Marktbericht vom 18.06.2026
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Julian Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Julian Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 18.06.2026, 09:04 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sinken heute weiter und könnten im Tagesverlauf um bis zu einen halben Cent pro Liter fallen, da die Entspannung im Iran-Konflikt die Ölpreise unter Druck setzt.

Marktbericht vom 18.06.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bewegen sich weiter auf Abwärtskurs – Heizöl wird billiger

Julian Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Julian Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 18.06.2026, 09:04 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise sinken heute weiter und könnten im Tagesverlauf um bis zu einen halben Cent pro Liter fallen, da die Entspannung im Iran-Konflikt die Ölpreise unter Druck setzt.

Heizöl wird billiger

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind weiter zurückgefallen und erreichen damit einen neuen Tiefststand seit Beginn des Iran-Konflikts. Auch die Heizölpreise geben weiter nach und sind inzwischen so günstig wie seit Ende Februar nicht mehr.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 78 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 872 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1520 Dollar gehandelt.

Nachdem die Präsidenten der USA und des Iran die Absichtserklärung offenbar früher als zunächst angekündigt unterzeichnet haben, geraten die Ölpreise heute Morgen wieder unter Druck. Die Vereinbarung sieht nicht nur ein Ende der Kampfhandlungen vor, sondern auch die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr. Ein endgültiges Abkommen soll innerhalb der nächsten 60 Tage ausgearbeitet werden.

Die Märkte hatten zwar bereits mit einer allmählichen Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus gerechnet. Dennoch blieb bis zuletzt die Sorge bestehen, dass die Gespräche kurzfristig scheitern könnten. Mit der nun erfolgten Unterzeichnung hat sich dieses Risiko deutlich reduziert. Entsprechend reagieren die Ölbörsen erneut mit nachgebenden Notierungen.

Die wichtige Meerenge war seit Ende Februar nahezu vollständig blockiert. Nach Einschätzung von EIA und IEA könnte eine nachhaltige Erholung der Öllieferungen über die Straße von Hormus im kommenden Jahr zu einem spürbaren Angebotsüberschuss führen. Die EIA beziffert diesen in ihrem aktuellen Monatsbericht auf rund 4 Mio. Barrel pro Tag, während die IEA sogar von etwa 5 Mio. Barrel pro Tag ausgeht. Gleichzeitig betonen Marktbeobachter, dass nun vor allem entscheidend ist, wie schnell und in welchem Umfang sich die Lieferströme tatsächlich normalisieren. Einige während der Blockade eingeführte Änderungen, etwa bei den Exportrouten, könnten womöglich länger bestehen bleiben.

Kurzfristig dürfte die Versorgungslage am Ölmarkt jedoch angespannt bleiben. Die Angebotsausfälle aus Teilen der Golfregion haben die weltweiten Bestände zuletzt deutlich belastet. Auch in den USA macht sich der geringere Zufluss von Rohöl aus dem Nahen Osten bemerkbar. Die landesweiten Rohölvorräte sind in der vergangenen Woche erneut kräftig gesunken. Im wichtigen Lagerstandort Cushing in Oklahoma sind die Bestände inzwischen so niedrig, dass der Betrieb zunehmend erschwert wird. Sollte die Erholung der Lieferungen durch die Straße von Hormus länger dauern, könnten nach Einschätzung von Experten auch die US-Rohölexporte darunter leiden.

Zusätzlichen Druck auf die Ölpreise könnte im heutigen Tagesverlauf der stärkere US-Dollar ausüben. Der Greenback legte gestern Abend gegenüber dem Euro deutlich zu. Zwar beließ die Fed die Zinsen wie erwartet unverändert, doch der neue US-Notenbankchef Kevin Warsh stellte klar, dass die Notenbank weiter entschlossen gegen die hohe Inflation vorgehen will. Zudem deuten die aktuellen Prognosen der Fed-Mitglieder darauf hin, dass im laufenden Jahr noch eine Zinserhöhung möglich ist.

Aktuell testen die Ölfutures an ICE und NYMEX bereits erste Unterstützungsmarken. Auch bei den Inlandspreisen ergibt sich im Vergleich zu gestern wieder Potenzial für Abschläge.

Die Heizölpreise starten in Folge der niedrigeren internationalen Ölpreise heute erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den Tag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten.

Heizöl-Marktdaten

18.06.26, 23:59 Uhr
 
18.06.: 135,76 €
17.06.: 138,46 €
18.06.26, 23:59 Uhr
 
18.06.: 879,50 $
17.06.: 888,75 $
18.06.26, 23:59 Uhr
 
18.06.: 79,20 $
17.06.: 79,00 $
18.06.26, 23:59 Uhr
 
18.06.: 0,8724 €
17.06.: 0,8702 €

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