Heizöl-Weblog Archiv November 2009
FastEnergy Geschäftsführer Josef Weichslberger mit 20 Jahren Erfahrung in der Mineralölbranche macht sich seine persönliche Gedanken zum Heizöl-Markt.
Montag, 23. November 2009
Auch Klimaforscher ahnungslos?
Habe ich meinen letzten Blog zum Thema Ahnungslosigkeit noch der eigenen Zunft gewidmet, geht es heute den Klimaforschern dran.
Das Problem dabei ist, dass zum Vorwurf des "Nichtswissens" hier immer mehr auch noch die Attribute "kriminell" und "manipulierbar" hinzukommen.
Konkret geht es um den Verdacht, dass Klimaforscher bewusst das Ausmaß der Klimaerwärmung hoch spielen, Messdaten manipulieren und den seit ca. zehn Jahren annähernd konstanten Erdtemperaturen mit Verschwiegenheit, Zurückhaltung und Ratlosigkeit begegnen.
Hackern war es nämlich gelungen, in das Computersystem des renommierten englischen Klimaforschungsinstituts (CRU) der University of East Anglia einzudringen und an über 1000 E-Mails heranzukommen und deren Inhalte ins Netz zu stellen.
Sollte sich die Echtheit der E-Mails bestätigen, was derzeit auch von offizieller Seite des Institutes nicht bezweifelt wird, und deren Inhalte die Vorwürfe bestätigen, frage ich mich, was und wen man tatsächlich noch glauben kann.
Das Ergebnis eines Bundesligaspiels wohl nicht mehr, Jan Ulrich, Christoph Daum und die Wahlversprechen der Politiker sowieso nicht.
Dann lieber doch unsere Ölmarktprognosen, die wenn auch derzeit aus Ahnungslosigkeit heraus verfasst, garantiert ohne böse Hintergedanken geschrieben werden!
PS: Wer den letzten Blog nicht gelesen hat - bitte unbedingt nachholen. Unser Outing bezieht sich nur auf die aktuelle Marktsituation. Ansonsten wissen wir natürlich genau, wo die Reise am Ölmarkt hingeht ;-)
Mittwoch, 04. November 2009
Im Labyrinth der Ahnungslosigkeit
Hilfe, ich seh nix mehr, kann mich jemand hören?
Ich tappe nämlich im Dunkeln und ich muss Acht geben, dass ich mit niemand anderen zusammenstoße, denn ich bin hier nicht allein!
Wer die anderen sind? Ja, ich würde mal sagen, alle die mit dem Ölmarkt zu tun haben und täglich Prognosen oder Markteinschätzungen abgeben sollen.
Und auch wenn sie es nicht zugeben, die wissen auch nichts!
Denn kaum war die Lage am Ölmarkt in den letzten Jahren oder Jahrzehnten schwieriger zu beurteilen, als zurzeit.
Volkswirte prognostizieren für die nächsten Jahre vom Weltuntergang bis zu blühenden Landschaften so ziemlich alles, was es dazwischen noch gibt, Ölmarkt-Experten sehen die Ölschwemme gleich nach Peak-Oil (oder war es umgekehrt?) und von der Politik ist derzeit alles zwischen Forcierung der Atomenergie und Furzantrieb (man möge mir verzeihen) zu hören, nur nichts Konkretes.
Wer soll sich da noch auskennen?
Und selbst wenn es Fakten gibt, wie zum Beispiel den rückläufigen Ölverbrauch in den weit entwickelten Industrieländern und die seit Wochen und Monaten extrem hohen Lagerbeständen - wer versichert mir, dass dies an den mit Geld zugeschütteten Finanzmärkten überhaupt irgend einen Achterbahnjunkie, der nicht mal weiß wie Öl aussieht oder riecht und nur noch gut sechs Wochen bis zur Bonusausschüttung durchhalten muss, interessiert?
Also liebe Besucher und Kunden von FastEnergy, nehmen Sie uns bitte unsere derzeit eher zurückhaltenden, laukalten oder -warmen, täglich schwankenden oder zu Gänze ausbleibenden Prognosen nicht all zu übel.
Wir wissen leider auch nicht, wohin sich die Ölpreise in Zukunft bewegen werden!
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