Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise fallen etwas zurück - Heizölpreise mit Abschlägen
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf etwas nachgegeben und starten auch mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche. In der Folge beruhigen sich auch die Heizölpreise etwas und starten ebenfalls mit leichten Abschlägen in den Tag.
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 103 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Oktober kostet zur Stunde rund 1.478 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1483 Dollar gehandelt.
Nach den Preisrückgängen der vergangenen beiden Handelstage bleibt abzuwarten, ob die Rohölpreise auch auf Wochensicht im Minus schließen werden. Die Rohölsorte Brent liegt derzeit etwas unter dem Niveau vom vergangenen Freitag, während WTI noch leicht darüber notiert.
Für die weitere Preisentwicklung dürften vor allem neue Nachrichten aus dem Nahen Osten entscheidend sein. Etwas Hoffnung auf Entspannung gibt es aus Saudi-Arabien. Dort könnte die wichtige Ost-West-Pipeline durch vorübergehende Lösungen bereits innerhalb weniger Tage wieder etwa die Hälfte ihrer ursprünglichen Kapazität erreichen. Die Sorgen vor größeren Lieferausfällen haben dadurch zuletzt etwas nachgelassen.
Die geopolitische Lage bleibt allerdings angespannt. China versucht offenbar, Einfluss auf den Iran und die Huthi-Miliz zu nehmen, während US-Präsident Trump über mögliche weitere Militäroperationen gegen den Iran beraten will. Gleichzeitig kommt es in der Straße von Hormus weiterhin zu Angriffen auf Schiffe.
Für die Ölmärkte ist nun vor allem wichtig, ob sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder normalisiert. Sollte sich die Situation dort dauerhaft verbessern, könnten die hohen geopolitischen Risikoaufschläge bei den Ölpreisen weiter zurückgehen. Wie sich der Konflikt und die Auswirkungen auf die Ölversorgung entwickeln werden, bleibt derzeit jedoch nur schwer vorhersehbar.
Auch heute Morgen ist an den Ölbörsen noch keine klare Richtung zu erkennen. Die Gasölpreise bewegen sich allerdings weiterhin nahe ihrer jüngsten Tiefstände, sodass sich für die Heizölpreise im Inland weiteres Abwärtspotenzial ergibt. Nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen sind heute Abschläge in einer Größenordnung von etwa zwei Cent pro Liter möglich.