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Marktbericht vom 23.01.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit weiteren Aufschlägen - Heizölpreise teuerer!

23.01.2023, 08:30 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den Aufschlägen vom Donnerstag am Freitag weiter verteuert. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach ebenfalls etwas höher in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,50 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 986 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere schöne Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0890 Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt zeigte sich gegen Ende der letzten Woche relativ resistent gegenüber bearishen, also preisdrückenden Meldungen. Der relativ starke Aufbau der US-Ölbestände wurde mehr oder weniger ignoriert, ebenso wie der Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA).
Dafür überwog der Optimismus, dass die Ölnachfrage in China und somit wohl auch global wieder zulegen könnte. Nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen wird in Asien mit einer regen Reisetätigkeiten während der gerade stattfindenden Neujahrsfeierlichkeiten gerechnet.
Neue Streiks in Frankreich, könnten dafür sorgen, dass sich das Angebot, vor allem bei den Endprodukten zumindest vorübergehend wieder verringert. Das globale Angebot bleibt unterdessen aufgrund der Sanktionen gegen Russland und der Förderkürzungen der OPEC+ ohnehin begrenzt.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist nach dem neuesten Bericht von Baker Hughes in der vergangenen Woche deutlich um 10 auf nun 613 Einheiten zurückgegangen. Auch dies ist natürlich ein bullisher Faktor.

Am Devisenmarkt befindet sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter im Aufwind und ist mittlerweile auf den höchsten Stand seit April letzten Jahres angestiegen. Wieder etwas optimistischere Konjunkturaussichten in der EU, die sich entschärfende Energiekrise und eine wohl weiterhin eher straffe Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), stützen unsere Gemeinschaftswährung. In der letzten Woche gab es Äußerungen aus Kreisen der Zentralbank, dass es bei der nächsten Zinssitzung wohl zu einer weiteren deutlichen Erhöhung um 0,5 Prozent kommen könnte.

Trotz der weiteren Währungsgewinne werden die Heizölpreise aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Preisentwicklung der letzten Tage und Wochen verfestigt die Einschätzung, dass der Markt einen Boden gefunden hat und es in nächster Zeit zu keinen größeren Abschlägen mehr kommen wird. Dies sehen mittlerweile anscheinend auch viele Ölheizer so, denn das Bestellaufkommen ist im Vergleich zu den Preisanfragen deutlich angestiegen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 23.01.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (20.01.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 23.01.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (20.01.2023, 23:59 Uhr)

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