Heizöl-Weblog Archiv Oktober 2006


FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.

 

Freitag, 20. Oktober 2006

Wenn ich ein Ölscheich wär, dann...

...gäb auch ich 1000 Kamele her.
Schon spannend zu beobachten, wie die Gier in die OPEC Einzug gehalten hat.

Noch vor gar nicht all zu langer Zeit, wurde innerhalb des Kartells ein Zielpreis von 25 bis 30 Dollar pro Barrel propagiert. Ganz schön ambitioniert dachte ich mir damals, die Unterschreitung der 10-Dollar-Grenze gegen Ende der 90ziger noch im Hinterkopf.

Jetzt, wo der Ölpreis von knapp 80 auf 60 Dollar zurückgekommen ist, reagieren die Ölscheichs mit einer Drosselung der Fördermenge, um einen "Preisverfall" und somit den unweigerlichen Gang in die Armut zu vermeiden.

Nein, ich möchte kein Ölscheich sein. Einen 25-prozentigen Einnahmerückgang!? Na, wirklich ned.

 

Dienstag, 10. Oktober 2006

Belohnen oder Strafen?

Es wäre ja ein schlechter Energiegipfel gewesen, wenn nicht auch hier wieder das Stichwort Steuererhöhung gefallen wäre.
"Ja um Himmelswillen, welche Steuer denn noch?" mag sich so mancher nun fragen.
Na klar die Heizölsteuer. Umweltminister Gabriel will die Steuern auf "normales" Heizöl erhöhen, um die breite Einführung der Öl-Brennwerttechnik zu forcieren, da hier eine Menge Potenzial zur Erreichung der Klimaziele stecke. Der aktuelle Steuersatz soll also für schwefelarmes Heizöl beibehalten werden.

Grundsätzlich ja kein schlechter Gedanke! Zumal dieses Vorhaben nun wohl noch den letzten vernünftig denkenden Menschen klar werden lassen dürfte, dass eine neue Öl-Brennwertheizung nichts mehr - ausser vielleicht den extrem geschrumpften Öltanks - mit den stinkenden Ungeheuern der 70er und 80er Jahre zu tun hat, sondern die wohl günstigste, sicherste und obendrein eine außerst umweltschonende Art zu heizen ist, auf die auch in Zukunft nicht verzichtet werden kann.

Wäre man aber kein Politiker, könnte man ja auch auf die Idee kommen, die alte Technik und somit viele eh`schon arg gebeutelte Häuslebauer und Mieter nicht zu bestrafen, sondern die neue Technik in Form von Zuschüssen zu fördern, wie dies ja auch bei Holz und Sonne laufend passiert.

Logisch wärs doch, oder? Und auch fair! Aber Logik und Fairness wird leider all zu schnell beiseite geschoben, wenn`s ums Geld geht. Vor allem in der Politik.

Aber selbst wenn`s so kommen sollte, wie es unser "Umweltengel" haben will - wonach es derzeit aber zum Glück nicht aussieht - , einen Vergleich brauchen wir im Wettbewerb mit anderen Versorgern nicht zu scheuen. Derzeit schon überhaupt nicht. :-))