27.05.2022, 08:45 Uhr
Die Ölpreise haben haben sich am Mittwoch in einer relativ engen Handelsspanne seitwärts bewegt, gestern im späten US-Handel aber deutlich angezogen. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben haben sich am Mittwoch in einer relativ engen Handelsspanne seitwärts bewegt, gestern im späten US-Handel aber deutlich, auf den mittlerweile höchsten Stand seit gut zwei Monaten angezogen. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 117 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 113,70 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar in diesen Tagen fest und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0750 US-Dollar gehandelt.

Die Versorgungslage an den globalen Ölmarkt bleibt angespannt. Dies bestätigten die am Mittwoch Nachmittag veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE). Die Bestände an Heizöl bzw. Diesel sind hier auf den tiefsten Stand seit 2008 gefallen, bei den in diesen Tagen so wichtigen Benzin-Vorräten ist das niedrigste Niveau seit 2014 erreicht.
Gleichzeitig zieht die Nachfrage immer weiter an. Vor allem in den nächsten Wochen rechnen die Analysten mit einem starken Verbrauchszuwachs in Folge der Corona-Lockerungen in China und dem Start in die sogenannte "Driving-Season" in den USA.
Währenddessen sieht es immer mehr danach aus, als dass die EU auch ohne Ungarn bald ein Ölembargo gegen Russland auf den Weg bringen wird. Wie die Details hierzu dann genau aussehen werden, ist eigentlich zweitrangig, am Ende ist entscheidend, wann und in welche Größenordnung die Importe reduziert werden können. Fest steht, dass auch dieses Thema bzw. die Auswirkungen die internationalen Ölmärkten weiter beschäftigen wird.
Denn woher die zusätzlich benötigten Mengen kommen sollen, steht teilweise noch in den Sternen. Zwar könnte Kanada die Produktion in nächster Zeit deutlich erhöhen und damit vor allem die USA entlasten, gleichzeitig bleibt die OPEC+ Gruppe mit dem großen Nicht-OPEC-Land Russland weit hinter den selbst gesteckten Förderzielen zurück. Das in der nächsten Woche stattfindende Treffen hat daher kaum mehr Bedeutung für den Ölmarkt, denn was offiziell beschlossen und dann tatsächlich abgeliefert wird, passt schon lange nicht mehr zusammen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Aufwind und ist dabei auf den höchsten Stand seit gut vier Wochen geklettert. Die Aussicht auf eine baldige Zinswende in Europa, bei der einige Marktbeobachter auch einen ersten Schritt von 0,5 Prozent mittlerweile nicht mehr zur Gänze ausschließen, treibt unsere Gemeinschaftswährung nach oben. Gleichzeitig drückten erneut schwache US-Konjunkturdaten auf den Greenback.  

Auch wenn die Währungsgewinne den Anstieg der internationalen Ölpreise etwas abfedern, ziehen die Heizölpreise hierzulande heute leider weiter deutlich an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Dies, obwohl das Bestellaufkommen in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen ist. Daher ist zu befürchten, dass es zu einer starken Nachfragewelle im Spätsommer bzw. Herbst kommen wird. Das dürfte die Logistik wieder an die Belastungsgrenze bringen. Wer dem aus dem Weg gehen will, sollte lieber früher als später bestellen.
25.05.2022, 08:31 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nur zum Start in den europäischen Handel nachgegeben, bereits am Vormittag aber eine Kehrtwende vollzogen und auch heute Morgen geht es weiter aufwärts. In Folge starten die Heizöl-Notierungen heute mit deutlichen Aufschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nur zum Start in den europäischen Handel nachgegeben, bereits am Vormittag aber eine Kehrtwende vollzogen und auch heute Morgen geht es bislang weiter aufwärts. In Folge starten die Heizöl-Notierungen heute leider mit deutlichen Aufschlägen in den Handel.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 114,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 110,70 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,07 US-Dollar gehandelt.

Der Druck auf die internationalen Rohölpreise währte gestern nicht lange. Zum Start in den europäisch geprägten Handel drehte der Markt ins Plus, obwohl es eigentlich schwache Konjunkturdaten aus der EU gegeben hat. Die Einkaufsmanagerindizes aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor fielen mit 54,4 bzw. 56,3 Punkten schlechter aus als von den Analysten im Vorfeld erwartet. 
Da auch die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsindikationen aus den USA nicht überzeugen konnten, gab es am Nachmittag keine größeren Bewegungen mehr und die Öl-Futures gingen auf etwas erhöhtem Niveau aus dem Handel.
Nach Börsenschluss wurden dann aber die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht und diese lieferten dann wieder bullishe, also preistreibende Impulse. Vor allem der deutliche Rückgang bei den Benzin-Vorräten von über vier Millionen Barrel ließ aufhorchen, rücken doch die auf Rekordniveau befindlichen Spritpreise in den USA immer stärker in den Fokus der Marktteilnehmer. Die US-Regierung will weitere Reserven anzapfen und es wird mittlerweile auch über Exportbeschränkungen diskutiert, um einen weiteren Anstieg der Tankstellenpreise zu bremsen. Am Wochenende startet in den USA die sogenannte Driving-Season, in der der Kraftstoffbedarf besonders hoch ist.
Ob der deutliche Abbau bei den Benzin-Beständen auch vom Department of Energy (DOE) heute bestätigt wird, erfahren wir und die Marktteilnehmer um ca. 16.30 Uhr.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar in diesen Tagen im Aufwärtstrend und konnte gestern erstmals seit Ende April wieder über die 1,07-Dollar-Marke klettern. Die Aussicht auf eine baldige Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank (EZB), sowie die eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA, haben unserer Gemeinschaftswährung auch gestern wieder Auftrieb verliehen.  

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute leider mit deutlichen Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu zwei Euro pro Liter erwarten. Somit bleiben die Notierungen im seit Anfang April existenten Seitwärtstrend und es bestätigt sich auch immer wieder unsere Einschätzung, dass die Chancen auf einen deutlichen Preisrückgang sehr gering sind. Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte daher seinen Tank bereits jetzt füllen, um dem nächsten Winter beruhigt entgegensehen zu können. Im Spätsommer bzw. Herbst wird es sehr wahrscheinlich zu einer starken Bestellwelle kommen, die durchaus wieder Turbulenzen hervorbringen könnte.
24.05.2022, 08:39 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, geben heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber etwas nach. In Folge werden erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, geben heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber etwas nach. In Folge werden erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 112,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 109 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutliche Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0670 US-Dollar gehandelt.

Wenig Neues gibt es derzeit von den internationalen Ölmärkten zu berichten. Während man innerhalb der EU weiterhin um ein Öl-Embargo gegen Russland ringt und dabei in Ungarn wohl einen harten Gegner gefunden hat, startete das Weltwirtschaftsforums in Davos. Am Rande dessen warnte der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, vor den Folgen weiter steigender Ölpreise und sieht die Gefahr einer weltweiten Rezession. 
Eine entscheidenden Rolle dürfte dabei die Entwicklung der Corona-Lage in China spielen. Zwar werden in der Millionen-Metropole Shanghai die Beschränkungen wieder zögerlich aufgehoben, die strikte Null-Covid-Politik der chinesischen Regierung birgt aber die große Gefahr, dass es jederzeit wieder zu größeren Lockdowns kommen kann. Dies ist derzeit zweifelsohne auch der größte Belastungsfaktor am Ölmarkt. 
Preistreiber bleibt die angespannte Versorgungslage. Die fehlenden Mengen aus Russland, sowie die Unfähigkeit anderer Mitglieder der OPEC+ Organisation, ihre Förderquoten zu erfüllen, haben die weltweiten Vorräte schrumpfen lassen. Auch in den USA liegen die Reserven auf Langzeittiefständen und die Benzin- bzw. Dieselpreise im Gegensatz dazu auf Rekordniveau. Dagegen will nun die US-Regierung vorgehen, indem weitere Reserven auf dem Markt gegeben werden. Dies dürfte aber nur ein kurzes Strohfeuer sein und keine nachhaltige Wirkung entfachen.
Wie sich die US-Ölbestände im Vergleich zur Vorwoche entwickelt haben, wird der heute nach US-Börsenschluss erwartete Bericht des American Petroleum Institute (API) zeigen. Morgen Nachmittag folgen dann die Zahlen des Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern kräftig zulegen. Auslöser für den Kursanstieg war der deutlich besser als erwartet ausgefallene deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex der per Mai mit 93 statt den prognostizierten 91,4 Punkten veröffentlicht wurde. Außerdem stellte EZB-Chefin Christine Lagarde das Ende der Negativ-Zins-Phase zum Ende des dritten Quartals in Aussicht und signalisierte eine erste Zinsanhebung im Juli. 

Die Heizölpreise in Österreich werden heute aller Voraussicht nach mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus von gut einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Somit steuern die Notierungen wieder das tiefste Niveau der letzten vier Wochen zu. Eine gute Gelegenheit für viele Ölheizer, schon jetzt für die nächste Heizperiode einzulagern und somit für Sicherheit zu sorgen.


23.05.2022, 08:13 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst stabilisiert, im Laufe des Tages dann weitere Gewinne erzielen können. Aufgrund der stabilen Preisentwicklung bei Gasöl, dürften die Heizöl-Notierungen heute aber nur wenig verändert in den Tag Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst stabilisiert, im Laufe des Tages dann weitere Gewinne erzielen können. Zum Start in die neue Handelswoche stehen an den asiatischen Kurstafeln ebenfalls Pluszeichen. Aufgrund der stabilen Preisentwicklung bei Gasöl, dürften die Heizöl-Notierungen heute aber nur wenig verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 111 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,0590 US-Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt bleibt im Spannungsfeld zwischen der knappen Versorgungslage einerseits und der Erwartung, dass sich die Nachfrage in nächster schwächer als erwartet entwickeln könnte. Zwar dürften die anstehende Driving-Season und die Lockerung der Corona-Beschränkungen in Shanghai diese kurzfristig wieder ankurbeln, doch allgemein könnte sich die globale Wirtschaft aufgrund der hohen Inflation, des Krieges in der Ukraine und der gestörten Lieferketten in nächster Zeit eher schwach entwickeln. Auch die hohen Rohölpreise wirken sich nicht gerade förderlich auf die Konjunkturentwicklung aus.
Trotzdem bleiben die globalen Bestände auf einem recht niedrigem Niveau, denn das Angebot ist vor allem durch die Sanktionen gegen Russland nicht so stark gestiegen, wie dies von der OPEC+ Gruppe geplant bzw. beschlossen wurde. Auch Norwegen tut sich derzeit offenbar schwer, die Förderung zu halten. Im April ist diese, wie schon im März, weiter zurückgegangen und lag um 0,2 Millionen Barrel pro Tag unter der Erwartung der Analysten.
Weiter nach oben sollte es bald aber mit der US-Ölproduktion gehen. Denn die Zahl der aktiven US-Bohranlagen geht seit Monaten leicht nach oben und auch in der vergangenen Woche gab es nach der Erhebung des Unternehmens Baker Hughes weitere 12 neue Einheiten, so dass nun in Summe 576 Anlagen produktiv sind.

Auch am Devisenmarkt tat sich am Freitag nicht viel. Der Euro konnte nur vorübergehend weitere leichte Gewinn erzielen und fiel dann etwas zurück. Die Erzeugerpreise in Deutschland sind per April um 33,5 Prozent und somit stärker als erwartet angestiegen. Unsere Gemeinschaftswährung stützte dies nur vorübergehend.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben kaum verändert bis leicht schwächer in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung  von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Dies dürfte dafür sorgen, dass die sich zuletzt abflauende Nachfrage weiter eher schwach bleibt. Das erhöht das Risiko, dass es bei einem stark steigenden Bestellaufkommen im Spätsommer wieder zu Turbulenzen kommen kann. Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte daher lieber früher als später bestellen, zumal die Chancen auf deutlich fallende Notierungen in nächster Zeit sehr gering sind.
20.05.2022, 08:35 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst weiter deutlich nachgegeben, konnten sich in der zweiten Tageshälfte aber kräftig erholen und mit einem Plus auf Tageshoch aus dem Handel gehen. In Folge werden heute bei den Heizöl-Notierungen Aufschläge erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst weiter deutlich nachgegeben, konnten sich in der zweiten Tageshälfte aber erholen und schlussendlich mit einem Plus auf Tageshoch aus dem Handel gehen. In Folge werden heute bei den Heizöl-Notierungen leider wieder kräftige Aufschläge erwartet.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 111,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 110,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0590 US-Dollar gehandelt.

Mit den ersten Corona-Lockerungen in der Millionenmetropole Shanghai rechnen die Analysten am Ölmarkt mit einem wieder deutlichen Anstieg der Ölnachfrage in China. Außerdem beginnt in den USA die sogenannte "Driving Season" und auch hier rechnen die Marktteilnehmer mit einer stark anziehenden Benzinnachfrage, nachdem die letzten Sommerreisen pandemiebedingt stark eingeschränkt waren. Die US-Verkehrsbehörde hat bereits für März einen deutlichen Anstieg der Fahrkilometer ermittelt, auch im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019!
Desweiteren nehmen die Flugreisen global stark zu. So hat der jährliche Reisebericht des Mastercard Economics Institute im April 25 Prozent mehr Buchungen von Urlaubsreisen ermittelt. Das Flugtrackingunternehmen Flightradar24 hat seit Jahresbeginn eine Zunahme der kommerziellen Flüge von 12,4 Prozent gemessen.
Diese Entwicklung trifft auf eine weiterhin stark begrenztes globales Ölangebot. Auch wenn die US-Ölförderung langsam nach oben geht und Kanada bald schon deutlich mehr Mengen in die USA exportieren wird, bleibt die Versorgungslage generell angespannt. Die OPEC+ Gruppe, deren größtes Mitglied außerhalb der OPEC Russland ist, hat das selbst gesteckte Förderziel im April um sage und schreibe 2,6 Millionen Barrel pro Tag verfehlt.
Russlands Energieminister Alexander Nowak ist aber zuversichtlich, dass die russische Ölproduktion in nächster Zeit wieder ansteigen wird. Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass China immer mehr russisches Öl zu wohl relativ günstigen Konditionen einlagert.

Auch am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen. Die Trendumkehr begann schon zum Start in den europäischen Handel, am Nachmittag geriet der Greenback nach schwachen US-Konjunkturzahlen dann noch weiter unter Druck. Vor allem der Philadelphia Fed Herstellungsindex enttäuschte mit einem Wert von nur 2,6 Punkten, während die Analysten im Vorfeld 16 Zähler erwartet hatten.

Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande leider deutlich höher in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von rund zwei Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen bleiben somit weiterhin in dem seit rund sieben Wochen existenten Seitwärtstrend, innerhalb diesem die Schwankungen aber weiterhin sehr hoch sind. Ölheizer, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten mit der Bestellung nicht mehr all zu lange warten, den spätestens ab Spätsommer ist mit einer stark anziehenden Nachfrage zu rechnen. Auf die Preisentwicklung könnte sich das in diesem Jahr stark negativ auswirken.
19.05.2022, 08:34 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt und bis zum frühen Nachmittag sogar weitere Gewinne einfahren können. Mit starken Kursverlusten an den Aktienmärkten ging dann aber auch der Ölkomplex in die Knie. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt und bis zum frühen Nachmittag sogar weitere Gewinne einfahren können. Mit starken Kursverlusten an den US-Aktienmärkten ging dann aber auch der Ölkomplex in die Knie. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise auch heute wieder mit schönen Abschlägen starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,92 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0490 US-Dollar gehandelt.

Die Meldung, dass aus Kanada schon bald deutlich mehr Öl vor allem in Richtung USA fließen könnte und die US-Regierung ihre Sanktionen gegen das ölreiche Land Venezuela etwas lockern wird, hatte an den Ölmärkten gestern kaum eine nachhaltige Wirkung hervorgerufen. Die Rohölpreise zogen bis zum Start des Börsenhandels in den USA sogar weiter leicht an.
Als dann aber die Aktien an der Wall Street immer stärker unter Druck geraten sind, ging es auch mit den Ölfutures deutlich nach unten.
Daran änderten auch die bullish zu wertenden US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nicht. Hier gab es wie schon tags zuvor bei den Zahlen des American Petroleum Institute (API) deutliche Abbauten bei Rohöl und Benzin. Lediglich die um diese Jahreszeit nicht so viel beachteten Destillat-Vorräte legten etwas zu. Wieder deutlich angezogen hat auch die Inlandsnachfrage von 19,2 Millionen Barrel pro Tag auf 19,6 Millionen Fass, während die Ölproduktion um genau 100.000 Barrel pro Tag auf 11,95 Million Barrel angestiegen ist. Dieser Wert wurde aber auch schon vor drei Wochen kurzzeitig erreicht.
Erwähnenswert, weil am Ölmarkt in langfristiger Hinsicht durchaus ein wichtiger Faktor, ist die "RePowerEU", die gestern von der EU-Kommission vorgestellt wurde. Insgesamt sollen 300 Milliarden Euro investiert werden, um die Abhängigkeit von russischen Öl und Gas mittels massiven Investitionen in Wind- und Solarenergie deutlich zu reduzieren. Bis 2030 sollen nicht mehr nur 40, sondern nun 45 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Auch am Devisenmarkt wirkte sich die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten aus und der US-Dollar ist in solcheen Marktphasen bekanntlich als sicherer Hafen besonders gefragt. Der Euro ist wieder deutlich unter die 1,05-Dollar-Marke gefallen, kann sich heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder leicht erholen.

Trotz der Währungsverluste starten die Heizölpreise hierzulande erfreulicherweise auch heute wieder mit Abschlägen in den Tag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile sind die Notierungen auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen und gerade für sicherheitsorientierte Ölheizer bietet sich derzeit eine gute Gelegenheit, schon jetzt für den nächsten Winter bzw. die nächste Heizperiode einzulagern.
18.05.2022, 09:01 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst weiter angezogen und die Brent-Futures kurzzeitig sogar die 115-Dollar-Marke überschritten. Im späten Handel gab es aber Neuigkeiten aus Kanada, was auf die Preise drückte. Die Heizöl-Notierungen starten mit Abschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst weiter angezogen und die Brent-Futures kurzzeitig sogar die 115-Dollar-Marke überschritten. Im späten Handel gab es aber Neuigkeiten aus Kanada, was auf die Preise drückte. In Folge starten die Heizöl-Notierungen mit leichten bis moderaten Abschlägen in den heutigen Tag.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 112 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 110,20 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar durchaus etwas überraschend zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0530 US-Dollar gehandelt.

In Erwartung einer in den nächsten Wochen deutlich zunehmenden Benzin-Nachfrage in den USA und in China, haben die Rohölpreise im Schlepptau der Benzin-Kontrakte gestern zunächst weiter angezogen. Außerdem gab es besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der EU.
Die Meldung, dass die OPEC+ Gruppe im April ihr Mengenziel um 2,6 Millionen Barrel pro Tag verfehlt hat, wirkte ebenfalls stützend, auch wenn dies nicht unbedingt überraschte, denn allein die Lieferungen Russlands gingen um 860.000 Barrel pro Tag zurück. 
Ein neuer Hoffnungsschimmer auf der Angebotsseite könnte nun aber Kanada sein. Die dortige Regierung hat angeboten, den USA die fehlenden russischen Öllieferungen von in etwa 670.000 Barrel pro Tag zu ersetzen. Es wäre wohl sogar möglich, die Förderung um 900.000 Barrel pro Tag zu erhöhen und somit eine Überkompensation zu erreichen. Auch Venezuela könnte künftig wieder mehr Öl fördern und exportieren, da die US-Regierung dem Ölmulti Chevron die Zusammenarbeit mit dem dortigen Staatskonzern Petroleum de Venezuela (PDVSA) erleichtert hat.
Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen eindeutig bullish, also preistreibend aus. Bei Rohöl gab es statt des erwarteten Zuwachses einen deutlichen Abbau, bei Benzin fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Man darf gespannt sein, ob die Zahlen heute Nachmittag vom Department of Energy (DOE) bestätigt werden. 

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich  zum US-Dollar gestern deutlich zulegen können. Zum einen fiel das Bruttoinlandsprodukt in der EU für das erste Quartal etwas besser aus als erwartet, zum anderen ist die Risikofreudigkeit der Anleger aufgrund der in China in Aussicht gestellten Corona-Lockerungen wieder angestiegen, was unsere Gemeinschaftswährung tendenziell stützt, da Anleger den "sicheren Hafen" US-Dollar eher verlassen.

Die Heizölpreise hierzulande starten heute erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den Handel und markieren somit den niedrigsten Stand seit rund drei Wochen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Insgesamt ist derzeit von einem recht ruhigen Handel zu berichten, wobei das Interesse am Heizölkauf nach wie vor überdurchschnittlich hoch ist. Von daher ist mit einer starken Nachfrage, spätestens in der zweiten Sommerhälfte, zu rechnen.
17.05.2022, 08:04 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf leider wieder deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. In Folge starten heute auch die Heizöl-Notierungen mit moderaten Aufschlägen in den Tag. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf leider wieder deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. In Folge starten heute auch die Heizöl-Notierungen mit moderaten Aufschlägen in den Tag.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 111,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar auf niedrigem Niveau gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0440 US-Dollar gehandelt.

Trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus China und einem dortigen deutlichen Rückgang der Rohölverarbeitung per April von 11 Prozent, konnten die Rohölpreise gestern kräftige Gewinne einfahren.
Denn es gab durchaus auch bullishe, also preistreibende Nachrichten. So plant die chinesische Regierung ein baldiges Ende des Lockdowns in Shanghai und viele Marktteilnehmer erwarten dann aufgrund von Nachholeffekten einen Nachfrageschub. Außerdem beginnt in den USA bald die sog. "Driving Season", in der die Nachfrage nach Benzin besonders hoch ist. 
Dies alles fällt in eine Zeit, wo die globalen Ölbestände sehr niedrig sind und weder die OPEC+, noch die USA deutlich mehr Öl auf den Markt bringen kann. Außerdem wurden die strategischen Ölreserven zuletzt stark heruntergefahren, sodass in nächster Zeit auch hier zusätzlicher Bedarf entstehen wird. In den USA ist hier das niedrigste Niveau seit 1987 erreicht.
Zwar soll nach dem monatlichen Produktionsbereiche der Energy Information Administration (EIA) die Schieferölproduktion im Juni weiter um 140.000 Barrel pro Tag zunehmen, gleichzeitig ist aber die Zahl der gebohrten, aber noch nicht fertig erschlossen Ölquellen zurückgegangen.
Deutlich mehr Öl könnte derzeit wohl nur vom Iran kommen. Doch hier stocken die Verhandlungen bezüglich des Atomabkommen seit Wochen, sodass von dieser Seite zumindest in nächster Zeit nicht mit einer Entlastung zu rechnen ist.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar leicht zulegen. Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen für unsere Gemeinschaftswährung aber alles andere als gut. Deutlich steigende Zinsen in den USA, eine gleichzeitig zögerliche Haltung der Europäische Zentralbank, sowie die massiven Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Wirtschaft in der EU, lassen kaum Spielraum nach oben.

Die Heizölpreise hierzulande tendieren unter relativ großen Schwankungen nunmehr seit mehr als sechs Wochen seitwärts. Auch heute wird dieser Trend aller Voraussicht nach nicht gebrochen, denn aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht nur Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Auch wenn das Interesse am Heizölkauf in den letzten Tagen etwas zurückgegangen ist, so bleiben die Preisanfragen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum doch außerordentlich hoch. Viele Ölheizer befinden sich noch in Wartestellung und hoffen auf einen Preisrückgang in den Sommermonaten. Ob dieser allerdings auch kommen wird, ist aufgrund der beschriebenen globalen Nachfrageerwartung eher unwahrscheinlich. Wer auf der sicheren Seite stehen will, bestellt bereits jetzt für die in rund drei Monaten wieder beginnende Heizsaison.
16.05.2022, 08:57 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag im Laufe des Tages zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Allerdings gab es bei den Produkten bereits Abschläge, die heute Morgen auf breiter Front zu beobachten sind. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Allerdings gab es bei den Produkten bereits erste Abschläge, die heute Morgen auf breiter Front zu beobachten sind. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten bis moderaten Abschlägen in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 109,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 109 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,04 US-Dollar gehandelt.

Nachdem sich die Rohölpreise am Freitag recht robust entwickelt hatten, gab es heute auch zum Start in den asiatisch geprägten Handel zunächst weitere Aufschläge. Dann allerdings wurden enttäuschende Konjunkturdaten aus China veröffentlicht, die sofort Druck auf den Ölkomplex brachten.
Per April ist die Industrieproduktion im Reich der Mitte um 2,9 Prozent zurückgegangen, die Einzelhandelsumsätze sogar um 11,1 Prozent. Beide Werte liegen deutlich unterhalb der Analystenschätzung und den Zahlen des Vormonats.
Auch in den USA fiel das am Freitag veröffentlichte Verbrauchervertrauen der Uni Michigan deutlich schlchte aus als erwarete. Per Mai lag dieses bei 59,1, statt wie erwartet 64 Punkten.
Die Zahlen sind Ausdruck der Konjunktursorgen, die derzeit bei immer mehr Börsianern aufkommen. Hohe Energie- und Lebensmittelpreise feuern die Inflation weiter an, während die Lieferketten unter anderem aufgrund der Corona-Situation in China weiterhin unterbrochen sind.
Während also die schwache Konjunkturentwicklung den Ölverbrauch reduziert, bleibt das globale Angebot weiterhin begrenzt. Öl aus Russland wird generell gemieden, doch es gibt auch immer wieder interessante Entwicklungen. Tankertrackingdaten haben gezeigt, dass die Lieferungen von russischem Heizöl zu einem wichtigen Umschlagplatz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in letzer Zeit sprunghaft zugenommen haben.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche hingegen weiterhin nur moderat um 6 auf nun 563 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf einem sehr schwachen Niveau, auch wenn sich unsere Gemeinschaftswährung am Freitag stabilisieren und wieder leicht zulegen konnte. Die deutlich steigenden Zinsen in den USA, sowie die Belastungen durch den Krieg in der Ukraine, werden wohl auch in naher Zukunft keine Trendwende zulassen.

Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von im Schnitt einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit könnten die Notierungen den niedrigsten Stand der letzten drei Wochen erreichen. Die Spekulation auf weiter fallende Kurse hat die Nachfrage in den letzten Tagen zwar deutlich gedrückt, die Zahl der Marktbeobachter ist aber weiterhin sehr hoch, sodass davon auszugehen ist, dass das Bestellaufkommen bald wieder deutlich zunehmen wird.
13.05.2022, 08:49 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zum Start zunächst weiter deutlich nachgegeben, sich im weiteren Verlauf aber stabilisiert und den Tag letztendlich mit kräftigen Aufschlägen beendet. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel zunächst weiter deutlich nachgegeben, sich im weiteren Verlauf dann aber stabilisiert und den Tag letztendlich mit kräftigen Aufschlägen beendet. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande wieder entsprechend nach oben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 105,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter auf ein neues Langzeittief zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0390 US-Dollar gehandelt.

Das Abwärtspotenzial der Rohölpreise bleibt begrenzt. Dies zeigte sich wieder sehr schön am gestrigen Handelstag, als die Futures nach den Verlusten der Vortage ins Plus drehten, ohne dass es hierzu entsprechende neue Markt beeinflussende Nachrichten gegeben hätte. 
Im Gegenteil, der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hätte sogar wieder etwas Druck auf die Futures bringen können, denn die Prognose zum weltweiten Ölnachfragewachstum wurde im Vergleich zum letzten Report um 0,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert. Gleichzeichtig rechnet man beim globalen Ölangebot nur mit einem Minus von 0,1 Millionen Fass pro Tag. Zudem gehen die Fachleuten in Paris nicht von einer massiven Unterversorgung aus, wenngleich natürlich auf die bestehenden Risiken hingewiesen wurde.
Ähnlich sieht die OPEC die derzeitige Lage. Auch hier rechnet man aktuell für dieses Jahr mit einem stärkeren Rückgang der Nachfrage als noch vor vier Wochen.
Die Gründe für diese Einschätzungen sind bekannt, denn die seit Wochen sehr hohen Ölpreise drücken auf den Konsum und die Wirtschaft, der Krieg in der Ukraine führt zu massiven Einschränkungen und auch die Corona-Lage in China trägt einen großen Teil dazu bei, dass der Ölverbrauch nicht so stark steigt wie erwartet.
Die Tatsache, dass es bereits zu ersten Beeinträchtigungen bei der Gasversorgung kommt, ist sicherlich ein Faktor, warum die Notierungen gestern aber trotzdem wieder nach oben geklettert sind.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder kräftig unter Druck geraten und zeitweise auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren gefallen. Der Inflationsdruck bleibt auch in den USA sehr hoch und die dortige Notenbank hat bereits weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt, während die Europäische Zentralbank wohl erst in den kommenden Wochen aktiv werden will. 

Keine guten Vorgaben für den österrreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Insgesamt setzt sich der seit Wochen existente Seitwärtstrend somit fort. Die Nachfrage bleibt auf einem für die Jahreszeit durchaus hohem Niveau, da viele Ölheizer bereits jetzt für die kommende Heizperiode einlagern. Dies macht angesichts der extrem unsicheren Lage auch durchaus Sinn.
12.05.2022, 08:43 Uhr
Die Ölpreise geben heute Morgen im frühen asiatischen Handel deutlich nach und machen so den Anstieg von gestern wieder wett. Erfreulicherweise werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten geben heute Morgen im frühen asiatisch geprägten Handel deutlich nach und machen so den Anstieg von gestern wieder wett. Erfreulicherweise werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 106,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 102,50 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar weiter unter Druck und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0510 US-Dollar gehandelt.

Während sich die Rohölpreise gestern den ganzen Tag über recht fest gezeigt haben und in etwa auf Tageshoch aus dem Handel gegangen sind, waren bei den Produkten bereits im späten US-Handel erste Schwächetendenzen zu erkennen. 
Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden. An den gestern Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten kann es eigentlich nicht gelegen haben, denn hier gab es vor allem bei Rohöl einen deutlichen Aufbau von 8,5 Millionen Barrel, während bei den Produkten Abbauten von in Summe 4,5 Millionen Fass zu verzeichnen waren. Die Gesamtnachfrage ging im Vergleich zur Vorwoche um gut 0,2 Millionen Barrel auf 19,2 Millionen Barrel pro Tag zurück, die Ölproduktion blieb in etwa konstant bei 11,85 Millionen Barrel pro Tag.
Preisdrückend wirken sicherlich die Sorgen vor einer möglichen globalen Rezession. Eine hohe Inflation, der Ukraine-Krieg und die Lockdowns in China sorgen nicht gerade für Optimismus unter den Analysten. Das Investmenthaus Morgan Stranley hat seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr deutlich nach unten korrigiert und steht damit nicht alleine da.
Beunruhigung löst nach wie vor die Versorgungslage am Gasmarkt aus. Nachdem die Ukraine in Luhansk kein russisches Gas mehr durchleiten will oder kann, hat die russische Regierung einige Unternehmen auf eine Sanktionsliste gesetzt, die unter anderem bei den Speicherkapazitäten eine Rolle spielen. Inwieweit dies Auswirkungen auf die Vorratslage in Europa hat, wird derzeit noch geprüft.
Heute warten die Marktteilnehmer auf die neuen Monatsberichte der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA).

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter an Wert verloren und notiert nun wieder in Nähe der bekannten Langzeittiefstände. Die Verbraucherpreise in den USA sind im April um 8,3 Prozent und somit etwas stärker als erwartet angestiegen, was den "Greenback" entsprechend stützte. Die US-Notenbank wird sicherlich weiter an der Zinsschraube drehen, aber auch aus Kreisen der EZB kommen immer konkretere Hinweise, dass es schon bald zu einer ersten Anhebung des Leitzinses kommen wird.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Der nunmehr seit Ende März existente Seitwärtstrend findet also unter starken Schwankungen seinen Fortgang. Ein deutlicher Preisrückgang ist weiterhin sehr unwahrscheinlich, weshalb gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern anzuraten ist, den Heizöltank rechtzeitig zu befüllen.