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Marktbericht vom 07.08.2006
Trotz der Androhungen politischer und wirtschaftlicher Sanktionen durch den Weltsicherheitsrat, will der Iran seine Urananreicherung weiter ausbauen, was an den internationalen Ölmärkten mit Sorge aufgenommen wird und zu steigenden Preisen führt.
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Aktuell notieren die Futures auf WTI-Rohöl nach einem zwischenzeitlichen Rückgang wieder deutlich über der 75-Dollar-Marke, das Barrel der Nordseemarke "Brent" steht bei gut 76 US-Dollar. Die US-Währung gab deutlich nach und kostet derzeit gut 77,6 Euro-Cent.
Nachdem sich die Sorgen um den Wirbelsturm "Chris" - der sich nun doch nicht zu einem Hurrikan entwickelte - gelegt haben, werden die Ölmärkte mit neuen schlechten Nachrichten belastet.
Neben der sehr unnachgiebigen, ja fast schon trotzigen Reaktion des Iran auf die UN-Resolution, drückt auch die Meldung über Probleme im größten amerikanischen Ölfeld im Norden Alaskas auf die Stimmung an den Börsen. Der britische Ölkonzern BP hatte als Betreiber, nach dem Entdecken eines Lecks in einer Pipeline gemeldet, die Anlage vorübergehend zu schließen, was einen täglichen Ausfall von rund 400.000 Barrel oder acht Prozent des US-Markt bedeutet.
Da sich auch der Krieg an der israelisch-libanesischen Grenze immer weiter zuspitzt und leider eine Ausweitung des Konfliktes befürchtet werden muss, gibt es kaum Hoffnung, dass die Ölpreise auf absehbare Zeit wieder signifikant fallen werden.
Ganz im Gegenteil, ein plötzlich aufziehender Hurrikan oder auch ein überraschende politische Aktion könnte jederzeit eine neue Preisrallye an den Ölmärkten auslösen.
Schlechte US-Arbeitsmarktdaten haben am Devisenmarkt den Dollar unter Druck gebracht, was die europäischen Ölimporte etwas verbilligt. Ein Ende der Zinsanhebungen durch die amerikanische Notenbank scheint nun beschlossene Sache zu sein.
Am heimischen Heizölmarkt hält sich die Nachfrage, trotz der relativ kühlen Witterung und des drohenden Anstieges der Preise, in Grenzen. Noch besteht die Chance, sich auf relativ günstigem Niveau zu bevorraten. Ob dies in ein paar Tagen oder Wochen auch noch der Fall sein wird, muss leider bezweifelt werden.
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Trotz relativ schlecht ausgefallener US-Lagerbestandsdaten und den politischen Unsicherheiten im Nahen Osten, halten sich die Ölpreise auf Ihrem hohem Niveau vorerst noch stabil.
Wie von vielen Marktexperten seit längerem vorhergesagt, stiegen die Rohölpreise bei den ersten Anzeichen eines sich möglicherweise entwickelnden Hurrikan sofort deutlich an.