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Marktbericht vom 28.05.2024

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise ziehen weiter an - Geopolitische Lage begünstigt Aufwärtstrend

28.05.2024, 09:49 Uhr von Josef Weichslberger
Lage im Nahen Osten begünstigt Ölpreisanstieg

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im Verlauf des gestrigen Tages weiter zugelegt. In Folge geht es heute leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben. Einer der Gründe für den Anstieg sind die erneut zunehmenden geopolitischen Risiken.


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Aktuell notieren die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,08 US-Dollar pro Barrel, und eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni kostet derzeit 749,25 Dollar. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar zulegen und wird heute Morgen zu Kursen von 1,0877 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise in der vergangenen Woche gesunken waren, sind sie zu Beginn der neuen Handelswoche wieder gestiegen. Dies liegt an der Hoffnung auf eine erhöhte Nachfrage durch die US-Sommer-Fahrsaison sowie an Sorgen über eine mögliche Eskalation im Nahost-Konflikt, die das Angebot beeinträchtigen könnte.
Der am Wochenende von Israel durchgeführte Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Rafah hat den Nahost-Konflikt erneut eskalieren lassen. Der UN-Sicherheitsrat berief eine Dringlichkeitssitzung ein. Kritik an der israelischen Regierung kam auch von den USA und Ägypten. Die Hamas erklärte, sie werde vorerst nicht an weiteren Waffenstillstandsverhandlungen teilnehmen. Zudem wurde bei einem Schusswechsel zwischen israelischen und ägyptischen Truppen ein ägyptischer Soldat getötet. Diese Entwicklungen könnten den Konflikt weiter verschärfen und einen Risikoaufschlag auf die Ölpreise zur Folge haben, was bisher jedoch begrenzt blieb.
Neben der angespannten geopolitischen Lage deuten weitere Faktoren auf eine Aufwärtssensibilität des Ölpreises hin, darunter sinkende Lagerbestände und die wahrscheinliche Beibehaltung der OPEC-Kürzungen. Die Lage im Gazastreifen verstärkt die Vorsicht bei Spekulationen auf fallende Preise, ist jedoch nicht der alleinige Treiber für steigende Ölpreise.
Die Aussicht auf eine Lockerung der US-Geldpolitik könnte den Aufwärtstrend der Ölpreise verstärken. Allerdings bestätigte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung die Mutmaßungen, dass die Zinsen in den USA länger als erwartet hoch bleiben könnten, was den Aufwärtstrend bremsen könnte.
Früher als die Fed wird wahrscheinlich die EZB die Zinsen senken, wobei neue Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf die Erwartungen der Marktteilnehmer beeinflussen könnten. Am Mittwoch werden die vorläufigen deutschen Verbraucherpreisindizes für Mai veröffentlicht, und am Freitag folgen die entsprechenden Indizes aus dem Euroraum. In den USA stehen am Freitagnachmittag die Daten zum Konsum der Privathaushalte an, einschließlich des PCE-Preisindex, der für die Fed ein wichtiger Inflationsindikator ist.
Ein höher als erwarteter PCE-Preisindex könnte eine spätere Zinssenkung in den USA bedeuten und die Nachfragesorgen verstärken, da hohe Zinsen den Dollar stärken und die US-Konjunktur sowie die Nachfrage nach Öl belasten könnten.
Der Fokus der Marktteilnehmer wird nach der Veröffentlichung der US-Konsumdaten am Freitag auf das OPEC+-Treffen am 2. Juni übergehen. Es wird erwartet, dass die OPEC+ ihre Förderkürzungen verlängert, sodass das Treffen möglicherweise wenig Einfluss auf die Ölpreise haben wird, wenn keine Überraschungen auftreten.

Die Heizölpreise hierzulande werden aller Voraussicht nach leider mit Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten. Insgesamt bleibt das Preisniveau aber weiterhin sehr attraktiv. Gerade sicherheitsorientierte Verbraucher, welche die Gefahr weiterer Aufwärtsbewegungen meiden wollen, könne die Gelegenheit zur vorzeitigen Einlagerung nutzen.

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 28.05.2024, 23:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (27.05.2024, 23:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 28.05.2024, 23:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (27.05.2024, 23:59 Uhr)

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