Heizöl-Weblog Archiv Juni 2009


FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.

 

Montag, 22. Juni 2009

Vor einem Jahr am Heizölmarkt ...

... sah die Welt noch ein bisschen anders aus!

Die Notierungen lagen weit jenseits der 90-Euro-Marke, in Österreich steuerlich bedingt sogar deutlich über der 100-Euro-Marke und die Rohölpreise nahmen Anlauf auf das Allzeithoch von gut 140 Dollar pro Barrel!

Irans Präsident Ahmedinedschad (oder so ähnlich)war auch noch etwas lauter als heute und kündigte großspurig 200 Dollar an. Heute hat er andere Sorgen, tut uns aber trotzdem nicht Leid.

So Manchen packte damals die blanke Angst und er orderte Heizöl zum Höchstpreis und ganz ehrlich, so richtig wohl war mir bei diesem Treiben auch nicht mehr.

Bereits am 7. Mai 2008 thematisierte ich das Thema mit dem Blog "Pest oder Cholera" und behielt Recht - was auch keine große Kunst war! (Anmerkung der Redaktion: Ja, Ja, der zitiert sowieso nur die Beiträge, wo er im Nachhinein Recht behalten hat)
Der Wirtschaftsmotor wurde abgewürgt - nur nicht vom hohen Ölpreis, sondern von den Schummelpaketen der us-amerikanischen Schummelbanken und der daraufhin folgenden Finanzkrise.

Egal - Ölkrise oder Finanzkrise, das Ergebnis ist das Gleiche.

So schnell kann es drehen!

Jetzt haben wir wieder die günstige Ölpreise, nur ist uns das Auto dazu verloren gegangen. Abgewrackt!
Und der neue Minipupser verbraucht fast nix mehr!
Auch die Fahrten zur Arbeit werden weniger oder fallen im schlimmsten Fall ganz aus.

Aber wenigstens die Umwelt hat was davon. Und unsere Heizöl-Kunden, was mich wirklich sehr freut!

 

Donnerstag, 04. Juni 2009

Marktwirtschaft - gnadenlos aber ehrlich!

Jahrelang ärgerte ich mich über die ignorante Haltung der Bush-Administration zum Thema Umweltschutz - und das war nicht das einzige Thema!
Hier an dieser Stelle widmete ich schon einige Blogs George W. junior.
Weder Kyoto, noch Katalysator, nichts scheinte die US-Cowboys in ihren monströsen und immer durstigen Blechgäulen zu interessieren.

Nun, was die Politik nicht richtet, das erledigt - meist mit etwas Zeitverzögerung - letztendlich dann der Markt.
Denn die Pleiten der US-Autobauer GM und Chrysler sind nur die logische Konsequenz von Ignoranz, Intoleranz und Kurzsichtigkeit, nicht nur in der (damaligen) US-Regierung!

Wer dermaßen zielsicher am Markt vorbei entwickelt und produziert, der darf sich am Ende nun wirklich nicht wundern.

Schadenfreude wäre jetzt der falsche Begriff für meinen Gemütszustand, aber richtig traurig sind wir hierüber wohl alle nicht, oder?