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Marktbericht vom 16.05.2023

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise deutlich erholt - Heizölpreise ziehen an!

16.05.2023, 08:51 Uhr von Josef Weichslberger
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach einem schwachen Start bereits früh ins Plus gedreht und im weiteren Handelsverlauf deutlich zugelegt. In Folge geht es heute auch mit den Heizöl-Notierungen nach oben.


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Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 75,40 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 685 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0875 Dollar gehandelt.

Sah es gestern am frühen Morgen noch danach aus, als würden die Rohölpreise bald wieder die Tiefstände von Anfang Mai testen, gab es schon zum Start in den europäisch geprägten Handel einen Trendwechsel. Ausgelöst wurde dieser wohl von der Ankündigung der US-Regierung, dass man nun mit Rückkauf der strategischen Ölreserven beginnen wolle.
Dass dies jedoch der einzige Grund für den gestrigen Trendwechsel gewesen sein soll, ist schwer vorstellbar, denn dieses Thema ist nicht neu und sollte zumindest zu einem gewissen Teil bereits eingepreist gewesen sein.
Vielleicht setzt sich unter den Marktteilnehmern aber nun einfach langsam die Erkenntnis durch, dass der Ölmarkt in nächster Zeit in eine Unterversorgung hinein steuern könnte. Vor allem, wenn die kurdischen Öllieferungen nicht bald wieder fließen werden. Hier geht es immerhin um eine tägliche Menge von rund 450.000 Barrel. Zudem fehlen weiterhin gewaltige Mengen aus Kanada, wo Waldbrände in der Ölregion Alberta weite Teile der dortigen Ölförderung beeinträchtigen.
In Anbetracht der doch eher bullish, also preistreibend zu wertenden Fundamentaldaten dachte sich gestern wohl doch der ein oder andere Schnäppchenjäger, dass es nun Zeit wäre sich einzudecken.
Die heute am Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten aus China fielen allerdings wenig überzeugend aus, sodass es im Laufe des Tages durchaus noch zu der ein oder anderen Kursveränderung kommen könnte. Die Einzelhandelsumsätze per April stiegen "nur" um 18,4 statt wie erwartet 21 Prozent, etwas schwerer wiegt allerdings wohl die um 5,6 Prozent gestiegene Industrieproduktion. Hier hatten die Analysten im Vorfeld mit einem Plus von 10,9 Prozent gerechnet.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung gestern etwas zulegen, insgesamt blieben die Kursausschläge aber recht gering. Ein erschreckend schwach ausgefallener US Empire State Index konnte der US-Währung überraschend wenig anheben. Der Wert, der ein Frühindikator für die Industrie in der Region New York ist, fiel per Mai auf einen Wert von minus 31,8 Punkte, während die Analysten im Vorfeld lediglich mit einem negativen Wert von 3,7 gerechnet hatten.

Die Heizölpreise in Österreich werden heute im Laufe des Tages aller Voraussicht nach anziehen. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, wird es Aufschläge in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter geben. Wir wiederholen unsere Empfehlung und raten vor allem sicherheitsorientierten Ölheizern zu einem rechtzeitigem Bevorratungskauf auf einem Niveau, das das günstigste der letzten 14 Monate ist.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 16.05.2023, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (15.05.2023, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 16.05.2023, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (15.05.2023, 23:59 Uhr)

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