19.06.2019, 08:08 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Nachmittags eine Trendwende vollzogen, nachdem es überraschende Neuigkeiten von EZB-Chef Draghi und US-Präsident Trump gegeben hat. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Nachmittags eine plötzliche Trendwende vollzogen, nachdem es überraschende Neuigkeiten von EZB-Chef Draghi und US-Präsident Trump gegeben hat. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,10 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1190 US-Dollar gehandelt. 

Gerade schien es so, als würde der Ölmarkt die Ereignisse im Golf von Oman zur Seite schieben und die Rohölpreise wieder den Weg nach unten einschlagen, da gab es gestern zwei neue Ereignisse, die eine plötzliche Kehrtwende herbeiführten.
Zum einen sorgte der Chef der Europäische Zentralbank (EZB), Mario Draghi, für eine Überraschung, als er bei einer Tagung in Portugal zu Protokoll gab, dass man bereit sei, expansive Schritte einzuleiten, um die Inflation und das Wirtschaftswachstum zu stützen. Diese könnte in Form von Zinssenkungen und Anleihekäufen kommen. 
Die zweite Überraschung war sicherlich die Meldung, dass US-Präsident Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi nach eigenen Angaben ein "sehr gutes" Telefon hatte und es schon in der kommenden Woche zu einem längeren Meeting kommen soll. Der Markt erhofft sich, dass es nun doch noch zu einer Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA kommen wird.
Zuvor gab es fast schon katastrophale Konjunkturdaten aus der EU, wo der ZEW Konjunkturerwartungsindex per Juni auf einen Wert von minus 21,1 Punkten abgesackt ist. Die Analysten hatten im Vorfeld mit minus 5,7 Zählern gerechnet, nachdem im Mai ein negativer Wert von 2,1 ermittelt worden war.
Auch von Seiten der OPEC gab es gestern neue Impulse. Saudi-Arabien will darauf hinarbeiten, dass die Quoten künftig besser eingehalten werden, wodurch sich die Angebotsmenge im Verbund um 0,3 bis 0,4 Mio. Barrel pro Tag verringern würde. Unterdessen sucht man immer noch nach einem neuen Termin für das nächste Treffen, das ja ursprünglich Ende Juni hätte stattfinden sollen.
Die nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen leicht preisdrückend aus. In Summe gab es hier einen weiteren leichten Zuwachs von in Summe 0,6 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Abbau in dieser Größenordnung gerechnet hatten.
 
Am Devisenmarkt ist in diesen Tagen einiges los. Wie bereits erwähnt, preschte gestern EZB-Chef Draghi mit der Ankündigung neuer expansiver Schritte hervor und wurde dafür prompt von US-Präsident Trump kritisiert, der dieses Vorgehen als unfair bezeichnet hat. Heute Abend beginnt das zweitägige Treffen der US-Notenbank, von dem sich die Händler neue Hinweise auf die amerikanische Zinspolitik erwarten. 

Schlechte Vorgaben also für den heimischen Markt, wo die Heizölpreise heute mit Aufschlägen in den Tag starten werden. In welcher Höhe hängt auch davon ab, inwieweit der Richtungswechsel bei den Rohölpreisen gestern schon eingepreist wurde. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht aber im Schnitt ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten.
18.06.2019, 08:58 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages die Gewinne vom Freitag nicht halten können und sind mit schönen Abschlägen aus dem Handel gegangen. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen deutlich schwächer in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages die Gewinne vom Freitag nicht halten können und sind mit schönen Abschlägen aus dem Handel gegangen. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen deutlich schwächer in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,75 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 51,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1240 US-Dollar gehandelt. 

Im Nahen Osten scheint sich die Lage, nach den Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman, allmählich wieder zu beruhigen, sodass am Ölmarkt wieder die fundamentalen Daten die Oberhand gewinnen.
Diese sorgen für Druck, denn die Entwicklung der globalen Ölnachfrage wurde in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten nach unten korrigiert. 
Einen Beweis für die schwache Wirtschaftsentwicklung lieferte erst kürzlich die chinesische Industrieproduktion, die seit dem Jahr 1992 nicht mehr so langsam gewachsen ist. Außerdem hat nun auch Indien Vergeltungszölle überwiegend auf landwirtschaftliche Erzeugnisse aus den USA erhoben.
Auch in den Staaten gerät die Wirtschaft langsam ins Straucheln. Gestern wurde der Empire State Index, der die Wirtschaftsleistung für den Großraum New York widerspiegelt, für den Monat Juni mit einem Wert von minus 8,6 veröffentlicht. Dies ist der niedrigste Wert seit zweieinhalb Jahren. Im Vormonat lag der Index noch bei plus 17,8 Punkten.
Es gibt aber auch wieder leichte Bremsspuren in der US-Schieferölindustrie. Die Produktionsmenge stieg im Juni um 38.000 Barrel pro Tag auf 8,45 Millionen Barrel an, was aber 45.000 Barrel weniger waren, als im letzten Produktionsbericht der Energy Information Administration (EIA) geschätzt. Auch die Zahl der angebohrten, aber noch nicht fertig erschlossenen Ölquellen (DUC) ging im Mai zum dritten Mal in Folge zurück.
Ein weiterer bullisher, also preistreibender Faktor, ist das Eindringen der Truppen von General Haftar in das Ölterminal Ras Lanuf, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die libyschen Ölexporte bald durch Kämpfe beeinträchtigt werden könnten.
Dennoch dominierten gestern in Summe die Verkäufe und so ging der Ölkomplex mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro von den sehr schlechten Konjunkturdaten aus den USA profitieren und wieder etwas zulegen. Neue Impulse werden heute der ZEW-Konjunkturerwartungsindex aus der EU und die Notenbankkonferenz im portugiesischen Sinatra liefern. Am Abend trifft sich dann die US-Notenbank zu einer zweitägigen Zinssitzung.

Die Heizölpreise hierzulande werden, nach dem gestrigen Anstieg, heute erstmals seit einer Woche wieder mit Abschlägen in den Handel starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgenlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,5 bis 0,7 Cent pro Liter erwarten. Auch wenn die Nachfrage für diese Jahreszeit weiterhin als sehr rege bezeichnet werden kann, hat sich die Lage im Vergleich zur Vorwoche wieder deutlich beruhigt. Schon jetzt ist die Zahl der Bestellungen dreimal so hoch wie im gesamten Vorjahresmonat!
17.06.2019, 07:52 Uhr
Die Ölpreise haben nach den Tankerangriffen im Golf von Oman auch am Freitag weiter zugelegt und zeigen sich heute Morgen bislang stabil. Da zusätzlich der Euro deutlich an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach den Tankerangriffen im Golf von Oman auch am Freitag weiter etwas zugelegt und zeigen sich heute Morgen bislang weitgehend stabil. Da zusätzlich der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1220 US-Dollar gehandelt. 

Gerade als die Rohölpreise in der letzten Woche wieder unter Druck geraten sind, kam die Meldung von den Angriffen auf zwei Tankschiffe im Golf von Oman, so dass der Ölmarkt nun wieder stark von der Angst vor einem Krieg im Nahen Osten beherrscht wird.
Die fundamentalen Daten wirken dem derzeit aber entgegen, denn nicht nur die gestiegenen Ölbestände in den USA drücken derzeit auf die Notierungen, auch die Monatsreports vom US-Energieministerium, der OPEC und von der Internationalen Energieagentur (IEA), der am Freitag veröffentlicht wurde, waren eindeutig bearish, also preisdrückend zu werten.
Die Experten der IEA sehen das weltweite Ölnachfragewachstum für dieses Jahr nun bei 1,2 Millionen Barrel pro Tag und somit um 100.000 Barrel schwächer als noch vor vier Wochen. Auch hier warnt man vor den Risiken auf der Nachfrageseite, die vor allem durch die Handelsstreitigkeiten und der Abschottungspolitik der USA verursacht sind. Auf der Angebotsseite erwartet man in Paris für dieses Jahr weiterhin eine Zunahme von 1,9 Millionen Barrel außerhalb der OPEC, sodass die Versorgungslage auch hier etwas entspannter gesehen wird.
Somit ergibt sich derzeit ein Spannungsfeld zwischen den Kriegsängsten auf der einen und der eher verbraucherfreundlichen Entwicklung an den internationalen Ölmärkten auf der anderen Seite.
Die Konjunkturdaten spielen derzeit eher eine untergeordnete Rolle. Hier gab es auch am Freitag wieder gemischte Zahlen aus den USA, wo die Industrieproduktion per Mai zwar unerwartet deutlich um 0,4 Prozent angestiegen, dafür aber der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan per Juni von 100 Punkten im Vormonat auf 97,9 Zähler zurückgefallen ist. Enttäuschend fiel auch die Industrieproduktion in China aus, die per Mai nur ein Plus von 5 Prozent erreichen konnte. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wachstum von 5,4 Prozent gerechnet. 
 
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar als Krisenwährung am Freitag weiterhin von der unsicheren geopolitischen Lage profitieren und im Vergleich zum Euro schon in den Mittagsstunden weiter zulegen. Mit den guten Zahlen zur US-Industrieproduktion ging es mit den "Greenback" dann am Nachmittag noch weiter nach oben, sodass vom Plus, das die Erwartung fallender Zinsen in den USA unserer Gemeinschaftswährung zum Monatsstart beschert hatte, mittlerweile nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Keine guten Vorgaben also für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Trotz des leichten Anstieges der letzten Tage, liegen die Notierungen immer noch auf einem recht attraktiven Niveau, das von vielen sicherheitsorientierten Verbrauchern weiterhin rege zur Bevorratung genutzt wird.


14.06.2019, 08:11 Uhr
Die Ölpreise haben gestern deutlich angezogen, nachdem es schon am Morgen die Meldung gab, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden. Auch die Heizöl-Notierungen verteuerten sich schlagartig und die Nachfrage sprang sofort wieder deutlich an! Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern deutlich angezogen, nachdem es schon am Morgen die Meldung gab, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden. Es wird befürchtet, dass es zu einem Krieg im Nahen Osten kommen könnte. Auch die Heizöl-Notierungen verteuerten sich schlagartig und die Nachfrage sprang sofort wieder deutlich an!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1270 US-Dollar gehandelt. 

Nachdem die Ölbestände in den USA in dieser Woche erneut gestiegen sind und auch der Monatsreport des US-Energieministeriums eher bearish, also preisdrückend ausgefallen war, machten sich die Rohölpreise gestern am frühen Morgen zunächst weiter auf den Weg nach unten.
Dann aber ging es plötzlich schlagartig nach oben und es war klar, dass es hierzu ein entsprechendes Ereignis gegeben haben muss. Wenig später wurde dann bekannt, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden und in Flammen stehen. Erfreulicherweise kam dabei wohl niemand ums Leben.
Jetzt geht es aber natürlich darum, wer die Angriffe verübt hat und zumindest für die Amerikaner gibt es hier keine Zweifel. Es muss der Iran gewesen sein! Dies erhöht natürlich die Spannungen beider Länder und auch Saudi-Arabien gießt hier weiter fleißig Öl ins Feuer. Es bleibt zu hoffen, dass es zu keinem Krieg im Nahen Osten kommen wird. Ausschließen will das derzeit aber kaum jemand.
Der gestern in den Mittagsstunden veröffentlichte Monatsbericht der OPEC geriet bei den ganzen Turbulenzen in den Hintergrund. Das Kartell hat dabei die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum leicht nach unten korrigiert und sieht somit auch die Versorgungslage etwas entspannter als noch vor rund vier Wochen. Somit wurde auch der OPEC-Monatsbericht, wie schon der EIA-Report, preisdrückend gewertet, was aber im Trubel um die Tankerangriffe an den Ölbörsen kaum Beachtung fand.
Währenddessen sieht es in Libyen weiterhin nicht nach Frieden aus. Seit Anfang April tobt hier ein Bürgerkrieg, der laut UN bereits 653 Opfer gefordert haben soll. Knapp 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Auch die Ölförderung des Landes, die derzeit ein Volumen von rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag hat, ist in Gefahr.
 
Am Devisenmarkt blieben die Kursausschläge weiter recht gering und der Euro verlor dabei im Vergleich zum US-Dollar erneut etwas an Wert. Der "Greenback" war als Krisenwährung wieder etwas stärker gefragt, obwohl die gestern veröffentlichten Arbeitsmarktdaten eher enttäuschend ausgefallen sind. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und auch die weitergeführten Ersuche leicht an.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute aller Voraussicht nach weitgehend stabil bis leicht höher in den letzten Handelstag der Woche gehen. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht lediglich ein leichtes Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die starke Inlandsnachfrage, die schon in der letzten Woche, aufgrund der derzeit sehr günstigen Preise, sehr hoch war und die gestern aufgrund der Kriegsängste wieder sprunghaft angestiegen ist. Dies könnte bewirken, dass die Notierungen heute nochmals etwas stärker anziehen werden, da die Ausfuhr- und Lagerkapazitäten allmählich knapp werden.
13.06.2019, 09:15 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten weiter nachgegeben, ziehen heute morgen aber etwas überraschend wieder deutlich an. Die Heizölpreise liegen derzeit noch auf dem niedrigsten Niveau seit über vier Monaten! Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der wöchentlichen DOE-Ölbestandsdaten weiter nachgegeben, ziehen heute morgen aber etwas überraschend wieder deutlich an. Die Heizölpreise liegen nach dem gestrigen Rückgang derzeit noch auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als vier Monaten!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,40 Dollar. Der Euro kann fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1295 US-Dollar gehandelt. 

Nachdem die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend erneut bearish, also preisdrückend ausgefallen waren, starteten die Rohölpreise gestern mit leicht schwächerer Tendenz in den europäisch geprägten Handel. 
Auch der Monatsreport des US-Energieministeriums lässt erwarten, dass der Ölmarkt zumindest in mittel- und längerfristiger Betrachtung wieder gut versorgt sein wird und löste somit tendenziell Verkäufe aus.
Als am Nachmittag die Vorratszahlen des Department of Energy (DOE) über die Ticker rollten, ging es mit dem Ölkomplex nochmals deutlich nach unten und die Brentöl-Futures fielen zeitweise sogar unter die 60-Dollar-Marke zurück. In Summe wurde auch hier ein Aufbau von zwei Millionen Barrel vermeldet, während die Analysten ja im Vorfeld lediglich mit einem Plus von knapp einer Million Fass gerechnet hatten. In den letzten zwölf Wochen sind hier die Bestände um gut 90 Millionen Barrel angestiegen!
Insgesamt ist die Versorgungslage in den USA also weiterhin ausgesprochen gut und allgemein wird erwartet, dass sich diese in der zweiten Jahreshälfte noch weiter verbessern wird.
Dies sicherlich auch, weil sich die Nachfrage nach Öl- und Ölproduktion allgemein schwächer entwickelt als erwartet, was nicht zuletzt auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückzuführen ist. 
Es gibt aber weiterhin auch Risiken auf der Angebotsseite, die in den letzten Tagen und Wochen wohl fast schon in Vergessenheit geraten sind. Neben der politisch unsicheren Lage im Nahen Osten, ist hier vor allem der Bürgerkrieg in Libyen zu beachten. Sollte sich dieser auf die Ölexporte des Landes auswirken, könnten dem Markt im schlimmsten Fall rund eine Million Barrel pro Tag entzogen werden.
Heute Morgen ziehen die Ölpreise teilweise kräftig an, wobei hierzu aber (noch) keine fundamental relevanten Meldungen auszumachen sind. Eventuell handelt es sich hier um eine technisch bedingte Gegenbewegung.
 
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern Verluste hinnehmen, nachdem sich die Gemeinschaftswährung in den letzten Tagen sehr gut entwickeln konnte. Dies lag im Wesentlichen daran, dass die Händler mittlerweile eine Zinssenkung in den USA erwarten, was noch vor wenigen Wochen kaum für möglich erachtet wurde. Die gestern veröffentlichten US-Inflationsdaten lagen per Mail mit plus 1,8 Prozent leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Die Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt bleiben also recht gut und die Heizölpreise stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Januar. Wie eingangs bereits erwähnt, ziehen die Notierungen in diesen Minuten aber deutlich an, sodass aktuell Aufschläge von einem halben bis einem Cent pro Liter zu beobachten sind. Wer sich also die aktuell günstigen Kurse sichern will, sollte keine Zeit verlieren und jetzt noch schnell ordern.
12.06.2019, 08:33 Uhr
Die Ölpreise gehen heute Morgen etwas leichter in den asiatisch geprägten Handel, nachdem die Ölbestände in den USA laut API weiter angestiegen sind. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gehen heute Morgen etwas leichter in den asiatisch geprägten Handel, nachdem die Ölbestände in den USA laut dem American Petroleum Institute (API) weiter angestiegen sind. Bei stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit weiteren Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1330 US-Dollar gehandelt. 

Gestern gab es an den internationalen Ölmärkten einen recht ruhigen Handelstag bei eher geringen Umsätzen. Die Rohölpreise tendierten in einer sehr engen Handelsspanne seitwärts. 
Vom saudischen Ölminister al-Falih wurde bestätigt, was sich in den letzten Tagen schon angedeutet hatte. Die OPEC+ Gruppe ist sich weitgehend einig, das aktuelle Förderabkommen über die erste Jahreshälfte hinaus beizubehalten und wartet wohl lediglich noch auf die Zusage Russlands, die aber sehr wahrscheinlich auch noch kommen dürfte.
Nach den neuesten Erkenntnissen dürfte dies auch absolut notwenig sein, denn trotz der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela geht man am Markt davon aus, dass es mittel- und langfristig, aufgrund einer wohl eher schwachen Nachfrageentwicklung und der boomenden US-Schieferölindustrie, wieder zu einer Überversorgung kommen könnte. Kurzfristig ist die Versorgungslage immer noch sehr knapp, was auch von der Statistikabteilung des US-Energieministriums (EIA) so gesehen wird, die vor wenigen Stunden ihren Monatsreport veröffentlicht hat. Hier sieht man aufgrund der höheren Sommernachfrage vor allem in den kommenden Monaten ein Mengendefizit.
Nach Börsenschluss wurden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) bekanntgegeben, die aber zumindest für die USA eine recht entspannte Situation aufzeigen. Im Vergleich zur Vorwoche gab es nämlich einen weiteren Aufbau von in Summe 2,2 Millionen Barrel, wobei vor allem der Zuwachs von knapp fünf Millionen Fass bei den Rohöl-Vorräten ins Auge sticht. Die Analysten hatten hier im Vorfeld sogar mit einem leichten Rückgang gerechnet, sodass das Zahlenwerk heute Morgen eine eindeutig preisdrückende Wirkung entfacht, bevor am Nachmittag die Vergleichswerte des Department of Energy (DOE) veröffentlicht werden.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weitere leichte Gewinne erzielen und auch heute Morgen zieht unsere Gemeinschaftswährung weiter an. Die Ursache ist aber eher eine Schwäche des Greenback, der seit Tagen unter den Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung in den USA leidet.

Gute Vorgaben also wieder für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise auch heute mit Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen zeigen derzeit regional aber auch schon einen Rückgang von bis zu einem halben Cent. Insgesamt bewegen sich die Notierungen weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit Ende Jänner und bieten nach wie vor eine hervorragende Gelegenheit zur Bevorratung.
11.06.2019, 09:17 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag und gestrigen Pfingstmontag den Konsolidierungskurs von Ende letzter Woche fortgesetzt. Bei wenig veränderten Wechselkursen, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag und gestrigen Pfingstmontag den Konsolidierungskurs von Ende letzter Woche fortgesetzt. Bei wenig veränderten Wechselkursen, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weitgehend stabil bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,85 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin recht gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1315 US-Dollar gehandelt. 

Nach dem kräftigen Einbruch der Rohölpreise zum Monatswechsel, scheint nun wieder etwas Stabilität in den Ölmarkt einzukehren, wenngleich die Volatilität nach wie vor sehr hoch ist. 
Am Freitag zogen die Notierungen im Laufe des Tages technisch bedingt weiter an und gingen auf Tageshöchstand in das lange Pfingstwochenende. Gestern wurde aber in den USA schon wieder gehandelt und hier gerieten die Futures wieder unter Druck,  sodass die Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt heute unterm Strich relativ stabil bleiben.
Ein bestimmendes Thema am Ölmarkt ist natürlich weiterhin das nächste OPEC-Treffen, das ursprünglich Ende diesen Monats in Wien stattfinden sollte, aber wohl nun auf Anfang Juli verschoben wird. Allgemein scheint es hier weitgehend Übereinstimmung zu geben, dass man an den aktuellen Fördermengen bzw. -quoten festhalten will, auch wenn aus Russland in letzter Zeit immer wieder Stimmen zu vernehmen waren, die sich dagegen ausgesprochen haben. 
Laut Alexander Nowak, dem russische Energieminister, riskiere man aber einen Preiseinbruch bis auf 40 Dollar pro Barrel, würde man die Kooperation mit der OPEC beenden, was indirekt dahingehend gewertet wird, dass man einer Fortführung des Förderabkommens nicht im Wege stehen will.
Ansonsten gab es eher schwache Konjunkturdaten aus den USA und aus Deutschland, die am Ölmarkt die Befürchtung vor einem Konjunktureinbruch verstärkten, auch wenn die von US-Präsident Trump angekündigten US-Zölle auf mexikanische Importe in letzter Minute doch noch abgewendet werden konnten. Am Wochenende einigte man sich im Migrationsstreit, wobei hier das mexikanische Parlament noch zustimmen muss.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder deutlich um 11 auf nunmehr 789 Einheiten zurückgegangen, was ebenfalls ein bullisher, also preistreibende Faktor ist.
 
Am Devisenmarkt kann der Euro seinen positiven Trend im Vergleich zum US-Dollar festigen und sich gut über der 1,13-Dollar-Marke halten. Die Aussichten, dass in den USA die Zinsen bald wieder fallen könnten, stützen unsere Gemeinschaftswährung, während die hohe Verschuldung Italiens weiterhin ein Belastungsfaktor ist.

Wie eingangs bereits erwähnt, bleiben die Vorgaben für den Inlandsmarkt recht stabil, sodass die Heizölpreise heute ohne große Veränderung in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein leichtes Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage blieb auch über das lange Pfingstwochenende recht hoch und auch heute deutet sich wieder ein recht hoher Bestelleingang an.
07.06.2019, 09:03 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am späten Abend plötzlich ins Plus gedreht und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da auch der Euro hinzugewinnen konnte, werden sich die Heizöl-Notierungen aber heute aber nur leicht verteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am späten Abend plötzlich ins Plus gedreht und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar hinzugewinnen konnte, werden sich die Heizöl-Notierungen hierzulande heute aber aller Voraussicht nach nur geringfügig verteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,25 Dollar. Der Euro konnte nach der gestrigen EZB-Sitzung vorübergehend deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1265 US-Dollar gehandelt. 

Nachdem auch die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) am Mittwochnachmittag extrem bearish, also preisdrückend ausgefallen waren, schien es so, als könnten die Rohölpreise auch gestern keine Reaktion auf die erdrutschartigen Verluste der letzten Tage zeigen. Im Gegenteil, gestern Nachmittag ging es zunächst weiter nach unten, bevor dann aber in den letzten beiden Handelsstunden in New York plötzlich doch noch technische Käufe einsetzten, die uns schlussendlich ein kräfitges Plus von knapp zwei Dollar pro Barrel beschert haben.
Auslöser war wohl die Meldung, dass es Fortschritte im Einwanderungsstreit zwischen den USA und Mexiko gibt. Zwar konnte man noch noch keinen Durchbruch erzielen, US-Vize-Präsident Pence zeigte sich aber ermutigt und bekräftigte gleichzeitig, dass das Nachbarland noch deutlich mehr tun müsse. Die mexikanische Regierung will in einer ersten Maßnahme zur Verhinderung illegaler Auswanderung, rund 6.000 Beamte der Nationalgarde an die südliche Grenze zu Guatemala beordern. 
Die Finanzwelt hofft, dass damit die angedrohten Zölle seitens der USA noch verhindert werden können. Auch im Handelsstreit zwischen China und den USA scheint es wieder etwas Bewegung zu geben.
Beim Thema OPEC-Förderabkommen gab es gestern Aussagen vom russischen Präsidenten Vladimir Putin, der zu Protokoll gab, dass Saudi-Arabien und Russland im Bezug auf einen fairen Ölpreis unterschiedliche Auffassungen haben. Moskau komme auch mit einem Preisniveau von 60 bis 65 Dollar pro Barrel gut zurecht. Dies ist aber grundsätzlich nichts Neues und auch schon vor der letzten Vereinbarung war man sich nicht immer einig, schlussendlich wurde dann aber doch eine Einigung erzielt.
Ansonsten gab es gestern solide Konjunkturdaten aus der EU, während die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsindikationen aus den UA eher enttäuschten. Die deutsche Handelsbilanz ist per April deutlich zurückgegangen und auch die Industrieproduktion verzeichnete einen Rückgang von 1,9 Prozent. 

Entsprechend muss auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar heute Morgen einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder abgeben. Nach der gestrigen Sitzung der EZB war die Zurückhaltung von Mario Draghi im Bezug auf ein weitere Lockerung der Geldpolitik positiv für die Gemeinschaftswährung gewertet und mit entsprechenden Kursgewinnen honoriert worden.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach diesen Vorgaben heute mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach den kräftigen Rückgang der letzten Tage und Wochen ist dies aber nicht ungewöhnlich und durchaus verschmerzbar. Die aktuellen Notierungen befinden sich auch weiterhin auf einem sehr günstigen Niveau und bieten eine hervorragende Gelegenheit zur Bevorratung!
06.06.2019, 08:57 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weiter nachgegeben, nachdem die Ölbestände in den USA auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegen sind. Trotz leichter Währungsverluste, werden die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Verluste eingefahren, nachdem die Ölbestände in den USA auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren angestiegen sind. Trotz leichter Währungsverluste, werden die Heizöl-Notierungen in Folge mit weiteren Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 51,80 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar leicht an Wert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1230 US-Dollar gehandelt. 

Nach der nur leichten, weil durch die preisdrückenden API-Ölbestandsdaten stark gebremsten Gegenbewegung auf die erdrutschartigen Verluste der Vortage, war das Aufwärtspotenzial der Rohölpreise auch gestern schnell wieder erschöpft. Bereits am frühen Nachmittag begannen die Kurse wieder zu bröckeln, nachdem aus aus den USA ein enttäuschender Arbeitsbericht vermeldet wurde. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag per Mai mit 27.000 weit unter der Erwartung von 180.000 und 275.000 neuer Jobs im Vormonat. Die US-Konjunktur verliert anscheinend deutlich an Fahrt!
Als dann das Department of Energy (DOE) um 16.30 Uhr ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten veröffentlichte, beschleunigte sich der Abwärtstrend. Mit einem Zuwachs von in Summe 14,6 (!) Millionen Barrel, wurden sogar noch die extrem bearish zu wertenden API-Zahlen vom Vortag übertroffen. Zudem stieg die Ölförderung auf ein neues Rekordvolumen von 12,4 Millionen Barrel pro Tag, während die Gesamtnachfrage nach Produkten um zwei Millionen Barrel zurückging.
Kurzzeitig fielen die für Europa maßgebenden Brent-Öl-Futures sogar unter die 60-Dollar-Marke, wenig später konnte sich der Ölkomplex aber dann doch wieder erholen, sodass die Verluste schlussendlich relativ moderat ausgefallen sind.
Recht gute Konjunkturdaten kamen gestern aus der Europäischen Union, wo der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor mit 52,9 statt wie erwartet 52,5 Punkten positiv überraschen konnte. Der Vergleichsindex aus China fiel mit 52,7 Punkten aber sehr schwach aus. Hier hatten die Analysten mit einem Wert von 54,3 Punkten gerechnet.
Die Lage am Ölmarkt hat sich binnen nur einer Woche komplett gedreht. Dominierte bis vor kurzem noch die Angst vor einer Unterversorgung, sieht es jetzt danach aus, als könnten die globalen Ölbestände bald schon wieder ansteigen. Vor allem dann, wenn die Nachfrage aufgrund wirtschaftlicher Probleme eher zurückgehen sollte.

Am Devisenmarkt konnte der Euro vom schwachen Arbeitsbericht aus Übersee profitieren und kurzzeitig sogar über die 1,13-Dollar-Marke klettern. Dann ging es mit der Gemeinschaftswährung aber wieder deutlich nach unten, was sicherlich auch am von der EU eingeleitetem Strafverfahren gegen Italien liegt, da nach Meinung Brüssels hier zu wenig gegen die hohe Staatsverschuldung unternommen wird.

Trotz der leichten Währungsverluste, setzen die Heizölpreise hierzulande aber wohl auch heute Ihren Weg nach unten fort. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein weiteres Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile sind die Notierungen auf den tiefsten Stand seit Januar gefallen, was die Verbraucher mit einem regelrechten Bestellboom honorieren. Die Lieferzeiten haben in vielen Regionen Winter-Niveau erreicht, was um diese Jahreszeit aber wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte. Es zählt immer der Preis zum Zeitpunkt der Bestellung!
05.06.2019, 08:02 Uhr
Die Ölpreise haben gestern in Reaktion auf die kräftigen Verluste der letzten Tage Gewinne erzielen können. Obwohl die US-Ölbestände laut API deutlich angestiegen sind, starten die Futures heute Morgen weitgehend stabil. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern in Reaktion auf die kräftigen Verluste der letzten Tage Gewinne erzielen können. Obwohl die US-Ölbestände laut API deutlich angestiegen sind, starten die Futures auch heute Morgen weitgehend stabil, sodass die Heizöl-Notierungen eventuell mit leichten Aufschlägen in den heutigen Handelstag gehen.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,15 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1260 US-Dollar gehandelt. 

Nach den extremen Verlusten in den letzten Tagen, starteten die Rohölpreise gestern seitwärts gerichtet in den europäisch geprägten Handel. In den Mittagsstunden wurden dann weitere Abwärtsspielräume ausgetestet. Da sich aber technische Widerstände als stabil erwiesen, zogen die Futures zum Abend hin etwas deutlicher an, ohne dass aber eine in diesen Marktphasen durchaus mögliche stärke Gegenreaktion gab.
Die Händler agierten wohl eher verhalten, da nach Börsenschluss die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten durch das American Petroleum Institute (API) auf der Agenda stand.
Hier gab es dann einen überraschenden und kräftigen Zuwachs von in Summe gut zwölf Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld sogar mit einem leichten Minus gerechnet hatten. Bislang wirkten sich die extrem bearish, also preisdrückend zu wertenden Zahlen aber nicht stärker auf die Preisfindung aus.
Ansonsten wurden gestern insgesamt recht gute Konjunkturdaten vermeldet. Die Arbeitslosenquote in der EU fiel per April von 7,7 auf 7,6 Prozent zurück und die Einzelhandelsumsätze (Redbock) in den USA legten sowohl auf Wochen-, als auch auf Jahressicht leicht zu. Hier fiel auch der Rückgang der Werkaufträge nicht so stark aus wie erwartet.
Das aller Voraussicht nach Anfang Juli stattfindende OPEC-Meeting, an dem auch mit den am Förderabkommen beteiligten Nicht-OPEC-Länder über eine Fortführung der aktuellen Produktionskürzungen diskutiert werden soll, wirft langsam seine Schatten voraus. Während der saudische Ölminister al-Falih gestern betonte, man werde alles unternehmen um die Preise zu stützen, sieht dies der Vorstandsvorsitzende des russischen Ölkonzerns Rosneft etwas anders. Dieser ist gegen eine Verlängerung und würde in einem solchen Fall eine Kompensation von der russischen Regierung für die Einnahmeausfälle fordern. Es bleibt also spannend, ob und in welcher Form sich die Gruppe auch künftig über eine gemeinsame Förderpolitik einigen wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro seine zu Wochenbeginn erzielten Gewinne im Vergleich zum US-Dollar gestern gut verteidigen und sogar weiter leicht ausbauen. Die mögliche Wende in der US-Zinspolitik stützt derzeit unsere Gemeinschaftswährung. Trotzdem dürfte das Potenzial nach oben gering bleiben, denn das Thema Brexit, sowie die Haushaltsprobleme in Italien, sind nach wie vor allgegenwärtig.

Am österreichischen Heizöl-Markt geht es in diesen Tagen heiß her und das nicht nur in Bezug auf die hochsommerlichen Temperaturen. Die Nachfrage bewegt sich derzeit auf dem Spitzenniveau der Wintermonate, was angesichts der derzeit sehr attraktiven Heizölpreise durchaus auch verständlich ist. Mittlerweile sind die Notierungen auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar gefallen. Heute wird es aber wohl zunächst leicht nach oben gehen. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht ein Mini-Plus in einer Größenordnung von rund 0,2 Cent pro Liter erwarten.
04.06.2019, 07:51 Uhr
Die Ölpreise konnten sich nach dem massiven Preisverfall der letzten Tage gestern stabilisieren, sind aber in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel gegangen. Da der Euro an Wert gewonnen hat, werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Verlusten starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich nach dem massiven Preisverfall der letzten Tage gestern stabilisieren, sind aber in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig aber an Wert gewonnen hat, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach auch heute wieder mit leichten Verlusten starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 61 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde weiterhin gut 53 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich anziehen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1250 US-Dollar gehandelt. 

Dass sich die Stimmung an den internationalen Ölmärkten so schnell drehen könnte, haben wohl die kühnsten Optimisten nicht erwartet. Innerhalb von nur wenigen Handelstagen sind die Rohölpreise um gut zwölf Prozent gefallen und stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit Januar.
Auslöser für den plötzlichen Richtungswechsel war die Ankündigung von US-Präsident Trump, nun auch Zölle auf mexikanische Importe zu erheben und ausweiten zu wollen, sollte das Nachbarland seine Bemühungen zur Verhinderung von illegalen Grenzübertritten in die USA nicht erhöhen. Dies brachte das Fass für viele Börsianer wohl zum Überlaufen, das angesichts des sich zuletzt verschärfenden Handelsstreites zwischen den USA und China ohnehin schon gut gefüllt war. Man befürchtet in Folge der Handelsbeschränkung eine globale Rezession, die sich natürlich auch auf die Ölnachfrage auswirken könnte. Die Sorge vor einer Unterversorgung, die noch bis vor wenigen Tagen den Handel bestimmte, scheint wie weggeblasen zu sein.
Gestern meldete sich der saudische Energieminister al-Falih zu Wort, wohl auch um den Preisverfall am Ölmarkt zu stoppen. Er gab zu Protokoll, dass sich immer stärker ein Konsens unter den OPEC-Staaten und ihren Partnern im Bezug auf das Förderabkommen herauskristallisiere und kündigte somit indirekt an, dass die im Dezember beschlossenen Förderkürzungen wohl auch in der zweiten Jahreshälfte beibehalten werden. 
An den Ölbörsen wurde dies aber kaum zur Kenntnis genommen. Ebensowenig die Nachricht, dass Russland im Mai wohl erstmals die Produktionsvorgaben des Abkommens erfüllen konnte.

Eine Wende deutet sich auch am Devisenmarkt an, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter hinzugewinnen konnte. Aus Kreisen der US-Notenbank kam gestern die Äußerung, dass es angesichts der Abschwächung der US-Wirtschaft schon bald zu einer Senkung der kurzfristigen Leitzinsen kommen könnte. Davon konnte unsere Gemeinschaftswährung profitieren und auf den höchsten Stand der letzten sechs Wochen klettern.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach auch heute weiter leicht nachgeben. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Heizölkäufer waren gestern in Scharen am Markt und gaben reihenweise ihre Bestellungen auf, sodass es das höchste Auftragsaufkommen seit Anfang Januar gegeben hat. Dies ist auch gut nachvollziehbar, den die Notierungen stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit gut einem Jahr.