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Marktbericht vom 07.03.2004
Rohölpreise auf Kriegsniveau und ein weiter anziehender Dollarkurs führten auch in der vergangenen Woche zu weiter steigenden Heizölpreisen.
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In NewYork stehen die Futures auf OPEC-Rohöl mittlerweile bei über 37 US-Dollar, während Nordseeöl der Marke "Brent" in London derzeit für über 33 Dollar gehandelt wird. Der Dollar konnte weiter zulegen und so sind derzeit an den internationalen Devisenmärkten rund 81 Euro-Cent für die US-Währung zu bezahlen.
Weder Äußerungen aus OPEC-Kreisen, die derzeitige Marktlage wohl falsch eingeschätzt zu haben und somit die Ölfördermengen wohl bei Bedarf doch kurzfristig zu erhöhen, noch etwas besser als erwartet ausgefallene Bestandsdaten aus den USA konnten den Höhenflug der Rohölpreise stoppen.
Hauptverantwortlich dafür werden befürchtete Versorgungsprobleme bei US-Benzin und die politischen Spannungen in Venezuela gemacht.
Durch eine Verschärfung der Umweltauflagen kommt es bei zahlreichen amerikanischen Raffinerien zu Problemen, die geforderten Normen auch zu erfüllen. Die Folge ist eine befürchtet Unterversorgung in der bevorstehenden Frühjahrsfahrsaison, wovor nun bereits das Energieministerium der USA indirekt warnt.
In Venezuela sorgen Unruhen um den ungeliebten Machthaber Chavez für Unruhen. Dieser hat das Land unter seiner Führung noch weiter in die Krise geführt, was zu dieser unstabilen Lage geführt hat. Die Südamerikaner sind das wichtigste Öl-Versorgungsland für die USA, was natürlich sofort zu einem Einmischen der Bush-Regierung gesorgt hat. Diese droht Chavez mit einem Eingreifen, sollte dieser die Lage nicht unter Kontrolle bringen. Dieser kontert mit einem Exportstopp, was natürlich ebenfalls Zündstoff für steigende Preise ist.
Zu diesen negativen Meldungen aus der Rohstoffseite kommt für die europäischen Ölverbraucher auch noch Gegenwind von der Devisenseite. Der US-Dollar steigt nämlich seit geraumer Zeit wieder an, was die Rohölimporte natürlich zusätzlich verteuert. Ob die jüngste Dollarstärke nur eine Gegenreaktion zu den Verlusten der letzten Monate ist, oder ob sich daraus ein neuer Trend bildet, ist derzeit nur schwer absehbar. Sehr viele Marktteilnehmer rechnen wohl auch mittelfristig mit einem eher schwächeren Dollar.
Diese veränderten Einflussfaktoren ließen die Heizölpreise vergangene Woche weiter ansteigen, wenngleich das Preisniveau derzeit immer noch wesentlich günstiger ist als im letzten Jahr. Damals standen wir allerdings kurz vor Ausbruch des Irak-Krieges.
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Obwohl die Rohölpreise derzeit auf sehr hohem (Krisen)niveau stehen, könnten nach Meinung einiger Ölanalysten die Höchststände noch nicht erreicht werden.
Sowohl ein zur Vorwoche deutlich gestiegener Rohölpreis, als auch ein schwächelnder Euro haben gegen Ende der Woche für steigende Heizölpreise gesorgt.