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Marktbericht vom 20.06.2004
Ein äußerst angespanntes Umfeld dominierte auch in der vergangenen Woche wieder die Ölmärkte, was sich zum Wochenende hin wieder in steigenden Preisen widerspiegelte.
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In NewYork notieren die Rohölfutures exakt bei 39 US-Dollar, während Nordseeölkontrakte der Marke "Brent" aktuell bei rund 36 Dollar gehandelt werden. Der Dollar selbst verlor im Wochenvergleich gegenüber der Euro und kostet derzeit gut 82 Cent.
Obwohl sich die fundamentale Versorgungslage durch die Ausweitung der Fördermengen permanent stabilisiert, sorgen politische Ereignisse wieder für ein sehr nervöses Börsenumfeld. Neben der schon zur traurigen Gewohnheit gewordenen Anschläge im Irak, kommt nun auch noch ein Ölarbeiterstreik auf einer norwegischen Bohrinsel hinzu, der der weltweiten Ölversorgung rund 300.000 bpd (Barrel per day) entziehen könnte, was immerhin rund 10 % der norwegischen Ölförderung ausmacht. Norwegen ist das drittgrößte Ölförderland der Welt.
Auch die Charttechnik zeigt einen sehr breiten und äußerst stabilen langfristigen Aufwärtstrend.
Am Devisenmarkt kam der Dollar gegenüber dem Euro wieder leicht unter Druck, nachdem das Leistungsbilanzdefizit der USA stärker als erwartet ausgefallen war. Dies ändert jedoch nichts an der schon seit Monaten herrschenden Seitwärtsbewegung in einer Range von 1,18 bis 1,24 US-Dollar für einen Euro. Wenigstens hier herrscht Kontinuität, die den europäischen Ölverbraucher im Hinblick auf die hohen Rohölpreise entlastet.
So kommt es auch, dass die Heizölpreise gar nicht so schlecht sind, wie sie in den Nachrichten und öffentlichen Diskussionen dargestellt werden. Derzeit warten anscheinend sehr viele Verbraucher mit der Bevorratung bis in den Spätsommer oder Herbst, wo das Preisniveau der vergangenen beiden Jahre allerdings nur unwesentlich niedriger war als aktuell. Zusätzlich könnte die Kaufzurückhaltung der letzten Monate bei einer verstärkten Nachfrage in dieser Zeit zu Logistikengpässen führen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, deckt sich bereits jetzt mit Heizöl zu seinem Wunschtermin ein und geht der Hektik im Spätsommer/Herbst aus dem Weg, die sehr wahrscheinlich weiter steigende Preise mit sich bringen wird.
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Weiter gestiegene Ölvorräte in den USA und ein sich abzeichnendes Ende des norwegischen Ölarbeiterstreikes führten vergangene Woche zu leicht rückläufigen Heizölnotierungen
Auch in der vergangenen Woche waren die Ölpreise starken Schwankungen unterworfen. Während bis zum Mittwoch die Heizölpreise nachgaben, gab es gegen Ende wieder einen deutlichen Anstieg