Heizöl-Blog
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Dienstag, 24. August 2010
Wenn nicht jetzt, wann dann?
"Der Staatshaushalt ist tief ins Minus gerutscht" lautet eine aktuelle Meldung der deutschen Presseagentur (dpa) von heute.
Nach den Zahlen des statistischen Bundesamtes beträgt das Finanzierungsdefizit von Bund, Ländern und Gemeinden im ersten Halbjahr 2010 knapp 43 Milliarden Euro!
Kurz zuvor vernahm ich die Nachricht, wonach die deutsche Exportwirtschaft boomt wie lange nicht mehr und Volkswirte für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von gut drei Prozent rechnen!
Jetzt frag ich mich, wann wir denn nun endlich beginnen wollen, unsere Schulden abbauen zu wollen?
Jetzt, wo die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosenzahlen niedrig sind, wir aber hochgerechnet immer noch ein Defizit von 3,5 Prozent einfahren (erlaubt sind nach dem Maastricht-Vertrag 3 Prozent) oder dann, wenn wir wieder mit einer Stagnation oder gar einer Rezession kämpfen?
Zeitliche Verzögerung von Staateinnahmen und Wirtschaftswachstum hin oder her. Der Sparwille unserer Regierung scheint mir ungefähr so stark ausgeprägt zu sein wie mein Vorsatz, endlich ein paar Kilo abzunehmen zu wollen :-(
Trotzdem, ich werde es schaffen ...
Was das Ganze mit Heizöl zu tun hat?
Nix! Sommerloch! ;-)
Donnerstag, 05. August 2010
Lieber Partner als Stromlieferanten wechseln
Ja, zu dieser Schlussfolgerung muss man wohl zwangsläufig kommen, wenn man sich die Zahlen der Bundesnetzagentur zu Gemüte führt, wonach bislang nur gut fünf Prozent aller Verbraucher den Stromanbieter gewechselt haben.
Auch beim Heizöl wird das Internet immer noch bevorzugt zum Preise vergleichen "missbraucht", um dann den Stammlieferanten damit zu konfrontieren und ihm schlussendlich doch zum zwanzigsten Mal in Folge den Auftrag zu geben.
Zugegebenermaßen stammen die Zahlen vom Stromwechsel aus dem Jahr 2008, aber wenn man selbst eine Verdoppelung unterstellt, ist das gar nichts im Vergleich zur Scheidungsrate.
Die liegt nämlich bei rund 50 Prozent!
Tja, ist es etwa leichter den Partner, als den Stromanbieter zu wechseln?
Oder ist es vielleicht lohnenswerter? Langfristig gesehen vielleicht schon, aber kurzfristig wohl eher im Gegenteil!
Es muss also am Einkaufserlebnis liegen! Es ist einfach weniger spannend, einen neuen Energieversorger, als einen neuen Lover zu haben.
Und da heißt es immer, der Mensch ist emotionslos geworden.
Aber Spaß beiseite. Ich meine, beide Phänomene sind nur durch einen Faktor zu begründen, und der heißt Wohlstand!
Mittwoch, 21. Juli 2010
USA nur noch Zweiter!
Ja, an diese Aussagen wird man sich wohl gewöhnen müssen.
Die neue Supermacht heißt bald China!
Nach einem Zeitungsbericht der Financial Times, die sich auf den Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA) Fatih Birol beruft, ist China nun der weltweit größte Energieverbraucher der Welt.
Na gut, es sind in Zeiten des Klimawandels etwas zweifelhafte Ehren und noch wird auch über die Verlässlichkeit der Zahlen diskutiert.
Fakt ist aber, dass die USA vor nicht einmal 10 Jahren noch dreimal soviel Energie verbraucht hat, wie das Reich der Mitte. Und dass nun hier China die Nr. 1 sein soll, liegt sicher nicht daran, dass die Amis auf einmal so sparsam geworden sind oder die Flügel hängen lassen haben.
Es tut sich also Gewaltiges, ja fast schon Sensationelles im fernen Asien und wir spüren es auch, wenn wir unsere Exportwirtschaft ansehen.
BMW schneidet mittlerweile die Autos in der Mitte auseinander und schweißt zusätzlich Bleche ein, damit die Chinesen die gewünschte Länge erhalten, was wieder einmal beweist, dass die Größe des Autos nichts mit der Körpergröße und schon gar nichts mit der Vernunft zu tun haben muss.
Kein Wunder also, dass der Energieverbrauch steigt, zumal es statt Vier- und Sechszylinder auch immer mehr Achtzylinder-Motoren sein müssen.
In diesem Zusammenhang sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch immer noch weit unter den westlichen Werten liegt, was sich aber auch noch ändern wird, wenn der Reisbauer aus dem Hinterland sein verrostetes Fahrrad gegen ein Moped tauscht.
Und da die Chinesen natürlich sehr fleißige Leute sind, werden sie in einigen Jahren auch die größte Volkswirtschaft der Welt haben.
Daran werden die Amerikaner dann wohl ein bisschen länger und härter zu knabbern haben.
Bin mal gespannt, wer dann die Welt regiert.
Ich hab mir jedenfalls vorsichtshalber schon mal ein Wörterbuch Englisch-Chinesisch gekauft: FastEnergy heißt congcong gànjìn!
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