04.05.2026, 08:13 Uhr
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit Rolle rückwärts - Heizölpreise starten kaum verändert
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach dem kräftigen Anstieg vom Donnerstag im späten Handel eine Rolle rückwärts hingelegt und am Freitag weiter nachgegeben. Auch heute Morgen starten die Futures im asiatisch geprägten Handel eher schwach. Die Heizöl-Notierungen zeigen sich weiterhin wenig verändert.
Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 107 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.266 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar wieder etwas an Boden gewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1730 Dollar gehandelt.
Die Diplomatie im Iran-Krieg befindet sich nach wie vor in einer Sackgasse, auch wenn Teheran Ende letzter Woche einen neuen 14-Punkte-Plan zur Beilegung des Konfliktes über den Vermittler Pakistan an Washington überbringen ließ. Die Aussichten, dass dieser seitens der USA aber akzeptiert werden wird, sind eher gering, da dieser nach wie vor das Atom-Thema ausklammert, was aber wohl Bedingung für einen dauerhaften Frieden wäre.
Stattdessen hat US-Präsident Trump angekündigt, dass ab heute Mittag Handelsschiffe aus Ländern, die nicht in den Krieg verwickelt sind, Geleitschutz für die Ausfahrt aus der Straße von Hormus erhalten sollen.
Dies hat dazu geführt, dass die Rohölpreise und Gasöl-Notierungen heute auf einem weiterhin deutlich gedrückten Niveau in den Tag starten.
Gleichzeitig steigt dadurch aber die Gefahr, dass die geplante Maßnahme der US-Regierung zu neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnte, denn der Iran hat bereits angekündigt, dass dieses Vorgehen als Verstoß gegen die Waffenruhe gewertet werden würde.
Alle anderen Themen bleiben am Ölmarkt nach wie vor eher Randnotizen. So auch der gestrige Beschluss der OPEC plus, die offizielle Ölfördermenge ab Juni um weitere 188.000 Barrel pro Tag anzuheben.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen, nachdem seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Zinssitzung am vergangene Donnerstag Signale gekommen sind, beim nächsten Sitzung im Juni den Leitzins eventuell anzuheben. Am Freitag waren im späten Handel aber schon wieder Gewinnmitnahmen zu beobachten.
Die Heizölpreise starten wie schon in den letzten Tagen und Wochen nur wenig verändert in die neue Handelswoche. Nach wie vor ist das Bestellaufkommen äußerst gering, was zur Befürchtung Anlass gibt, dass es im Spätsommer und Frühherbst zu logistischen Engpässen kommen wird. Ölheizer, deren Tank einen eher niedrigen Füllstand aufweist, sollten daher rechtzeitig zumindest eine Teilmenge ordern.