Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch die Eskalation des Kriegs im Golf und die daraus resultierenden Lieferengpässe. Die angespannte Lage und neue Sanktionen gegen Russland sorgen für anhaltend hohe Preise ohne kurzfristige Entspannung.
Marktbericht vom 20.07.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, bedingt durch die Eskalation des Kriegs im Golf und die daraus resultierenden Lieferengpässe. Die angespannte Lage und neue Sanktionen gegen Russland sorgen für anhaltend hohe Preise ohne kurzfristige Entspannung.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten deutlich höher in die neue Handelswoche, nachdem der Krieg in der Golf-Region wieder in vollem Gang ist. Entsprechend geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.
Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!
Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,70 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung im August kostet zur Stunde 1.202 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum Dollar wenig verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1440 Dollar gehandelt.
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist auch in den letzten Tagen mit unverminderter Härte fortgeführt worden und die Hoffnung, dass es doch noch eine diplomatische Lösung geben könnte, ist zumindest wohl vorerst gestorben.
Während die US-Streitkräfte seit Tagen massive Luftangriffe auf militärische Ziele im Iran durchführen, werden vom iranischen Regime immer wieder Gegenangriffe auf US-Stützpunkte am Golf angeordnet. So wurde am Samstag eine Ölanlage in Kuwait beschädigt und auch aus Bahrain ein Angriff auf eine Raffinerie gemeldet.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist wieder nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, zudem gibt es am Ölmarkt die nicht unbegründete Befürchtung, dass die Huthi-Miliz im Jemen die Ausweichroute über die Meerenge von Bad el-Mandep blockieren oder zumindest behindern könnte.
Entsprechend sind die Rohölpreise der Sorte Brent erstmals seit knapp sechs Wochen wieder über die 90-Dollar-Marke gestiegen. Bei Gasöl, dem Vorprodukt von Heizöl und Diesel ist sogar das höchste Niveau seit Ende Mai erreicht und es gibt derzeit kaum Aspekte, die erwarten lassen, dass die Futures auch bald wieder nachgeben könnten.
Im Gegenteil, denn auch gegen Russland sind neue Sanktionen in Vorbereitung und die dortige Ölindustrie ist durch die permanenten ukrainischen Drohnenangriffe um mehr als ein Viertel dezimiert.
Am Devisenmarkt bleiben die Kursschwankunge des Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gering. Der EU-Verbraucherpreisindex für den Monat Juni fiel mit plus 2,8 Prozent im Rahmen der Erwartungen aus, ebenso der Kernindex.
Die Heizölpreise kennen seit Monatsbeginn nur noch eine Richtung und leider starten die Notierungen auch heute mit Aufschlägen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die Ölheizer verdrängen die aktuelle Entwicklung und bleiben dem Markt in der Hoffnung auf eine baldige Trendwende fern. Das Zeitfenster für die Bevorratung zieht sich derweil aber immer weiter zu und ein Versorgungschaos im Spätsommer bzw. Herbst ist vorprogrammiert bzw. unausweichlich.
Die Ölpreise haben sich gestern wieder einmal recht uneinheitlich entwickelt. Während die Rohöl-Futures seitwärts tendierten, zogen die Gasöl-Kontrakte weiter an. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen im Plus.
Die Ölpreise haben sich gestern zwar weiter stabilisiert und sind sogar mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen, insgesamt gibt es aber kaum Abwärtspotenzial. Dies gilt leider auch für die Heizöl-Notierungen hierzulande.