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Marktbericht vom 30.11.2003
Das verlängerte Wochenende (Thanksgiving) in den USA, sowie die abwartende Haltung vieler Marktteilnehmer im Vorfeld des OPEC-Meetings am 04. Dezember, führte vergangene Woche zu einem lustlosen Handel an den internationalen Ölmärkten.
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In NewYork steht das Barrel Rohöl derzeit bei 30,40 US-Dollar, in London an der IPE (International Petroleum Exchange) notierten die Januar-Futures der Nordseemarke Brent bei 28,45 Dollar. Die US-Währung geriet gegen Ende der Woche wieder unter Druck, so dass zeitweise nur noch 0,83 Euro-Cent für einen Dollar zu zahlen waren.
In Folge der Meldung über einen überraschenden Abbau der US-Ölvorräte haben die Märkte, nach dem starken Preisrückgang Anfang letzter Woche, wie erwartet wieder leicht nach oben korrigiert, ohne jedoch zu übertreiben. Die anhaltend milde Witterung in Amerika und Europa, mit folglich geringem Verbrauch von Heizöl rechtfertigt dieses Verhalten. Außerdem warten viele Marktteilnehmer mit Spannung auf das nächste OPEC-Meeting Mitte der Woche. Hier wird allgemein mit einem Beibehalten der aktuellen Förderpolitik gerechnet, obwohl einige Mitgliedstaaten, allen voran Venezuela, für eine weitere Förderkürzung plädieren. Dies scheint - angesichts der aktuell hohen Rohölpreise - innerhalb der OPEC derzeit nicht mehrheitsfähig zu sein und würde auch außerhalb des Kartells äußerst kritische Reaktionen hervorrufen.
Während von der Rohstoffseite derzeit also wenig Impulse kommen, vermeldet der Euro gegenüber dem Dollar den höchsten Wechselkurs seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Selbst die Querelen um die Stabilitätskriterien, ausgelöst durch die hohen Haushaltsdefizite von Deutschland und Frankreich, konnten den Höhenflug nicht stoppen und zeugen von großer, relativer Stärke. Dies lässt auch mittelfristig auf einen starken Euro schließen, was zwar schlecht für unsere exportorientierte Wirtschaft wäre, unsere Rohstoffimporte trotz der hohen Rohölpreise allerdings im Rahmen halten würde.
Die Heizölpreise befinden sich im Jahresvergleich, eben auch dank des starken Euro, weiterhin auf moderatem Niveau, auf dem zumindest der kurzfristige Bedarf gedeckt werden sollte. Ob die Preise im Frühjahr nächsten Jahres wieder fallen, ist von vielen Faktoren ab und derzeit nicht absehbar.
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Wie erwartet ließen die Ölminister der OPEC-Staaten auf ihrem Treffen am 04. Dezember die Förderquote unverändert, fassten aber gleichzeitig eine Förderkürzung beim nächsten Meeting am 10. Februar ins Auge.
Mussten wir vor ca. zehn Tagen noch von durch Spekulanten getriebenen heftigen Preisanstieg berichten, so sorgten eben diese Anfang dieser Woche für das Gegenteil.