Marktbericht vom 08.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach einem zwischenzeitlichen Erholungsversuch wieder nachgegeben und bleiben damit weiterhin auf dem günstigsten Niveau der letzten Jahre. Bei den Heizöl-Notierungen kommt es heute in der Eröffnung zu keinen größeren Veränderungen.
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Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Januar kostet zur Stunde 602 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1685 Dollar gehandelt.
Die aktuell überversorgte Lage am Ölmarkt, sowie die geplante Kontrolle der venezolanischen Ölvorkommen durch die USA halten die Ölpreise weiter auf niedrigem Niveau.
Vor allem auf mittelfristige Sicht könnte der Einstieg der US-Ölkonzerne die Marktverhältnisse verändern, wobei China als einer der bisherigen Hauptabnehmer Venezuelas wohl als Verlierer dastehen könnte. Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang ist , wie die OPEC+ künftig auf die zu erwartenden Veränderungenverhalten reagieren wird.
Weiter offen bleibt auch der Ausgang der Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg. Zwar wurde bezüglich Sicherheitsgarantien kürzlich ein wichtiger Erfolg erzielt, die immer noch offenen Territorialfragen bergen aber weiterhin das Risiko des Scheiterns.
Vom Spekulieren zu den harten Fakten: Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen, wie die tags zuvor vermeldeten API-Zahlen, ingesamt preisdrückend aus. Zwar gab es bei Rohöl einen überraschend deutlichen Abbau von 3,8 Millionen Barrel, dafür aber deutliche Zuwächse bei Destillaten und Benzin von 5,6 bzw. 7,7 Millionen Fass. Außerdem ist die Gesamtnachfrage weiter auf nur noch 19,2 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, was unter dem Vergleichszeitraum der letzten beiden Vorjahre liegt. Weiter auf hohem Niveau liegt die US-Ölförderung mit einem täglichen Ausstoß von 13,8 Millionen Barrel.
Ob die Ölpreise noch weiteres großes Potenzial nach unten haben, ist trotz des ingesamt weiterhin bearish gestimmten Marktumfeldes allerdings fraglich, vor allem in der mittelfristigen Betrachtung. Gerade die nordamerikanische Schieferölindustrie dürfte bei Preisen unter 60 Dollar an ihre Wirtschaftlichkeitsgrenze stoßen und in Folge die Produktion zurückfahren.
Am Devisenmarkt bleiben die Kursunterschiede zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar weiter gering. In der EU hat sich die Inflation per Dezember leicht von 2,4 auf 2,3 Prozent abgeschwächt, was vorerst aber nichts an der ingesamt neutralen Zins-Haltung der Europäischen Zentralbank ändern dürfte.
Insgesamt also recht stabile Vorgaben für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute kaum verändert in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen für den weiteren Verlauf nur ein kleines Plus von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat gestern weiter angezogen, was sich bald auch auf die Lieferzeiten auswirken dürfte. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte daher unbedingt rechtzeitig bestellen, zumal auch in den nächsten Tagen keine Wetteränderung zu erwarten ist.
*1) Schlusskurs vom Stand 08.01.2026, 22:59 Uhr
*2) Schlusskurs vom Vortag (07.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Schlusskurs vom Stand 08.01.2026, 22:59 Uhr
*4) Schlusskurs vom Vortag (07.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel deutlich nachgegeben und fallen auch heute morgen im asiatisch geprägten Handel weiter zurück. In Folge geben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande nach.
Die Ölpreise haben sich bislang kaum von den Ereignissen in Venezuela beeindrucken lassen und starten nach einem kurzen Anstieg mit Abschlägen in den Handel. In Folge bleiben die Heizöl-Notierungen günstig, vielerorts sind sogar Abschläge zu beobachten.