter fortsetzen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder deutlich angezogen und den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht. Auch wenn es heute morgen zu leichten Gewinnmitnahmen kommt, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen ihren Aufwärtstrend der letzten Tage heute wohl weiter fortsetzen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 32,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0925 US-Dollar gehandelt.

Machte der Ölmarkt beim letzten Frontmonatswechsel der US-Ölsorte "WTI" vor rund vier Wochen noch mit Negativpreisen Schlagzeilen, so sind die Rohölpreise in diesen Tagen von einem starken Optimismus getrieben und eine Wiederholung dieses wohl einmaligen Szenarios ist sehr unwahrscheinlich geworden. Die Marktteilnehmer haben wohl keinerlei Sorge mehr, dass die Lagerkapazitäten nicht ausreichen könnten und sehen zudem auch erste Anzeichen, dass die Ölnachfrage eventuell früher als erwartet wieder Normalniveau erreichen könnte.
Vor allem in China scheint der Wirtschaftsmotor wieder gut angesprungen zu sein und hier soll der Ölverbrauch mittlerweile wieder bei rund 13 Millionen Barrel pro Tag liegen. Letztes Jahr um diese Zeit lag dieser lediglich um 0,4 Millionen Barrel pro Tag höher. Die Menschen meiden hier wohl auch die öffentlichen Verkehrsmittel um möglichen Ansteckungen aus dem Wege zu gehen und nutzen dafür lieber das Auto oder den Roller. 
Zudem geht es mit der Umsetzung des OPEC-Förderabkommens wohl etwas besser voran als gedacht. Vor allem Russland soll schon bald die zugesagte Reduzierung auf 8,5 Millionen Barrel erreicht haben. Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ja die Ölhähne bereits in der letzten Woche freiwillig noch stärker zugedreht als dies eigentlich vereinbart wurde.
Aber auch Nachrichten über Erfolge bei der Impfstoff-Forschung treiben nicht nur die Ölpreise an, sondern lassen auch die Aktienkurse wieder kräftig steigen.
Bei all der Euphorie sollte aber nicht vergessen werden, dass der globale Wirtschaftsmotor stark ins Stottern geraten und auch die Gefahr einer zweiten Ansteckungswelle allgegenwärtig ist. Der Ölmarkt wird bis mindestens Juni hinein deutlich überversorgt bleiben und bei den aktuellen Preisen gehen sicherlich auch bald wieder viele kleinere US-Ölunternehmen mit ihren Förderanlagen in Betrieb.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und dabei sicherlich von der guten Stimmung an den weltweiten Finanzmärkten profitieren. Auch der von Merkel und Macron gemeinsam ausgearbeitete Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft kam bei den Anlegern offenbar gut an, auch wenn es hier bereits erste Widerstände bei anderen EU-Staaten gibt.
 
Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise auch heute wieder mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einen Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile scheint der Ölmarkt kurzfristig aber doch stark überhitzt zu sein, sodass es hier in nächster Zeit durchaus wieder zu einer Korrektur kommen könnte. Ob es am Heizöl-Markt nochmals für neue Tiefständen reichen wird, ist mittlerweile aber eher zu bezweifeln.