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Marktbericht vom 23.05.2004
Nachdem die Märkte in den letzten Wochen scheinbar nur eine Richtung gekannt haben, kann nun endlich wieder von einem nennenswerten Rückgang der Rohölpreise berichtet werden.
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In NewYork fielen die Futures auf OPEC-Öl auf aktuell 39,93 US-Dollar, während in London an der IPE (International Petroleum Exchange) die Kontrakte auf die Nordseemarke "Brent" auf 36,50 Dollar zurückgingen. Auch der Dollar tendierte wieder etwas schwächer, so dass derzeit rund 83,4 Euro-Cent für die US-Währung zu bezahlen sind.
Der doch recht plötzliche und deutliche Rückgang bei den Rohölpreisen wurde gegen Ende der Woche durch Äußerungen aus OPEC-Kreisen am Rande einer Konferenz des internationalen Energie-Forums in Amsterdam ausgelöst. Der Vorstoß Saudi Arabiens, den OPEC-Ausstoß um zwei Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen, hat offenbar realistische Chancen auch umgesetzt zu werden. Der größte Ölproduzent der Welt könnte zudem seinen Ausstoß von derzeit rund 8,3 Millionen Barrel auf über 10 Mio. erhöhen.
Dies sorgte an den Märkten zumindest kurzfristig für Beruhigung und löste eine längst fällige Gegenreaktion auf den massiven Anstieg der letzten Wochen aus.
Ob dies nun nur ein kurzfristiges Intermezzo oder doch ein Trend zu wieder günstigeren Preisen ist, muss sich zeigen und wird im Wesentlichen auch weiterhin von der Entwicklung des Irak-Konfliktes, des Energieverbrauchsanstieges in China und der latenten Terrorängste bestimmt.
Auch der Dollar scheint vorerst am Ende seiner Kräfte, nachdem die erwarteten Zinserhöhungen eingepreist sind und die zunehmende Isolierung der USA im Irak-Konflikt auch die Währung belastet.
Unsere Heizölpreise legten bereits den Rückwärtsgang ein befinden sich derzeit rund zehn Prozent über den Notierungen des letzten Jahres. Verbraucher, die auf der sicheren Seite sein wollen, nutzen bereits den aktuellen Rückgang zu Bevorratungskäufen, risikobereite Käufer spekulieren auf ein weiteres Rücksetzen der Ölpreise.
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Nachdem vor zwei Tagen noch von einem erheblichen Preisrückgang berichtet werden konnte, zeigen die Richtungspfeile aktuell wieder steil nach oben.
Was sich in den vergangenen Wochen langsam abzeichnete ist nun Wirklichkeit geworden. Die Rohölpreise stiegen auf den höchsten Stand seitdem Rohölkontrakte an den Börsen gehandelt werden.