17.08.2018, 08:10 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern relativ stabil gezeigt und sind nur mit geringen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Auch der Euro konnte sich im Vergleich zum US-Dollar behaupten, sodass auch die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich, nach dem schönen Rückgang vom Mittwoch, gestern relativ stabil gezeigt und sind nur mit geringen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Auch der Euro konnte sich im Vergleich zum US-Dollar im Großen und Ganzen behaupten, sodass auch die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den letzten Tag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,45 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar im Tagesvergleich knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1380 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise haben den niedrigsten Stand seit April diesen Jahres erreicht und das liegt an den durchaus positiven Nachrichten der letzten Tage und Wochen. Die Lieferausfälle in Libyen, Kasachstan und Kanada sind schon fast vergessen und nicht nur einige OPEC-Staaten haben ihre Förderung deutlich erhöht, sodass der Ölmarkt derzeit wieder gut versorgt ist. Dies schlug sich auch in zuletzt deutlich gestiegenen US-Ölbeständen nieder.
Kopfzerbrechen bereitet den Börsianern aber nach wie vor die Bestrebungen der USA, die Ölexporte des Iran deutlich zu reduzieren. Vom ursprünglichen Ziel, diese auf "null" drücken zu wollen, ist man zwar mittlerweile abgerückt, aber trotzdem werden hier bald bedeutenden Mengen von ca. einer Million Barrel pro Tag fehlen. Diese können zweifelsohne ingesamt kompensiert werden, aber nur, wenn es keine anderen großen Ausfälle wie zuletzt in Libyen gibt. Auf der Nachfrageseite dürfte sich der permanente Handelsstreit zwischen China und den USA bald auf die Nachfrageentwicklung auswirken, auch wenn in diesen Tagen wieder verhandelt wird.
Gestern gab es kaum neue Markt bewegende Meldungen und die Futures dümpelten den ganzen Tag über mehr oder weniger vor sich hin. Die wenigen aus den USA vermeldeten Konjunkturdaten fielen gemischt aus und lieferten ebenfalls keine Impulse.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in dieser Woche weiter auf 212.000 gefallen, was auch für die weitergeführten Anträge gilt. Die Wohnbaugenehmigungen per Juli lagen leicht über den Erwartungen, die Baubeginne deutlich darunter. Auch der Philadelphia Fed Herstellungsindex enttäuschte per August mit einem Wert von 11,9, während die Analysten im Vorfeld mit 21,9 Punkten gerechnet hatten.

Ähnlich verlief der Handel am Devisenmarkt, wo der Euro immer mal wieder Anlauf auf die 1,14-Dollar-Marke nahm, diese aber nicht nachhaltig durchbrechen konnte. Währenddessen verschärft sich der Ton zwischen Washington und Ankara wieder. US-Präsident Trump hat der Türkei mit weiteren Sanktionen gedroht, was die Krise in der Türkei weiter verschärfen könnte. Diese dürfte unsere Gemeinschaftswährung auch in nächster Zeit belasten.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach dem schönen Rückgang der letzten beiden Tage heute weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten. Dies lassen aktuelle Berechnungen und auch erste Preisbeobachtungen so erwarten. Immer mehr Verbraucher machen sich bewußt, dass weiteres Zuwarten aller Voraussicht nach nur Nachteile bringt und so wird jeder kleine Rücksetzer zur Bevorratung genutzt, was sich in einer spürbaren Belebung der Nachfrage niederschlägt. Gestern wurde soviel bestellt wie seit Monaten nicht mehr.
16.08.2018, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern weiter nachgegeben und so auf die in letzter Zeit eher preisdrückenden Meldungen reagiert. Der Euro konnte sich etwas erholen, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern weiter nachgegeben und so mit etwas Verspätung auf die in letzter Zeit eher preisdrückenden Meldungen reagiert. Auf der anderen Seite konnte sich auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas erholen, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar spürbar erholen und wird derzeit zu Kursen um 1,1395 US-Dollar gehandelt.

Nachdem sich zu Wochenbeginn die bearish, also preisdrückend zu wertenden Nachrichten noch nicht durchsetzen konnten, gerieten die Rohölpreise dann am Dienstagabend, nach Bekanntgabe der API-Ölbestandsdaten, unter Druck. Zum Start in den europäisch geprägten Handel war gestern dann einen zaghafter Erholungsversuch zu beobachten, der jedoch bald scheiterte und bereits am Vormittag begannen die Notierungen wieder abzubröckeln.
Bis dato gab es kaum neue Markt bewegende Meldungen und die veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen gemischt aus. Während die Einzelhandelsumsätze per Juli um 0,5 statt wie erwartet um 0,2 Prozent zulegen konnten und auch der Empire State Index per August mit einem Wert von 25,6 positiv überraschen konnte, enttäuschten die Zahlen aus der Industrie. Hier verfehlt die Kapazitätsauslastung per Juli die Prognose von 78,3 Prozent mit 78,1 zwar nur knapp, aber die Industrieproduktion konnte nur um 0,1 Prozent zulegen. Erwartet wurde hier ein Wert von 0,3 Prozent.
Bewegung kam dann erst am späten Nachmittag mit der Meldung in den Markt, dass die Ölproduktion Libyens erstmals seit Februar wieder auf über eine Million Barrel pro Tag gestiegen sein soll. Aufgrund von Angriffen und Blockaden wichtiger Ölanlagen und Verladestationen, gingen die Ölexporte in den vergangenen Monaten drastisch zurück. Nun scheint wieder alles normal zu laufen, sodass das Thema Libyen nicht mehr preistreibend, sondern eher entlastend gesehen wird.
Wenig später wurden dann die viel beachteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht und auch diese fielen eindeutig bearish aus. Mit einem Zuwachs von in Summe knapp zehn Millionen Barrel wurde nicht nur die Erwartung der Analysten übertroffen, die sogar von einem leichten Rückgang ausgegangen waren, sondern auch die API-Zahlen vom Vorabend, die ja bereits gestern Druck auf die Öl-Futures gebracht hatten.
Da die Rohölpreise aber mittlerweile auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Monaten gefallen waren, blieb die Reaktion der Ölhändler aber relativ verhalten und am Abend konnten sich die Notierungen sogar wieder leicht erholen.

Am Devisenmarkt gewann der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder etwas an Wert, was damit begründet wurde, dass die USA und China neue Handelsgespräche führen wollen. Neben der Türkei-Krise, hatte auch der drohende Handelskrieg zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten den US-Dollar zuletzt gestärkt bzw. unsere Gemeinschaftswährung unter Druck gebracht.

Insgesamt also sehr gute Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit schönen Abschlägen in den Tag starten werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,6 bis 0,8 Cent pro Liter erwarten. 
15.08.2018, 08:28 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel erfreulicherweise nachgegeben, nachdem am frühen Nachmittag noch deutliche Pluszeichen an den Kurstafeln standen. Leider ist der Euro weiter zurückgefallen, sodass die Heizöl-Notierungen erneut fest starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel erfreulicherweise nachgegeben, nachdem am Nachmittag noch deutliche Pluszeichen an den Kurstafeln standen. Leider ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig weiter zurückgefallen, sodass die Heizöl-Notierungen heute erneut mit leichten Aufschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,75 Dollar. Der Euro erleidet einen neuen Schwächeanfall und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1330 US-Dollar gehandelt.

Obwohl aus den USA eine weiter steigende Schieferölproduktion erwartet wird, die Zahl der angebohrten Ölquellen einen neuen Rekordstand erreicht hat und die am Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten nicht unbedingt überzeugend ausgefallen waren, starteten die Rohölpreise gestern mit Gewinnen in den europäisch geprägten Handel. Bis zum Nachmittag ging es mit den Brentöl-Futures um rund einen Dollar pro Barrel nach oben.
Mit der Spekulation auf gestiegene US-Ölbestände setzten dann aber massive Verkäufe ein und der Ölkomplex fiel binnen weniger Stunden unterhalb des Ausgangsniveaus zurück.
Belastend wirkte dabei, neben der sich in den letzten Tagen weiter entspannenden Mengensituation, sicherlich auch die Bestrebung Indiens, eine Ausnahmeregelung bezüglich der Iran-Sanktionen zu erreichen. Indien ist einer der größten Abnehmer iranischen Öls und kann die Importe wohl nur um 50 Prozent reduzieren.
Auch der Monatsreport der OPEC wirkte sicherlich noch nach, der im Gegensatz zu den Reports der Internationalen Energieagentur (IEA) und des US-Energieministeriums (EIA) überraschend preisdrückend ausgefallen war.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es einen deutlichen Aufbau von in Summe vier Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Rückgang von 2,2 Millionen Fass gerechnet hatten.
Entsprechend ging es nachbörslich nochmal etwas nach unten  und auch heute Morgen können sich die Ölpreise nur zaghaft etwas erholen.

Am Devisenmarkt gerieten die türkische Lira und mit ihr auch der Euro weiter unter Druck, obwohl die Zahlen zum EU Bruttoinlandsprodukt überraschend gut ausgefallen sind. Auf Jahressicht wurde nach Ende des zweiten Quartals ein Plus von 2,2 Prozent erreicht, erwartet wurde nur ein Zuwachs von 2,1 Prozent. Die Spannungen zwischen der Türkei und den USA verschärfen sich aber weiter, sodass befürchtet werden muss, dass sich die Situation noch weiter verschärfen wird.

In nur einer Woche hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar rund drei Dollar-Cent verloren, was dazu führte, dass die Heizölpreise hierzulande anzogen, während die Rohölpreise teilweise sogar nachgaben. Auch heute muss nach ersten Preistendenzen und aktuellen Berechnungen leider wieder mit leichten Aufschlägen in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter gerechnet werden. Da weiterhin nicht mit einem Preiseinbruch am Ölmarkt zu rechnen ist und sich die Türkei-Krise zunehmend verschärft, sollten Verbraucher ihre Heizöl-Bestellung sicherheitshalber nicht mehr auf die lange Bank schieben.


14.08.2018, 08:20 Uhr
Die Ölpreise haben gestern ihr hohes Niveau verteidigen können und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da sich der Euro nur leicht erholen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls weitgehend stabil in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern ihr hohes Niveau verteidigen können und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar nur leicht erholen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls weitgehend stabil in den Tag starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar auf dem tiefsten Stand seit gut einem Jahr behaupten und wird derzeit knapp oberhalb der 1,14-Dollar-Marke gehandelt.

Gestern blieben die Kursausschläge am Ölmarkt lange Zeit recht gering und es setzte sich der Seitwärtstrend der letzten Tage fort. In den Abendstunden machten die Rohölpreise dann aber einen kräftigen Satz nach unten, der aber leider nicht lange Bestand hatte und schlussendlich gingen die Futures auf Ausgangsniveau aus dem Handel.
Ausgelöst wurde der Rücksetzer durch den monatlichen Produktionsbericht der Energy Information Administration (EIA), also der Statistikabteilung des US-Energieministeriums. In diesem wurde ein weiterer Anstieg der US-Schieferölindustrie für August und September prognostiziert und auch die Anzahl der angebohrten, aber noch nicht erschlossenen Ölquellen, erreichte mit 8.033 Einheiten einen neuen Rekordstand.
Bereits zuvor gab es den Monatsbericht der OPEC, der ebenfalls bearish, also preisdrückend ausgefallen war. Im Gegensatz zu den Reports von EIA und IEA, rechnet das Kartell für dieses und nächstes Jahr, im Vergleich zum letzten Bericht, mit einer leicht geringeren globalen Ölnachfrage. Im Gegensatz dazu wurde die Prognose der Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder etwas angehoben, sodass insgesamt eine deutliche Entspannung der Mengenverfügbarkeit erwartet wird.
Der Ölmarkt reagierte bislang aber nicht nachhaltig auf diese Meldungen, ebensowenig auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus China, die bereits heute Morgen veröffentlicht wurden. Hier stieg die Industrieproduktion per Juli um 6 Prozent, während die Analysten im Vorfeld mit 6,3 Prozent gerechnet hatten. Auch die Einzelhandelsumsätze lagen mit einem Plus von 8,8 Prozent unterhalb der Prognose von 9,2 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro zusammen mit der türkischen Lira etwas stabilisieren und im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen. Die Turbulenzen dürften aber noch eine Weile andauern, denn mittlerweile sind durch US-Sanktionen auch Währungen anderer großer Schwellenländer unter Druck gekommen, wie die indische Rupie, der mexikanische Peso und der südafrikanische Rand. Heute stehen wichtige Konjunkturdaten für die EU auf der Agenda, die die Gemeinschaftswährung hoffentlich weiter stabilisieren können.

Aufgrund der deutlichen Währungsverluste der letzten Tage, haben sich die Heizölpreise in Österreich heimlich still und leise wieder auf den Weg in Richtung Jahreshoch gemacht, obwohl die Rohölpreise davon noch weit entfernt sind. Derzeit stehen die Notierungen auf dem höchsten Stand seit Anfang Juni und die bisherigen Höchststände liegen nur unwesentlich darüber. Heute lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht eine stabile Entwicklung erwarten. Die Nachfrage zeigt sich aber leider weiterhin recht verhalten und mit jedem weiteren Tag, wird sich die Liefersituation in den Herbstmonaten verschärfen. Wer also nur noch wenig Heizöl im Tank hat, sollte noch vor dem großen Run zumindest eine Teilmenge bestellen.
13.08.2018, 08:24 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag im Laufe des Tages angezogen, sind heute Morgen aber wieder etwas zurückgekommen. Da der Euro aber auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gefallen ist, werden die Heizöl-Notierungenmit deutlichen Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages angezogen, sind heute Morgen aber wieder etwas zurückgekommen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber einen weiteren Kurseinbruch erlitten hat, werden die Heizöl-Notierungen leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Juni letzten Jahres und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1380 US-Dollar gehandelt.

Nach einem schwachen Start, zogen die Rohölpreise am Freitagvormittag plötzlich deutlich an, ausgelöst durch den Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA). 
Auch in Paris erwartet man in den kommenden Monaten weiterhin einen recht engen Ölmarkt und die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum wurde für nächstes Jahr um 0,1 auf 1,5 Millionen Barrel angehoben. Gleichzeitig sieht man natürlich auch hier das unmittelbare Risiko der US-Sanktionen gegen den Iran, die das ohnehin schon eher knappe Angebot zusätzlich begrenzen. Die Energy Information Administration (EIA), also die Statistikabteilung des US-Energieministeriums, hatte in ihrem Report vom vergangenen Dienstag eine ähnliche Einschätzung getroffen.
Nach Insiderinformationen rechnet zwar auch die US-Regierung wohl mittlerweile nicht mehr damit, dass sich die Ölexporte des Iran auf "null" reduzieren lassen, aber das erwarten die Marktteilnehmer aufgrund der Uneinigkeit mit der EU, China und Indien ohnehin schon lange nicht mehr. Nach derzeitiger allgemeiner Einschätzung, werden die Ausfuhren Teherans wohl um ca. eine Million Barrel pro Tag zurückgehen, sodass sich die Exporte dann auf gut eine Million Fass pro Tag verringern dürften.
Einen kräftigen Schub gab es überraschenderweise wieder bei der Zahl der aktiven US-Bohranlagen, die ja jeden Freitagabend nach Börsenschluss vom Marktforschungsunternehmen Baker Hughes veröffentlicht wird. Nachdem es in den letzten Wochen und Monaten eine Stagnation gegeben hatte, wurde jetzt mit 869 Anlagen ein neues dreieinhalb Jahreshoch vermeldetet. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet dies einen Zuwachs von elf Einheiten.
Dies ist wohl auch der Grund, warum sich die Öl-Futures heute Morgen im asiatisch geprägten Handel eher von der schwachen Seite zeigen.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar einen weiteren Schwächeanfall erlitten und ist auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr zurück gefallen. Hauptgrund für die Talfahrt der Gemeinschaftswährung ist der Kursverfall der türkischen Lira, der eventuell eine Gefahr für einige europäische Großbanken sein könnte, die in der Türkei entsprechend investiert sind. Zwar dürften die Engagements hier eher gering sein, aber das Beispiel Griechenland zeigte, dass auch kleine Ursachen plötzlich eine große Wirkung haben können.

Der schwache Euro sorgt leider dafür, dass die Heizölpreise in Österreich heute auf den höchsten Stand seit zwei Monaten klettern werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. Das Gros der Verbraucher konnte sich leider immer noch nicht zu einer Bestellung durchringen und so verschärft sich die Gefahr, dass es im Herbst zu einem Bestellboom kommen wird. Die Folge werden lange Lieferzeiten, Eilzuschläge und wohl auch ein Anstieg der derzeit äußerst schwachen Handelsmargen sein. Ungeachtet der Gefahr eines weiteren Anstieges aufgrund steigender Rohölpreise und eines weiter fallenden Euros.
10.08.2018, 07:21 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach dem Preisrutsch vom Mittwoch gestern recht stabil gezeigt und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da der Euro aber deutlich an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem Preisrutsch vom Mittwoch gestern ingesamt recht stabil gezeigt und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber deutlich an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit Aufschlägen in den letzten Tag der Woche starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde weiterhin knapp 67 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1530 US-Dollar gehandelt. 

Der Preisrückgang vom Mittwoch, der durch den weiter eskalierenden Handelsstreit zwischen den USA und China ausgelöst und durch die überraschend angestiegenen DOE-Ölbestände schließlich bestätigt wurde, hatte auch im gestrigen Handelsverlauf bestand. Zwar zogen die Futures in den Mittagsstunden kurzzeitig wieder etwas deutlicher an, zum Handelsschluss sackten die Notierungen aber wieder in etwa auf Ausgangsniveau ab.
Neue Markt bewegende Meldungen blieben gestern eher Mangelware. Lediglich aus den USA wurden aktuelle Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht, die relativ gut ausgefallen sind. So ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 219.000 auf 213.000 zurück.
Die neuen Zölle der chinesischen Regierung, die auch Ölimporte aus den USA betreffen werden, sorgten dafür, dass sich die "Bullen" gestern aber nicht durchsetzen konnten.
Auch das Vorhaben von US-Präsident Trump, die iranischen Ölexporte bis Anfang November auf "null" zur reduzieren, könnte aufgrund der Blockadehaltung Pekings kaum zu realisieren sein und bringt am Ölmarkt etwas Entlastung.
Sollte sich die Versorgungslage in den nächsten Wochen weiter stabilisieren und der Handelsstreit gleichzeitig weiter eskalieren, könnte es durchaus sein, dass die Ölpreise nur mehr wenig Spielraum nach oben haben.

Das Problem im Bezug auf den Heizöl-Markt ist derzeit eher der Euro, der gestern im Vergleich zum US-Dollar wieder deutlich an Wert verloren hat und derzeit auf mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr steht. Da Rohöl bekanntlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein starker US-Dollar die Ölimporte nach Europa.

Aufgrund der Währungsverluste werden die Heizölpreise in Österreich heute leider mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Auch die Niedrigwasser-Problematik wirkt sich immer stärker auf die Notierungen aus, denn die mittlerweile recht niedrigen Rhein-Pegel sorgen dafür, dass die Tankschiffe nur noch zu 30 bis 40 Prozent beladen werden können, um Tiefgang zu vermeiden. Die Kosten bleiben aber die Gleichen.
09.08.2018, 08:32 Uhr
Die Ölpreise sind gestern im Laufe des Nachmittags unter Druck geraten, nachdem das chinesische Außenministerium mitgeteilt hat, dass die Geschäfte mit dem Iran weiterlaufen werden. Die Heizöl-Notierungen werden in Folge mit Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Nachmittags unter Druck geraten, nachdem das chinesische Außenministerium mitgeteilt hat, dass die Geschäfte mit dem Iran auch künftig unvermindert weiterlaufen werden. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden in Folge mit Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 67 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1610 US-Dollar gehandelt. 

Mit dem bullish, also preistreibend zu wertenden Monatsbericht des US-Energieministeriums, indem eine sich weiter verknappende Marktlage prognostiziert wurde, starteten die Rohölpreise gestern zunächst mit weiteren leichten Aufschlägen in den europäisch geprägten Handel. Die leicht preisdrückenden Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wurden dabei wohl weniger stark gewichtet. 
Am frühen Nachmittag drehte dann der Markt plötzlich, als das Außenministerium in China wie oben bereits angedeutet vermeldete, dass der Handel mit dem Iran auch künftig unvermindert weitergehen soll und damit auch die Ölimporte, die ein Volumen von rund 650.000 Barrel ausmachen. Somit macht das Land der Mitte einen dicken Strich in die Rechnung von US-Präsident Trump, der die Exporte des Iran ja bis spätestens Anfang November auf "null" drücken will.
Auch generell belastet der weiter fortschreitende Handelsstreit zwischen China und den USA nicht nur den Ölmarkt, denn allgemein wird dieser sicherlich die globale Wirtschaftstätigkeit einschränken und das Wachstum belasten.
Die wenig später veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) verstärkten dann den Druck auf die Öl-Futures, denn hier gab es in Summe einen überraschenden Aufbau von 2,7 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Rückgang von 3,8 Millionen Fass gerechnet hatten.
So konnten sich die Ölpreise in den letzten Handelsstunden nur leicht erholen und im Tagesvergleich stand dann ein Minus von gut zwei US-Dollar pro Barrel an den Kurstafeln.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder leichte Verluste hinnehmen und wird nach Meinung von Devisenexperten wohl auch in Zukunft unter Druck bleiben. Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten aus Deutschland und Spanien fielen eher schwach aus und lassen erwarten, dass die Europäische Zentralbank auch künftig keinen Druck spüren wird, die Zinsen zu erhöhen.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach diesen Vorgaben mit schönen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten, nachdem es bereits gestern eine positive Veränderung gab und die prognostizierten Aufschläge erfreulicherweise nicht eingetreten sind. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Eine Preiswende ist zwar weiterhin nicht in Sicht, aber immerhin scheint der kurzfristige Aufwärtstrend vorerst gestoppt zu sein.
08.08.2018, 07:05 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind leider auch gestern mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Da der Euro aber an Wert gewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute weitgehend stabil in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind leider auch gestern mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Da der Euro aber im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig an Wert gewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute weitgehend stabil in den Tag starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich erholen und wird derzeit zu Kursen um 1,1630 US-Dollar gehandelt. 

Mit dem Inkrafttreten der ersten Sanktionen gegen den Iran und der Erwartung fallender US-Ölbestände, starteten die Rohölpreise gestern mit fester Tendenz in den europäisch geprägten Handel und bis in die Mittagsstunden gab es wieder deutliche Aufschläge.
Vor der Veröffentlichung des Monatsberichts der Statistikabteilung des US-Energieministeriums (EIA) und den wöchentlichen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) gab der Ölkomplex dann aber wieder etwas nach.
Die API-Zahlen brachten dann auch den erwarteten Rückgang, jedoch fiel dieser mit ingesamt gut zwei Millionen Barrel deutlich geringer aus als erwartet. Die Analysten hatten mit einem Abbau von 3,8 Millionen Fass gerechnet.
Der ebenfalls gestern Abend bekanntgegebene EIA-Monatsbericht kann hingegen bullish, also preistreibend gewertet werden. Zwar wurde hier die globale Nachfrageprognose für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert, noch stärker aber die weltweite Förderung, sodass insgesamt mit einer noch engeren Marktlage und einem weiteren Rückgang der Ölbestände gerechnet wird.
So starten die Ölpreise heute Morgen in Folge auch mit leicht steigender Tendenz in den asiatisch geprägten Handel, wobei sich die Börsianer sicherlich zurückhalten werden, denn heute Vormittag wird der Monatsreport der OPEC bekanntgegeben und am Nachmittag rollen die DOE-Ölbestandsdaten über die Ticker.
Die bereits heute Morgen veröffentlichten Rohöl-Importzahlen aus China brachten im Vergleich zum Vorjahrsmonat ein Plus von 3,7 Prozent, was unter dem bisherigen Jahresplus von 5,8 Prozent liegt und eher eine preisdämpfende Wirkung haben sollten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern zulegen, nachdem es in den letzten Tagen ja nur nach unten gegangen und die Gemeinschaftswährung auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen war. Solide Außenhandelszahlen aus Deutschland, sowie ein allgemein schwacher US-Dollar sorgten für den Richtungswechsel.

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise in Österreich heute aller Voraussicht nach stabil in den Handel starten. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht nur ein Miniplus von 0,2 Cent pro Liter erwarten. Jedoch werden ja im Laufe des Tages wichtig Meldungen erwartet, die schnell eine Änderung der Situation hervorbringen könnten.
07.08.2018, 07:28 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder leicht angezogen und die Aussichten auf deutlich fallende Kurse bleiben nach wie vor trübe. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute aller Voraussicht nach aber weitgehend stabil in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminbörsen haben auch gestern wieder leicht angezogen und die Aussichten auf deutlich fallende Kurse bleiben nach wie vor trübe. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute aller Voraussicht nach aber weitgehend stabil in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 74 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 69 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1555 US-Dollar gehandelt. 

Gestern blieben die Kursausschläge der Rohölpreise relativ gering, was sicherlich auch daran lag, dass es kaum neue Markt bewegenden Meldungen gegeben hat.
Nach wie vor dreht sich alles um das Thema Iran und die insgesamt weiterhin recht knappe Marktlage.
Zwar hat Saudi-Arabien die Produktion im Juli wohl bewußt wieder etwas gedrosselt, um den Preis hochzuhalten, dies ändert jedoch nichts daran, dass in den nächsten Wochen und Monaten bedeutende Mengen aus dem Iran fehlen werden.
Noch wird händeringend nach Möglichkeiten gesucht, die amerikanischen Sanktionen zu umgehen, jedoch werden die Exporte nach Meinung der meisten Experten in den nächsten Wochen um mindestens rund eine Million Barrel pro Tag zurückgehen. Dies zu kompensieren, ist bei der aktuell weiterhin recht robusten Nachfrage nicht so einfach, zumal die Ausfälle in Venezuela wohl auch nicht geringer werden.
Weitere Einflussfaktoren auf die Ölpreise werden in den nächsten Tagen nicht nur die US-Ölbestandsdaten, sondern auch die Monatsreports vom US-Energieministerium, der OPEC und der Internationalen Energieagentur haben.
Es ist damit zu rechnen, dass auch hier das Angebot als eher knapp eingeschätzt wird, während die Nachfrage bis auf weiteres auf hohem Niveau bleiben dürfte, was eventuell auch die Rohöl-Importe aus China belegen werden, die voraussichtlich morgen veröffentlicht werden.

Auch vom Devisenmarkt gibt es derzeit wenig Neuigkeiten zu berichten. Der Euro zeigte sich im Vergleich zum US-Dollar auch gestern von der eher schwachen Seite und konnte sein Ausgangsniveau nur mit Mühe halten. Mit verantwortlich waren dabei sicherlich auch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, wo die Arbeitsaufträge der Industrie per Juni überraschend um vier Prozent zurückgegangen sind.

Somit bleiben die Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt eher schlecht und es ist damit zu rechnen, dass die Heizölpreise mancherorts auch heute wieder etwas anziehen werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht aber nur leichte Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu 0,2 Cent pro Liter erwarten. 
06.08.2018, 07:45 Uhr
Die internationalen Ölpreise zeigten sich am Freitag relativ stabil und gingen ohne große Veränderung aus dem Handel. Auch der Euro bewegte sich im Vergleich zumUS-Dollar kaum, so dass auch die Heizöl-Notierungen heute in etwa auf Vortagsniveau starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigten sich am Freitag relativ stabil und gingen ohne große Veränderung aus dem Handel. Auch der Euro bewegte sich im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar kaum, so dass auch die Heizöl-Notierungen heute in etwa auf Vortagsniveau in die neue Woche starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 73,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,75 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1560 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt gibt es derzeit ein Hauptthema und das ist zweifelsohne der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nachdem US-Präsident Trump das Atom-Abkommen gekündigt hatte, treten heute die ersten Sanktionen in Kraft und bereits jetzt wächst der Unmut in der Bevölkerung. Die Wirtschaft des Iran liegt schon jetzt am Boden und mit dem Öl-Embargo, dass bis spätestens Anfang November umgesetzt sein soll, wird das Land sicherlich auf eine große Zerreißprobe gestellt.
Im Bezug auf die Rohölpreise kann sich das so auswirken, dass alle anderen wichtigen Öl-Förderländer wie beispielsweise Russland, Saudi-Arabien und die USA ihren Ausstoß weiter erhöhen und so versuchen, die fehlenden Mengen des Iran - dies dürften dann rund zwei Millionen Barrel pro Tag sein - auszugleichen. 
Es könnte aber natürlich auch zu einer Eskalation im Nahen Osten kommen, denn aus Teheran kam ja bereits die Drohung, die Meerenge von Hormuz blockieren zu wollen.
So oder so dürfte aufgrund des Konfliktes die Luft nach unten weiterhin dünn bleiben und die latente Gefahr plötzlich explodierender Ölpreise allgegenwärtig sein.
Andere Themen spielen derzeit nur am Rande eine Rolle. Die am Freitag veröffentlichte Konjunkturdaten fielen insgesamt eher schwach aus, denn die Einkaufsmanager aus dem Dienstleistungssektor sehen per Juli etwas skeptischer in die Zukunft und die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft ging in den USA von 248.000 im Vormonat auf 157.000 zurück.
So bleibt der einzig nachhaltige preisdrückende Faktor die Sorge um die globale Konjunkturentwicklung, die auch vom Handelsstreit zwischen den USA und China bedroht ist. Dass die Ölexporte Saudi-Arabiens durch das Rote Meer mittleweile wieder aufgenommen wurden, war schon erwartet worden.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in dieser Woche um zwei zurückgegangen ist und sich die Zahl derzeit weiterhin bei rund 860 Einheiten einpendelt.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht zurückgefallen und steht derzeit auf dem tiefsten Stand seit Ende Mai. Profitieren kann der "Greenback" derzeit von der Unsicherheit Im Bezug auf die globale Konjunkturentwicklung und der sich anbahnenden Krise im Nahen Osten.

Die Heizölpreise in Österreich werden nach diesen Vorgaben heute weitgehend stabil bis leicht steigend in die neue Handelwoche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor ist nicht davon auszugehen, dass die Notierungen in den nächsten Wochen spürbar nachgeben werden, während das Pulverfass Naher Osten jederzeit explodieren könnten. Wer also auf der sicheren Seite stehen will, sollte mit der Bevorratung für den nächsten Winter nicht mehr zögern.
03.08.2018, 09:18 Uhr
Die Ölpreise haben gestern ihren kurzfristigen Abwärtstrend beendet und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig verlor der Euro deutlich an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen mit kräftigen Aufschlägen starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern ihren Abwärtstrend der letzten Tage beendet und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen heute leider mit kräftigen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 73,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende Juni und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1580 US-Dollar gehandelt.

Auch wenn sich die Versorgungslage am globalen Ölmarkt in den letzten Wochen wieder etwas verbessert hat, bleibt die Lage nach wie vor angespannt und vor allem das Thema Iran lässt weiterhin kaum Spielraum für deutlich fallende Rohölpreise.
Nach dem schönen Rückgang der letzten Tage, was unter anderem auch an den in dieser Woche überraschend gestiegenen US-Ölbeständen lag, drehten die Futures gestern Nachmittag plötzlich ins Plus und es ging steil bergauf, nachdem es am Vormittag noch weitere schöne Abschläge gab.
Die Wende überraschte umso mehr, weil Saudi-Arabien zuvor eine Senkung der Ölpreise für die September-Lieferungen nach Europa und Asien angekündigt hatte, was eigentlich preisdrückend zu werten war. Allerdings hatten die "Bären" ihr Pulver schon verschossen und nachdem technische Widerstände nicht geknackt werden konnten, ging es in den Abendstunden mit dem Ölkomplex deutlich nach oben.
Begleitet wurde der Anstieg von soliden Arbeitsmarktdaten aus den USA und von einem Militärmanöver des Iran an der Straße von Hormusz. Obwohl diese Übung jedes Jahr stattfindet, blickt die Welt, angesichts der massiven Spannungen zwischen Washington und Teheran, derzeit mit Sorge in den Nahen Osten, denn der Iran hatte in letzter Zeit immer wieder mit einer Blockade der Meerenge gedroht, durch die der Großteil der Ölexporte aus dem Persischen Golf verschifft werden. 
US-Präsident Trump ist ja bekanntlich aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran ausgestiegen und ist derzeit dabei, die Ölexporte des Iran durch Sanktionsdrohungen an mögliche Abnehmerländer möglichst komplett zu verhindern.

Am Devisenmarkt hat der Euro seine jüngste Talfahrt fortgesetzt und gegenüber dem US-Dollar weiter deutlich an Wert eingebüßt. Gestern fiel die Gemeinschaftswährung erstmals seit Ende Juni wieder unter die 1,16-Dollar-Marke, nachdem die US-Notenbank am Vorabend wenig Zweifel an zwei weiteren Zinsanhebungen in diesem Jahr gelassen hatte und gestern die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung weiter gefallen ist.

Denkbar schlechte Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Aufschlägen starten werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. Wie gestern an dieser Stelle schon ausgeführt, bleibt die Versorgungslage am Ölmarkt auch in den nächsten Wochen knapp und schon kleinere Rücksetzer sollten zur Bevorratung genutzt werden.