Heizöl-Weblog Archiv März 2010
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Montag, 29. März 2010
Gasmarkt: Alles wird anders...
... und wer`s glaubt wird seelig.
Nun ist Sie also gefallen, die so viel gescholtene Bindung des Gaspreises an den Ölpreis.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich froh darüber bin, denn dass die hohen Erdgastarife stets mit dem Ölpreis, der natürlich auch immer zu hoch ist, in Verbindung gebracht wurden, konnte uns in der Heizöl-Branche eigentlich nicht Recht sein.
Denn Fakt ist, dass die Heizölpreise im langjährigen Vergleich meist erheblich unter den Gastarifen lagen, was unser Heizöl-Erdgas-Vergleich deutlich aufzeigt.
Was wird sich nun alles ändern am Gasmarkt?
Nicht viel, wage ich zu behaupten! Wohl gar nix!
Die Gaskonzerne müssen sich jetzt einfach neue Ausreden einfallen, um ihre überhöhten Preis zu rechtfertigen.
Na gut, uns und Ihnen kann`s Recht sein, solange die Heizölpreise aus dem Spiel bleiben.
Denn diese werden immer noch im harten Verdrängungswettbewerb gebildet, woran sich auch in Zukunft nichts ändern wird.
Donnerstag, 11. März 2010
Und schon wieder wird es weiß!
Unglaublich dieser Winter!
Es scheint so, als wolle er einfach kein Ende nehmen.
Und es schneit schon wieder!
Langsam werden mir der Schnee und die Kälte wirklich lästig.
Und wenn selbst die schon jammern, die mit Heizöl ihr Geld verdienen, dann muss der Winter wirklich hart und lang sein!
Dienstag, 02. März 2010
Schuldenrausch nüchtern betrachtet
Das Thema Griechenland ist in aller Munde. Auch zu Recht, denn eine Staatspleite ist für uns - zumindest in der europäischen Nachkriegszeit - ein eher abstrakter Begriff, der aber durchaus eine nähere, oder auch nüchterne Betrachtung verdient hat.
Ich versuche mal das Ganze aus dem Heizölgeschäft heraus zu sehen und so den Unterschied zwischen Privatwirtschaft und dem Staat zu verdeutlichen.
Wir bieten ja auch eine Heizöl-Finanzierung an, die aber - und das ist schon der erste Unterschied - dem Schuldner durch die in der Regel höhere Bestellmenge, meist sogar unterm Strich eine Einsparung bringt - trotz der Zinsen!
Nimmt der Staat hingegen einen Kredit auf, hat er keinen Vorteil - es sind lupenreine Kosten, die wieder erwirtschaftet werden müssen.
Nun gut, das ist natürlich auch bei den meisten privatwirtschaftlichen Krediten so und es ist auch nichts dagegen einzuwenden.
Jetzt geht es aber auch irgendwann um das Thema Rückzahlung.
Unter Umständen kann es passieren, dass das Heizöl alle ist, bevor der Jahreskredit abbezahlt ist und ein Folgeauftrag finanziert werden muss.
Kann vorkommen und wird nach strenger Prüfung unserer Partnerbank bei entsprechender Einkommenssituation auch genehmigt, zumal es sich ja nur um einen kurzen Überbrückungszeitraum handelt.
Beim Staat sieht es hingegen ganz anders aus. Hier rechnen die Kreditgeber gar nicht damit, dass es sich um einen zeitlich befristeten Engpass handelt - zumindest hat sogar Europas "Musterschüler" Deutschland seit 1968 keine Schulden mehr zurückbezahlt - und trotzdem werden munter Anschlusskredite vergeben, die den einzigen Zweck haben, die Zinsen für die bestehenden Kredite zu tilgen.
Das Ganze erinnert mich langsam an ein Schneeballsystem! Jeder weiß, dass den letzten die Hunde beißen, hofft aber, dass seine Schulden durch das Engagement (bessere Ausdrücke wären hier wohl Blauäugigkeit oder Dummheit) des Nächsten getilgt werden. Je mehr Gläubiger mit immer größeren Summen an Bord sind, umso sicherer fühlt man sich anscheinend.
Zur Not wird der Staat oder in diesem Fall andere Staaten schon einspringen.
Ich frage mich aber nur mit was?
Wenn Ihnen der Heizöl-Kredit versagt bleibt, springt keiner ein. Schlecht für den Einzelnen, aber gut für die Allgemeinheit.
Wäre dies nicht auch im Fall Griechenlands so?
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Es ist höchste Zeit, das Ruder herumzureißen!
|