Heizöl-Newsletter vom 18.12.2008Sehr geehrter Heizöl-Interessent, Blickten wir an dieser Stelle vor fast genau einem Jahr auf ein äußerst turbulentes und ereignisreiches Jahr 2007 zurück, können wir heute sagen, dass das Jahr 2008 dieses nochmals deutlich übertraf. Sorgten damals noch allein die Prognosen über einen Ölpreis jenseits der 100 Dollar für Schlagzeilen, wurde dies im Frühjahr und Sommer bittere Realität. Bis auf 147 US-Dollar pro Barrel kletterten die Rohöl-Futures im Juli und die Prognosen reichten sogar bis 250 Dollar! Wer damals Heizöl orderte, musste schmerzlich Preise von rund einem Euro pro Liter berappen. Meist wurden jedoch zu diesem Zeitpunkt nur Kleinmengen geordert, was im Nachhinein betrachtet absolut richtig war. Hätte damals aber jemand prognostiziert, dass die Heizölpreise wieder auf unter 60, teilweise sogar unter 50 Cent pro Liter fallen würden, wäre er wohl nur müde belächelt worden. Als wir uns schon vor einem Jahr von der Ära der billigen Heizöl- und Gaspreise verabschiedeten, hatten wir also zum Glück auch nicht zu hundert Prozent Recht. Seitdem ist natürlich viel passiert und wir stehen gewaltigen Herausforderungen gegenüber. Diese zu meistern wird nicht leicht sein, zumal die Aussichten auf eine baldige Wiederbelebung der Konjunktur immer noch sehr düster sind. Doch es gibt auch Hoffnung und die kommt eben von den stark gefallenden Rohstoffpreisen und insbesondere vom Ölpreis. Sehr viele Verbraucher sparten gerade durch den Heizölkauf in den letzten Tagen und Wochen gegenüber dem Vorjahr doch einen erheblichen Betrag und auch die Fahrt an die Tankstelle fiel manchen doch schon deutlich schwerer. Das dürfte den Konsum stützen und auch die Unternehmen deutlich entlasten. Am Heizölmarkt kam es durch die Auftragsflut der vergangenen Wochen teilweise zu sehr langen Lieferzeiten und nicht jeder Auftrag konnte zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden, wofür wir uns auch im Namen unserer Partnerhändler entschuldigen wollen. Aber es war einfach nicht möglich, Aufträge die sich gewöhnlich auf ein Jahr verteilen, innerhalb von nur wenigen Wochen abzuarbeiten. Auch weil angesichts der historisch schwachen Nachfrage im letzten Jahr, der ein oder andere Tankwagen in diesem Jahr abgebaut werden musste. Natürlich wissen auch wir nicht, wie es mit den Heizölpreisen im neuen Jahr weitergeht – dafür gibt es einfach immer noch zu viele Fragezeichen im wirtschaftlichen Umfeld. Aber die größte Wegstrecke nach unten ist mit Sicherheit bereits zurückgelegt und dass die Ölpreise mittelfristig wieder höher stehen werden als heute, ist wohl mehr als wahrscheinlich. Derzeit geben allerdings die weiter sehr schwachen Rohölpreise und der stark gestiegene Euro berechtigte Hoffnung, dass die Heizöl-Notierungen auch zu Beginn des neuen Jahres weiter günstig bleiben, wenn nicht sogar weiter nachgeben werden. Für die kommenden Wochen raten wir daher, den Markt weiter genau zu beobachten! Denn gerade in den ersten drei Monaten des Jahres sind die Chancen auf ein „Schnäppchen“ beim Heizölkauf am größten, wie unsere Langzeitgrafik ganz deutlich zeigt. Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihr Vertrauen und Ihre Treue und wünschen Ihnen und Ihren Familien ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und für das Jahr 2009 Gesundheit, Zufriedenheit und stets eine warme Wohnung! PS: Zum 01.01.2009 erhöht der Staat die Steuer auf Heizöl mit einem Schwefelgehalt von über 50 mg/kg (Heizöl Standard, Heizöl Premium) um 1,5 Cent pro Liter. Schwefelarmes Heizöl mit einem Schwefelgehalt von unter 50 mg/kg bleibt davon unberührt. Ziel ist es, dem sehr umweltfreundlichen "Heizöl schwefelarm" flächendeckend zur Markteinführung zu verhelfen. Dieses Produkt kann bedenkenlos in jeder herkömmlichen Ölheizung verwendet werden und wird in weiten Teilen Deutschland über kurz oder lang zur Standardqualität werden. In den aktuellen Preisen ist der Steueraufschlag bereits einkalkuliert, sodass keine steuerbedingte Verteuerung zum Jahreswechsel zu erwarten ist! Für Besitzer einer neuen Öl-Brennwertheizung, die bereits bisher schwefelarme Ware tanken mussten, wird sich der Brennstoff künftig sogar deutlich verbilligen, da mit der breiten Markteinführung die Logistikkosten hier deutlich fallen werden. |

