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Marktbericht vom 22.06.2003
Nicht nur im Jahresvergleich, auch zur Vorwoche ist Heizöl derzeit wieder günstiger zu haben. Das Statistische Bundesamt berichtete am Freitag, dass die Erzeugerpreise im Mai aufgrund der gesunkenen Ölpreise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgingen. Leichtes Heizöl trug dabei mit einem minus von 7,9 Prozent sehr stark zu dieser Entwicklung bei. Der kurzfristige Rückgang zur Vorwoche liegt an den leicht gesunkenen Rohölpreisen, die mit steigenden Ölbestandsdaten aus den USA ihre Begründung finden.
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Rohöl an der Warenterminbörse in NewYork notiert derzeit bei 29,50 US-Dollar je Barrel (159 Liter), Nordseeöl "Brent" kostet an der International Petroleum Exchange (IPE) in London aktuell runde 27 US-$. Der Dollar selbst konnte sich wieder etwas von seinen Tiefständen erholen, ist derzeit für 86,14 Euro-Cent zu haben und wirkt somit den gesunken Rohölpreisen entgegen.
Das die Versorgung mit Rohöl auf unabsehbare Zeit gesichert ist, belegt eine neue Studie des Mineralölkonzerns ExxonMobil. Die weltweiten Ölvorräte seien demnach um 17,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 165 Milliarden Tonnen gestiegen. Durch die verbesserten technischen Möglichkeiten bei Exploration und Förderung, werden immer wieder neue Ölvorkommen in den verschiedensten Regionen der Erde gefunden bzw. als sicher eingestuft. Die zunehmende Streuung der Reserven untergräbt zunehmend auch den Einfluss der OPEC-Staaten, deren Anteil an der weltweiten Ölförderung bzw. an den Ölvorräte dadurch permanent zurückgeht. Diese Entwicklung ist für eine langfristig stabile Ölpreisentwicklung sicherlich zu begrüssen.
Kurzfristig rechnen wir für diese Woche bei abflauender Nachfrage mit stabilen bis leicht nachgebenden Preisen.
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Ein relativ ruhiger Handelsverlauf wurde letzte Woche im Wesentlichen durch den wiedererstarkten Dollar beeinflusst.
Obwohl selbst der OPEC-Präsident Abdullah bin Hamad al-Attiyah verlauten lies, dass 'die derzeit hohen Ölpreise in den USA angesichts der Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt sind' und 'es am Markt keinen Mangel an Öl gibt' gaben die Rohölpreise nach.