31.03.2026, 10:20 Uhr
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter im Auf und Ab - Heizölpreise starten schwächer!
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Tagesverlauf wieder den Rückwärtsgang eingelegt, nachdem zuvor noch ein weiterer deutlicher Anstieg zu beobachten war. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen heute größtenteils mit Abschlägen.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1380 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar noch weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1460 Dollar gehandelt. 

So wie US-Präsident Trump seine Aussagen zum Iran-Krieg ändert, so wechseln derzeit auch die Rohölpreise permanent die Richtung, bewegen sich dabei aber stets auf dem höchsten Niveau der letzten Jahre. Ähnlich sieht es bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl aus.
Die stetig wechselnden Statements des US-Präsidenten vermögen die Ölpreise aber erstaunlicherweise immer noch zu bewegen, wenngleich die Reaktion dann doch immer verhaltener ausfallen. Gestern berichtete er über ernsthafte Gespräche mit Teheran, drohte aber gleichzeitig erneut mit der Zerstörung von Kraftwerken, Ölquellen und der Insel Kharg. 
Zuvor hatte er noch eine baldige Bodenoffensive angedeutet. Aktuell will er die ursprünglich für den Krieg eingeplante Zeitdauer von vier bis sechs Wochen einhalten und diesen eventuell auch ohne die Freigabe der Straße von Hormus beenden würde.
Hingegen stetig bleiben die gegenseitigen Angriffe der Kriegsparteien. Gestern setzte ein iranischer Drohnenangriff einen voll beladenen Öltanker vor Dubai in Brand.
Da der innenpolitische Druck auf US-Präsident Trump wohl immer größer zu werden scheint, könnte es aber tatsächlich zu einem baldigen Ende des Krieges kommen. Ob sich dann aber die Versorgungslage am Ölmarkt verbessern wird, ist derzeit kaum absehbar. Sollte eine Durchfahrt bei Hormus aber wieder möglich sein, dürfte diese aufgrund der geplanten Transitgebühren des Irans mit höheren Kosten verbunden sein.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auch gestern wieder Verluste hinnehmen und ist dabei deutlich unter die 1,15-Dollar-Marke gerutscht. Auslöser für den weiteren Rückgang waren unter anderem Aussagen aus EZB-Kreisen, die die Erwartung einer baldigen Zinserhöhung gedämpft haben. Der gestern veröffentlichte Verbraucherpreisindex aus Deutschland lag mit plus 2,7 Prozent im Rahmen der Erwartung.

Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben heute in den meisten Regionen mit leichten bis moderaten Abschlägen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu zwei Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat zum Wochenstart weiter angezogen und viele Ölheizer stocken ihre Bestände in Sorge vor eventuell weiter steigenden Notierungen rechtzeitig auf.