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Marktbericht vom 21.07.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben moderat - Heizölpreise erneut billiger!

21.07.2022, 08:41 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe neuer US-Ölbestandsdaten zwar zunächst deutlich zugelegt, heute Morgen sind im asiatisch geprägten Handel aber schon wieder Abschläge in ähnlicher Größenordnung zu beobachten. In Folge geht es erfreulicherweise auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach weiter nach unten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei 106,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 99,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0220 US-Dollar gehandelt.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend nach Börsenschluss überraschende Aufbauten bei den US-Ölbeständen und hier vor allem bei Rohöl und Benzin vermeldet hatte, starteten die Rohölpreise gestern mit weiteren Abschlägen in den Handel.
Zusätzlichen Druck brachten schwache Konjunkturdaten aus den USA, wo das Verbrauchervertrauen per Juli weiter auf minus 27 Punkte gefallen und die Zahl der Häuserverkäufe zurückgegangen ist.
Am späten Nachmittag wurden dann die mit Spannung erwarteten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht, die aber kein einheitliches Bild abgaben. Zwar sind auch hier die derzeit viel beachteten Benzinvorräte gestiegen, dafür gab es aber Abbauten bei Rohöl und Destillaten. Außerdem ist die Gesamtnachfrage im Vergleich zur Vorwoche kräftig um 2,3 Millionen Barrel pro Tag angestiegen, während die Ölproduktion gleichzeitig leicht zurückgegangen ist. Alles in Allem wurden die Zahlen dann doch eher bullish, also preistreibend gewertet und die Futures verzeichneten bis Handelsschluss deutliche Aufschläge.
Das Aufwärtspotenzial blieb mit der Meldung, dass die russischen Gaslieferungen über die Nordstream-1-Pipeline nach den Wartungsarbeiten wieder aufgenommen wurden, allerdings begrenzt. Hier ist nun die spannend Frage, wieviel Erdgas tatsächlich wieder durchgeleitet bzw. geliefert wird. Nach ersten Messungen soll es eine Kapazitätsauslastung von 30 bis 40 Prozent geben und somit das Volumen in etwa auf dem Niveau vor der planmäßigen zehntägigen Stilllegung liegen.

Am Devisenmarkt wird es heute spannend, denn um 14 Uhr trifft sich die Europäische Zentralbank (EZB), um erstmals seit elf Jahren wieder eine Zinsanhebung zu beschließen. Noch ist aber unklar, wie hoch diese ausfallen wird. Während ein kleiner Zinsschritt von 0,25 Prozent bereits signalisiert wurde und als sicher gilt, könnte es nach den neuesten Zahlen zu den Verbraucherpreisen eventuell auch eine Erhöhung um 0,5 Prozent geben. Der Euro zeigt sich im Vorfeld im Vergleich zum US-Dollar bislang wenig verändert.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen wohl auch heute wieder mit leichten Abschlägen in den Tag starten. Im Schnitt sollten aus morgendlicher Sicht Abschläge von einem halben bis einem Cent pro Liter möglich ein. Weiterhin verhindert die Niedrigwasserlage und die auch damit verbundene schlechte Warenverfügbarkeit einen größeren Rückgang. Ob sich die Situation vor der erwartet starken Herbstnachfrage nochmal verbessern wird, ist derzeit kaum absehbar. Wer knapp bei Tank ist, sollte lieber auf Nummer sicher gehen und rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode bestellen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 21.07.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (20.07.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 21.07.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (20.07.2022, 23:59 Uhr)

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