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Marktbericht vom 26.09.2004
Da auch vergangene Woche von einem stetig steigenden Ölpreis berichtet werden musste und sich die negativen Einflüsse auf den Ölmarkt verstärkten, rückt die magische 50-Dollar-Marke bei Rohöl wieder in den Mittelpunkt und viele Marktteilnehmer erwarten, dass diese bereits im Laufe dieser Woche fallen wird.
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Aktuell markieren die Futures auf US-Rohöl mit einem Schlussstand von 48,88 US-Dollar ein neues Rekordhoch, während die Kontrakte auf die Nordseemarke "Brent" für gut 45 Dollar pro Barrel gehandelt werden. Der Dollar zeigt sich bei Kursen um 81,50 Euro-Cent relativ stabil.
Die befürchteten Auswirkungen des Hurrikan "Ivan" blieben leider auch am Ölmarkt nicht aus und drückten sich in weiter gesunkene US-Ölvorräte aus. Mittlerweile wird in den USA darüber diskutiert, die strategischen staatlichen Ölreserven "anzuzapfen" um eine ausreichende Versorgung in Anbetracht des bevorstehenden Winters gewährleisten zu können.
Denn die Versorgungslage ist alles andere als stabil. Der angeschlagene, zweitgrößte russische Ölkonzern Yukos musste aus finanziellen Gründen vorrübergehend seine Lieferungen nach China einstellen, wo ja die Nachfrage allein heuer um ca. 40 Prozent gestiegen ist.
Die Ölförderung im Irak kommt verständlicherweise durch ständig neue Anschläge auf die Logistik nicht richtig in Gang und die OPEC fördert bereits jetzt nahe an ihrer Kapazitätsgrenze um die steigenden Nachfrage befriedigen zu können.
Ein größerer Terroranschlag würde sich ebenso negativ auf die ohnehin äußerst angespannte Lage auswirken, wie eine neuerliche Beeinträchtigung der Versorgung durch weitere Hurrikans am Golf von Mexiko, die aber leider schon wieder im Anzug sind.
Von der Devisenseite gibt es im Vorfeld des G7-Treffens keine nennenswerte Neuigkeiten zu vermelden, so dass wenigstens hier von einer stabilen Lage ausgegangen werden kann.
Stabil kann der inländische Heizölmarkt leider nicht bezeichnet werden, denn die Preise jagen von einem Jahreshoch zum nächsten und da von der Rohstoffseite keine Entspannung zu erwarten ist, wird sich voraussichtlich daran auch so schnell nichts ändern. Einige Marktteilnehmer befürchten bei weiter steigender Nachfrage sogar einen Versorgungsengpass, so dass sicherheitsorientierten Verbrauchern nur zu einer rechtzeitigen Bestellung noch vor dem Winter geraten werden kann.
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Beinahe erwartungsgemäß und von vielen Marktexperten prognostiziert schloss der Rohölpreis Anfang der vergangenen Woche erstmals über der 50 US-Dollar-Marke pro Barrel und hielt sich unter Schwankungen auch bis zum Wochenende darüber.
Wie bereits seit längerem prognostiziert, stiegen die Heizölpreise in der vergangenen Woche weiter an und erreichten wieder neue Jahreshöchststände.