Heizöl-Blog
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Mittwoch, 23. November 2011
Lieber Öl statt Staatsanleihen
Gerade rollen Meldungen über die Ticker, wonach nun auch Deutschland erstmals Probleme hat, Staatsanleihen zu platzieren.
Aber mal unter uns, wen wundert das?
Ich stelle mir vor, ich soll einem Freund Geld leihen, der zwar ohne Zweifel einen guten Ruf genießt, aber einfach nicht mehr flüssig ist.
Auch, weil der wiederum seinen Freunden Geld geborgt hat, oder für sie bürgt, ist ja auch egal.
Das Problem ist jetzt, dass ich zufällig weiß, dass diese "Freunde" dermaßen in der Sch.... stecken, dass mein Spezl seine Kohle bestimmt nicht mehr wiederbekommt.
Sorry, aber da füll ich doch lieber nochmals meinen Heizöl-Tank auf, auch wenn der Preis derzeit alles andere als günstig ist.
Warum der Sprit und Heizöl so teuer ist? Ganz einfach, weil immer weniger Staatsanleihen haben wollen und dafür lieber Ölkontrakte kaufen.
Wenn das mal Schule macht....
Mittwoch, 02. November 2011
Skandal in Griechenland!
Auch wenn das Griechenland-Thema vordergründig nix mit dem Heizöl-Markt zu tun hat - wobei ja der Eurokurs den Preisverlauf nicht unwesentlich beeinflusst - so schreit der jüngste Skandal aus Griechenland förmlich nach einer Kommentierung.
Denn das, was sich die die Griechen nach Meinung der zu diesem Thema befragten Politiker da erlauben, ist schon unterste Schublade - die lassen einfach das Volk über die eigene Zukunft abstimmen! Aber bitte - wo kommen wir denn da hin?
Die armen Griechen, erst werden Sie von Ihren gewählten Vertretern in den Ruin geführt und jetzt sollen Sie auch noch darüber abstimmen, wie der Weg dahin aussehen soll.
Da haben wir es in Deutschland doch viel leichter - uns fragt keiner!
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Wir sind gerettet!!!
Hurra, endlich sind wir gerettet! Es wurde gestern beim EU-Krisengipfel in Brüssel solange bis in die frühen Morgenstunden verhandelt, bis die letzten eingeschlafen sind und nicht mehr mit "Nein" stimmen konnten.
Jetzt muss das Ganze nur noch umgesetzt werden.
Die Banken besorgen sich in den nächsten 6 bis 8 Monaten schnell mal gut 100 Milliarden am Kapitalmarkt, um die Eigenkapitalquote zu erhöhen und die hochverschuldeten Länder machen das, was nicht mal Deutschland in wirtschaftlichen Boomphasen geschafft hat - sie fahren Ihre Schulden zurück!
Aber egal, der Euro steigt fürs erste wieder und bringt heute einen gigantischen Abschlag am Heizöl-Markt von rund einem halben Cent pro Liter.
Schon geht hier die Zockerei weiter, denn wenn der Heizölpreis nach unten geht, wird das Bestellen sofort eingestellt.
Es könnte ja vielleicht noch ein Stückchen weiter abwärts gehen?
Die mehr als angespannte Liefersituation wird dabei ignoriert, es wird schon irgendwie gut gehen. "Es kann doch nicht sein, dass wenn mein Heizöl alle ist, nicht am nächsten Tag der Händler vor der Tür steht"!
Leider wurden und werden die permanenten Warnungen in Newslettern, Blogberichten, Facebook etc. eben vor dieser Situation, von der Vielzahl der Verbraucher anscheinend nicht ernst genommen und wenn dann Viele eben zur selben Zeit das Gleiche tun, dann wird es halt eng - nicht nur beim Handel, sondern auch in den Raffinerien und Tanklagern!
Irgendwie hat man das Gefühl, immer mehr Leute planen nur noch von Woche zu Woche und da ist auch die Politik als Vorbild sicherlich nicht ganz unschuldig!
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