Ölpreis und US-Dollar als Taktgeber für den Heizölpreis

Als Heizölkäufer lohnt es sich, den Ölpreis an den internationalen Ölmärkten gut zu beobachten. Denn die Heizölpreise reagieren schon nach wenigen Stunden auf einen gestiegenen oder gefallenen Ölpreis.

Doch nicht nur der Rohölpreis, sondern vor allem die Gasöl-Notierungen in Euro geben die Richtung für die Heizölpreise vor.

Info:

Hier finden Sie die wichtigsten Faktoren die auf den Heizölpreis einwirkenden, sehen die aktuellen Kurse, die Preisentwicklung der letzten Jahre und wir liefern eine leicht verständliche Erklärung zu den Zusammenhängen und Wechselbeziehungen.

Entwicklung der Marktindikatoren: Rohöl, US-Dollar und Gasöl

Rohölpreis in US-Dollar / Barrel

 

Das Basisprodukt aller Mineralölprodukte ist Rohöl. Aus Rohöl wird durch Destillation Gasöl, also Heizöl bzw. Diesel hergestellt. Der hier abgebildete Ölpreis-Chart bezieht sich auf die für Europa maßgebliche Nordsee-Ölsorte „Brent“. Gehandelt wird „Brent-Öl“ an der größten europäischen Terminbörse für Optionen und Futures in London an der ICE.
Preisveränderungen bei Rohöl wirken sich über den Gasölpreis unmittelbar auf die Heizölpreise aus und daher sollte der Rohölpreis stets im Auge behalten werden. Er ist der größte Einflussfaktor auf den Heizölpreis - neben dem Kurs des US-Dollar.

Wechselkurs US-Dollar in Euro

 

Da Rohöl generell in US-Dollar abgerechnet wird, müssen wir Europäer beim Heizölkauf natürlich auch die Wechselkurse beachten. Denn bevor das Rohöl bezahlt werden kann, müssen Euro in US-Dollar getauscht werden. Ein hoher Dollarkurs verteuert die Ölimporte und somit den Heizölpreis, ein starker Euro wirkt hingegen preisdrückend auf Heizöl, Diesel und Benzin.

Gasölpreis / Tonne

 

Gasöl ist das unversteuerte, von den chemischen Eigenschaften her identische Vorprodukt zu Heizöl oder Diesel und wird, ebenso wie Rohöl, an den internationalen Warenterminmärkten gehandelt. Die Veränderung bei den Gasölpreisen schlägt sich meist unmittelbar auf die Heizöl-Notierungen nieder und ist daher im Heizölhandel von höchster Bedeutung.

Es macht für den Heizölkäufer also durchaus Sinn, nicht nur den Rohöl-, sondern auch den Gasölpreis, vor alle so wie hier abgebildet in Euro, zu beobachten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass auf diesen Ölpreis noch die Kosten für Lagerung und Transport, sowie Handelsmargen und Steuern hinzuzurechnen sind.
Übrigens: Aus Gasöl wird Heizöl ganz einfach, indem bei der Raffinerie oder eine Steuer-Tanklager ein roter Farbstoff beigemischt wird, der kennzeichnet, dass dieses Produkt aus steuerlichen Gründen ausschließlich als Heiz- und nicht als Kraftstoff verwendet werden darf.

Heizölpreis und die Korrelation zu den Marktindikatoren

Der nachfolgende Chart bildet alle Marktindikatoren im zeitlichen Verlauf, ausgehend von 100 Prozent, ab und soll aufzeigen, wie sich deren unterschiedliche Entwicklung auf den Heizölpreis auswirken. Es ist teilweise gut zu erkennen, dass ein schwächerer US-Dollar höhere Rohölpreise abmildert und im Gegensatz ein starker „Greenback“ die Heizölpreise zusätzlich verteuert.

 

Heizöl-Marktindikatoren
im Vergleich zum Vortag

Rohölpreis (Brent)

20.07.: *1) 73,02 $
19.07.: *2) 72,62 $

Dollarkurs

20.07.: *1) 0,8534 €
19.07.: *2) 0,8587 €

Gasölpreis

20.07.: *1) 643,75 $
19.07.: *2) 639,75 $

*1) Schlusskurs vom Stand 20.07.2018, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (19.07.2018, 23:59 Uhr)

Heizöl Preisrechner