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Marktbericht vom 09.09.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise nach Bestandsdaten erholt - Heizölpreise erneut schwächer

09.09.2022, 08:39 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern von den Verlusten der Vortage etwas erholen können, obwohl die Ölbestände in den USA deutlich angestiegen sind. Da die Gasölpreise aber schwach bleiben, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit weiteren Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 89,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um einen 1,0060 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt geht wieder eine sehr ereignisreiche Woche zu Ende die erfreulicherweise weitere Abschläge gebracht hat. Die Rohölpreise sind auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gefallen und die für Europa maßgebenden Brent-Futures bleiben trotz der gestrigen Erholung vorerst unterhalb der 90-Dollar-Marke.
Hauptbelastungsfaktor ist nach wie vor die Sorge vor einer globalen Rezession, die durch neue Corona-Beschränkungen in China zuletzt nicht kleiner geworden ist. Außerdem steigen die Zinsen diesseits und jenseits des Atlantiks massiv an.
Es gibt aber nach wie vor durchaus preistreibende Einflüsse, die ein noch stärkeres Absacken des Ölkomplexes verhindern. Vor allem die Energiekrise in Europa, aber auch die weltweit knappen Raffineriekapazitäten halten vor allem die Gasöl- und in Folge die Heizöl- und Diesel-Notierungen hoch. Neue Turbulenzen drohen, sollten die G7-Staaten eine Preisobergrenze für russisches Öl einführen. In diesem Fall hat Putin mit einem kompletten Stopp aller Energielieferungen gedroht.
Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen aber eindeutig bearish, also preisdrückend aus. Zwar war ein Aufbau bei den Rohölvorräten erwartet worden, mit einem Plus von 8,8 Millionen Barrel fiel dieser aber sehr deutlich aus. Auch bei den Produkten gab es leichte Zuwächse, während die Gesamtnachfrage etwas zurückging.

Am Devisenmarkt kann der Euro heute Morgen im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen. Gestern reagierten die Marktteilnehmer noch zögerlich auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins um 0,75 Basispunkte anzuheben. Dies war der größte Zinsschritt in der Geschichte der EZB. Die Aussicht auf eine weitere Straffung der Geldpolitik stützt unsere Gemeinschaftswährung, zumindest heute Vormittag.

Trotz der gestiegenen Rohölpreise werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute aller Voraussicht nach mit weiteren Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Steigende Pegelstände, stabile Gasölpreise, der etwas gestiegene Euro und eine leicht nachlassende Inlandsnachfrage machen diese Entwicklung möglich.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 09.09.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (08.09.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 09.09.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (08.09.2022, 23:59 Uhr)

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