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Marktbericht vom 05.08.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben unter Druck, Heizölpreise im Seitwärtstrend

05.08.2022, 08:19 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihre Talfahrt der letzten Tage auch gestern fortgesetzt und stehen derzeit auf dem tiefsten Stand seit Februar. Leider merken die Verbraucher an den Tankstellen und bei den Heizöl-Notierungen bislang kaum etwas davon. Diese befinden sich weiterhin in einem Seitwärtstrend.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 94,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 89,10 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0230 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt hat sich in den letzten Tagen die Erwartung durchgesetzt, dass die Ölnachfrage unter einer künftig schwachen globalen Wirtschaftsentwicklung leiden und sich dadurch die Versorgungslage allmählich verbessern wird.
Unterstrichen wurde diese Einschätzung gestern vom saudischen Ölkonzern Aramco, der seine Preise für September-Lieferungen nach Europa erstmals seit längerem wieder reduziert hat. Auch wenn die Rohölpreise für Käufer aus anderen Regionen gleichzeitig etwas angehoben wurde, war dies doch eine Überraschung und sorgte gestern spontan für Verkäufe.
Auch die erneute Anhebung der Leitzinsen um 0,5 Prozent durch die Bank of England, die noch dazu mit einer längeren Rezession in Großbritannien rechnet, trieb den Ölhändlern die Sorgenfalten auf die Stirn.
Weitere preisdrückende Faktoren sind derzeit die wieder gestiegene Ölproduktion in Libyen und eine erneute Wiederaufnahme der Atomverhandlungen mit dem Iran. auch wenn hier die Erfolgsaussichten allgemein eher als gering eingeschätzt werden. Außerdem sind die US-Ölbestände in dieser Woche überraschend deutlich angestiegen, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Benzinnachfrage. 
Ein großer Unsicherheitsfaktor für die künftige Entwicklung der Ölpreise bleibt China. Hier kann es wieder jederzeit zu größeren  Corona-Beschränkungen kommen und natürlich sind auch die Spannungen mit Taiwan bzw. diesbezüglich mit den USA ein Faktor, der gut im Auge behalten werden sollte. 

Auch am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern wieder zulegen und dabei von der insgesamt recht guten Börsenstimmung profitieren. Heute warten die Marktteilnehmer auf Zahlen zur deutschen Industrieproduktion und am Nachmittag auf neue Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Die Heizölpreise hierzulande haben in den letzten Tagen und Wochen leider ein Eigenleben entwickelt und bleiben, wie die Kraftstoffpreise an den Tankstellen, weiterhin auf einem recht hohen Niveau. Heute sollte es zwar rechnerisch wieder deutlich nach unten gehen, ob es tatsächlich zu spürbaren Abschlägen kommt, ist eher fraglich. Die sehr hohe Nachfrage der letzten Tage trifft auf eine nach wie vor sehr schlechte Warenverfügbarkeit. Niedrigwasser und Folgen des Ölembargos verhindern, dass die Notierungen den Preisen an den internationalen Ölmärkten folgen können. Die Lieferzeiten sind in Folge auf das höchste Niveau seit dem Corona-Bestellboom angestiegen. Eine insgesamt nicht nur für Verbraucher äußerst unbefriedigende Situation.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 05.08.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (04.08.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 05.08.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (04.08.2022, 23:59 Uhr)

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