Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise in Deutschland bleiben trotz steigender Rohölpreise zum Wochenstart weitgehend stabil. Es wird eine Preisbewegung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet.
Marktbericht vom 10.08.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise in Deutschland bleiben trotz steigender Rohölpreise zum Wochenstart weitgehend stabil. Es wird eine Preisbewegung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwartet.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten fester in die neue Handelswoche. Die Heizölpreise in Deutschland bleiben hingegen weitgehend stabil und bewegen sich weiter auf dem Niveau vom Freitag.
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Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,4 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung August kostet zur Stunde 1.210 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu Kursen um 1,1555 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise sind mit moderaten Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Ausschlaggebend ist vor allem, dass die Hoffnung auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus erneut einen Dämpfer erhalten hat. Der Iran macht die Freigabe der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute von mehreren Bedingungen abhängig, weshalb eine rasche Entspannung derzeit unwahrscheinlich erscheint.
Auch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, vorerst auf wirtschaftliche Sanktionen statt auf weitere militärische Maßnahmen zu setzen, konnte den Ölmarkt bislang kaum entlasten. Solange das Risiko möglicher Lieferunterbrechungen bestehen bleibt, dürfte der geopolitische Risikoaufschlag die Ölpreise weiter stützen.
Zusätzliche Unsicherheit geht weiterhin von den Huthi-Rebellen aus. Medienberichten zufolge wurde am Wochenende erneut eine Raffinerie im saudi-arabischen Dschizan angegriffen. Zwar erklärte Saudi Aramco zuletzt, dass die Ölproduktion bislang nicht nennenswert beeinträchtigt wurde, dennoch bleibt das Risiko einer weiteren Eskalation bestehen.
Etwas positivere Signale kommen dagegen aus dem Ukraine-Krieg. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters hat Kiew zugesichert, Ölinfrastruktur und Tanker im Schwarzen Meer außerhalb Russlands nicht anzugreifen. Davon könnte insbesondere Kasachstan profitieren, dessen Rohölexporte zuletzt unter den Angriffen gelitten hatten.
Unterstützung erhalten die Ölpreise zudem durch die jüngsten US-Konjunkturdaten. Schwächere Arbeitsmarktzahlen haben die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank gedämpft. Niedrigere Zinsen gelten als förderlich für die Konjunktur und damit auch für die Nachfrage nach Rohöl.
Die Heizölpreise entwickeln sich zum Wochenstart besser als die Rohölpreise und zeigen sich trotz der höheren Rohölpreise weitgehend stabil. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus heutiger Sicht Preisbewegungen von rund einem halben Cent pro Liter erwarten.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter deutlich zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Folglich tendieren auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.
Die Ölpreise haben sich gestern von den starken Verlusten der Vortage erholt. Rohöl tendierte seitwärts, Gasöl ging etwas höher aus dem Handel. Trotzdem geben die Heizöl-Notierungen hierzulande in der Eröffnung nach.