Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit neuen Hoffnungen leicht gedrückt - Heizölpreise bleiben im Seitwärtstrend!
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Handelsverlauf wieder etwas zurückgefallen und starten auch heute Morgen eher schwach in den asiatisch geprägten Handel. In Folge könnte es bei den Heizöl-Notierungen im besten Fall zu leichten Abschlägen kommen.
Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Mai kostet zur Stunde 1.266 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar wieder etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1730 Dollar gehandelt.
Nach einigen Zwischenfällen in der Straße von Hormus und iranischen Angriffen auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat sich die Lage am Persischen Golf gestern wieder etwas beruhigt und der befürchtete Rückfall in den Kriegsstatus ist bislang ausgeblieben. Zudem hat US-Präsident Trump das "Project Freedom" für "kurze Zeit ausgesetzt" um zu prüfen, ob der Abschluss eines Abkommens mit Teheran möglich sei. Zudem sprach er von "großartigen Fortschritten" bezüglich eines "vollständigen und endgültigen Abkommens". Die Händler an den Ölbörsen wissen die Aussagen Trumps aber mittlerweile gut einzuschätzen und reagieren angesichts der möglichen Tragweite bzw. Auswirkungen einer Einigung bislang relativ verhalten. Dennoch sind die Rohölpreise wieder etwas zurückgefallen, obwohl die gestern Abend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) eindeutig bullish, also preistreibend ausgefallen sind. Über alle Produktbereiche wurde ein wesentlich stärker als erwarteter Abbau vermeldet was zeigt, dass sich die Ölkrise langsam auch auf die USA ausweitet, obwohl diese kaum Öl aus der Golf-Region beziehen. Allerdings ist natürlich die Nachfrage nach Öl aus den USA und Kanada gerade aus Europa zuletzt deutlich gestiegen. Neben den aktuellen Entwicklungen bezüglich der Verhandlungen im Iran-Krieg rücken daher heute vor allem die offiziellen Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) wieder verstärkt in den Fokus der Ölhändler.
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro gestern etwas von den Verlusten der Vortage erholen, fiel zu Handelsschluss aber wieder zurück. Die neuen Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen im Iran-Krieg hat unsere Gemeinschaftswährung heute aber wieder über die 1,17-Dollar-Marke gehievt.
Die Heizölpreise hierzulande tendieren auf hohem Niveau seit mehreren Wochen seitwärts und auch heute sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Der Großteil der Ölheizer bleibt weiter in Abwartehaltung und hofft auf fallende Notierungen im Laufe der nächsten Wochen. Angesichts der hohen Preise und der Tatsache, dass die aktuelle Heizperiode gerade zu Ende geht und der nächste Winter weit entfernt zu sein scheint, ist dies absolut nachvollziehbar. Auf der anderen Seite sind aber schon jetzt Lieferengpässe im Spätsommer/Herbst sehr wahrscheinlich.