Heizöl-Newsletter vom 16.06.2010


Sehr geehrter Heizöl-Interessent,

die Nachfrage nach Heizöl bleibt in diesem Jahr bisher weiterhin unterdurchschnittlich - und das trotz eines langen und harten Winters!
Da die Bestände in den Verbrauchertanks im Schnitt auf niedrigem Niveau sein dürften, ist anzunehmen, dass spätestens im Herbst ein enormer Bestellboom einsetzen wird!
Die Frage ist, welche Preise dann zu bezahlen sind.

Wir versuchen bereits jetzt einen Ausblick zu wagen und die Frage zu klären, ob nicht eine Online-Bestellung auf aktuellem Niveau die bessere Alternative wäre!

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

Ölmarkt-Analyse


Seit dem Versand der letzten Ausgabe unseres Newsletters sind die Heizölpreise wieder deutlich angestiegen. Dies, obwohl sich die Ölpreise am Weltmarkt weiter moderat entwickeln und nach wie vor unter den Prognosen der meisten Ölmarkt-Experten liegen, die für dieses Jahr zumeist Notierungen zwischen 80 und 90 US-Dollar pro Barrel erwartet haben.

Schuld an dem relativ hohen Preisniveau ist vielmehr der schwache Euro, der vor rund zehn Tagen sogar unter die 1,20-Dollar-Marke gefallen ist und so die Öl-Importe weiter verteuert.

Auch wenn sich unsere Währung in den letzten Tagen etwas erholen konnte, ist die Schuldenkrise in Europa noch lange nicht bewältigt und dürfte den Euro auch in Zunkunft weiter unter Druck bringen.

Auf der Rohstoff-Seite gibt es erste Anzeichen für eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und auch die weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegenden Ölbestände halten das Aufwärtspotenzial beim Ölpreis wohl nach wie vor begrenzt .
Jedoch muss als zusätzliche latente Gefahr für plötzlich kräftig steigende Ölpreise auf die nun beginnende sog. Hurrikan-Saison im Golf von Mexico hingewiesen werden, die ja im Jahr 2005 mit "Katrina" für stark steigende Notierungen gesorgt hat.

Unterm Strich erwarten wir auch in den nächsten Wochen keinen größeren Preiseinbruch am Ölmarkt.

+ preistreibende Faktoren
  • hohe Nachfrage aus Asien
  • weltweit größtenteils positive Konjuntkurerwartungen
  • hohe Liquidität an den Kapitalmärkte, niedrige Zinsen
  • "Inflationsschutz Öl"
  • Beginn der "Hurrikan-Saison"

- preisdrückende Faktoren
  • nach wie vor sehr hohe Lagerbestände
  • fehlende Disziplin der Ölförderländer
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • schwacher Euro/starker US-Dollar



Heizölpreis-Prognose für die nächten vier Wochen


Es ist also zu befürchen, dass die Heizölpreise in nächster Zeit weiter nach oben tendieren werden, so wie dies - entgegen der landläufigen Meinung - nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist.

Ob dann der Herbst die erhofften Preisreduzierungen bringen wird, steht angesichts der unsicheren Entwicklungen am Devisenmarkt noch in den Sternen.

Sicher scheint jedenfalls zu sein, dass noch vor dem Winter ein regelrechter Bestellboom einsetzen wird, der lange Lieferzeiten und dann auch wohl höhere Margen bei den Ölkonzernen bringen wird, die letztendlich wiederum Sie als Kunde bezahlen müssen.

Wir empfehlen daher vor allem sicherheitsorientierten Verbrauchern erneut, auf dem aktuellen Niveau rechtzeitig einzulagern und kein unnötiges Risiko einzugehen.


Ölheizungen: Absatz 2009 fast verdoppelt


Vor allem aufgrund der Förderungs-Initiative der Mineralölbranche hat sich der Absatz von Ölheizungen in Österreich 2009 annähernd verdoppelt.

Verglichen mit 2008 stieg der Verkauf von Ölheizungskesseln um 84 % an. Besonders markant war der Anstieg im dritten Quartal mit plus 182 %; im vierten Quartal war der Zuwachs mit plus 84 % anhaltend hoch.

Diese Zahlen gehen aus einer Erhebung der Kessellieferanten Österreichs hervor.

Besonders erfreulich: Die sparsame und saubere Öl-Brennwerttechnik kommt auf einen Anteil von 70% bei den neuen Anlagen.
Der Verkaufszuwachs beträgt bei dieser modernsten Form der Ölheizung plus 180 %.
(Quelle: IWO Austria)