29.05.2020, 09:05 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Gewinne verbuchen können und befinden sich insgesamt weiter auf Stabilisierungskurs. Trotzdem geht es mit den Heizöl-Notierungen immer weiter nach unten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Gewinne verbuchen können und befinden sich insgesamt weiter auf Stabilisierungskurs. Trotzdem geht es mit den Heizöl-Notierungen immer weiter nach unten und ein Preistief jagt das nächste.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 35 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 33,20 Dollar. Der Euro ist in diesen Tagen gefragt, kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1095 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) bearish, also preisdrückend ausgefallen sind, konnten sich die Rohölpreise gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel überraschend gut behaupten. Ab den Mittagsstunden zogen die Notierungen sogar wieder an, obwohl die Geschäfts- und Verbraucherstimmung in der EU per Mai mit einem Wert von 67,5 Punkten unter den Erwartungen veröffentlicht wurde. Stützend wirkten Gerüchte, wonach innerhalb der OPEC+ Gruppe offenbar diskutiert wird, die vor Ostern beschlossenen Förderkürzungen über den Juni hinaus fortzusetzen.
Am Nachmittag gab es dann relativ gut ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA, wo die weitergeführten Anträge auf Arbeitslosenhilfe mit gut 21 Millionen deutlich unter der Erwartung von 25,7 Mio. lag. Auch die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter gingen im April "nur" um 17,2 Prozent, statt wie prognostiziert um 19 Prozent zurück.
So kletterten die Futures vor Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten DOE-Ölbestandsdaten weiter nach oben. Die Zahlen fielen dann unterm Strich, wie schon die API-Daten vom Vortag, bearish aus. In Summe gab es einen Bestandsaufbau von 12,7 Millionen Barrel, wobei die Benzinvorräte doch etwas stärker zurückgegangen sind, als dies erwartet wurde. Auch die Ölbestände im Zentrallager Cushing reduzierten sich um 3,4 Mio. Fass. Allerdings ging die Gesamtnachfrage weiter auf nun 16 Mio. Barrel zurück, während die US-Ölproduktion ebenfalls weiter um 0,1 auf nun 11,4 Millionen Barrel gesunken ist.
Nachdem die Händler die Zahlen analysiert hatten, zogen die Futures weiter an, sodass zu Handelsschluss ein deutlicher Gewinn von gut einem Dollar pro Barrel zu Buche stand.
  
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder schöne Gewinne erzielen und heute Morgen geht es weiter nach oben, auf den höchsten Stand seit genau zwei Monaten. Auch wenn es in den USA auch erste Lichtblicke gibt, so scheint die Coronakrise in Europa doch schneller und besser überwunden werden zu können, was sich entsprechend positiv auf die Entwicklung unserer Gemeinschaftswährung auswirkt.
 
Auch dank dieser Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute aller Voraussicht nach weiter den Weg nach unten suchen, obwohl sich die Rohöl-Notierungen wie oben beschrieben eher fest zeigen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Somit schließt sich die seit dem Ölpreis-Crash weit auseinandergegangen Schere zwischen Weltmarkt- und Inlandspreisen immer weiter. Die Luft nach unten wird zweifelsohne immer dünner, aber es gibt durchaus noch etwas Potenzial.
28.05.2020, 08:58 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte der Euro Gewinne verbuchen, sodass die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen starten werden und eventuell auf ein neues Langzeittief zusteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte der Euro wieder Gewinne verbuchen, sodass die Heizöl-Notierungen heute mit weiteren Abschlägen starten werden und eventuell sogar bald ein neues Langzeittief in Angriff nehmen können.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 31,85 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1025 US-Dollar gehandelt.

Der in den letzten Tagen verbreitete Optimismus an den Ölmärkten, vor allem bezüglich der Entwicklung der Nachfrage, ist gestern der Ernüchterung gewichen. Neue Sorgen, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder verschärfen könnte und es somit einen weiteren Dämpfer für die Entwicklung der globalen Konjunktur und somit auch der Ölnachfrage geben könnte, drückte auf die Stimmung. 
Die Rohölpreise gerieten vom Start in den europäischen Handel sofort unter Druck und verloren bis Handelsschluss rund zwei US-Dollar pro Barrel.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es in Summe einen starken Aufbau von über 16 Millionen Barrel, was neue Bedenken schürt, dass sich die Nachfrage in den Staaten doch nicht so schnell erholen könnte, wie dies noch vor wenigen Tagen erwartet wurde. Die Analysten hatten im Vorfeld mit kaum veränderten Öl-Vorräten gerechnet. Entsprechend schwach starten die Futures auch heute Morgen in den asiatisch und europäisch geprägten Handel.
Die Marktteilnehmer warten nun auf die wesentlich einflussreicheren und auch aufschlussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag gegen 17 Uhr über die Ticker rollen werden.
Preistreibend wirkte gestern sicherlich auch die Meldung, wonach sich der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohamed bin Salman in einem Telefon auf die Fortführung der engen Zusammenarbeit bezüglich der Förderregulierung verständigt haben sollen. Dies wäre wohl der Grundstein für eine weitere erfolgreiche Kooperation der führenden Ölförderländer und ließe erwarten, dass es in nächster Zeit keine stärkere Überversorgung mehr geben wird.
  
Am Devisenmarkt befindet sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter im Aufwind und konnte gestern erstmals seit Ende März wieder über die 1,10-Dollar-Marke klettern. Unsere Gemeinschaftswährung profitiert davon, dass das von der EU-Kommission vorgeschlagene Finanzpaket, das für die durch die Corona-Krise am stärksten betroffene Mitgliedsländer geschnürt werden soll, insgesamt auf breite Zustimmung gestoßen ist. Bis zur Verabschiedung ist es sicherlich aber trotzdem noch ein langer Weg, denn es gibt nach wie vor einige Staaten, die strikt gegen eine gemeinschaftliche Aufnahme von Schulden sind.
 
Die Heizölpreise hierzulande befinden sich in diesen Tagen wieder auf den Weg nach unten und auch heute sind schöne Abschläge zu erwarten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt entspannt sich die Lage am Heizöl-Markt immer mehr, da sich die Nachfrage in den letzten Tagen deutlich abgeschwächt hat. Gute Voraussetzungen für weitere Abschläge, falls dies die internationalen Ölpreise auch zulassen.
27.05.2020, 08:10 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt und liefern erneut stabile Vorgaben für den heimischen Inlandsmarkt. Hier werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht mit leicht schwächerer Tendenz starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern, bei einem insgesamt recht ruhigen Handelsverlauf, im Großen und Ganzen seitwärts entwickelt und liefern somit erneut stabile Vorgaben für den heimischen Inlandsmarkt. Hier werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht mit leicht schwächerer Tendenz in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 34 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0955 US-Dollar gehandelt.

Nachdem sich immer mehr herauskristallisiert, dass die globale Ölnachfrage doch überraschend schnell wieder anzieht und es voraussichtlich schon im Juli oder August zu einem Gleichgewicht am Ölmarkt kommen könnte, können sich die Rohölpreise auf dem aktuellen, im Vergleich zu Ende April doch deutlich erhöhtem Niveau, gut behaupten. 
Die Kürzungsvereinbarungen im Rahmen des OPEC-Förderabkommens werden offenbar schnell und konsequent umgesetzt und der in den letzten Wochen sehr niedrige Ölpreis hat vor allem in der Fracking-Industrie Nordamerikas Wirkung gezeigt. Auch hier gehen die Produktionsmengen deutlich zurück, da viele kleinere Unternehmen auf diesem Niveau einfach nicht mehr wirtschaftlich fördern können.
Am 9. und 10. Juni wollen sich die am OPEC-Abkommen beteiligten Ländern nun wieder beraten, wie es mit den Fördermengen ab Juli weitergehen soll, denn die offizielle Kürzung von 9,7 Millionen Barrel gilt bislang ja nur für die Monate Mai und Juni. Erste Sondierungsgespräche beginnen nun im Vorfeld bereits zu laufen.
Ansonsten gibt es derzeit nur wenig neue Markt bewegende Meldungen. Die Händler warten auf die neuen US-Ölbestandsdaten, die in dieser Woche feiertagsbedingt erst heute Abend bzw. morgen am Nachmittag bekanntgegeben werden. Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt, größtenteils aber im Rahmen der Erwartungen aus.
  
Weiterhin sehr ruhig verläuft in diesen Tagen auch der Handel am Devisenmarkt, wo sich der Euro in den letzten Tagen im Vergleich zum US-Dollar aber recht gut entwickeln und schöne Gewinne erzielen konnte. Unsere Gemeinschaftswährung profitiert dabei wohl von der wachsenden Zuversicht an den Finanzmärkten. Ob diese allerdings begründet ist, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen müssen.
 
Die Heizölpreise in Österreich stabilisieren sich weiter, starten heute aber erfreulicherweise mit leichten Abschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Obwohl sich die Nachfrage in den letzten Tagen doch deutlich abgeschwächt hat, sind die Auftragsbücher des Handels immer noch gut gefüllt und somit bleiben auch die Lieferzeiten bis auf Weiteres sehr hoch. 


25.05.2020, 08:50 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag relativ schnell wieder erholen können und im Laufe des Tages sogar wieder leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es weiter leicht bergauf, sodass die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag relativ schnell wieder erholen können und im Laufe des Tages sogar wieder leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es weiter leicht bergauf, sodass die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 33,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0890 US-Dollar gehandelt.

Die Tatsache, dass die chinesische Regierung sich über die künftige Wirtschaftsentwicklung bedeckt hält und keine Prognose bzw. kein Ziel zum Bruttoinlandsprodukt abgibt, hatte die Märkten am Freitagmorgen kurzzeitig verunsichert und die Rohölpreise deutlich nach unten gedrückt. Nach der kräftigen Erholung der Öl-Futures in den Vortagen, wäre es eigentlich naheliegend gewesen, dass die Börsianer dies zum Anlass nehmen, um Gewinne mitzunehmen, zumal in den USA heute der Memorial Day gefeiert wird und somit ein verlängertes Wochenende anstand.
Doch weit gefehlt. Die Notierungen erholten sich im Laufe des Tages immer weiter, ohne dass es neue Markt bewegende Meldungen gegeben hätte. An den Finanzmärkten scheint der Optimismus in diesen Tagen weiterhin fast grenzenlos zu sein, obwohl die Konjunktur rund um den Globus eingebrochen ist und sich die Nachfrage in einigen wichtigen Wirtschaftsbereichen nur sehr langsam wieder erholt. 
Gleiches gilt für den Ölbedarf. Dieser dürfte nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur auch im Juni um rund 13 Millionen Barrel unter dem Vorjahresniveau liegen und somit wird es wohl auch in den nächsten Wochen, trotz der bislang der schnellen und konsequenten Umsetzung der beschlossenen Förderkürzungsmaßnahmen, zu einer Überversorgung am Ölmarkt kommen.
Doch ist eine Wende hier wohl nur noch eine Frage der Zeit und spätestens in der zweiten Jahreshälfte dürften die globalen Ölbestände wieder zurückgehen. 
Darauf deutet auch die Zahlen zu den aktiven US-Bohranlagen hin, die in der letzten Woche weiter deutlich von 258 auf nun nur noch 237 Einheiten zurückgegangen ist. Somit dürfte auch die Fördermenge in den USA mit einer zeitlichen Verzögerung von ca. sechs Monaten weiter deutlich nach unten gehen.
 
Am Devisenmarkt verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag weiter an Wert, was aber überwiegend mit Gewinnmitnahmen begründet wurde. Generell stehen die Chancen auf weitere Kursgewinne nicht unbedingt schlecht, vor allem wenn sich die EU-Länder bald auf einen gemeinsamen Rettungsfonds einigen könnten.
 
Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben leider mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Dies tut dem aktuell immer noch äußerst attraktiven Preisniveau aber kaum Abbruch, zumal die Chancen auf weitere Abschläge, bei vorausgesetzt relativ stabilen Rohölpreisen, immer noch recht gut sind. Hauptgrund hierfür ist das deutlich zurückgehende Bestellaufkommen.
22.05.2020, 08:40 Uhr
Die Ölpreise sind heute mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt in China im ersten Quartal stark eingebrochen ist. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in den Tag gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind heute mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt in China im ersten Quartal stark eingebrochen ist. In Folge werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den heutigen "Brückentag" gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 31,85 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0925 US-Dollar gehandelt.

Vom American Petroleum Institute (API) vermeldete Bestandsabbauten in den USA, eine starke Nachfrage aus China und eine sich generell weiter verbessernde Stimmung unter Verbrauchern und Investoren haben die Rohölpreise auch am Mittwoch zunächst weiter nach oben getrieben. 
Etwas Ernüchterung kehrte allerdings ein, als am späten Nachmittag das Department of Energy (DOE) ihren wöchentlichen Bestandsbericht veröffentlichte und dieser überwiegend bearish, also preisdrückend ausfiel. 
In Summe gab es hier eine Aufbau von 1,6 Millionen Barrel, was in etwa im Vorfeld von den Analysten auch so erwartet worden war. Das Problem lag aber in der Entwicklung der Gesamtnachfrage, denn diese ist überraschend um 0,23 Mio. auf 16,6 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen. Angesichts der weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen hatte die Marktteilnehmer hier aber eher mit einer weiteren Zunahme gerechnet. Dies könnte natürlich ein Hinweis sein, dass sich die Wirtschaft in den USA und somit auch die Ölnachfrage doch nicht ganz so schnell erholen wird, wie dies von den Optimisten zuletzt erwartet worden war.
Nach einem deutlichen Rücksetzer ging es am späten Abend mit den Futures aber schon wieder leicht nach oben, sodass es am Mittwoch schlussendlich weitere Gewinne gab. Gestern tat sich sich im US-Handel nicht viel und die Notierungen gingen in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel.
Heute Morgen gerieten die Futures im asiatischen Handel aber deutlich unter Druck, nachdem die chinesische Regierung für das erste Quartal einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 6,8 Prozent vermelden musste und aufgrund der extermen Unsicherheiten keine neuen Prognosen bzw. Ziele bekannt gab. Dies wird an den Börsen als negatives Zeichen gewertet und entsprechend überwiegen heute die rote Zahlen an den Kurstafeln in Asien.

Am Devisenmarkt konnte der Euro am Mittwoch weitere deutliche Gewinne erzielen und in der Spitze fast die 1,10-Dollar-Marke erreichen. Stützend wirkte dabei sicherlich, dass das EU-Verbrauchervertrauen per Mai mit minus 18,8 Punkten besser als erwartet ausgefallen ist. Gestern musste unsere Gemeinschaftswährung die Gewinne aber wieder abgeben und auch heute Morgen ist eher wieder der US-Dollar als "sicherer Hafen" gefragt.
 
Hierzulande geben die Heizölpreise heute zum Start in den letzten Handelstag der Woche, trotz der Währungsverluste, erfreulicherweise deutlich nach. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Somit nehmen die Notierungen allmählich wieder Kurs in Richtung Langzeittief und es ist nicht auszuschließen, dass dieses im Laufe der nächsten Wochen wieder erreicht oder sogar unterschritten werden können. 
20.05.2020, 08:39 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern größtenteils seitwärts entwickeln und konnten so ihr relativ hohes Niveau halten. Wieder etwas nach unten geht es heute aller Wahrscheinlichkeit mit den Heizöl-Notierungen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern größtenteils seitwärts entwickeln und konnten so ihr relativ hohes Niveau halten. Wieder etwas nach unten geht es heute aller Wahrscheinlichkeit mit den Heizöl-Notierungen, die sich somit weiter vom Weltmacht abkoppeln können.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 34,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 32 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar nochmals leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0945 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise in den letzten Tagen kräftig angezogen haben, war gestern eine Konsolidierung der Notierungen zu beobachten. 
Viele Analysten und Marktbeobachter sind der Meinung, dass der Ölmarkt nun das Schlimmste hinter sich hat, auch wenn in den letzten Tagen sicherlich viel Optimismus in die Kurse gepackt worden ist. Ausgelöst wurde die zuletzt sehr positive Stimmung bereits vor gut einer Woche, als die Bestände im US-Zentrallager Cushing erstmals seit Wochen wieder zurückgingen. Hinzu kam, dass die Ölnachfrage in China mittlerweile fast schon wieder Normalniveau erreicht hat und die Kürzungsbemühungen der OPEC+-Gruppe offenbar gut vorankommen.
Auch in der EU hellt sich die Stimmung in der Wirtschaft langsam wieder auf. Der gestern veröffentlichte ZEW Konjunkturerwartungsindex per Mai überraschte mit einem Wert von 46 Punkten, während dieser im April noch bei 25,2 Zählern lag. Eher düster ist die wirtschaftliche Lage in den USA. Notenbankchef Jerome Powell befürchtet eine nur sehr langsame Erholung, die sich bis zum Ende nächsten Jahres hinziehen könnte. Sollte es zu einer zweiten Infektionswelle kommen, könnte es noch erheblich länger dauern, bis sich die Wirtschaft auf das Niveau vor der Krise erholen könne.
Gestern Abend nach US-Börsenschluss veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) die wöchentlichen US-Ölbestandszahlen und diese fielen bullish, also preistreibend aus. In Summe gab es nämlich einen leichten und unerwarteten Rückgang der Ölvorräte und auch in Cushing gingen die Bestände weiter deutlich zurück.
Bislang gab es noch keine deutliche Reaktion der Ölpreise. Die Marktteilnehmer warten auf die etwas aussagekräftigeren und gewichtigeren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute am späten Nachmittag veröffentlicht werden. 

Am Devisenmarkt konnte der Euro die Gewinne vom Vortag gestern gut verteidigen und im Vergleich zum US-Dollar sogar weiter leicht zulegen. Der gute ZEW-Index, die warnenden Worte von US-Notenbankchef Powell bezüglich der Entwicklung der US-Wirtschaft und nicht zuletzt der nun zur Diskussion stehende Wiederaufbauplan für die Wirtschaft in der Europäischen Union stützten unsere Gemeinschaftswährung.
 
Insgesamt also ganz gute Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten Abschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Das Bestellaufkommen ist in den letzten Tagen weiter zurückgegangen, sodass das noch vorhandene geringe Abwärtspotenzial in nächster Zeit durchaus noch gehoben werden könnte.
19.05.2020, 09:03 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder deutlich angezogen. Auch wenn es heute morgen zu leichten Gewinnmitnahmen kommt, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen ihren Aufwärtstrend der letzten Tage heute wohl weiter fortsetzen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder deutlich angezogen und den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht. Auch wenn es heute morgen zu leichten Gewinnmitnahmen kommt, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen ihren Aufwärtstrend der letzten Tage heute wohl weiter fortsetzen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 35,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 32,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0925 US-Dollar gehandelt.

Machte der Ölmarkt beim letzten Frontmonatswechsel der US-Ölsorte "WTI" vor rund vier Wochen noch mit Negativpreisen Schlagzeilen, so sind die Rohölpreise in diesen Tagen von einem starken Optimismus getrieben und eine Wiederholung dieses wohl einmaligen Szenarios ist sehr unwahrscheinlich geworden. Die Marktteilnehmer haben wohl keinerlei Sorge mehr, dass die Lagerkapazitäten nicht ausreichen könnten und sehen zudem auch erste Anzeichen, dass die Ölnachfrage eventuell früher als erwartet wieder Normalniveau erreichen könnte.
Vor allem in China scheint der Wirtschaftsmotor wieder gut angesprungen zu sein und hier soll der Ölverbrauch mittlerweile wieder bei rund 13 Millionen Barrel pro Tag liegen. Letztes Jahr um diese Zeit lag dieser lediglich um 0,4 Millionen Barrel pro Tag höher. Die Menschen meiden hier wohl auch die öffentlichen Verkehrsmittel um möglichen Ansteckungen aus dem Wege zu gehen und nutzen dafür lieber das Auto oder den Roller. 
Zudem geht es mit der Umsetzung des OPEC-Förderabkommens wohl etwas besser voran als gedacht. Vor allem Russland soll schon bald die zugesagte Reduzierung auf 8,5 Millionen Barrel erreicht haben. Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ja die Ölhähne bereits in der letzten Woche freiwillig noch stärker zugedreht als dies eigentlich vereinbart wurde.
Aber auch Nachrichten über Erfolge bei der Impfstoff-Forschung treiben nicht nur die Ölpreise an, sondern lassen auch die Aktienkurse wieder kräftig steigen.
Bei all der Euphorie sollte aber nicht vergessen werden, dass der globale Wirtschaftsmotor stark ins Stottern geraten und auch die Gefahr einer zweiten Ansteckungswelle allgegenwärtig ist. Der Ölmarkt wird bis mindestens Juni hinein deutlich überversorgt bleiben und bei den aktuellen Preisen gehen sicherlich auch bald wieder viele kleinere US-Ölunternehmen mit ihren Förderanlagen in Betrieb.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und dabei sicherlich von der guten Stimmung an den weltweiten Finanzmärkten profitieren. Auch der von Merkel und Macron gemeinsam ausgearbeitete Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft kam bei den Anlegern offenbar gut an, auch wenn es hier bereits erste Widerstände bei anderen EU-Staaten gibt.
 
Trotz der Währungsgewinne werden die Heizölpreise auch heute wieder mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einen Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile scheint der Ölmarkt kurzfristig aber doch stark überhitzt zu sein, sodass es hier in nächster Zeit durchaus wieder zu einer Korrektur kommen könnte. Ob es am Heizöl-Markt nochmals für neue Tiefständen reichen wird, ist mittlerweile aber eher zu bezweifeln.
18.05.2020, 08:35 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder Gewinne erzielen können und starten heute Morgen mit fester Tendenz in die neue Handelswoche. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder Gewinne erzielen können und starten heute Morgen mit fester Tendenz in die neue Handelswoche. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 33,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 30,75 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin nur wenig verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0815 US-Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt scheint die Talsohle durchschritten zu haben und mit den etwas zurückgehenden Ölbeständen im US-Zentrallager Cushing und den zunehmende Lockerungen der Corona-Beschränkungen geht es nicht nur mit der Nachfrage, sondern auch mit den Ölpreisen wieder nach oben. Die US-Ölsorte "WTI" steht mittlerweile auf dem höchsten Stand seit rund zwei Monaten und erste Unternehmen im US-Bundesstaat North Dakota, der zweitgrößten Förderregion der USA, fahren ihre Produktion wieder hoch. Hier waren mehr als 7.000 Ölquellen aufgrund der extrem niedrigen Rohölpreise in den letzten Wochen abgeschaltet worden.
Generell geht es mit der Zahl der aktiven US-Bohranlagen aber immer noch nach unten, wie der neueste Baker-Hughes-Report zeigt. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es hier einen weiteren Rückgang von 34 auf derzeit nur noch 258 Einheiten. Anfang März waren es noch knapp 700 Anlagen. Daher rechnen nicht wenige Analysten damit, dass es bereits im zweiten Halbjahr zu einer globalen Unterversorgung kommen könnte. Bis allerdings die enorm hohen Öllagerbestände abgebaut sind, dürfte es noch wesentlich länger dauern. 
Ein entscheidender Faktor für den weiteren Verlauf der Ölpreise wird in den nächsten Wochen die Entwicklung der Zahl der Neuinfizierten sein. Sollte es nämlich zu einer zweiten Infektionswelle kommen, hätte dies sicherlich verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung, hinter der ohnehin schon sehr viele Fragezeichen stehen.
Die am Freitag veröffentlichten Zahlen fielen gemischt, meist im Rahmen der düsterern Erwartungen aus. Das EU-Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal um 3,2 Prozent zurückgegangen und die Zahl der Erwerbstätigen um 0,2 Prozent. Auch in den USA gibt es weiterhin große wirtschaftliche Probleme. Die Industrieproduktion fiel im April um 11,2 Prozent, die Einzelhandelsumsätze um 16,4 Prozent.

Am Devisenmarkt wirkten sich diese Zahlen aber kaum auf das Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro aus. Unsere Gemeinschaftswährung konnte nur kurzzeitig von den schwachen US-Einzelhandelszahlen profitieren. Wenig später wurden die Gewinn dann aber schon wieder glattgestellt und die Händler erinnerten sich wohl, dass die Lage in Europa auch nicht wesentlich besser ist.
 
Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. In den nächsten Tagen und Wochen ist zwar weiterhin damit zu rechnen, dass sich die Notierungen etwas vom Weltmarkt abkoppeln können. Ob dies aber zu weiteren Tiefständen reicht, ist fraglich und muss abgewartet werden.
15.05.2020, 09:04 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages kräftig angezogen, nachdem die Internationale Energieagentur ihren Monatsbericht veröffentlicht hat. Auch heute Morgen geht es weiter nach oben, auch mit den Heizöl-Notierungen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages kräftig angezogen, nachdem die Internationale Energieagentur ihren Monatsbericht veröffentlicht hat. Auch heute Morgen geht es weiter nach oben, sodass leider auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 32,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 28,20 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,0805 US-Dollar gehandelt.

Obwohl es bereits in den vergangenen Tagen erste Tendenzen einer Erholung am Ölmarkt gab, blieben die Rohölpreise noch weitgehend stabil. Die überraschend zurückgehenden Ölbestände im US-Zentrallager Cushing und die deutlich anziehende US-Inlandsnachfrage wurden vom preisdrückend zu wertenden Monatsreport der OPEC in ihrer Wirkung abgeschwächt.
Gestern starteten die Futures dann aber bereits am Morgen mit Aufschlägen in den europäisch geprägten Handel und die Gewinne konnten nach Veröffentlichung des Monatsberichtes der Internationalen Energieagentur (IEA) weiter ausgebaut werden. 
In diesem wurden die Einschätzungen zur globalen Ölnachfrage teilweise kräftig revidiert. So rechnet man nun für das Gesamtjahr 2020 "nur" noch mit einem Rückgang um 8,6 Millionen Barrel pro Tag und somit 0,7 Mio. Mehrbedarf als noch vor rund vier Wochen. In den Monaten April und Mai soll die Nachfrage sogar 3,8 bzw. 4,5 Mio. Barrel pro Tag höher liegen als ursprünglich prognostiziert.  Zwar warnt man in Paris noch vor einer zu großen Euphorie, man sehe aber erste Anzeichen einer allmählichen Neuausrichtung der Ölmärkte, so IEA-Chef Fatih Birol. 
Am Ölmarkt sorgte der Report für eine kräftige Überraschung und die Händler kauften was das Zeug hielt. Die Umsätze lagen weit über dem Durchschnittsniveau der letzten Tage und Wochen. 
Auch heute Morgen geht die Rallye bislang weiter und seit den Tiefständen vor rund vier Wochen haben sich die Ölpreise teilweise nun fast verdoppelt. Ob dies allerdings schon eine nachhaltige Trendwende am Ölmarkt ist, darf bezweifelt werden, denn die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie bleiben natürlich bestehen und wie es mit der globalen Wirtschaft weitergeht, ist nach wie vor sehr ungewiss.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern wieder keine größeren Bewegungen im Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro. Die gestern veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen gemischt aus, ebenso wie die Konjunkturdaten aus China von heute Morgen. Gespannt warten die Händler nun auf die neuesten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in der EU.
 
Nachdem die Heizölpreise in dieser Woche bislang nur den Weg nach unten gekannt haben, geht es heute leider kräftige nach oben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Dies ist angesichts der sehr schönen Entwicklung der letzten Tage und Wochen durchaus zu verschmerzen. Ob es nochmals deutlicher nach unten gehen kann, ist derzeit schwer zu sagen. Wer auf der sicheren Seite stehen will, bestellt jetzt.
14.05.2020, 08:22 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nicht von einem durchaus unerwarteten Rückgang der US-Ölbestände profitieren können und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zeigten sich weitgehend stabil. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nicht von einem durchaus unerwarteten Rückgang der US-Ölbestände profitieren können und sind schlussendlich kaum verändert aus dem Handel gegangen. Auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zeigten sich weitgehend stabil.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 29,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 25,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0805 US-Dollar gehandelt.

Der EIA-Monatsreport und die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) lieferten gestern insgesamt eher neutrale Vorgaben und so starteten die Rohölpreise gestern weitgehend stabil in den europäisch geprägten Handel.
Die Händler warteten dabei auf den Monatsreport der OPEC, der am Nachmittag veröffentlicht wurde und eindeutig bearish, also preisdrückend ausgefallen ist. Das Kartell hat nämlich die Prognose zur globalen Ölnachfrage nochmals deutlich um 2,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert, die erwartete Förderung sieht man aber im gleichen Zeitraum nicht so stark fallen, was natürlich heißt, dass das Überangebot höher eingeschätzt wird als noch vor rund vier Wochen. Entsprechend reagierten die Händler mit Verkäufen. 
Als dann gegen 16.30 Uhr die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) über die Ticker rollten, gab es einen kurzzeitigen Ausschlag nach oben, der sich aber als nicht nachhaltig erwies. Der Grund war ein völlig überraschender Rückgang der Vorräte, während die Analysten mit einem weiteren Aufbau von gut fünf Millionen Barrel gerechnet hatten. Auch die Gesamtnachfrage ist weiter auf 16,8 Millionen Barrel pro Tag angestiegen, während die Ölproduktion um 0,3 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen ist.
Dieser eindeutig preistreibend zu wertende Bericht konnte sich am Markt aber nicht durchsetzen, denn schon wenige Minuten nach Bekanntgabe setzten die Futures ihren Abwärtstrend fort und konnten sich erst kurz vor Handelsende wieder etwas erholen.
Heute warten die Marktteilnehmer noch auf den Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA). Deren Chef Fatih Birol hatte sich bereits gestern zu Wort gemeldet und schätzt, dass es möglicherweise mehrere Jahre dauern könnte, bis sich die Ölnachfrage vollständig erholt hat. Dies hat sicherlich auch zu der gedrückten Stimmung beigetragen.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gestern von der wieder steigenden Unsicherheit bezüglich der zu erwartenden Konjunkturentwicklung profitieren und im Vergleich zum Euro leichte Gewinne erzielen. Die Aktienkurse sind deutlich zurückgegangen und förderten diese Entwicklung.
 
Die Heizölpreise in Österreich bleiben auf einem sehr attraktiven Niveau. Auch heute ist aus morgendlicher Sicht mit stabilen, eventuell leicht anziehenden Notierungen zu rechnen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aber höchstens ein leichtes Plus zwischen 0,2 und 0,5 Cent pro Liter erwarten. Insgesamt stabilisiert sich der Markt immer mehr. Im Mai gab es bislang noch keine größeren Ausschläge.
13.05.2020, 08:32 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich gezeigt, die für Europa entscheidenden Brent-Futures sind aber weiter zurückgefallen. Ebenso die Heizöl-Notierungen, die seit 2016 nicht mehr zu günstig waren und auch heute mit weiteren Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich gezeigt, die für Europa entscheidenden Brent-Futures sind aber weiter zurückgefallen. Ebenso die Heizöl-Notierungen, die seit August 2016 nicht mehr zu günstig waren und auch heute mit weiteren Abschlägen in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 29,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 25,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar leichte Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0850 US-Dollar gehandelt.

So wie sich die Heizölpreise hierzulande wieder dem Niveau der Rohölpreise auf dem Weltmarkt anpassen, so gibt es nun auch wieder eine Annäherung zwischen der US-Ölsorte "WTI" und der europäischen Nordseemarke "Brent". 
Hauptgrund dürfte sein, dass die Ölbestände im US-Zentrallager Cushing erstmals seit Ende Februar wieder zurückgegangen sind. Dies vermeldete gestern Abend das American Petroleum Institute (API) im wöchentlichen Bestandsbericht, der aber auch wieder bearishe, also preisdrückende Komponenten enthielt. 
So sind die US-Ölbestände landesweit in Summe um 10,4 Millionen Barrel angestiegen, während die Analysten im Vorfeld lediglich mit einem Aufbau von gut sechs Millionen Fass gerechnet hatten. Dies drückte wiederum auf die Brent-Futures, sodass die Preisdifferenz zu WTI deutlich geringer wurde und nun in etwa wieder Normalniveau erreicht hat.
Der zuvor veröffentlichte Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) kann eher leicht stützend gewertet werden, je nachdem welchen Zeithorizont man betrachtet. Zwar rechnet man hier im Vergleich zum letzten Bericht kurzfristig mit einem weiteren Rückgang der weltweiten Nachfrage, gleichzeitig sieht man aufgrund der umfangreichen Förderkürzungen ab dem zweiten Halbjahr aber eine zunehmende Unterversorgung. Daher wurden die Preisprognosen für das dritte und vierte Quartal etwas angehoben.
In dieser Woche folgen noch die Monatsberichte der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA). Heute am Nachmittag werden die sehr einflussreichen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht. Hier dürften die Marktteilnehmer vor allem auf die Entwicklung der Inlandsnachfrage, aber auch auf die Ölproduktion blicken.

Wesentlich weniger spektakulär geht es am Devisenmarkt zu, wo es auch gestern wieder keine großen Kursbewegungen im Verhältnis zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar gegeben hat. Unsere Gemeinschaftswährung konnte leichte Gewinne erzielen, nachdem es in Europa bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie scheinbar besser vorangeht als in den USA.
 
Die Heizölpreise in Österreich bleiben weiterhin sehr günstig und stehen auf dem niedrigsten Niveau seit August 2016. Heute sollte es einen halben bis einen ganzen Cent pro Liter nach unten gehen. Zumindest lassen dies aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht erwarten. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen etwas beruhigt, sodass auch die Lieferzeiten allmählich wieder zurückgehen sollten.