21.06.2018, 08:57 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute Morgen tendenziell schwach. Bei einem leicht nachgebenden Eurokurs werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute Morgen mit schwacher Tendenz in den europäisch geprägten Handel. Bei einem leicht nachgebenden Eurokurs werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Abschlägen in den letzten Tag vor dem wegweisenden OPEC-Treffen in Wien starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,40 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar nochmals leicht an Wert und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1545 US-Dollar gehandelt.

Im Vorfeld des morgen stattfindenden Treffens von OPEC-Vertretern und anderen am Förderabkommen beteiligten Staaten, die nicht dem Kartell angehören, sind die Gespräche und Verhandlungen im vollen Gange und es gibt natürlich viele Spekulationen, aber bisher noch nichts Konkretes. 
Nach wie vor streben vor allem Russland und Saudi-Arabien eine deutlich höhere Produktion an, während sich andere Länder hier noch verweigern und die Förderpolitik nicht ändern wollen. Am wahrscheinlichsten scheint derzeit ein Kompromiss zu sein, der bei einer Anhebung der Produktionsmenge zwischen einer halben und einer Million Barrel pro Tag liegen könnte. Morgen werden wir es sehen, ob es eine Einigung gibt und wie diese dann genau aussehen soll.
Natürlich gibt es aber auch noch andere Themen am Ölmarkt. Vor allem die Kämpfe und die libyschen Ölhäfen Ras Lanuf und Es Sider halten die Rohölpreise auf hohem Niveau, denn derzeit fehlen dadurch ca. 450.000 Barrel pro Tag und es ist davon auszugehen, dass die schwerwiegenden Schäden lange Reparaturzeiten in Anspruch nehmen werden.
Die gestern am Nachmittag veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) brachten hingegen keine Impulse. Hier gab es zwar einen deutlichen Rückgang bei den Rohöl-Vorräten, dafür aber auch einen Aufbau in ähnlicher Größenordnung bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin. Unterm Strich fielen die Zahlen neutral aus und entfachten daher keine Wirkung auf den Ölkomplex. 

Am Devisenmarkt verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern weiter an Wert. Anlässlich der jährlichen Notenbankkonferenz der EZB im portugiesischen Sintra stellte US-Notenbankchef Jerome Powell weitere Zinsanhebungen in Aussicht, während der Handelskonflikt der USA mit China bzw. der Europäischen Union, das Wirtschaftswachstum bremsen und somit eine Zinswende in der EU weiter verzögern könnte.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise in Österreich heute aller Voraussicht nach wieder etwas nachgeben und somit den mittlerweile vierwöchigen leichten Abwärtstrend weiter fortsetzen. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Wer mit einem aus Verbrauchersicht eher schlechten Ergebnis beim morgigen OPEC-Meeting rechnet, sollte am besten heute noch bestellen. Die Notierungen liegen derzeit auf einem durchaus attraktiven Niveau!
20.06.2018, 09:26 Uhr
Die Ölpreise haben gestern keine klare Richtung gefunden und sind in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel gegangen. Da der Euro wieder an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute wohl mit weiteren leichten Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern keine klare Richtung gefunden und sind in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute wohl mit weiteren leichten Aufschlägen starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 75,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,40 Dollar. Der Euro rutscht im Vergleich zum US-Dollar weiter ab und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1575 US-Dollar gehandelt.

Am kommenden Freitag beginnt in Wien das mit Spannung erwartete Treffen der OPEC-Länder mit anderen am Förderabkommen beteiligten Nicht-OPEC-Ländern, um unter anderem über eine Erhöhung der Öl-Produktion zu beraten und einen entsprechenden Entschluss zu tätigen. 
Aber noch ist völlig unklar, welchen Ausgang das Meeting nehmen wird. Während sich Russland und Saudi-Arabien bereits im Vorfeld für eine deutlich Anhebung der Quoten ausgesprochen haben, sehen das andere wichtige Mitgliedsländer, wie beispielsweise der Iran, ganz anders. 
Beim gestrigen Eintreffen am Tagungsort stellte Ölminister Zanganeh nochmals klar, dass die Regierung in Teheran klar gegen eine Veränderung der aktuellen Fördermengen ist, was unter anderem mit der Sanktionspolitik der USA begründet wird. Diese hatten einige OPEC-Länder Anfang des Monats aufgefordert, die künftig am Markt fehlenden Mengen des Iran auszugleichen. Würde dies befolgt, mache sich die OPEC zu einem Komplizen von US-Prädident Trump.
Da Entscheidungen bezüglich Produktionsquoten in der Regel einstimmig gefasst werden müssen, scheint derzeit eine Einigung eher unwahrscheinlich. Ein Alleingang anderer Länder würde den Zusammenhalt des Kartells auf eine harte Probe stellen. Es bleibt spannend!
Auch aus Libyen gibt es nach wie vor keine guten Nachrichten. Derzeit fehlen aufgrund von Rebellenangriffen auf zwei wichtige Ölhäfen rund 400.000 Barrel pro Tag und es ist nicht absehbar, wann die Anlagen wieder in Betrieb genommen werden können.
Belastend auf die Rohölpreise wirken weiterhin die Handelsstreitigkeiten der USA mit China und der EU. Sollten die Zölle weiter ausgedehnt werden, dürfte das sicherlich bald Auswirkungen auf die globale Konjunktur und somit auch die Ölnachfrage haben.
Gestern nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es im Vergleich zur Vorwoche unterm Strich keine große Veränderung, während die Analysten im Vorfeld mit einem Abbau von 2,8 Millionen Fass gerechnet hatten. Bislang wirkten ich Zahlen aber nicht auf die Preisfindung am Ölmarkt aus.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern leider wieder an Wert verloren, was Marktbeobachter vor allem auf den eskalierenden Konflikt zwischen den USA und China zurückführen. Es wurden aber auch gute Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht, während die EU-Leistungsbilanz per April weiter zurückgegangen ist.

Insgesamt bleiben die Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt aber recht stabil und so werden die Heizölpreise in der Eröffnung kaum verändert bis leicht steigend erwartet. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen im Schnitt ein Plus von maximal 0,3 Cent pro Liter erwarten. Allerdings könnte sich dies im Laufe des Tages jederzeit wieder ändern, denn immer mehr Länder treffen derzeit in Wien ein und geben ihre Kommentare ab. Außerdem werden heute Nachmittag gegen 16.30 Uhr die viel beachteten DOE-Ölbestandsdaten veröffentlicht.
19.06.2018, 08:37 Uhr
Die Ölpreise haben gestern leider wieder eine Trendwende vollzogen und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Bei insgesamt recht stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande fester in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern, nach den kräftigen Verlusten vom Freitagnachmittag, leider schnell wieder eine Trendwende vollzogen und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Bei insgesamt recht stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande etwas fester in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und auf Werte um 1,1625 US-Dollar zulegen.

Anscheinend waren die "Bären" im Markt, also diejenigen Marktteilnehmer die auf fallende Rohölpreise gesetzt haben, etwas zu optimistisch, was die künftige Förderpolitik von OPEC und Co. anbetrifft. 
Auch wenn sich Saudi Arabien und Russland weitgehend einig sind, so bedarf es eines einstimmigen Beschlusses, um eine gemeinsames Agieren innerhalb der am Förderabkommen beteiligten Länder fortführen zu können.
Dieser scheint derzeit in weiter Ferne zu liegen, denn vor allem der Iran und Venezuela verweigern ihre Zustimmung, da nach deren Meinung eine Erhöhung der Fördermenge indirekt die Sanktionspolitik der USA unterstützt.
Um doch noch eine Einigung hinzubekommen, diskutiert man im Vorfeld nun statt über 1 bis 1,5 Millionen Barrel, über eine deutlich geringere Produktionsanhebung von 0,3 bis 0,6 Millionen Barrel pro Tag. 
Dies dürfte aber nach jetziger Marktlage nicht ausreichen, um das Angebotsdefizit zu beseitigen. Außerdem deutet sich bislang auch auf dieser Basis noch kein Konsens an. Das Kartell steht wieder einmal vor einer Zerreißprobe!
Auch in Libyen gibt es wieder Konflikte mit bewaffneten Rebellen, die die Kontrolle über die Ölexporthäfen es Sider und Ras Lanuf erlangen wollen. Es besteht die Gefahr, dass es hier weiterhin zu großen Beeinträchtigungen kommen könnte. Derzeit fehlen dem Markt dadurch bereits rund 0,4 Millionen Barrel pro Tag.
Preisdrückend wirkt derzeit nach wie vor der nun zu eskalieren drohende Handelsstreit zwischen den USA und China. Kommt es nicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung, dürfte dieser das globale Wirtschaftswachstum massiv beeinträchtigen und die Ölnachfrage in Folge schwächer steigen als erwartet, stagnieren oder längerfristig sogar zurückgehen.  

Am Devisenmarkt gab es gestern einen recht ruhigen und unspektakulären Handel. Der Euro dümpelte im Vergleich zum US-Dollar lange Zeit in etwa auf Ausgangsniveau vor sich her und konnte im späten US-Handel dann sogar leicht zulegen. Heute Morgen geht es mit der Gemeinschaftswährung aber schon wieder in Richtung 1,16-Dollar-Marke nach unten.

Die Heizölpreise in Österreich werden heute leider wieder mit Aufschlägen in den Handel starten, nachdem gestern der Rückgang schon geringer ausgefallen ist, als dies am Morgen zu erwarten war. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten. Da eine Einigung beim OPEC-Meeting am Freitag mittlerweile sehr fraglich ist, haben sich die Aussichten auf einen Fortgang des Abwärtstrends leider verschlechtert. Warten bedeutet derzeit ganz klar erhöhtes Risiko!


18.06.2018, 07:46 Uhr
Die Ölpreise haben im Laufe des Freitagnachmittag massive Verluste hinnehmen müssen und auch heute Morgen in Asien geht es weiter deutlich nach unten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit kräftigen Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im Laufe des Freitagnachmittag massive Verluste hinnehmen müssen und auch heute Morgen in Asien geht es bislang weiter deutlich nach unten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit kräftigen Abschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" nur noch bei 72,65 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,80 Dollar. Der Euro kann sich, nach dem starken Einbruch vom Donnerstag, im Vergleich zum US-Dollar auf Werte um 1,1590 US-Dollar etwas erholen.

Obwohl die am Markt allgemein also sehr wichtig eingestuften Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) am Mittwochnachmittag stark preistreibend ausgefallen waren, blieb die eigentlich zu erwartenden deutliche Reaktion nach oben aus und am Freitag starteten die Rohölpreise mit leicht nachgebender Tendenz in den europäisch geprägten Handel.
Anlässlich des Eröffnungsspieles der Fussballweltmeisterschaft zwischen Russland und Saudi-Arabien, trafen sich die Energieminister beider Länder und demonstrieren erneut Geschlossenheit, was ihre künftige Förderpolitik angeht. Auch wenn es beim OPEC-Treffen am kommenden Freitag in Wien keinen einstimmigen Beschluss geben sollte, werden die beiden größten Ölproduzenten der am Förderabkommen beteiligten Länder ihren Ausstoß also wohl deutlich erhöhen. Eine Anhebung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag scheint durchaus möglich zu sein.
Da auch die US-Ölförderung weiter permanent nach oben geht und die angekündigten Sanktionen gegen den Iran noch nicht in Kraft sind, dürfte sich die Versorgungslage am Ölmarkt in den nächsten Wochen und Monaten dadurch deutlich entspannen und die Bestände wieder ansteigen, zumal auch auf der Nachfrageseite aufgrund der Handelsstreitigkeiten langsam dunkle Wolken aufziehen.
Mit diesen Aussichten wollten am Freitag wohl einige Ölhändler vor dem Wochenende noch schnell Gewinne mitnehmen und so wurden bereits am frühen Nachmittag technische Widerstände durchbrochen und anschließend ging es im freien Fall nach unten. Schlussendlich stand ein Minus von mehr als zweieinhalb US-Dollar pro Barrel an den Kurstafeln und die Futures gingen auf Tagestiefstand aus dem Handel. 
Nach Börsenschluss vermeldete das Marktforschungsunternehmen Baker Hughes einen weiteren Anstieg der aktiven US-Ölbohranlagen um eine auf nunmehr 863 Anlagen. Der Tempo des Anstieges hat sich hier in den letzten Wochen allerdings deutlich verringert.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro am Freitag stabilisieren und im Vergleich zum US-Dollar technisch bedingt wieder etwas an Boden gutmachen. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die von den Marktteilnehmern langsam erwartete Zinswende weiter in die Ferne geschoben hatte, zeigten sich die Händler stark enttäuscht und die Gemeinschaftswährung sackte binnen weniger Stunden um gut zwei Dollar-Cent ab. 

Endlich! Am heimischen Heizöl-Markt geht es heute aller Voraussicht nach kräftig nach unten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen erwarten, dass es im Laufe des Tages zu Abschlägen in einer Größenordnung von 1,5 bis 2 Cent pro Liter kommen könnte. Somit setzt sich der seit Ende Mai existente Abwärtstrend fort und das Preisniveau wird immer attraktiver. Sicherheitsorientierten Verbrauchern bietet sich jetzt eine hervorragende Kaufgelegenheit!
15.06.2018, 08:55 Uhr
Die Ölpreise haben in Erwartung einer steigenden Ölproduktion gestern Nachmittag Verluste hinnehmen müssen. Da aber der Euro im Vergleich zum US-Dollar massiv unter Druck geraten ist, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in Erwartung einer steigenden Ölproduktion gestern Nachmittag Verluste hinnehmen müssen. Da aber der Euro im Vergleich zum US-Dollar nach Ende der EZB-Sitzung massiv unter Druck geraten ist, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 75,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,85 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf Werte um 1,1565 US-Dollar zurück. Gestern um diese Zeit lag der Kurs der Gemeinschaftswährung noch bei rund 1,18 Dollar.

Die eigentlich stark preistreibend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) entfachten an den internationalen Ölbörsen nicht die Wirkung, die man hätte befürchten können, denn der Abbau von 8,5 Millionen Barrel war in keinster Weise so erwartet worden.
Doch an der Börse wird ja bekanntlich die Zukunft gehandelt und da hier alle Zeichen auf eine steigende Produktion von OPEC und Co. stehen, blieb das Aufwärtspotenzial dann doch begrenzt.
Am Nachmittag gerieten die Öl-Futures sogar deutlich unter Druck. Zum einen belastete der im Vergleich zum Euro sprunghaft angestiegene US-Dollar die Nachfrage nach Öl außerhalb des Dollar-Raumes, zum anderen nehmen die gemeinsamen Pläne Russlands und Saudi-Arabiens immer konkretere Formen an. Gestern trafen sich die Energieminister Nowak und al-Falih im Rahmen der WM-Begegnung beider Länder, das ja gleichzeitig das Eröffnungsspiel war, und ließen anschließend verlauten, dass man sich im Prinzip einig sei, was die künftige Förderpolitik anbetrifft. Nowak sieht eine Anhebung um 1,5 Mio. Barrel pro Tag als eine mögliche Option, während al-Falih zu Protokoll gab, "man werde ein Abkommen schließen, das vor allem den Markt zufrieden stelle". 
Entsprechend ging es nach Bekanntgabe der Statements mit dem Ölkomplex gen Süden und die Futures schlossen auf Tagestiefstand.
Trotzdem darf man gespannt sein, wie heute in einer Woche die anderen OPEC-Länder auf das Vorpreschen Russlands und Saudi-Arabiens reagieren werden.

Richtig was los war gestern Nachmittag am Devisenmarkt, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar binnen weniger Stunden rund drei Cent an Wert verlor. Auslöser war natürlich das Ergebnis des EZB-Meetings, das die Erwartungen der Marktteilnehmer wohl in keinster Weise zufriedenstellte. Diese hatten gehofft, dass EZB-Chef Mario Draghi ein Ende der Anleihekäufe verkünden wird. Stattdessen wurden diese aber bis Dezember verlängert, auch wenn das Volumen ab September halbiert wird. Eine Zinsanhebung stand nicht einmal zur Diskussion, sodass die Zinswende in Europa noch längere Zeit auf sich warten lassen dürfte.

Aufgrund der massiven Währungsverluste werden die Heizöl-Notierungen hierzulande, trotz der gefallenen Rohölpreise, heute leider mit Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat in den letzten Tagen etwas angezogen, was sicherlich der Tatsache geschuldet ist, dass die Notierungen derzeit auf dem tiefsten Niveau seit Anfang Mai stehen.
14.06.2018, 09:27 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten wieder deutlich zugelegt. Gleichzeitig konnte aber auch der Euro an Wert gewinnen, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande heute nur mit leichten Aufschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wieder deutlich zugelegt. Gleichzeitig konnte aber auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert gewinnen, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande heute nur mit leichten Aufschlägen in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,50 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird derzeit knapp oberhalb der 1,18-Dollar-Marke gehandelt.

Mit den preisdrückend zu wertenden API-Ölbestandsdaten vom Vorabend und einem OPEC-Monatsbericht, indem die Prognose zur den Produktionsmengen bei gleichbleibender Nachfrage nach oben korrigiert wurde, starteten die Rohölpreise gestern mit leicht schwächerer Tendenz in den europäisch geprägten Handel.
Am Vormittag wurde dann der Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht, indem das Ölangebot außerhalb der OPEC im Vergleich zum letzten Bericht nach oben korrigiert wurde. Wie bei der OPEC sieht man auch hier keine Veränderung, was die globale Nachfrage betrifft. 
Trotzdem konnten sich die Öl-Futures im Laufe des Handels wieder stabilisieren und die Marktteilnehmer warteten auf die in der Regel sehr einflussreichen DOE-Ölbestandsdaten.
Diese brachten dann eine große Überraschung, denn im Gegensatz zu den API-Zahlen vom Vorabend gab es hier einen mehr als deutlichen Rückgang von in Summe 8,5 Millionen Barrel! Natürlich machten die Ölpreise sofort einen deutlichen Satz nach oben und gingen dann auch in Nähe der Tageshöchststände aus dem Handel.
Die zuvor veröffentlichten preisdrückenden Meldungen wurden durch die DOE-Zahlen also wieder egalisiert und der sich anbahnende Abwärtstrend fand leider keine Fortsetzung

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern verbessern, obwohl die US-Notenbank die Zinsen ein weiteres Mal angehoben hat und in diesem Jahr nun auch offiziell vier Zinsschritte plant. Dies hatten die Marktteilnehmer aber wohl schon erwartet und so konzentrieren sich die Händler auf das heute Nachmittag stattfindende EZB-Meeting, das wohl etwas größeres Überraschungspotenzial in sich hat.

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Österreich heute nur leicht bis moderat höher in den Tag starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht lediglich Aufschläge in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen befinden sich derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit gut vier Wochen und wer kein Risikio eingehen will, bestellt noch vor dem OPEC-Treffen, das Ende nächster Woche in Wien stattfinden wird.
13.06.2018, 08:58 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im späten Handelsverlauf deutlich an Wert verloren und auf Tagestiefstand geschlossen. Obwohl der Euro ebenfalls nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handelsverlauf deutlich an Wert verloren und auf Tagestiefstand geschlossen. Obwohl der Euro im Vergleich zum US-Dollar ebenfalls nachgegeben hat, starten die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 75,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,05 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1750 US-Dollar gehandelt.

Trotz schlechter Konjunkturdaten aus der EU, konnten die Rohölpreise gestern zum Start in den europäischen Handel zunächst etwas zulegen. 
Am frühen Nachmittag wurde dann der Monatsreport der OPEC veröffentlicht, der tendenziell leicht bearish, also preisdrückend zu werten war. Zwar gab es hier keine Veränderung, was die Prognose zur globalen Ölnachfrage betrifft, jedoch erwartet man im Vergleich zur letzten Schätzung ein Plus von 230.000 Barrel pro Tag bei der Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder. Dem etwas entgegen wirkte sicherlich die Tatsache, dass die Ölbestände in den OECD-Ländern per April im Vergleich zum Februar um 6,7 Mio. Barrel zurückgegangen sind und die Vorräte nun 26 Millionen Fass unter dem 5-Jahresdurchschnitt liegen.
Unter Druck gerieten die Öl-Futures erst etwas später, als weitere Details des Berichtes bekannt wurden. So sieht das Kartell anscheinend Risiken, was die Nachfrageentwicklung in den USA, China und Indien betrifft, auch wenn das Kartell in diesen Ländern grundsätzlich weiterhin Aufwärtspotenzial sieht.
Nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) dann ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die überraschend preisdrückend ausgefallen ist. Satt eines von den Analysten erwarteten Rückganges von 0,5 Millionen Barrel, stiegen die Vorräte in Summe um erstaunliche 5,2 Millionen Barrel an. Bereits in der letzten Woche gab es hier einen überraschenden Anstieg.
In Folge geht es mit dem gesamten Ölkomplex auch heute Morgen tendenziell weiter nach unten.  
 
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern insgesamt sehr gut halten, obwohl der ZEW-Konjunkturerwartungsindex für die EU per Juni von plus 2,4 im Vormonat auf minus 12,6 Punkte abgefallen ist. Im Vorfeld des heute Abend stattfindenden Meetings der US-Notenbank, in dem wohl eine weitere Zinserhöhung beschlossen werden wird, und der morgen stattfindenden EZB-Sitzung, fiel der Euro dann aber doch etwas zurück und auch heute dürfte der Handel volatil bleiben.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach diesen Vorgaben heute erfreulicherweise nachgebend in den Handel starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Sollten die DOE-Ölbestandsdaten heute Nachmittag ebenfalls preisdrückend ausfallen, könnte es durchaus noch etwas weiter nach unten gehen. Insgesamt wird das Preisniveau immer attraktiver und gerade sicherheitsorientierte Verbraucher sollten den Markt in den nächsten Tagen gut beobachten oder sich bereits zu den aktuellen Kursen mit einer Teilmenge eindecken.
12.06.2018, 08:02 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern unter nur geringen Schwankungen seitwärts entwickelt, während der Euro etwas zurückgefallen ist. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute stabil bis leicht steigend in den heutigen Handelstag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern unter nur geringen Schwankungen im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt, während der Euro im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig etwas zurückgefallen ist. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute stabil bis leicht steigend in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 76,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1770 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt hat das große Warten auf das OPEC-Meeting am 22. Juni begonnen. Hier soll beschlossen werden, wie es mit dem Förderabkommen, an dem ja auch noch andere wichtige Nicht-OPEC-Länder wie Russland beteiligt sind, weitergehen soll. 
Im Vorfeld haben sich Saudi-Arabien und Russland bereits deutlich für eine Erhöhung der Fördermengen ausgesprochen und nach verschiedenen Medienberichten ihren Ausstoß schon mal leicht nach oben gefahren. Andere OPEC-Mitglieder sehen das sehr kritisch und möchten einen einstimmigen Beschluss, wie das die Statuten auch vorsehen. Der Iran und Venezuela fordern die Solidarität der anderen Mitglieder ein, da beide Länder von den USA sanktioniert werden. Auch der Irak wäre wohl ein Verlierer einer Förderausweitung und hat sich gegen eine Veränderung der Quoten ausgesprochen.
Es dürfte also Ende nächster Woche in Wien viel Gesprächsstoff geben und bis dahin werden wohl auch die Ausschläge am Ölmarkt gering bleiben, da sich im Gegensatz zu den letzten Meetings vorab noch keine einstimmige Vereinbarung abzeichnet.
Gestern gab es am Ölmarkt daher einen sehr impulslosen Handel und dementsprechend bewegten sich die Rohölpreise in einer engen Range seitwärts. Erst heute stehen einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an und nach Börsenschluss in den USA wird das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen Ölbestandsdaten veröffentlichten, die in dieser Woche wohl den größten Einfluss auf die Preisentwicklung haben werden. Aber auch die Monatsberichte vom US-Energieministerium, der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten in dieser Woche noch neue Orientierung geben.
 
Am Devisenmarkt warten die Händler auf das EZB-Meeting am Donnerstag. Experten rechnen damit, dass Notenbankchef Mario Draghi hier ein Ende der Anleihekäufe und somit die Wende in der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank ankündigen wird. Ob es tatsächlich dazu kommt und wann das Ankaufprogramm enden soll ist jedoch ungewiss. Entsprechend halten sich die Händler derzeit mit größeren Engagements zurück und der Euro bewegte sich gestern im Vergleich zum US-Dollar seitwärts.

Zu guter Letzt geht auch am heimischen Heizöl-Markt das große Warten auf bessere Preise weiter. Seit Anfang April halten sich die Verbraucher mit Bestellungen extrem zurück und so steht dem Handel wohl ein heißer Herbst bevor. Es sei denn, die Heizölpreise brechen vorher noch deutlich ein, wonach es derzeit aber leider nicht aussieht. Heute werden die Notierungen kaum verändert in den Tag starten und wenn es eine Richtung geben soll, dann dürfte diese aufgrund der Währungsverluste leicht nach oben gerichtet sein.
11.06.2018, 07:40 Uhr
Die Ölpreise sind am Freitag unter Druck geraten und mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig kann der Euro etwas zulegen, sodass die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit leichten Abschlägen in die neue Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag unter Druck geraten und mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig kann der Euro im TagesvergleIch zum US-Dollar etwas zulegen, sodass die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit leichten Abschlägen in die neue Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 76,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostet zur Stunde 65,55 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen knapp unterhalb der 1,18-Dollar-Marke gehandelt.

Bereits im asiatisch geprägten Handel gaben die Rohölpreise am Freitagmorgen nach, was sich dann auch in Europa fortsetzte. Meldungen, wonach Saudi-Arabien seine Ölproduktion bereits um 100.000 Barrel pro Tag gesteigert hat und im laufenden Monat nochmals einer Erhöhung um mindestens dieselbe Menge plant, brachten die Notierungen unter Druck.
Ansonsten gab es keine Meldungen, die offensichtlich zu Verkäufen Anlass gegeben hätten. Was das in der nächsten Woche anstehende OPEC-Treffen anbelangt, gibt es allerdings sehr wohl neue Nachrichten, die aus derzeitiger Sicht einen eher unsicheren Ausgang erwarten lassen. 
Die Ölminister aus dem Iran und Venezuela sollen per Brief die anderen OPEC-Mitglieder zur Solidarität aufgerufen haben. Beide Länder fühlen sich durch die von den USA verhängten Sanktionen benachteiligt und wollen wohl nicht hinnehmen, dass Russland und Saudi-Arabien die dadurch fehlenden Mengen mit Produktionssteigerungen zumindest teilweise ausgleichen wollen. Zuvor schon gab es andere Stimmen aus Kreisen des Kartells, die einen einstimmigen Beschluss gefordert und dadurch mehr oder weniger das Vorpreschen der beiden größten am Förderabkommen beteiligen Länder kritisiert haben. 
Es wird also spannend am 22. Juni und aus heutiger Sicht scheint es durchaus auch möglich zu sein, dass es zu keiner Einigung und somit abgestimmten Anhebung der Fördermenge kommen könnte. 
Am Ölmarkt sah man das zumindest am Freitag aber wohl eher nicht so, denn die Futures bröckelten auch am Nachmittag und Abend weiter ab. 
Nach Börsenschluss vermeldete das Marktforschungsunternehmen Baker Hughes dann wie gewohnt die Anzahl der aktiven US-Bohranlagen, die in der vergangenen Woche nur um eine auf nun 862 Einheiten angestiegen ist.

Am Devisenmarkt geriet der Euro im Vergleich zum US-Dollar nach schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland am Freitag zunächst unter Druck, konnte sich im Laufe des Handels aber wieder erholen und heute Morgen weiter zulegen. Vom enttäuschenden Ausgang des G7-Treffens kann die Gemeinschaftswährung also wohl eher profitieren.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute mit nachgebender Tendenz in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Ob dies ausreichen wird, die derzeit am Boden liegende Nachfrage anzukurbeln, darf bezweifelt werden.
08.06.2018, 08:50 Uhr
Die Ölpreise haben gestern leider wieder deutliche Gewinne verbuchen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Bei kaum veränderten Wechselkursen werden heute unsere Heizöl-Notierungen mit leichten Aufschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern leider wieder deutliche Gewinne verbuchen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Bei kaum veränderten Wechselkursen werden heute in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 76,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,65 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1780 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die so viel beachteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) vom Vortag überraschend und deutlich preisdrückend ausgefallen sind, gab es darauf so gut wie keine Reaktion der Händler. Im Gegenteil, die Rohölpreise zogen am Mittwochabend sogar an und auch gestern gab es in der zweiten Tageshälfte wieder deutliche Aufschläge zu beobachten.
Dabei blieben neue preistreibende Meldungen eigentlich aus. Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten waren weder Fisch noch Fleich und hatten daher auch kaum Einfluss auf die Preisentwicklung am Ölmarkt.
Vielleicht besannen sich die Börsianer auf die weiterhin recht angespannte Marktlage und der Tatsache, dass der Preisrückgang der letzten Tage einzig und allein auf die Ankündigung von Produktionssteigerungen seitens OPEC und Co. zurückzuführen ist. Dies ist jedoch noch lange nicht offiziell beschlossen, auch wenn die beiden wichtigsten Staaten, die am Förderabkommen beteiligt sind, nämlich Russland und Saudi-Arabien, sich dafür ausgesprochen haben. Es gibt immer wieder auch kritische Stimmen, wie beispielsweise gestern aus Algerien, wo der Ölminister anmerkte, dass es bei dem Meeting am 22. Juni immer noch ein ausgeglichener Markt und nicht eine Rückführung der Produktion im Fokus stehe. Auch wenn nach wie vor davon auszugehen ist, dass es einen Beschluss zu einer Produktionsanhebung geben wird, hat das Treffen sicherlich auch ein nicht zu unterschätzendes Enttäuschungspotenzial.
Die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten geht unabhängig davon weiter permanent nach oben. Heute Morgen wurden aus China Außenhandelszahlen veröffentlicht aus denen hervorgeht, dass die Ölimporte in den ersten fünf Monaten des Jahres um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen sind. China ist nach den USA das Land mit dem zweitgrößten Ölverbrauch der Erde. Somit haben diese Zahlen Gewicht!
 
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern lange Zeit über der 1,18-Dollar-Marke halten, fiel bis Handelsschluss aber wieder knapp darunter und auch heute Morgen geht es mit unserer Gemeinschaftswährung weiter gen Süden. Schuld daran sind wohl schwache Außenhandelszahlen aus Deutschland von heute Morgen. Hier sind die Exporte per April um 0,3 Prozent zurückgegangen und auch die Industrieproduktion war überraschenderweise rückläufig.

Keine guten Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit Aufschlägen in den heutigen Tag starten werden. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen aus frühmorgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Erste Preistendenzen deuten eher einen Seitwärtstrend bzw. nur leichte Aufschläge an. Man wird sehen, wie sich die Notierungen im Laufe des Handels noch entwickeln werden. Es verfestigt sich aber immer mehr die These, dass die Ölpreise auch in Zukunft weitgehend resistent gegen größere Kursverluste sein werden. Das gilt kurz- und mittelfristig!
07.06.2018, 08:44 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern nur wenig verändert, obwohl die US-Ölbestände laut DOE kräftig angestiegen sind. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber deutlich zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nur wenig verändert, obwohl die US-Ölbestände laut dem Zahlenwerk des Department of Energy (DOE) kräftig angestiegen sind. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber deutlich zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 75,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,10 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,1790 US-Dollar gehandelt.

Zum Start in den europäisch geprägten Handel besannen sich die Börsianer offenbar auf die eigentlich eher preisdrückend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und die Rohölpreise fielen bis zum Nachmittag deutlich zurück. Dabei gab es lediglich gute Konjunkturdaten aus der EU, wo der Einkaufsmanagerindex für den Einzelhandel per Mai von 48,6 Punkte im Vormonat überraschend deutlich auf 51,7 Punkte angestiegen ist.
Insgesamt blieben die Kursausschläge aber auch gestern eher gering und die Händler warteten mit Spannung auf die Vorratszahlen des Department of Energy (DOE), die wie gewohnt gegen 16.30 Uhr veröffentlicht wurden.
Hier gab es dann eine faustdicke Überraschung, denn in Summe stiegen die Bestände an Rohöl, Destillaten und Benzin im Vergleich zur Vorwoche um knapp neun Millionen Barrel an. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem leichten Rückgang gerechnet!
In erster Reaktion ging es mit dem Ölkomplex dann auch nochmals weiter nach unten, bevor der Markt überraschenderweise wieder drehte. Vor allem die für Europa entscheidenden Brent-Öl-Futures zogen deutlich an, was nur mit technischen Faktoren begründet werden konnte.
Schlussendlich bleibt heute Morgen im Tagesvergleich nur ein kleines Minus, dass sich kaum auf die Heizölpreise hierzulande auswirkt.
 
Aber es gibt auch noch den Devisenmarkt, der sich gestern recht positiv für die Ölheizer und Autofahrer entwickelte, da der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen konnte. Vor allem die Aussicht auf eine künftig etwas straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sorgt für Auftrieb, aber auch die positiven Zahlen zum EU-Einzelhandel dürften entsprechende Wirkung auf den Devisenhandel gezeigt haben.

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Österreich aller Voraussicht nach auch heute ihren Weg nach unten fortsetzen, wenngleich die Schritte dabei weiter recht klein bleiben. Aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen zufolge, sind lediglich Abschläge in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter zu erwarten. Das derzeit durchaus wieder attraktivere Preisniveau spiegelt sich in einer leichten Belebung der Nachfrage wider. Aufgrund der knappen Versorgungslage sind größere Preisrückgänge am Ölmarkt nach wie vor nicht zu erwarten und so decken sich immer mehr Ölheizer zumindest mit einer Teilmenge ein. Eine durchaus sinnvolle Strategie!