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30.11.2022, 12:10 Uhr
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Marktbericht vom 10.11.2022

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter auf dem Weg nach unten - Heizölpreise günstig wie lange nicht!

10.11.2022, 08:20 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Handels weitere deutliche Verluste hinnehmen müssen und die Gasöl-Futures sind den niedrigsten Stand seit Ende September zurückgefallen. Auch bei den Heizöl-Notierungen hierzulande geht es weiter abwärts. Hier ist mittlerweile der niedrigste Stand seit Ende August erreicht.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92,50 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung November kostet zur Stunde 1.020 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0035 Dollar gehandelt.

In den letzten Tagen hat die Stimmung der Marktteilnehmer gedreht und die Sorgen über eine Verknappung des Angebotes aufgrund der OPEC+ Kürzungen und der neuen Russlandsanktionen sind wieder etwas in den Hintergrund gerückt.
Nun geht es wieder verstärkt um die globale Nachfrage. Die Prognose hierzu wurde am Dienstag im Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) für nächstes Jahr nach unten korrigiert. Zudem hat das American Petroleum Institute (API) deutlich gestiegene Rohölbestände vermeldet.
Dies wurde gestern von den Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) bestätigt, allerdings fiel der Zuwachs mit 3,9 Millionen Fass hier nicht ganz so deutlich aus. Dafür gab es aber einen geringeren Rückgang bei den derzeit so wichtigen Destillat-Vorräten von nur 0,5 Millionen Barrel. Die Gesamtnachfrage hat deutlich auf 21,2 Millionen Barrel zugelegt, dafür ist aber auch die Ölproduktion um 0,2 Millionen Barrel angestiegen. 
Alles in allem fielen die Zahlen eigentlich gar nicht so bearish, also preisdrückend aus, aber es gibt zudem neue Corona-Sorgen in China. Hier sind die Infektionszahlen wieder stark angestiegen und in der Hauptstadt Peking, sowie der für die globale Wirtschaft sehr wichtigen Metropole Guangzhou, wurde umfangreiche Lockdowns verhängt. Es ist zu befürchten, dass dadurch die Lieferketten wieder massiv gestört werden könnten.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern nach den jüngsten Gewinnen wieder etwas an Boden verloren. Heute warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf den neuen US-Verbraucherpreisindex für Oktober. Sollte hier die Erwartung eines leichten Rückgangs bestätigt werden, könnte es für unsere Gemeinschaftswährung durchaus wieder nach oben gehen.

Seit Tagen deutlich nach unten gehen erfreulicherweise mit den Heizöl-Notierungen hierzulande. Innerhalb von nur vier Wochen haben die Preise um über zehn Prozent nachgegeben und auch heute könnten weitere Reduzierungen folgen. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. In einigen Regionen sind bislang aber auch leichte Teuerungen zu beobachten. Die Gefahr einer Trendwende ist nach so einer langen und deutlichen Abwärtsbewegung natürlich nicht unerheblich. Auf der anderen Seite haben vor allem die Preise für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, im Vergleich zu den Rohölpreisen immer noch erhebliches Abwärtspotenzial und somit könnten auch die Heizölpreise weiter fallen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 10.11.2022, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (09.11.2022, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 10.11.2022, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (09.11.2022, 23:59 Uhr)

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