Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und der reduzierten Raffineriekapazitäten deutlich gestiegen und haben das höchste Niveau seit über zehn Wochen erreicht. Für den Tagesverlauf wird ein weiterer leichter Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet.
Marktbericht vom 15.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise sind aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und der reduzierten Raffineriekapazitäten deutlich gestiegen und haben das höchste Niveau seit über zehn Wochen erreicht. Für den Tagesverlauf wird ein weiterer leichter Anstieg von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in dieser Woche bislang deutlich zugelegt. Bei den Gasöl-Notierungen ist mittlerweile das höchste Niveau seit Mitte Mai erreicht und auch die Heizöl-Notierungen kennen nur noch den Weg nach oben.
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Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 85,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.162 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1440 Dollar gehandelt.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist wieder im vollem Gange. Seit Tagen gibt es massive gegenseitige Luftangriffe, die US-Seeblockade für iranische Schiffe ist wieder in Kraft getreten und der Verkehr durch die Meerenge von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen.
US-PräsidentTrump will den Druck auf das iranische Regime nochmals erhöhen und nun auch die zivile Infrastruktur des Iran angreifen.
Unter diesen Gesichtspunkten rückt eine friedliche Lösung in immer weitere Ferne und die zwischenzeitliche Entspannung am Ölmarkt ist Vergangenheit. Die Rohölpreise bewegen sich wieder in Richtung 90 Dollar und die Gasöl-Futures haben sogar schon wieder das Kriegsniveau der Monate April und Mai erreicht.
Hinzu kommt, dass es immer neue erfolgreiche Drohnenangriffe der Ukraine auf russische Raffinerien gibt, sodass mittlerweile rund ein Viertel der gesamten Kapazität ausgefallen ist. Seit rund einer Woche gilt zudem ein Exportverbot für Diesel bzw. Heizöl.
Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen wenig spektakulär aus und brachten keine größeren Verwerfungen hervor. Heute Nachmittag werden die wesentlich einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) erwartet.
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro gestern gegenüber dem Dollar etwas erholen. Hier drückte ein weniger stark als erwartet gestiegener US-Verbraucherpreisindex auf den Greenback, da dadurch auch die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank gesunken ist.
Die Heizölpreise sind gestern förmlich nach oben geschossen und haben dabei das höchste Niveau seit Ende Mai erreicht. Heute sieht es bislang nach einer kleinen Verschnaufpause aus, denn aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht nur ein kleines Plus von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Weiterhin tendierte die Nachfrage gegen null, was eine Versorgungskrise im Herbst immer wahrscheinlicher werden lässt. Ölheizer mit geringem Tankvorrat sollten daher unbedingt rechtzeitig zumindest eine Teilmenge bestellen.
Die Ölpreise sind gestern weiter nach oben gesprungen und auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Auch bei den Heizöl-Notierungen wird es heute zu Aufschlägen kommen und weiteres Zuwarten könnte sehr gefährlich werden.
Die Ölpreise starten leider mit deutlichen Aufschlägen, nachdem die Lage im Nahen Osten weiter eskaliert und die Straße von Hormus wieder gesperrt ist. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.