03.11.2026, 08:50 Uhr
Heizöl-Markt aktuell: Hoffnung auf Verhandlungslösung drückt Ölpreise - Heizölpreise starten stabil!
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages deutlich nachgegeben, nachdem neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt aufgekommen sind. Zum Start präsentieren sich die Heizöl-Notierungen heutewenig verändert.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 105,80 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im November kostet zur Stunde 1.408 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1190 Dollar gehandelt.

Die neue Handelswoche startete gestern mit neuen Hoffnungen auf eine möglicherweise doch noch diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. 
Zunächst wurde vermeldet, dass US-Präsident Trump nicht unmittelbar nach den US-Wahlen eine neue Offensive befehlen will, dann gab es die Nachricht, dass der oberste geistliche Führer des Iran, Ajatollah Mojtaba Khameinei, seinen Unterhändlern umfangreiche Befugnisse bei den Verhandlungen mit den USA erteilt haben soll. 
Ob die aktuellen Gespräche einen Durchbruch erzielen werden, ist aber völlig ungewiss. Zumal es wohl neue US-Angriffe auf die Insel Qeshm in der Straße von Hormus gegeben hat. 
Die Lage am Ölmarkt bleibt auf jeden Fall sehr fragil und die eine schnelle Entspannung der sich immer weiter schlechternden Versorgungssituation ist nicht in Sicht. 
Neben den aktuellen Friedensbemühungen stehen in Kürze auch wieder neue US-Ölbestandsdaten im Mittelpunkt des Handelsinteresses und natürlich auch der Ausgang der US-Zwischenwahlen. Erste Ergebnisse sind hier aber erst morgen früh zu erwarten. Eine Niederlage der Republikaner könnte sich mittelfristig preisdrückend auf die Ölpreise auswirken, da in Folge wichtige Haushaltsbeschlüsse im Kongress blockiert werden könnten, was sich entsprechend negativ auf die Konjunkturentwicklung niederschlagen würde.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im frühen Handel im Vergleich zum US-Dollar zulegen und über die 1,12-Dollar-Marke klettern. Später fiel unsere Gemeinschaftswährung aber wieder etwas zurück. Der Grund für die unterm Strich leichten Gewinne ist in den gefallenen Ölpreisen zu suchen.

Die Heizölpreise bleiben im Großen und Ganzen im Seitwärtstrend und eine Trendwende ist weiterhin nicht in Sichtweite. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen für heute eventuell leichte Abschläge von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Wir raten weiterhin zur rechtzeitigen Bestellung einer Teilmenge.