Heizöl-Weblog Archiv Oktober 2009


FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.

 

Freitag, 09. Oktober 2009

Schon wieder Peak Oil!?

Zugegebenermaßen etwas amüsiert musste ich gestern eine Nachricht auf T-Online bzw. Spiegel.de lesen, wonach britische Wissenschaftler des UK Energy Research Centre, das Erreichen des Ölfördermaximums nun für das Jahr 2020 vorhergesagt haben.

Häääh? Letztes Jahr im Sommer hieß es doch bereits, dass Peak Oil bereits erreicht sei bzw. unmittelbar bevorstünde. Oder hab ich da irgendetwas falsch verstanden?

Fakt ist, dass niemand genau weiß, wie groß das förderbare Ölvorkommen ist und wann letztendlich das Fördermaximum erreicht ist. Es ist nur so, dass die bekannten Vorräte seit 25 Jahren fast immer konstant bleiben und die Läger derzeit aus allen Nähten platzen.

Fakt ist auch, dass der Ölverbrauch in weit entwickelten Industrieländern wie den USA, Deutschland und Japan bereits rückläufig ist und wohl auch nie mehr ansteigen wird.
Dem technischen Fortschritt, dem steigenden Umweltbewusstsein und der Förderung von Energiesparmaßnahmen bzw. Verteuerung konventioneller Energie durch die Regierungen sei Dank.

Fest steht auch, dass erst kürzlich zwei der größten Ölvorkommen der letzten zwanzig Jahre vor den Küsten Südamerikas und Westafrikas entdeckt worden sind und das Jahr 2009 mit über 200 Funde, das in dieser Sicht Erfolgreichste der letzten zehn Jahre werden wird.

Und zu guter Letzt wird eine Studie nicht besser, wenn sie selbst 500 Studien mit dem gleichen fehlenden Hintergrund auswertet und einfach daraus einen Durchschnitt bildet - wie hier geschehen.

Mir ist bei der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit alternativer Energien und Energieeffizienzsteigerungen auf jeden Fall nicht Angst, bald auf dem Trockenen zu sitzen.

Vorübergehende Engpässe - wie im letzten Jahr - sind normal und es gibt sie fast in jeder Branche. Allein der Preis regelt hier Vieles wie von selbst.