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Marktbericht vom 24.08.2006
Die gestern veröffentlichten Daten zu den Öllagerbeständen in den USA und die Antwort des Iran auf das Kompromissangebot der internationalen Staatengemeinde, haben die Ölmärkte nach einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder etwas entlastet und den Ölpreis leicht unter Druck gebracht.
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Derzeit werden die Futures auf WTI-Rohöl für rund 72 US-Dollar je Barrel gehandelt, die Kontrakte der Sorte "Brent" stehen bei gut 71 Dollar. Leichte Zugewinne konnte der US-Dollar gegenüber dem Euro verbuchen, er notiert bei rund 78,3 Euro-Cent.
Die wöchentlich vom amerikanischen Energieministerium veröffentlichen Zahlen zu den Öllagerbeständen brachten zur Überraschung vieler einen leichten Bestandsaufbau bei Benzin und einen deutlichen Zuwachs bei Heizöl und Diesel, während die Rohölvorräte leicht zurückgingen. Allgemein kann die Versorgung weiterhin als sehr gut beschrieben werden.
Die mit Spannung erwartete Antwort des Iran im Atomkonflikt brachte ebenfalls keine negative Überraschung. Die angekündigten "ernsthafte Gespräche" mit den Vereinten Nationen wurden zwar von der US-Regierung bereits als unzureichend bezeichnet, von den Märkten aber mit Erleichterung aufgenommen, da im schlimmsten Fall auch mit einer strikten Ablehnung weiterer Verhandlungen gerechnet werden musste. So wird der Atomstreit die Märkte wohl auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter beschäftigen und den Ölpreis voraussichtlich hoch halten.
Zusätzliches Gefahrenpotenzial bergen weiterhin die Krise im Nahen Osten und die latente Bedrohung durch Hurrikans im Golf von Mexiko.
Am Devisenmarkt belasten neue Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in Europa die Gemeinschaftswährung. Mit Spannung wird daher der heutige Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland erwartet, der Aufschluss über die weitere wirtschaftliche Entwicklung und somit der Zinspolitik der EZB geben soll.
Der Heizölhandel verläuft in dieser Woche sehr rege, die Nachfrage ist gut. Das Ende der Ferienzeit lässt viele Verbraucher wieder an den Heizölvorrat denken. Da die Aussichten auf fallende Preise eher schlecht sind und sich die Nachfrage im Herbst sicher noch erhöhen dürfte, gibt es auch kaum einen Grund, noch länger zu warten.
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Nach den teilweise heftigen Preisausschlägen an den internationalen Ölmärkten, vorrangig ausgelöst durch den Krieg im Libanon und den Atom-Konflikt mit dem Iran, scheinen sich die Preise nun wieder zu stabilisieren.
Nachdem Israel am Wochenende wieder einen Angriff auf die Hisbollah-Miliz im Osten Libanons gestartet hat, ist die Waffenruhe im Nahen Osten wieder akut in Gefahr.