Heizöl-Weblog Archiv April 2008
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Mittwoch, 16. April 2008
Zwischen Hoffen und Bangen
So ist es einem zu Mute, wenn man derzeit auf den Ölmarkt blickt.
Ich muss zugeben - ein wenig erschrocken bin ich schon, als ich gestern Morgen vernommen habe, dass die chinesischen Ölimporte im März um sagenhafte 25 Prozent gegenüber letztes Jahr zulegt haben.
Jetzt sind die aber gerade mal vom Radl auf das Moped umgestiegen. Was ist, wenn die alle mal ein Auto haben wollen?
Doch kaum den Gedanken zu Ende gebracht, wurde der größte Ölfund der letzten 30 Jahre vor der Atlantikküste Brasiliens vermeldet.
Zwar ziemlich tief und wohl teuer zu fördern, aber bei den Preisen rentiert es sich ja mittlerweile an der Tankstelle den Zapfschlauch noch mal kurz auszuquetschen, bevor man zur Kasse geht also werden die das Zeug bei schlappen 110 Dollar pro Barrel schon irgendwie wirtschaftlich hoch bekommen.
Denn Tatsache ist, dass sich die Alternativen im Wärme- und Kraftstoffmarkt immer weniger als solche erweisen. Der Einsatz von Pflanzenöl und Bioethanol ruft wenn auch indirekt - steigende Lebensmittelpreise und Hungersnöte hervor, Holz als Brennstoff stößt sicher auch irgendwann an die Grenze der Verfügbarkeit und ist halt nicht für Jedermann nutzbar und die mit Atomstrom betriebenen Wärmepumpen können ja wohl nicht wirklich als Alternative bezeichnet werden.
Schön langsam reift in mir die Überzeugung, dass wohl nur die möglichst effizienten und sparsame Nutzung der vorhandenen bewährten Systeme wirklich was bringt sowohl ökologisch also auch ökonomisch!
Bleibt also nur mit der möglichst neuen und sparsamen Ölheizung durchhalten bis das echte solare Zeitalter der Energiegewinnung alle Probleme löst.
Hoffentlich nicht zu spät
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