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Marktbericht vom 09.05.2004
Auch in der vergangenen Woche stieg der Rohölpreis unaufhaltsam weiter, so dass mittlerweile die höchsten Preise seit der Besetzung Kuwaits durch den Irak im Jahr 1990 erreicht wurden. Kurzeitig notierten die Futures in NewYork über 40 US-Dollar.
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Aktuell stehen diese knapp darunter bei 39,93 Dollar, während die Kontrakte auf Nordseeöl "Brent" für glatte 37 Dollar gehandelt werden. Der Dollar stieg aufgrund guter Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder auf über 84 Euro-Cent an.
Nach einer weiteren Verteuerung des "schwarzen Goldes" um zehn Prozent innerhalb der letzten zwei Wochen, ruft die aktuelle Lage immer mehr besorgte Stimmen auf die Tagesordnung. Sogar die OPEC sieht das aktuelle Niveau als Gefahr für die konjunkturelle Entwicklung.
Das wirklich Neue und Beunruhigende an der Situation ist allerdings nicht der Preis an sich, sondern der Verlauf und die Rahmenbedingungen. Im Gegensatz zu den Höchständen im Jahr 1990 und den in den letzten Jahren immer wieder vorkommenden Preisausschlägen zu Krisenzeiten mit rasch folgenden Preisabstürzen, vollzieht sich der aktuelle Anstieg langsam und stetig. Obwohl die OPEC mittlerweile wesentlich mehr fördert als vereinbart und dies zwischenzeitlich auch öffentlich toleriert und die Bestandsdaten aus den USA eine Entspannung bringen müssten, reagieren die Märkte darauf nicht.
Die wesentlichen, augenscheinlichen Gründe für die angespannte Situation sind die anscheinend unkontrollierbare politische Lage im Irak, die latente Terrorgefahr, der hohe Bedarf aus der Wachstumsregion China sowie Spekulationen von Rohstoff-Fonds, die anscheinend weiter auf steigende Preise setzen.
Dem gegenüber steht nur die Hoffnung auf ein baldiges aktives Gegenlenken der OPEC, die derzeit wohl allein in der Lage ist, die Märkte zu beruhigen und das Niveau zu stabilisieren.
Dass die europäischen Verbraucher im Gegensatz zu den Bürgern in Amerika noch verhältnismäßig glimpflich davonkommen, ist dem relativ starken Euro zu verdanken, der allerdings kurzfristig wieder an Boden verloren hat. Sehr viele Devisenhändler sehen die US-Währung aufgrund der bald erwarteten amerikanischen Zinsanhebung und des relativ robusten Wirtschaftswachstums zumindest kurz- und mittelfristig steigen.
In der Summe sieht es also derzeit äußerst schlecht für fallende Benzin- und Heizölpreise aus. Die allgemeine Kaufzurückhaltung sorgt dafür, dass sowohl Raffinerien, als auch Spediteure und der Handel nur mit Minimalmargen arbeiten, die bei ansteigende Nachfrage wieder ansteigen müssen. Wer also an eine unveränderte Lage an den Weltmärkten glaubt und das Risiko einer Ölkrise für sich weitgehend vermeiden will, tut gut daran, sich jetzt zu bevorraten.
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Was sich in den vergangenen Wochen langsam abzeichnete ist nun Wirklichkeit geworden. Die Rohölpreise stiegen auf den höchsten Stand seitdem Rohölkontrakte an den Börsen gehandelt werden.
Die Hoffnung, dass die Rohöl- und somit auch die Heizölpreise bald wieder nachgeben wird zusehens geringer. Immer mehr Marktexperten sehen auch in Zukunft ein hohes Preisniveau und eine generelle Verteuerung der Energie.