Marktbericht vom 05.01.2026

Heizöl-Preisrechner
Logo WhatsApp
FastEnergy-WhatsApp-Channel kostenlos abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

Marktbericht vom 05.01.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise von Ereignissen in Venezuela wenig beeindruckt - Heizölpreise starten leichter!

05.01.2026, 08:48 Uhr von Josef Weichslberger
Ölpreise bleiben trotz geopolitischer Risiken günstig - Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der Vorjahre

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich bislang kaum von den Ereignissen in Venezuela beeindrucken lassen und starten nach einem kurzen Anstieg sogar mit Abschlägen in den Handel. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen günstig, vielerorts sind sogar Abschläge zu beobachten.


Wöchentliche Updates zur Heizölpreis-Entwicklung von FastEnergy auf WhatsApp!

Jetzt kostenlos abonnieren!

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Januar kostet zur Stunde 611 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1690 Dollar gehandelt. 

Die Welt hat einen neuen Krisenschauplatz hinzubekommen, da die Lage in Venezuela am Wochenende eskaliert ist, indem US-Streitkräfte Ziele in Caracas angegriffen und den Machthaber Manduro festgenommen haben. 
Ob bzw. wie es den USA gelingen wird, die Macht über das Land mit den größten Ölreserven der Welt zu erlangen, bleibt bislang ungewiss, zumal sich das Militär bislang wohl hinter die neue Präsidentin Rodriguez gestellt hat, die ebenfalls Teil der bisherigen Regierung war.
Fakt ist, dass diese unrechtmäßige und von vielen Seiten scharf kritisierte Aktion der Trump-Regierung die Welt definitiv nicht sicherer gemacht hat und es anderen Aggressoren damit erleichtert wird, sich zu rechtfertigen und auf das Vorgehen der USA zu verweisen. So könnte dieses auch durchaus Auswirkungen auf die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg und die Spannungen zwischen China und Taiwan haben.
Die Rohölpreise haben wohl deshalb bislang kaum auf die Ereignisse in Venezuela reagiert, da das Land bislang als Öllieferant aufgrund von Sanktionen, Korruption und Missmanagement mit einer täglichen Fördermenge von rund einer Million Barrel pro Tag keine größere Rolle spielt. Sollte es den USA gelingen, die Herrschaft über das Land zu erlangen, könnte das die Ölpreise mittel- und langfristig sogar auf niedrigem Niveau stabilisieren, da die Förderung durch den Einstieg us-amerikanischer Ölkonzerne sicherlich deutlich steigen würde.
Weitere wichtige Themen bleiben in dieser Woche auch der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber auch die neuen Ölbestandsdaten aus den USA.

Am Devisenmarkt muss der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar heute Morgen weitere Verluste hinnehmen. Die Machtdemonstration der USA hat den Greenback gestärkt. Die Ölreserven Venezuelas haben ein gewaltiges Potenzial, das sich sicherlich auch auf den Devisenmarkt auswirken könnte.

Die Heizölpreise hierzulande starten heue durchaus etwas überraschend mit leichten Abschlägen in die Woche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit bleiben die Notierungen auch zu Beginn des neuen Jahres auf einem sehr attraktiven Niveau, deutlich unter den Januar-Preisen der letzten drei Jahre. Trotz Erhöhung der CO2-Abgabe! 

Heizöl-Marktdaten

*1) Schlusskurs vom Stand 05.01.2026, 22:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (02.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 05.01.2026, 22:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (02.01.2026, 22:59 Uhr)

Weitere Marktberichte