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Marktbericht vom 23.11.2003
Die allgemein aussergewöhnlich milde Witterung, sowie fundamental und charttechnisch eher preisdrückende Faktoren konnten auch letzte Woche nicht die Oberhand über die latente Terrorangst an den internationalen Ölmärkten gewinnen.
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Folglich sank der Januar-Kontrakt für OPEC-Rohöl in NewYork im Vergleich zur Vorwoche nur moderat auf 31,60 US-Dollar pro Barrel, während Nordseeöl "Brent" stabil bei 29,50 US-Dollar notiert. Der Dollar zeigt sich bei Kursen um knapp 0,84 Euro-Cent weiterhin erstaunlich schwach.
Das derzeitige Marktgeschehen mutet einem Tauziehen an. Auf der einen Seite sorgen ein witterungsbedingt sehr geringer Verbrauch, erneut höhere Ölbestände in den USA, sowie höhere Ausstoßmengen der meisten Förderländer für ein Umfeld, dass Preisrückgänge geradezu zwingend erscheinen lässt.
Auf der anderen Seite lassen die neuen Terrorängste, die nun auch wieder verstärkt Europa und die USA erfassen, dies nicht zu und fordern den Marktteilnehmern eine gewaltige Risikoprämie ab.
Folgt man der alten Börsenweisheit, dass "politische Börsen kurze Beine haben", dann müsste sich eigentlich die fundamentalen Marktdaten durchsetzen. Die Frage ist, angesichts dieser doch schon über das ganze Jahr andauernden Situation, nur wann dies geschehen wird.
Bis dahin kann Europa in Punkto Energieversorgung nur auf einen weiterhin schwachen Dollar bzw. je nach Sichtweise einen starken Euro hoffen. Würde man die Wechselkurse von ca. zwei Jahren zugrunde legen, so würden die Produktpreise für Heizöl und Kraftstoffe sowohl für private Verbraucher als auch für die Wirtschaft zu einem weitaus stärkeren Problem, als es derzeit der Fall ist.
Für die laufende Woche ist aufgrund der nicht wegzudiskutierenden, latenten Terrorgefahr mit weiterhin wenig veränderten Heizöl- und Benzinpreisen zu rechnen.
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Mussten wir vor ca. zehn Tagen noch von durch Spekulanten getriebenen heftigen Preisanstieg berichten, so sorgten eben diese Anfang dieser Woche für das Gegenteil.
Ohne fundamentale Neuigkeiten stiegen die Rohölpreise letzte Woche kontinuierlich in Richtung neue Nachkriegshöchststände an.