03.04.2020, 08:31 Uhr
Die Ölpreise machten gestern einen mächtigen Satz nach oben, als US-Präsident Trump per Twitter Produktionskürzungen angekündigt hatte. Wenig später fielen die Futures aber wieder deutlich zurück, sodass die Heizölpreise heute nur wenig verändert starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten machten gestern am späten Nachmittag einen mächtigen Satz nach oben, als US-Präsident Trump per Twitter Produktionskürzungen angekündigt hatte. Wenig später fielen die Futures aber wieder deutlich zurück, sodass die Heizölpreise heute nur wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten werden.  

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 28,45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 23,75 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar erneut deutliche Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0850 US-Dollar gehandelt.

Bereits gestern an dieser Stelle berichteten wir, dass wohl langsam Bewegung in den Markt kommt und die gebeutelten Ölförderländer Lösungswege suchen, um die Rohölpreise wieder nach oben zu bringen. Dies stützte die Futures und so gab es bis zu den Mittagsstunden moderate Aufschläge. Am Nachmittag bröckelten die Notierungen aber schon wieder ab, bis plötzlich ein Tweet des US-Präsidenten Donald Trump, wonach es schon bald Produktionskürzungen von 10 bis 15 Millionen Barrel pro Tag geben könnte, einen massiven Anstieg der Preise verursachte. Binnen weniger Minuten schossen die Ölpreise um rund 30 Prozent nach oben, um wenig später aber wieder deutlich zurückzufallen.
Durchaus nachvollziehbar, denn noch ist kein Barrel vom Markt genommen und es muss sich erst noch zeigen, ob der Ankündigung auch Taten folgen. Zwar hat wohl Saudi-Arabien eine Sondersitzung der OPEC+ Staaten gefordert und auch Bereitschaft signalisiert, die eigene Produktion von derzeit rund 12 auf unter 9 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren, doch dies natürlich auch an Bedingungen geknüpft. Wenn Russland und vor allem auch die USA und Kanada nicht mitziehen, wird es wohl keinen Konsens geben.
Dass es Förderkürzungen geben muss ist aber völlig alternativlos und nun wird die spannende Frage sein, wer wie viel Mengen vom Markt nehmen wird bzw. muss. Heute sind ja Gespräche zwischen Vertretern der US-Ölindustrie und Präsident Trump anberaumt und hier wird es sicherlich auch darum gehen, wie groß der Beitrag der USA hier sein kann. In den nächsten Tagen wird sich hier sicherlich einiges tun.
Währenddessen hat die Coronakrise die Wirtschaft weiterhin im Würgegriff und die Konjunkturdaten fallen teilweise verheerend aus. Gestern gab es einen weiteren Anstieg der wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung von 3,3 auf 6,6 Millionen. Vor der Krise lag diese Zahl in der Regel nur gut 0,2 Millionen.

Am Devisenmarkt setzte der Euro seinen Abwärtstrend der letzten Tage auch gestern fort und verlor gegenüber der Öl- und Krisenwährung US-Dollar weiter an Wert. Derzeit liefern sich die Volkswirtschaften in Europa einen Wettlauf von katastrophalen Konjunkturdaten und es ist derzeit noch kaum abschätzbar, wo und wann es erste Lichtblicke geben wird. Aber auch in den USA sieht die Lage nicht besser aus.

Die Heizölpreise haben gestern Abend teilweise noch auf den massiven Anstieg der internationalen Ölpreise reagiert, gehen heute aber schon wieder zurück. Im Großen und Ganzen starten die Notierungen also stabil, in den Gebieten wo es gestern noch die Aufschläge gegeben hat auch mit Minuszeichen. Es ist nach wie vor davon auszugehen, dass der Ölmarkt trotz der Kürzungsbemühungen unter Druck bleiben und daher auch Heizöl in nächster Zeit eher günstiger werden wird. Erst wenn es Anzeichen gibt, dass sich die globale Weltwirtschaft wieder fangen kann, könnte es wieder nachhaltig nach oben gehen. Dies sehen wir derzeit leider noch nicht.
02.04.2020, 09:02 Uhr
Die Ölpreise konnten sich im Laufe des gestrigen Handels stabilisieren und starten heute Morgen mit deutlichen Aufschlägen in den Tag. Trotzdem sieht es aus morgendlicher Sicht danach aus, als dass die Heizölpreise weitgehend stabil bleiben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich im Laufe des gestrigen Handels wieder stabilisieren und starten heute Morgen mit deutlichen Aufschlägen in den Tag. Trotzdem sieht es aus morgendlicher Sicht danach aus, als dass die Heizölpreise weitgehend stabil bleiben und eventuell sogar weiter nachgeben könnten. 

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 27,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 22,40 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0960 US-Dollar gehandelt.

Während die Ölnachfrage aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus immer weiter zurückgeht und mittlerweile alle Raffinerien und Tankläger voll sind, fördern die Ölproduzenten weiter auf Teufel komm raus. 
Dass es am Ölmarkt so nicht weiter gehen kann. drürfte wohl allen Beteiligten klar sein und nach dem ersten Schock scheint nun langsam Bewegung in die festgefahrene Situation zu kommen. Bereits am Montag hatte US-Präsident Donald Trump mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin bezüglich der Marktsituation telefoniert und weitere Gespräche auf Ministerebene vereinbart. Am morgigen Freitag will sich Trump mit wichtigen Vertretern der US-Ölwirtschaft treffen.
Währenddessen berichten Insider, dass Saudi-Arabien seine Ölproduktion weiter auf rund 12 Millionen Barrel pro Tag ausgebaut hat. Vor dem letzten OPEC-Treffen lag die gedrosselte Förderung des Königreichs noch bei teilweise deutlich unter 10 Millionen Fass.
Alle anderen Meldungen spielen am Ölmarkt weiterhin kaum eine Rolle. Den meisten Analysten und Marktbeobachtern dürfte bereits vor Bekanntgabe der Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) klar gewesen sein, dass es hier nur einen massiven Aufbau geben kann. Dieser lag nach Veröffentlichung dann in Summe bei knapp 20 Millionen Barrel. Die Gesamtnachfrage fiel im Vergleich zur Vorwoche um 1,6 Millionen Barrel, während die US-Ölförderung weiterhin bei 13 Millionen Barrel pro Tag lag. 
Genau dies zeigt das Dilemma, in dem der Markt derzeit steckt. Die Fördermengen müssen angepasst werden! Wo und in welchem Umfang wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Am Devisenmarkt war auch gestern wieder der US-Dollar als Krisenwährung Nummer eins gefragt und so verlor der Euro weiter an Wert. An den Aktienmärkten gerät die Erholung derzeit ins Stocken und sowohl der deutsche Aktienindex als auch der Dow Jones verloren bis Handelsschluss rund vier Prozent.

Heute also keine guten Vorgaben für den Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise aber trotzdem recht stabil, in manchen Gebieten sogar mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Bereits seit einigen Tagen ist zu beobachten, dass sich die zuletzt weit auseinandergegangene Schere zwischen Rohöl- und Heizöl-Notierungen langsam wieder zu schließen beginnt. Bis wieder eine vollständig Angleichung vollzogen ist, dürfte es zwar noch einige Wochen dauern, aber die Richtung stimmt!
01.04.2020, 08:19 Uhr
Die Ölpreise blieben auch im gestrigen Handel unter Druck, nachdem immer höhere Schätzungen zum Einbruch der Nachfrage Einzug halten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande ihren Abwärtstrend der letzten Tage fortsetzen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten blieben auch im gestrigen Handel unter Druck, nachdem immer höhere Schätzungen zum Einbruch der globalen Öl-Nachfrage Einzug halten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande ihren Abwärtstrend der letzten Tage wohl weiter fortsetzen können. 

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 25,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 20,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1030 US-Dollar gehandelt.

Obwohl es schon bald Gespräche zwischen den USA und Russland bezüglich einer Stabilisierung des Ölmarktes und Maßnahmen zur Steigerung der Rohölpreise geben soll, blieben die Futures auch gestern unter Druck.
Immer neue Schätzungen zum aktuellen Nachfrageschwund machen die Runde und drücken auf die Stimmung. Das in Rohstoffangelegenheiten sehr renommierte Investmenthaus Goldman Sachs erwartet, dass der globale Ölverbrauch aktuell um rund 26 Millionen Barrel pro Tag geschrumpft ist. Das wäre rund ein Viertel des sonst üblichen Bedarfs. Mittlerweile gehen einige Marktteilnehmer sogar von einem Schwund von 30 Millionen Fass pro Tag aus.
Währenddessen hat Saudi-Arabien angekündigt, die Produktion im Mai um weitere 0,6 Millionen Barrel pro Tag auf dann 10,6 Millionen Fass aufstocken zu wollen. Die spannende Frage dürfte aber sein, wer diese Mengen abnehmen soll. Auch wenn sich Amerikaner und Russen auf eine Förderkürzung verständigen sollten, wird dies sehr wahrscheinlich nichts an der Überversorgung ändern. Erst wenn die Coronakrise und deren wirtschaftlichen Einschränkungen überstanden sein werden, könnte der Markt wieder zumindet halbwegs ein Gleichgewicht finden. Wann dies der Fall sein wird, vermag derzeit aber noch niemand vorherzusagen.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) passten zur aktuellen Marktlage und fielen entsprechend bearish, also preisdrückend aus. In Summe gab es einen Anstieg der Ölvorräte von gut 12 Millionen Barrel. Angesichts der Dimension der aktuellen Überproduktion geraten solche Zahlen aber immer mehr in den Hintergrund. 
Die Musik spielt derzeit eindeutig auf den obersten Etagen der internationalen Politik!

Am Devisenmarkt gibt es im Tagesvergleich keine großen Veränderungen im Umtauschverhältnis zwischen Euro und US-Dollar. Zwar ging unsere Gemeinschaftswährung in den Mittagsstunden vorübergehend auf Tauschstation, konnte sich bis zum Handelsschluss in New York aber wieder erholen.

Erneut also wieder sehr gute Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise ihren Abwärtstrend der letzten Tage aller Voraussicht nach auch heute weiter fortsetzen können. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Da es nicht danach aussieht, als dass sich die internationalen Ölpreise in nächster Zeit deutlich erholen könnten, dürfte dieser Trend auch in den nächsten Wochen und Monaten anhalten. 


31.03.2020, 08:51 Uhr
Die Ölpreise sind gestern im Laufe des Tages wieder deutlich unter Druck geraten, konnten sich heute Morgen aber wieder erholen. Trotzdem starten die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den heutigen Handel. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Tages wieder deutlich unter Druck geraten, konnten sich am Abend und auch heute Morgen aber wieder erholen. Trotzdem starten die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren leichten Abschlägen in den heutigen Handel.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 23 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 21,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1020 US-Dollar gehandelt.

Dass dem US-Präsidenten Donald Trump die Rohölpreise irgendwann zu niedrig sein würden, schien vor wenigen Monaten noch schier undenkbar zu sein. Nun will er offenbar mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin über Maßnahmen sprechen, die den Ölmarkt stabilisieren sollen. Es ist kein Geheimnis, dass die US-Schieferölindustrie bei den aktuellen Notierungen größtenteils nicht kostendeckend produzieren kann und eine große Pleitewelle im Gange ist. Dies würde aber sicherlich Russland in die Karten spielen, denn hier gibt es nur einige wenige große Konzerne, die wohl sicherlich um einiges länger durchhalten können. Ob Putin sich auf Regulierungsmaßnahmen einlässt und welche Bedingungen daran geknüpft werden, wird sich bald zeigen.
Am Ölmarkt wurde die Nachricht mit großen Interesse zur Kenntnis genommen und nachdem die US-Sorte "WTI" kurzzeitig unter die 20-Dollar-Marke gefallen war, konnten sich die Futures wieder deutlich erholen.
Wie schlecht es der US-Ölindustrie mittlerweile geht, machte der gestern veröffentlichte wöchentliche Baker-Hughes-Report deutlich. Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist nämlich weiter um 40 Anlagen zurückgegangen und es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend sogar noch beschleunigen wird.
Mittlerweile kommt aus den Reihen der Ölproduzenten die Bitte an die US-Regierung, die Produktion zu regulieren. Man warnt davor, dass die Branche großen Schaden nehmen und die USA bald wieder von Ölimporten abhängig sein könnte.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar von der ingesamt wieder recht guten Stimmung an den Aktienmärkten profitieren und im Vergleich zum Euro etwas an Boden gutmachen. Auch heute Morgen geht es mit dem Greenback weiter nach oben, was mit überraschend guten Konjunkturdaten aus China begründet wird. Hier wurden die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor per März mit jeweils über 50 Punkten veröffentlicht und lagen damit deutlich über den Erwartungen.

Die Heizölpreise hierzulande starten heute morgen trotz der Währungsverluste mit weiteren leichten Abschlägen in den Handel. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor ist die Lage im Handel sehr angespannt, denn die Liefer- und Lagerkapazitäten sind zu hundert Prozent ausgelastet und die Nachfrage hat zum Wochenstart wieder deutlich zugelegt. Die mittlerweile weit auseinandergegangene Schere zwischen den Rohöl- und Heizölpreisen kann sich erst dann wieder schließen, wenn die Nachfrage deutlich zurück geht. 
30.03.2020, 08:26 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag nachgegeben und starten heute Morgen mit weiteren Abschlägen in die neue Handelswoche. Da sich die Gasölpreise gleichzeitig aber stabil entwickeln, werden auch die Heizöl-Notierungen kaum verändert in den Tag gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag nachgegeben und starten heute Morgen in Asien mit weiteren Abschlägen in die neue Handelswoche. Da sich die Gasölpreise gleichzeitig aber stabil entwickeln, werden auch die Heizöl-Notierungen kaum verändert in den Tag gehen.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 23,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 20,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar nochmals zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,11 US-Dollar gehandelt.

Aufgrund der Corona-Pandemie dürfte es nach Schätzung von Analysten und Marktexperten zu einem Nachfragerückgang von bis zu 20 Millionen Barrel pro Tag kommen. Das ist rund ein Fünftel der normalerweise benötigten Menge. Gleichzeitig will Saudi-Arabien die Förderung ausweiten, nachdem mit Russland beim letzten OPEC-Treffen keine Einigung über weitere Förderkürzungen erreicht werden konnte.
Die unausweichliche Folge ist nun, dass es kaum mehr Lagerkapazitäten für Rohöl gibt und das Öl bald nicht mehr an den Mann gebracht werden kann. So fallen die Rohölpreis-Futures zwar immer weiter, die Produktpreise koppeln sich hierbei aber zumindest vorübergehend immer mehr ab, so wie das bereits am heimischen Heizöl-Markt in den letzten Wochen zu beobachten war. So ist Gasöl, das technische Vorprodukt von Heizöl und Diesel am Freitag stabil geblieben, da die Raffinerien einfach kein frisches Rohöl mehr aufnehmen und somit von den gefallenen Preisen profitieren können. Sicherlich wird sich dieser Stau auch hier langsam wieder auflösen, aber vorerst ist der Rohölpreis von den anderen Notierungen schlichtweg abgekoppelt. 
Es könnte also durchaus sein, dass die Ölförderländer langsam einsehen müssen, dass es keinen Sinn macht, die Produktion im vollen Umfang aufrecht zu erhalten oder sogar noch auszubauen, wenn gleichzeitig die Nachfrage einbricht. Das dürfte eigentlich nicht schwer zu verstehen sein und betrifft derzeit sehr viele, ja nahezu fast alle Betriebe und Unternehmen rund um den Globus. Man darf gespannt sein, wie Saudi-Arabien, Russland und Co. auf diese neue Situation reagieren werden. Die Hoffnung auf ein Sondermeeting hat sich zumindest vorerst zerschlagen. Weder Russland noch Saudi-Arabien sind derzeit wohl bereit, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch am Freitag weiter zulegen und zeitweise deutlich über die 1,11-Dollar-Marke klettern. Die durch die extrem hohen Hilfszusagen wieder gestiegene Risikobereitschaft der Anleger führt dazu, dass wieder verstärkt Aktien, aber auch andere Währungen gekauft werden. Auch die Tatsache, dass die USA wohl sehr stark von der Corona-Epidemie getroffen werden, bringt den Greenback unter Druck.

Trotz der Währungsgewinne und der weiter gefallenen Rohölpreise starten die Heizöl-Notierungen hierzulande nur wenig verändert in die neue Handelswoche. Wie eingangs bereits beschrieben, müssen erst wieder neue Lagerkapazitäten frei werden, damit frisches Öl zu günstigeren Kursen aufgenommen bzw. nachgekauft werden kann. Über kurz oder lang werden die Heizölpreise aber auch hierzulande weiter nachgeben, es sei den, die Ölpreise ziehen bald wieder deutlich an. Davon ist derzeit aber definitiv nicht auszugehen.
27.03.2020, 08:31 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern nicht erholen können und sind leicht zurückgegangen, obwohl die Aktienmärkten weitere Gewinne erzielen konnten. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern nicht erholen können und sind leicht zurückgegangen, obwohl die Aktienmärkten weitere Gewinne erzielen konnten. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 26,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 22,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1050 US-Dollar gehandelt.

Die Welt steht weiter still und droht gleichzeitig im Öl zu ertrinken. Die globale Überversorgung ist aufgrund des Nachfrageschwunds, der durch die Folgen der Corona-Pandemie verursacht ist, enorm und derzeit wird nach Expertenschätzungen rund 15 bis 20 Millionen Barrel pro Tag zu viel produziert. Saudi-Arabien hat mittlerweile wohl schon Probleme, das preislich enorm reduzierte Öl an den Mann zu bringen. Die Lagerkapazitäten werden immer geringer und niemand weiß, wie lange der globale Corona-Schock noch anhalten wird.
Währenddessen hat sich das Epizentrum der Pandemie in die USA, dem mit Abstand größten Ölverbraucher der Welt, verlagert, aber auch in Europa kann noch nicht von einer Stabilisierung gesprochen werden. Einzig und allein in Teilen Asiens scheint die Lage derzeit unter Kontrolle zu ein und die chinesische Wirtschaft läuft in diesen Tagen langsam wieder an.
Mittlerweile kommt die Krise auch immer mehr in der Realwirtschaft an. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung ist innerhalb einer Woche von 282.000 auf knapp 3,3 Millionen explodiert und der deutsche Gfk-Konsumklimaindex ist von 8,3 auf 2,7 Punkte zurückgegangen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn ein völliger Zusammenbruch der globalen Wirtschaft kann nur verhindert werden, wenn die Epidemie bald in den Griff gebracht wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder zulegen und sogar über die 1,10-Dollar-Marke klettern. Die Tatsache, dass die Corona-Pandemie nun mit voller Wucht in den USA gelandet ist, bringt den "Greenback" unter Druck. Außerdem scheint das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank zu wirken, denn die Rendite bei Anleihen südländischer Länder sind stark gefallen.

Wenn auch nur langsam, so geben die Heizölpreise aber auch heute aller Voraussicht weiter nach. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Die langsam zurückgehende Nachfrage lässt hoffen, dass es bald Spielraum für weitere Preisreduzierungen geben wird. Dies dürfte aber noch einige Wochen dauern, denn die Kapazitäten sind nach wie vor voll ausgelastet und die Lieferzeiten liegen nach wie vor bei bis zu 12 Wochen!
26.03.2020, 09:02 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern im Großen und Ganzen wieder recht stabil gezeigt und sind etwas leichter aus dem Handel gegangen. Da der Euro gleichzeitig zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern im Großen und Ganzen wieder recht stabil gezeigt und sind schlussendlich dann etwas leichter aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar gleichzeitig zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 26,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 23,75 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0915 US-Dollar gehandelt.

Auch gestern gab es am Ölmarkt nur zwei Themen: Die Corona-Pandemie und die derzeit extrem hohe Überversorgung. 
Diese wird von verschiedenen Seiten mittlerweile auf rund 15 Millionen Barrel pro Tag geschätzt, was rund 15 Prozent der globalen Ölförderung ausmacht. Es müssten also dringend die Fördermengen reduziert werden, weil die Welt das Öl in diesen Tagen schlichtweg nicht braucht. 
Dazu scheint derzeit aber (noch) niemand freiwillig bereit zu sein. Im Gegenteil - Saudi-Arabien hat ja erst kürzlich angekündigt, die Ölhähne weit aufdrehen zu wollen, nachdem Russland keine weiteren Förderkürzungen im Rahmen des OPEC-Förderabkommens akzeptieren wollte. Somit muss nach jetziger Sachlage der Markt die Mengen selber regulieren, was auch sicherlich passieren wird, denn bei den aktuellen Rohölpreisen kann vor allem die US-Schieferölindustrie größtenteils nicht kostendeckend fördern. Dies wird aber einige Zeit in Anspruch nehmen und so ist davon auszugehen, dass die Notierungen auch im zweiten Quartal auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben werden.
Wie schon die API-Daten vom Vortag, wurden die gestrigen DOE-Zahlen zu den US-Ölbestandsdaten von den Börsianern nur am Rande zur Kenntnis genommen. Auch hier gab es in Summe einen Rückgang der Vorräte, der aber mit 0,6 Millionen Barrel relativ moderat ausfiel. Bereits jetzt wurde gleichzeitig ein deutlicher Rückgang der Gesamtnachfrage von 2,1 Millionen Barrel pro Tag ermittelt, die durch einen leichten Rückgang der US-Ölproduktion von 0,1 Millionen Fass natürlich nicht kompensiert werden kann.
Vorerst zurückgestellt wurden die geplanten Ölkäufe der US-Regierung. Die Verabschiedung des billionenschweren Hilfspakets hatte im Senat verständlicherweise Vorrang. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern und auch heute Morgen weiter zulegen und die 1,09-Dollar-Marke wieder nach oben durchbrechen. Wie gestern an dieser Stelle prognostiziert, hat das nun vom US-Senat verabschiedete Hilfspaket in Höhe von bis zu zwei Billionen US-Dollar den "Greenback" leicht unter Druck gebracht.

Die Heizölpreise hierzulande geben heute erfreulicherweise weiter nach, was nur zum Teil an den Währungsgewinnen liegt. Die Tatsache, dass sich die in den letzten Tagen und Wochen extrem hohe Nachfrage langsam etwas abschwächt sorgt dafür, dass sich die Schere zwischen den internationalen Ölpreisen und den Heizöl-Notierungen langsam wieder zu schließen beginnt. Dieser Prozess ist aber noch lange nicht vorbei und so gibt es durchaus künftig noch deutliches Potenzial nach unten. Heute sieht es aus morgendlicher Sicht danach aus, als könnte es Abschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter geben.
25.03.2020, 08:13 Uhr
Die Ölpreise haben gestern eine erstaunlich geringe Volatilität gezeigt, obwohl die Aktienkurse gleichzeitig explosionsartig nach oben schossen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande nur mit geringen Veränderungen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern eine erstaunlich geringe Volatilität gezeigt, obwohl die Aktienkurse gleichzeitig explosionsartig nach oben schossen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande nur mit geringen Veränderungen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 28 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 24,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0815 US-Dollar gehandelt.

Nach den kräftigen Kursschwankungen der letzten Tage und Wochen zeigten sich die Rohölpreise gestern erstaunlich stabil. Die Schwankungsbreite bei den Brentöl-Futures lag den ganzen Tag über bei nur gut einem Dollar pro Barrel. Dies spiegelt aber sehr gut die aktuelle Marktlage wider, denn am Ölmarkt hat sich grundlegend nichts geändert.
Nach wie vor breitet sich das Coronavirus schnell aus und vor allem den USA scheint das Schlimmste noch bevorzustehen. Trotzdem will US-Präsident Trump bereits nach Ostern die Einschränkungen lockern und die Wirtschaft wieder anwerfen.
Ob dies, oder die Annäherung im US-Kongress bezüglich des geplanten Hilfspakets in Höhe von knapp zwei Billionen US-Dollar die Rallye am Aktienmarkt ausgelöst hat, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass der Dow-Jones-Index in New York gestern den prozentual größten Tagesgewinn seit 1933 verzeichnen konnte, wovon sich der Ölmarkt - wie eingangs bereits erwähnt - erstaunlicherweise nicht anstecken ließ. 
Vielleicht bremste hier die Aussage von Chef des American Petroleum Institute (API) Mike Sommers, der nicht daran glaubt, dass es ein neues Ölkartell mit einer Beteiligung der USA geben wird.
Die nach Börsenschluss vom API vermeldeten wöchentlichen US-Ölbestandsdaten waren hingegen wieder nur eine Randnotiz. In Summe gab es hier einen überraschenden Rückgang von 5,7 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem leichten Plus gerechnet hatten. 

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern erneut gut behaupten und dabei wohl auch von der guten Stimmung am Aktienmarkt profitieren. Allgemein wird der US-Dollar aber wohl auch in nächster Zeit als Krisenwährung gefragt bleiben, sodass das Aufwärtspotenzial unserer Gemeinschaftswährung begrenzt bleiben sollte.

Hierzulande werden die Heizölpreise nach diesen Vorgaben weitgehend stabil in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht nur ein leichtes Plus von 0,2 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Auch wenn der größte Bestellboom vorüber ist, so bleibt das Interesse und das Auftragsaufkommen nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Daher dürfte es auch in den nächsten Tagen und Wochen nur eine langsame Annäherung der Notierungen auf das Rohölpreis-Niveau geben.Wer also kann, sollte den Markt gut beobachten und mit der Bestellung noch einige Zeit warten.
24.03.2020, 08:46 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern weiter stabilisieren können und gingen schlussendlich mit deutlichen Gewinnen aus den Handel. Da die Futures diese heute Morgen sogar noch ausbauen können, werden die Heizöl-Notierugen hierzulande mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern weiter stabilisieren können und gingen schlussendlich mit deutlichen Gewinnen aus den Handel. Da die Futures diese heute Morgen in Asien sogar noch ausbauen können, werden die Heizöl-Notierugen hierzulande im Schnitt mit Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 28 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 24,50 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar endlich mal wieder zulegen und wird derzeit zu Kursen um 1,0830 US-Dollar gehandelt.

Während die Corona-Pandemie weiter voranschreitet und mittlerweile auch die USA fest im Griff hat, scheint am Ölmarkt vorübergehend langsam wieder Stabilität einzukehren. Zumindest entwickelten sich die Rohölpreise gestern im Laufe des Tages konstant mit leicht aufwärtsgerichteter Tendenz, was mit den geplanten Konjunkturhilfen seitens Regierungen und Notenbanken rund um den Globus zu erklären ist. Auch erste Bemühungen, die großen Ölproduzenten einschließlich der USA wieder an einen Tisch zu bringen, stützten die Futures, die schließlich auf Tageshoch aus dem Handel gingen. Ob es aber tatsächlich bald zu Gesprächen kommen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.
Fundamental bleibt der Markt aber weiterhin hoffnungslos überversorgt und mittlerweile werden bereits einige Raffinerien heruntergefahren, da die Läger für Benzin und Gasöl voll sind. Auch Nigeria hat nun Preisermäßigungen für seine besonders hochwertigen Ölsorten angekündigt, was durchaus nochmals Druck, vor allem auf die konkurrierenden Brent-Futures bringen könnte.
Ob wir daher jetzt schon in einer Bodenbildung am Ölmarkt sind, darf bezweifelt werden, denn die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Epidemie werden noch eine Weile aufrecht erhalten werden müssen und in den USA, dem größten Ölverbraucher der Welt, beginnt ja erst jetzt so richtig der Kampf gegen das Virus.
Hingegen sind bislang keine größeren Produktionsausfälle bekannt, die durch Covid19 verursacht wären.   

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern etwas zulegen und startet auch heute Morgen mit Gewinnen. Die Gemeinschaftswährung kann dabei von einer Ankündigung der US-Notenbank profitieren, die vorerst unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen will. Außerdem dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das billionenschwere Konjunkturpaket durch den US-Senat kommt. Auch das wird sehr wahrscheinlich auf den Dollarkurs drücken. 

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute mit Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Es ist aber regional durchaus möglich, dass die Notierungen konstant bleiben oder sogar leicht nachgeben könnten, denn die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen merklich beruhigt, sodass die Preisabschläge vom Rohölmarkt langsam auch auf den Handel durchschlagen können.
23.03.2020, 09:17 Uhr
Die Ölpreise sind am Freitag mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen und starten heute Morgen mit weiteren Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Minuszeichen in die neue Woche. Mehr
Die Ölpreise an den Internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen und gehen heute Morgen mit weiteren Abschlägen aus dem asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Minuszeichen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 26 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 22,65 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar zwar etwas stabilisieren, fällt aber aktuell weiter leicht auf Werte um 1,0730 US-Dollar zurück.

Die Coronakrise hat den Ölmarkt weiterhin fest im Griff. Wie es zu erwarten war, bleiben die Rohölpreise unter Druck, auch wenn es Mitte letzter Wochen vorübergehend eine technisch bedingte Zwischenerholung gab. Fundamental zieht die Lage weiterhin katastrophal aus. 
Während der globale Ölbedarf, aufgrund der Beschränkungen die zur Eindämmung der Epidemie zwingend notwendig sind, weiter stark zurückgeht, gibt es unter den größten Ölproduzenten der Welt weiterhin keine Annäherung, auch wenn mittlerweile Gespräche geführt werden, die vor einigen Wochen noch undenkbar gewesen wären. So gibt es wohl Bestrebungen, die USA zum nächsten OPEC-Treffen einzuladen, um gemeinsam über Produktionskürzungen zu diskutieren. Bislang hat aber nicht einmal Saudi-Arabien seine Teilnahme am nächsten Meeting im Juni zugesagt, da dieses ohne eine Beteiligung Russlands sinnlos sei, heißt es aus Riad.
Tatsächlich könnten aber eine Beteiligung der USA die Lösung des Problems am Ölmarkt sein. Durch die extrem niedrigen Rohölpreise geraten die vielen kleinen US-Schieferölunternehmen zunehmend in Bedrängnis und der Ruf nach Hilfe wird immer lauter. US-Präsident Trump steht hier zweifelsohne unter Druck, denn er fürchtet natürlich um seine Wiederwahl im November.
Mittlerweile wirkt sich die katastrophale Marktlage auch auf den wöchentlichen Baker-Hughes-Bericht aus. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der aktiven US-Bohranlagen stark um 19 auf nur noch 664 Einheiten. Dies dürfte aber nur der Anfang eines Trendes gewesen sein. 

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar  etwas stabilisieren, steht derzeit aber immer noch auf dem tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Die Tatsache, dass das US-Hilfspaket zumindest vorerst im US-Kongress gescheitert ist, hat den "Greenback" einen leichten Dämpfer versetzt.

Obwohl die Inlandsnachfrage in den letzten Tagen leicht zurückgegangen ist, bleibt der Heizöl-Markt weiter angespannt. Die Händler tun alles was in ihrer Macht steht, um die Auftragsflut der letzten Tage und Wochen zu bewältigen. Lieferzeiten von 10 bis 12 Wochen sind gang und gäbe. Die Heizölpreise starten heute mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche und folgen somit den Vorgaben der internationalen Ölpreise. Das Abwärtspotenzial ist aber immer noch sehr groß und wird erst dann völlig ausgeschöpft werden können, wenn wieder genügend Lager- und Lieferkapazitäten zur Verfügung stehen. 
20.03.2020, 09:02 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach den extremen Verlusten des Vortages gestern deutlich erholen können. Gleichzeitig verlor der Euro weiter an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen auch heute wieder mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den Internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den extremen Verlusten des Vortages gestern deutlich erholen können. Gleichzeitig verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 29,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 26,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter stark zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0770 US-Dollar gehandelt.

Die Ankündigung von Finanzhilfen in Billionenhöhe seitens Regierungen und Notenbanken rund um den Globus hat gestern Wirkung an den Finanzmärkten gezeigt. Die Aktienmärkte konnten sich etwas erholen und die Rohölpreise schossen zweitweise um rund zehn Prozent ins Plus, nachdem tags zuvor der tiefsten Stand seit 18 Jahren erreicht worden war. Dies kann als normale technische Reaktion gewertet werden, eine Trendwende ist derzeit noch nicht absehbar.
Dazu fehlt es einfach an den entsprechenden Meldungen. Zwar wird der Ölpreis-Verfall mittlerweile auf höchsten politischen Ebenen diskutiert, einen konkreten Ausweg aus der massiven Überversorgung gibt es aber noch nicht. US-Präsident Trump ist besorgt um die eigene US-Ölindustrie und will zu gegebener Zeit eine Lösung mit anderen Ölproduzenten erreichen. Die Zeiten ändern sich also schnell. In der Vergangenheit waren Trump die Ölpreise ja stets zu hoch. Sollte es keine Einigung auf internationaler Ebene geben, dürft der US-Regierung nur der Weg bleiben, die eigene Förderung zu drosseln und eine Art Kontingentierung einzuführen. Damit hätte sicherlich vor allem Russland sein Ziel erreicht, aber auch andere OPEC-Staaten würden dies sicherlich begrüßen.
Natürlich wird es für den Ölmarkt unabhängig davon von extremer Bedeutung sein, wann und wie ein Restart der Wirtschaft funktionieren wird. Die USA steht ja erst am Anfang der Krise, während es in China wohl langsam wieder aufwärts geht.

Am Devisenmarkt ist der Euro gestern im späten Handel im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp drei Jahren gefallen. Der "Greenback" wird seinem Ruf als Krisenwährung Nummer eins also wieder gerecht, zumal die Coronakrise derzeit in Europa wesentlich stärker ausgeprägt ist als (noch) in den Vereinigten Staaten.

Derzeit scheint alles gegen den Heizöl-Markt hierzulande zu laufen und nicht nur wir, sondern der gesamte Handel bedauert es sehr, derzeit keine besseren Preise anbieten zu können. Dies verhindert vor allem die weiterhin extrem hohe Nachfrage und die dadurch völlig ausgeschöpften Lager- und Lieferkapazitäten. Die Lieferzeiten liegen vielerorts bei 10 bis 12 Wochen! Aber auch die jüngste Entwicklung am Devisenmarkt wirkt sich negativ auf die Inlandspreise aus. 
Anfang Februar lagen die Heizölpreise nur unwesentlich über den aktuellen Notierungen, die Rohölpreise aber bei gut 55 Dollar pro Barrel. Heute liegt der Barrelpreis deutlich unter 30 Dollar. Sobald der Sondereffekt der extrem hohen Nachfrage weg ist, müsste sich Rohöl also wieder in etwa verdoppeln, damit der Heizölpreis auf dem aktuellen Niveau bleiben kann. Das dürfte aufgrund der enormen wirtschaftlichen Problemen, die auf uns zukommen werden, aber sehr unwahrscheinlich sein. Es sollte sich also auf jeden Fall lohnen, mit der Bestellung noch zu warten, falls das der Tankvorrat natürlich auch zulässt.