Marktbericht vom 27.01.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach anfänglichen weiteren Gewinnen eine Kehrtwende gemacht und vor allem bei Gasöl ging es in der zweiten Tageshälfte etwas nach unten. Bei den Heizöl-Notierungen hierzulande kommt es zum Start zu keinen größeren Veränderungen.
Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 674 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum Dollar auf Höhenflug und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1875 Dollar gehandelt.
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Die extremen Wetterverhältnisse in Nordamerika, die sich langsam leerenden Gasspeicher in Europa, sowie die Sorge vor einer Eskalation der Lage im Nahen Osten haben am Ölmarkt die zuletzt allgegenwärtige überversorgte Marktlage vergessen lassen und die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit Monaten gehievt.
Gestern setzten dann aber leichte Gewinnmitnahmen ein, ohne dass es aber zu größeren Abschlägen oder gar zu einem Stimmungswechsel gekommen ist.
Die Börsianer bleiben in Lauerstellung, denn noch kann aus den USA keine Entwarnung gegeben werden. Die Wetterämter prognostizieren dort weiterhin eisige Temperaturen und schließen auch neue Schneestürme nicht aus. Analysten taxieren die Produktionsausfälle in der Spitze mittlerweile auf rund 2 Millionen Barrel pro Tag, war rund 15 Prozent der gesamten US-Ölproduktion sind. Vor allem die Erdgaspreise sind in Folge der extremen Kältewelle sprunghaft angestiegen, was sich auch auf dem Ölkomplex auswirkt.
Preisdrückend wirkt die Meldung, dass das Ölterminal am Schwarzmeerhafen Noworrossijsk, das im November durch einen ukrainischen Drohnenangriff schwer geschädigt worden war, nach wochenlangen Reparaturarbeiten nun wieder hergestellt ist.
Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer in dieser Woche natürlich wieder von den Bestandsdaten aus den USA, die heute Abend nach Börsenschluss und morgen Nachmittag veröffentlicht werde. Außerdem wirft das nächste Treffen der OPEC+, das nächsten Sonntag stattfinden soll, bereits seinen Schatten voraus.
Am Devisenmarkt bleibt der US-Dollar im Vergleich zum Euro auf der Verliererstraße. Händler begründen dies mit dem weiter gesunkenen Vertrauen in die US-Regierung, die mit ihren neuen Drohgebärden und dem Vorgehen gegen die eigene Notenbank einen gefährlichen Stimmungsumschwung herbeiführen und den "Greenback" noch stärker unter Druck bringen könnte.
Gute Vorgaben also heute für den österreichischen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise aber wohl weitgehend stabil bleiben werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bestenfalls ein kleines Minus erwarten. Somit pendeln die Notierungen weiter deutlich unter dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate und auch deutlich unter den Januar-Ständen der letzten drei Jahre.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.01.2026, 10:50 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (26.01.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 27.01.2026, 10:50 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (26.01.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreisehaben am Freitag nach dem kurzen Rücksetzer vom Vortag wieder Fahrt aufgenommen und sind auf den höchsten Stand seit knapp vier Monaten gestiegen. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.
Die Ölpreise haben gestern im späten Handel deutlich nachgegeben und starten heute Morgen stabil, aber spürbar unter dem Niveau von gestern Vormittag, in den asiatisch geprägten Handel. In der Folge geben auch die Heizölnotierungen hierzulande nach.