14.06.2021, 08:16 Uhr
Die Ölpreise haben auch am Freitag wieder leichte Gewinne erzielen können und heute geht es bislang im asiatisch geprägten Handel weiter nach oben. In Folge bleiben leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande im Aufwärtstrend. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder leichte Gewinne erzielen können und heute geht es bislang im asiatisch geprägten Handel weiter nach oben. In Folge bleiben leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande im Aufwärtstrend. 

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 73 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 71,25 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,21 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt geht es mit der Nachfrage und damit leider auch mit den Preisen weiter nach oben. Das in Rohstoffangelegenheiten sehr renommierte Investmenthaus Goldman Sachs sieht schon für August einen globalen Ölbedarf von 99 Millionen Barrel pro Tag und hält bereits im Laufe des Sommers einen Ölpreis von 80 Dollar pro Barrel für die Sorte "Brent" für durchaus realistisch. 
Auch die Internationalen Energieagentur (IEA) sieht in ihrem Monatsbericht die Nachfrage weiter kräftig ansteigen und erwartet schon im nächsten Jahr eine Nachfrage von 100,6 Millionen Barrel pro Tag, was sogar mehr wäre als im Vorkrisenjahr 2019.
Somit richten sich die Blicke zunehmend auf die OPEC+ Gruppe, die ihre Fördermengen im Juni und Juli zwar weiter anheben will, dies aber eben nicht in dem Ausmaß, wie die Nachfrage anzieht. Die Folge sind fallende globale Ölbestände und eben steigende Rohölpreise. 
Unsicherheiten gibt es weiterhin im Blick auf die Atomverhandlungen mit dem Iran, die sich weiter in die Länge ziehen. Erst wenn die Sanktionen der USA gegen Teheran aufgehoben werden, könnten dem Ölmarkt mittelfristig zusätzlich rund 1,4 Millionen Barrel pro Tag zufließen.
Außerhalb der organisierten Ölförderländer geht die Produktion nur recht zaghaft nach oben und wird seitens der IEA im nächsten Jahr auf ein Plus von 1,6 Millionen Barrel pro Tag geschätzt.  
Eine wesentliche Rolle kommt hier der US-Schieferölindustrie zu, die immer noch unter einer mangelnden Investitionsbereitschaft leidet. Die Zahl der aktiven Bohranlagen ist in der vergangenen Woche zwar weiter um 6 auf 365 Einheiten angestiegen, liegt aber immer noch weiter unter dem Niveau von 2019.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag kräftige Verluste hinnehmen müssen. Die kräftige Erholung der US-Wirtschaft und die zuletzt deutlich gestiegene Inflation nähren Spekulationen darüber, dass die US-Notenbank schon bald einen Kurswechsel vollziehen und die Geldpolitik straffen könnte. Zur Wochenmitte erwarten die Börsianer hierzu eventuell Hinweise im Rahmen der nächsten Fed-Sitzung.

Schlechte Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise zum Wochenstart weiter nach oben streben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Da in nächster Zeit keine Trendwende in Sicht bzw. wahrscheinlich ist, sollten vor allem sicherheitsorientierte Ölheizer mit der Bestellung nicht mehr warten und sich noch in der ersten Jahreshälfte bevorraten. Spätestens ab Ende August ist mit dem Anrollen einer großen Bestellwelle zu rechnen, denn der letzte Winter hat zu einem Mehrverbrauch von rund zehn Prozent geführt und die Nachfrage in den ersten sechs Monaten war ungewöhnlich schwach.
11.06.2021, 09:10 Uhr
Die Ölpreise haben gestern wieder zugelegt und zwischenzeitlich den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder zugelegt und zwischenzeitlich den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreicht. In Folge starten leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,25 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2190 US-Dollar gehandelt.

Die preisdrückend ausgefallenen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) hatten am Mittwochabend nur einen kurzzeitigen Effekt auf die Rohölpreise. Diese zogen gestern bereits zum Start in den europäisch geprägte Handel wieder deutlich an.
Der Aufwärtstrend verstärkte sich dann am frühen Nachmittag, als der Monatsreport der OPEC über die Ticker rollte. Diesen werteten die Börsianer bullish, alsp preistreibend, da die Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses Jahr um 120.000 Barrel pro Tag nach oben korrigiert wurde. Generell sieht das Kartell eine Beschleunigung des Bedarfs im zweiten Halbjahr und steht damit sicher nicht alleine da.
Auch die in etwa gleichzeitig veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen in Summe positiv aus. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist im Vergleich zur Vorwoche von 405.000 auf 376.000 zurückgegangen, die Zahl der weitergeführten Anträge ging von 3,76 auf 3,50 Millionen zurück.
Für kurzzeitige Turbulenzen sorgte die Nachricht, dass die US-Regierung erste einzelne Sanktionen gegen den Iran aufgehoben hat. Die Futures gaben darauf hin kräftig nach, konnten sich wenig später aber wieder erholen, als klar wurde, dass diese Aktion nichts unmittelbar mit den Ölexporten zu tun hat. 
Es zeigte aber, dass der Markt doch sehr anfällig aus Nachrichten zu diesem Thema ist, was auch nicht verwunderlich ist, denn sollte die iranische Ölindustrie wieder auf Hochtouren laufen, würden den Markt schätzungsweise 1 bis 1,5 Millionen Barrel pro Tag zusätzlich zur Verfügung stehen.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern keine größeren Kursbewegungen zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Die Europäische Zentralbank macht weiterhin keine Anstalten ihre Geldpolitik zu straffen und will den Markt weiter beobachten. Dies obwohl die Inflationsdaten zuletzt deutlich gestiegen sind. Auch in den USA geht es mit den Preisen deutlich nach oben. Der gestern veröffentlichte Verbraucherpreisindex legte per Mai auf Jahressicht um 5 Prozent zu. Erwartet wurde lediglich ein Anstieg um 4,7 nach 4,2 Prozent im Vormonat.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Es bleibt bei der Einschätzung, dass die Notierungen auch in den nächsten Wochen und Monaten nur wenig Potenzial nach unten haben dürften. Daher ist vor allem sicherheitsorientierten Verbrauchern ein rechtzeitiger Bevorratungskauf auf dem aktuellen Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre zu empfehlen.
10.06.2021, 08:38 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Bekanntgabe der Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nachgegeben. Auch heute Morgen sind bislang weitere leichte Verluste zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nachgegeben. Auch heute Morgen sind in Asien bislang weitere leichte Verluste zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Abschlägen in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,45 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2160 US-Dollar gehandelt.

Die Unsicherheiten, die es nach wie vor bei den Verhandlungen zum Atom-Abkommen mit dem Iran zu geben scheint, haben die Rohölpreise zum Wochenstart weiter anziehen lassen, obwohl es ansonsten eher preisdrückenden Meldungen gab.
So sieht die Energy Informationen Administration (EIA) in ihrem jüngsten Monatsbericht eine deutliche Verbesserung der Versorgungslage und auch die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) brachten überraschend deutliche Aufbauten bei den Produkten.
Entsprechend war die Spannung gestern vor der Veröffentlichung der DOE-Zahlen groß. 
Die Rohölbestände gingen zwar auch hier im Vergleich zur Vorwoche unerwartet deutlich um 5,2 Millionen Barrel zurück, aber dafür gab es einen noch stärkeren Zuwachs bei den Produkten. Die Vorräte an Heizöl bzw. Diesel stiegen um 4,4 Millionen Fass, bei Benzin gab es sogar ein Plus von 7 Millionen Barrel.
Kein Wunder, denn die Gesamtnachfrage fiel völlig überraschend um 1,4 auf 17,7 Millionen Barrel zurück und lag damit nur geringfügig über der des letzten Jahres. Im Jahr 2019 wurde im gleichen Zeitraum gut 21 Millionen Barrel pro Tag verbraucht. Eine um 0,2 Million Barrel pro Tag gestiegene Ölproduktion vervollständigte dann die eindeutig bearishe, also preisdrückende Wirkung der Zahlen und der Ölkomplex gab entsprechend nach. 
Zudem zeigten sich auch die US-Aktienmärkte von der schwachen Seite, was den Druck auf die Ölpreise noch etwas erhöhte. Größeren Verkaufsdruck gab es aber nicht.
Heute warten die Marktteilnehmer auf den Monatsbericht der OPEC.

Am Devisenmarkt war gestern wieder ein recht ruhiger Handel zu beobachten, bei dem es zu keinen größeren Schwankungen im Wechselkurs zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar gekommen ist. Heute fokusieren sich die Händler sicherlich auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank und auf neue Inflationsdaten aus den USA.

Die Heizölpreise hierzulande werden erfreulicherweise mit leichten bis moderaten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Auch wenn der globale Ölmarkt gestern leicht zur Schwäche neigte, ist eine Trendwende weiterhin nicht in Sicht und kleine Kursrücksetzer sollten daher konsequent zur Bevorratung genutzt werden. Im zweiten Jahr ist mit einem deutlichen Anstieg der Inlandsnachfrage zu rechnen!


09.06.2021, 08:49 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel kräftig zugelegt und auch heute Morgen geht es im asiatisch geprägten Handel bislang nach oben. In Folge werden sich leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich verteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel kräftig zugelegt und auch heute Morgen geht es im asiatisch geprägten Handel bislang weiter nach oben. In Folge werden sich leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich verteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 70,40 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,2180 US-Dollar gehandelt.

Im Vorfeld neuer US-Ölbestandsdaten und des Monatsberichtes der Energy Information Administration (EIA) starteten die Rohölpreise gestern verhalten in den europäisch geprägten Handel. Die Futures gerieten zeitweise sogar weiter etwas unter Druck, was mit eher schlechten Konjunkturdaten zu erklären war. 
So ist die deutsche Industrieproduktion per April um ein Prozent zurückgegangen, während die Analysten im Vorfeld mit einem leichten Plus gerechnet haben. Auch der ZEW Konjunkturerwartungsindex der EU konnte mit 81,3 Punkten die Prognose von 84 Zählern bei weitem nicht erreichen. Positiv überraschte hingegen das EU-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal, dass im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,3 satt wie erwartet 1,8 Prozent zurückgegangen ist.
Am Nachmittag waren dann aber wieder die Bullen am Zug und diese handelten die Futures bis Handelsschluss deutlich nach oben. Auslöser waren Berichte, wonach laut US-Außenminister Blinken zahlreiche Sanktionen gegen den Iran auch bei einer Rückkehr zum Atomabkommen nicht zurückgenommen werden sollen. Dies schürte Unsicherheiten über die künftig zu erwarteten Ölmengen aus dem Iran. Außerdem hat die OPEC+ Gruppe per Mai weniger Öl auf dem Markt gebracht als geplant.
Die nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen eigentlich eher bearish, also preisdrückend aus, was am Markt aber bislang kaum zur Kenntnis genommen wurde. Zwar gab es bei Rohöl einen erwarteten Rückgang von 2,1 Millionen Barrrel, dafür aber deutliche Aufbauten bei den Destillaten und bei Benzin.
Auch der EIA-Monatsreport fiel nicht so aus, als dass man unbedingt auf der Käuferseite hätte stehen müssen. Der globale Ölverbrauch wurde für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert, die weltweite Ölproduktion sieht man hingegen nicht unerheblich höher.
Trotzdem zieht der Ölkomplex weiter an und die WTI-Futures haben nun endgültig die 70-Dollar-Marke geknackt.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern wieder keine größeren Kurssprünge im Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar. Unsere Gemeinschaftswährung fiel nach den schlechten Zahlen zur deutschen Industrieproduktion zunächst etwas zurück, konnte sich im weiteren Verlauf aber wieder erholen.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Öl-Futures werden die Heizölpreise hierzulande leider mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten. Wie an dieser Stelle in letzter Zeit bereits des Öfteren erwähnt, ist weiterhin keine Trendwende in Sicht und es ist zu befürchten, dass sich die Notierungen im Laufe des Jahres noch weiter verteuern werden. Daher sollte lieber früher als später bestellt werden!
08.06.2021, 08:10 Uhr
Die Ölpreise haben gestern Halt gemacht und sind ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen. Heute Morgen sind in Asien Gewinnmitnahmen zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern auf ihrem Weg nach oben Halt gemacht und sind ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen. Heute Morgen gibt es in Asien leichte Gewinnmitnahmen zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 68,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2180 US-Dollar gehandelt.

Gestern war am Ölmarkt erstmal Durchatmen angesagt, nachdem die Rohölpreise in den letzten Tagen und Wochen immer weiter angestiegen sind und die US-Sorte "WTI" vorübergehend den höchsten Stand seit Oktober 2018 erreicht hatte.
Fundamental deutet aber so gut wie nichts auf eine Veränderung der bullishen Marktlage hin, auch wenn die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten nicht unbedingt überzeugend ausgefallen sind. Die chinesischen Exporte erreichen per Mai im Vergleich zum Vorjahr lediglich ein Plus von 27,9 Prozent, erwartet wurde hingegen ein Zuwachs von über 32 Prozent. In Deutschland sind die Arbeitsaufträge der Industrie per April um 0,2 Prozent zurückgegangen, hier lag die Prognose bei einem Plus von einem Prozent.
Ansonsten gab es gestern einen recht impulslosen Handel. Die Marktteilnehmer warten mit Spannung auf die neuen Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA und natürlich auch auf die wöchentlichten US-Ölbestandsdaten.
In Indien, das ja in den vergangenen Wochen stark von der Corona-Pandemie betroffen war, gibt es nach Medienberichten wieder erste Lockerungen, sodass davon auszugehen ist, dass auch hier die Ölnachfrage in Bälde wieder nach oben gehen wird. Der OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo rechnet daher mit einem weiteren Abbau der globalen Ölvorräte und damit, dass der weltweite Ölbedarf im vierten Quartal 99 Millionen Barrel pro Tag übersteigen und somit das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichten wird.

Am Devisenmarkt kann der Euro in diesen Tagen von den guten globalen Wachstumsaussichten profitieren und im Vergleich zur Öl- und Krisenwährung US-Dollar etwas zulegen. Insgesamt bleiben die Kursausschläge aber recht gering. Heute stehen einige wichtige Wirtschaftsindikationen, unter anderem der ZEW-Konjunkturerwartungsindex zur Veröffentlichung an, die neue Impulse geben könnten.

Die Heizölpreise werden nach den gestrigen leichten Abschlägen wohl auch heute wieder mit Minuszeichen starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht einen Rückgang in einer Größenordnung von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Ölheizer, die ihren Tankvorrat vor der nächsten Heizperiode auffüllen wollen bzw. müssen, sollten solche Rücksetzer zum Kauf nutzen, denn eine generelle Trendwende ist weiterhin leider nicht zu erwarten. Vor allem ab August/September muss mit einer großen Bestellwelle gerechnet werden, die nicht nur die Lieferzeiten, sondern auch die Preise weiter nach oben ziehen dürfte.
07.06.2021, 08:24 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag weiter zugelegt, fallen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder etwas zurück. Insgesamt bleiben die Kursausschläge aber gering, was zum Wochenauftakt auch für die Heizöl-Notierungen hierzulande gilt. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag weiter zugelegt, fallen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder etwas zurück. Insgesamt bleiben die Kursausschläge aber gering, was zum Wochenauftakt auch für die Heizöl-Notierungen hierzulande gilt.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 69 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2160 US-Dollar gehandelt.

Weiterhin ist der Ölmarkt von der in den letzten Wochen stark steigenden Nachfrage geprägt und ein Richtungswechsel nach wie vor nicht in Sicht. Die Rohölpreise stehen derzeit auf dem höchsten Niveau der letzten zwei Jahre.
Vor allem in den USA, China und Europa hat der Bedarf an Öl und Ölprodukten zuletzt deutlich zugenommen und auch in Indien zeichnet sich langsam eine Entspannung der Corona-Lage ab. Erste Lockerungen werden in den nächsten Tagen erwartet.
Währenddessen bleibt die OPEC+ Gruppe vorerst auf der Bremse und sieht offenbar keine Notwendigkeit, der Fördermengen stärker oder schneller als geplant zu erhöhen.
Auch aus dem Iran werden wohl frühestens im vierten Quartal bedeutende zusätzliche Mengen auf den Markt kommen. Die Atomverhandlungen ziehen sich hin und selbst wenn die Sanktionen bald aufgehoben werden sollten, dürfte es einige Monate dauern, bis das Öl tatsächlich physisch angeboten werden kann.
Zudem hat die US-Ölindustrie hat noch lange nicht die Leistungsstärke vor Ausbruch der Pandemie erreicht. Derzeit werden lediglich knapp 11 Millionen Barrel pro Tag gefördert, in Spitzenzeiten lag die Produktion bei deutlich über 12,5 Millionen Fass. Auch die Zahl der aktiven US-Bohranlagen erholt sich nur sehr zögerlich. Laut Baker Hughes waren in der vergangenen Woche 359 Anlagen aktiv. In Spitzenzeiten lag die Zahl bei knapp 900, vor Corona bzw. dem Ölpreis-Crash bei knapp 700 Einheiten.
Am Freirag gab es außer enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten kaum neue Impulse. Diese erhoffen sich die Marktteilnehmer in dieser Woche unter anderem von den Monatsreports von EIA, OPEC und IEA. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar einen deutlichen Satz nach oben machen, als aus den USA die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft vermeldet wurden. Diese lag nur bei 559.000, während die Analysten im Vorfeld mit 675.000 neuen Jobs gerechnet hatten. Dies nimmt zweifelsohne etwas Druck von der US-Notenbank, die Geldpolitik zu straffen.

Dank der Währungsgewinne und des leichten Rückganges bei den Öl-Futures werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Somit bleiben die Notierungen im Bereich der Jahreshöchststände und daran wird sich wohl auch in nächster Zeit wenig ändern. Im Gegenteil, es muss eher mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden. 
04.06.2021, 08:34 Uhr
Die Ölpreise tendieren weiter nach oben und stehen auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren. Zusätzlich hat sich der Wechselkurs Euro/Dollar verschlechtert, sodass die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten tendieren weiter nach oben und stehen auf dem höchsten Niveau seit mehr als zwei Jahren. Zusätzlich hat sich der Wechselkurs Euro/Dollar verschlechtert, sodass auch die Heizöl-Notierungen leider mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,2110 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist weiterhin kein nachhaltiger Richtungswechsel in Sichtweite! Nachdem in vielen Ländern bzw. Regionen die Corona-Beschränkungen wieder gelockert bzw. ganz aufgehoben wurden und es wirtschaftlich vor allem in China und den USA, die ja weltweit die mit Abstand größten Ölverbrauchsländer sind, deutlich nach oben geht, ist der Ölverbrauch in den letzten Wochen deutlich angestiegen. Gleichzeitig bleibt das Angebot aufgrund der Förderbeschränkungen der OPEC+ Gruppe begrenzt, auch wenn in den Monaten Juni und Juli die Produktionsmengen schrittweise angehoben werden.
Die bei einem erfolgreichen Abschluss der Atomverhandlungen erwarteten zusätzlichen Mengen aus dem Iran werden wohl frühestens im dritten Quartal auf den Markt kommen und somit etwas Entlastung bringen können.
In den USA sind die Bestände an Rohöl im Vergleich zur Vorwoche deutlich gefallen. Das American Petroleum Institute (API) meldete einen Rückgang um 5,4 Millionen Barrel, das Department of Energy (DOE) einen Abbau von 5,1 Millionen Fass. Zulegen konnten dafür aber die Produktbestände, sodass die Zahlen unterm Strich neutral, eventuell sogar leicht preisdrückend gewertet werden können, denn die Gesamtnachfrage ging bei einer leicht niedrigeren Ölförderung deutlich um 0,8 Millionen Barrel pro Tag zurück. Trotzdem wurde vom Kraftstoffportal GasBuddy der höchste Benzinverbrauch seit zwei Jahren vermeldet.
Preistreibend wirkte auch eine teilweise deutliche Preisanhebung für Juli-Lieferungen durch den saudischen Ölkonzern Saudi Aramco, sowie erneute sehr gute Konjunkturdaten. Vor allem der ADP-Arbeitsmarktbericht konnte die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Demnach wurden in den USA im Mai 978.000 neue Jobs geschaffen, während die Prognose bei 680.000 lag.

Dies wirkte sich auch am Devisenmarkt aus, wo der US-Dollar nach Bekanntgabe der Zahlen im Vergleich zum Euro einen deutlichen Satz nach oben machte. Außerdem gab es auch wieder positive Signale aus dem Dienstleistungssektor. Der per Mai ermittelte ISM-Index konnte die Erwartung von 63 Punkten mit 64 Zählern deutlich übertreffen.

Insgesamt also keine guten Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit weiteren Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Auch wenn der Trend in den letzten Monaten deutlich nach oben gegangen ist, bewegen sich die Notierungen derzeit immer noch deutlich unter dem Durchschnittspreis der letzten zehn Jahre. Das Preisniveau ist also durchaus attraktiv!
02.06.2021, 09:02 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern weiter verteuert. Bei weitgehend unveränderten Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen heute weitgehend stabil in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern weiter verteuert. Bei weitgehend unveränderten Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen heute weitgehend in den Tag starten, nachdem der Juni mit weiteren Aufschlägen gestartet ist.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2220 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt zeigen die Kurspfeile in diesen Tagen leider weiter nach oben. Gestern überstiegen die Futures der für Europa maßgebenden Ölsorte "Brent" erstmals seit zwei Jahren wieder die 70-Dollar-Marke und wie es aussieht, kann diese gut gehalten werden. 
Angetrieben wurden die Rohölpreise dabei von der Prognose der OPEC+ Gruppe die erwartet, dass es vor allem im zweiten Halbjahr zu einer deutlichen Unterversorgung von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag kommen wird.
Dazu passt gestern auch die Einschätzung des Chefs der Internationalen Energieagentur (IEA) Fatih Birol, der bereits für nächstes Jahr mit einer globalen Ölnachfrage auf Vorkrisenniveau rechnet. Ursprünglich rechnete man in Paris erst im übernächsten Jahr mit einer vollständigen Erholung des Marktes.
Trotzdem will die OPEC+ Gruppe vorerst bei ihrem Plan bleiben und die Fördermengen im Juni zunächst nur um 0,7 Millionen Barrel pro Tag anheben und im Juli um weitere 0,8 Millionen Fass. Dies könnte dazu führen, dass die Ölpreise auch in den nächsten Wochen steigen werden, vor allem wenn sich die Verhandlungen mit dem Iran bezüglich des Atomabkommens noch länger als geplant hinziehen werden und somit von dieser Seite keine bedeutenden zusätzlichen Mengen auf den Markt kommen sollten.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen wieder überwiegend positiv aus und bestätigten, dass sich die Wirtschaft weiter auf Erholungskurs befindet. 
In der EU konnte der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe die Erwartung von 62,8 mit 63,1 Punkten ebenso übertreffen wie in den USA. Außerdem ging die Arbeitslosenquote in der Europäischen Unsion per April von 8,1 auf 8 Prozent zurück.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern wieder keine größeren Veränderungen im Verhältnis zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Die guten Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks egalisierten sich mehr oder weniger. Heute warten die Marktteilnehmer unter anderem auf Äußerungen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde und erhoffen sich dabei sicherlich Hinweise auf die weitere Geldpolitik in Anbetracht der in letzter Zeit recht hohen Teuerungsraten.

Die Heizölpreise hierzulande haben gestern leider weiter angezogen und heute wird es aller Voraussicht nach nur leicht nach unten gehen. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht lediglich ein Miniminus von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Vorzeichen, dass es in nächster Zeit zu einer Trendwende kommen kann, sind angesichts der relativ knappen globalen Ölversorgung denkbar schlecht, Daher sollte es ratsam sein, möglichst noch in der ersten Jahreshälfte die Tanks zu füllen, zumal ab dem Spätsommer mit einer großen Bestellwelle zu rechnen ist.
01.06.2021, 09:27 Uhr
Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau und heute Morgen haben die Brentöl-Futures erstmals seit über zwei Jahren wieder die 70-Dollar-Marke überschritten. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben auf hohem Niveau und heute Morgen haben die Brentöl-Futures erstmals seit über zwei Jahren wieder die 70-Dollar-Marke überschritten. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben. 

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67,70 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2230 US-Dollar gehandelt.

Bereits gestern am Vormittag tendierten die Rohölpreise im Vorfeld des heutigen Treffens der OPEC+ Gruppe nach oben. Auslöser waren wohl zum einen noch die guten Konjunkturdaten vom frühen Morgen aus China, zum anderen aber auch die weiterhin recht robuste Nachfrageentwicklung.
Die Tatsache, dass die US-Ölproduktion aktuell immer noch etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag unter Vorkrisenniveau liegt, machte dem ein oder anderen Börsianer wohl klar, dass der Markt schon bald in eine Unterversorgung hineinsteuert bzw. wohl auch schon drin ist.
Dies bestätigte dann auch das Joint Technical Committee (JTC) der OPEC+ Gruppe, die für die heutige Vollversammlung entsprechendes Zahlenmaterial erhebt und aufbereitet. Hier kommt man zu dem Ergebnis, dass es von September bis Dezember diesen Jahres eine Unterversorgung von rund zwei Millionen Barrel pro Tag geben könnte. Die in der Pandemie aufgebauten Überbestände sind bereits jetzt abgebaut und bereits Ende Juli sollen die Ölvorräte der OECD-Länder unter dem Schnitt der Jahre 2015 bis 2019 liegen.
Auch wenn der Iran wohl bald als bedeutender Ölproduzent bald wieder vollständig am Markt teilnehmen wird und nach eigenen Angaben die Produktion um vier Millionen Barrel pro Tag steigern könnte, ist dies doch eine neue Situation, auf die sich die Börsianer neu einstellen müssen.
Man darf also gespannt sein, ob die OPEC+ auf die Prognose reagieren und die Ölhähne eventuell kurzfristig noch stärker aufdrehen wird.

Am Devisenmarkt gab es gestern wieder einen recht ruhigen Handel - in den USA gab es feiertagsbedingt nur einen eingeschränkten Handel - bei der sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar nochmals leicht verbessern konnte. Auslöser waren mitunter sicherlich die stärker als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise in Deutschland, die eventuell zu einer Strahlung der Geldpolitik führen könnten. Außerdem fielen die zuletzt vermeldeten Konjunkturdaten recht positiv aus, was die Risikobereitschaft der Anleger erhöht, was unsere Gemeinschaftswährung tendenziell stützt.

Trotz der leichten Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten, womit wieder ein neues Langzeithoch erreicht wäre. Der Mai hatte bereits eine deutliche Verteuerung gebracht und es ist zu befürchten, dass die Notierungen auch im Juni weiter nach oben tendieren werden. Es ist daher anzuraten, den Bevorratungskauf nicht auf die lange Bank zu schieben.
31.05.2021, 07:43 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag im späten Handel etwas an Wert verloren, können sich heute Morgen in Asien aber schon wieder erholen. Trotzdem starten die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im späten Handel etwas an Wert verloren, können sich heute Morgen in Asien aber schon wieder erholen. Trotzdem starten die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,70 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,22 US-Dollar gehandelt.

Die letzte Handelswoche war von fallenden US-Ölbeständen und der Erwartung einer steigenden globalen Ölnachfrage geprägt. Entsprechend konnten die Rohölpreise zulegen und die Futures der für Europa maßgebenden Ölsorte "Brent" wieder etwas an der 70-Dollar-Marke "schnuppern". Warum diese nicht geknackt werden konnte, lag wohl im Wesentlichen daran, dass die Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran nochmals um einen Monat verlängert werden mussten und somit sich auch eventuelle iranische Öllieferungen entsprechend verzögern werden.
Dass der Iran bald wieder mehr Mengen auf den Markt bringen darf, wird von den Börsianern derzeit nicht bezweifelt, die Frage ist nur wann und welcher Größenordnung.
Die bald mögliche Aufhebung der Iran-Sanktionen wird sicherlich auch ein großes Thema beim Treffen der OPEC+ Gruppe ab morgigen Dienstag sein. Die meisten Marktbeobachter rechnen aber damit, dass es zumindest vorerst bei den beschlossenen Produktionsanpassungen bleiben wird.
Ansonsten gab es am Freitag wieder sehr gute Konjunkturdaten aus den USA und auch die heute am Morgen veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus China fielen zumindest im Rahmen der Erwartungen aus und signalisieren weiterhin Wachstum.
Gewachsen ist laut dem monatlichen Produktionsbericht der Energy Information Administration (EIA) auch die US-Ölproduktion. Diese stieg per März im Vergleich zum Vormonat um 1,32 auf 11,184 Million Barrel pro Tag. Dennoch liegt diese somit noch rund 1,6 Millionen Fass pro Tag unter dem Vorjahreswert. Die Nachfrage ist um 1,76 auf 19,20 Millionen Barrel pro Tag gestiegen.
Auch mit der Zahl der aktiven US-Bohranlagen geht es weiter nach oben. Wie das Dienstleistungsunternehmen Baker Hughes am Freitagabend vermeldet hat, ist diese im Vergleich zur Vorwoche um weitere 3 auf nun 359 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt ging es mit dem Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag zunächst deutlich nach unten und wurde dabei von schlechten Konjunkturdaten aus Frankreich belastet. Obwohl die neuesten Wirtschaftsindikationen aus den USA am Nachmittag sehr gut ausgefallen sind, konnte sich unsere Gemeinschaftswährung zu diesem Zeitpunkt aber schon wieder deutlich erholen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Dabei bewegen sich die Notierungen aber weiterhin unweit der bisherigen Jahreshochs und die Aussichten auf deutlich fallenden Kurse bleiben trübe. Es ist weiterhin anzuraten, kleine Preisrücksetzer für die Bevorratung zu nutzen.
28.05.2021, 08:17 Uhr
Die Ölpreise haben gestern mit dem Start der US-Märkte wieder deutlich zulegen können und die Futures der Sorte „Brent“ stehen nur noch knapp unterhalb der 70-Dollar-Marke. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit weiteren Aufschlägen in den Tag starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern mit dem Start der US-Märkte wieder deutlich zulegen können und die Futures der Sorte "Brent" stehen nur noch knapp unterhalb der 70-Dollar-Marke. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 67 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2180 US-Dollar gehandelt.

Die deutlichen Rückgänge der US-Ölbestände mit gleichzeitig anziehender Nachfrage ließen gestern zum Start in den Handel nur wenig Spielraum für nachgebende Rohölpreise.
Trotzdem bröckelten die Notierungen am Vormittag etwas ab, was zum Teil sicherlich durch einen überraschend schwachen deutschen GfK-Konsumklimaindex, im Wesentlichen aber wohl mit der Aussicht, dass bald weitere Mengen aus dem Iran auf den Markt kommen werden, zu begründen war.
Die Trendwende brachten dann neue Arbeitsmarktdaten aus den USA. Hier ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Vergleich zur Vorwoche weiter von 444.000 auf 406.000 und somit den niedrigsten Stand seit März letzten Jahres gefallen. Auch die weitergeführten Jobgesuche gingen erneut zurück. 
Obwohl die weiteren Konjunkturdaten dann eher gemischt aufgefallen sind, zog der Ölkomplex im Zuge einer freundlichen Eröffnung der US-Aktienmärkte am Abend weiter an.
Getrieben wurde der Anstieg von der Aussicht auf eine weitere kräftige Erholung der Ölnachfrage, die vor allem ab dem zweiten Halbjahr erwartet wird. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die US-Ölproduktion derzeit immer noch um rund zwei Millionen Barrel pro Tag niedriger liegt, als vor der Corona-Krise.
Gespannt darf man daher auf das Treffen der OPEC+ Gruppe am Dienstag nächster Woche sein. Die meisten Marktbeobachter rechnen allerdings damit, dass es zumindest vorerst noch keine Änderung der Förderpläne geben wird.

Am Devisenmarkt blieben gestern größere Kurschwankungen des Euro im Vergleich zum US-Dollar aus. Die guten US-Arbeitsmarktdaten konnten dem "Greenback" keinen Schub geben, da diese von enttäuschenden Auftragsdaten der Industrie mehr oder weniger ausgeglichen wurden. Heute stehen einige wichtige Konjunkturdaten, vor allem aus den USA, zur Veröffentlichung an, die wieder etwas Bewegung in den Markt bringen könnten.

Aufgrund der gestiegenen Öl-Futures werden die Heizöl-Notierungen in Österreich leider mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,5 bis 0,7 Cent pro Liter erwarten. Somit ist es durchaus möglich, dass noch heute ein neues Langzeithoch erreicht werden wird. Nach wie vor bleiben die Aussichten auf deutlich fallende Notierungen trübe. Rücksetzer sollten daher zum Kauf genutzt werden.